Montagsdemo in Stuttgart gegen wahnwitzigen Bahnhofsneubau

9. Februar 2010 1:03

Mal wieder im schwäbischen Ländle, besuchte ich am 8. Februar 2010 die Montagsdemo in Stuttgart. (Aufruf) Diese Demos finden seit Ende 2009 statt und richten sich gegen den geplanten, größenwahnsinnigen Bahnhofsneubau, genannt „Stutgart 21“.

Die Seite www.kopfbahnhof-21.de schreibt dazu:

Stuttgart 21 ist eines der teuersten und unsinnigsten Projekte der Deutschen Bahn AG, der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg, dessen Planung möglichst bald in der Schublade verschwinden sollte.

Alle Argumente von Stadt und Land haben sich als unwahr und falsch herausgestellt:

1. Die Stadt braucht kein Stuttgart 21, um an das europäische Hoch geschwindigkeits netz angeschlossen zu werden, sie ist es schon. Schon heute verkehren die ICE- und IC-Züge in alle Richtungen.

2. Mit Stuttgart 21 werden keine Fahrzeiten verkürzt. Der Fahrzeitgewinn des Durchgangsbahnhofs wird mit wenigen Minuten angegeben, die u. a. auch durch eine kürzere Haltezeit zustande kommen, aber wegen des zusätzlichen Halts am Flughafen wieder verloren gehen.

3. Die angeblichen Verbesserungen im Nahverkehr sind leere Versprechungen. Da die Züge im Nahverkehr vom Land bestellt werden müssen, wird kein Geld mehr für zusätzliche Bestellungen übrig sein. Das Land muss für die Vorfinanzierung von Stuttgart 21 aufkommen.
Eine Ausdünnung der Fahrpläne wird die Folge sein. Am Ende von Stuttgart 21 gibt es nicht mehr, sondern weniger Verkehr auf der Schiene.

Auch gegen den geplanten unterirdischen Bau und den Tunnel richten sich die Proteste. Die Befürchtungen sprechen von einer 10-jährigen, innerstädtischen Baugrube.

70000 Unterschriften wurden alleine in Stuttgart gegen das Konzept von „Stuttgart 21“ gesammelt. Wie gewohnt werden die von der herrschenden Politik ignoriert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, hat in einer Umfrage ermittelt, das 58% der Baden-Würtemberger gegen das mehrere Milliarden teure Prestigeobjekt sind.

Interessant in diesem Fall ist, dass die Gegner von „Stuttgart 21“ ein Alternativkonzept vorgelegt haben, bekannt als „K21“. (K für Kopfbahnhof) Weitere Informationen dazu gibt es auf www.kopfbahnhof-21.de.

Bei den seit einiger Zeit stattfindenden Montagsdemos versammeln sich jedes Mal mehrere Tausend Menschen direkt am Hauptbahnhof in Stuttgart. Die folgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck vermitteln.

Die Demonstration am 8. Februar führte am Ende zum Rathaus von Stuttgart, wo die Bürger an einer Informationsveranstaltung zum Thema “Bonatz-Bahnhof und Urheberrecht” teilnehmen wollten. Als sie begannen, das Rathaus zu betreten, wurden dort, wohl aus Angst, ganz schnell die Türen verriegelt. Man kann sagen: Das Rathaus sperrte die Bürger aus.

Hauptsache Demokratie!

8. Februar 2010 12:04

Oh, schon wieder das Thema.

BILD im Interview mit Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow.

BILD: Ein Gericht entschied, dass Neonazis am 13. Februar durch Dresden marschieren dürfen. Ein Tiefschlag für Sie?

Zastrow: „Der Beschluss hat mit unserem neuen Versammlungsgesetz nichts zu tun. Wir wollten erreichen, dass Neonazis nicht mit der Kulisse Frauenkirche im Hintergrund als Fernsehbilder durch die Welt flimmern. Wenn die außerhalb des historischen Zentrums aufmarschieren, ist das auch schlimm, aber in einer Demokratie nicht zu ändern. Wir Dresdner wollen still gedenken, brauchen keine linken oder rechten Chaoten.“

Nun Herr Zastrow, ich bin auch Dresdner, haben Sie mich mal gefragt, was ich will?

Hier gibts was in die Ohren (33): David Bowie – Space Oddity (Major Tom)

7. Februar 2010 21:19

Wer kennt ihn nicht, den von Peter Schilling besungenen Major Tom aus dem Jahre 1983. Bereits 1969 sang Davie Bowie über ihn in Space Oddity.

Darauf gestoßen bin ich übrigens durch das Buch “Limit” von Frank Schätzing.

Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz 2010 der NATO in München

7. Februar 2010 15:09

Dieses Wochenende war es mal wieder soweit. Die “Mächtigen” aus Politik und Wirtschaft trafen sich in München um darüber zu beraten, wie sie die Welt noch sicherer machen mit mehr Krieg überziehen können. Dagegen fanden am Freitag und Samstag Aktionen statt.

Einen Bericht zu der Demonstrationen sowie Fotos1 gibt es direkt bei trueten.de. Ich habe den Bericht in einem Kommentar dort noch ergänzt. Bei Indymedia wird währenddessen darüber diskutiert, wie (links)radikal die Demonstration sein soll.

  1. Die Fotos stammen von mir und dürfen weiter verwendet werden! []

Wir sind alle kriminell!

6. Februar 2010 22:07

Bei Facebook gibt es eine Gruppe, die nennt sich “100 Menschen vor „Dresden Nazifrei““.

Aus der Beschreibung:

Heute wurden die Infobüros des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ in Dresden und Berlin von der Staatsanwaltschaft und des Landeskriminalamtes besucht. Über 2.500 Plakate und Flyer wurden beschlagnahmt sowie ein Privatrechner mitgenommen. Wir fordern alle Mitglieder und SympathisantInnen auf, sich vor dem Plakat „Dresden Nazifrei“ fotografieren zu lassen und an uns zu schicken (jugend@dielinke-sachsen.de).

Und weil ich ja auch so ein kriminelles Element bin, bin ich da gleich mal beigetreten. Mangels Plakat aber mit einem Bildschirmfoto.

Oh mein Gott! Hoffentlich erfährt das nicht das LKA in Sachsen, sonst wird Facebook bestimmt zensiert.

Hauptsache Demokratie!

6. Februar 2010 1:10

Ich pfeif auf eine Demokratie, in der Nazis demokratisch legitimiert sind!

Verwaltungsgericht erlaubt Nazidemo am 13. Februar

Wie angekündigt, hat das Verwaltungsgericht heute eine erste Entscheidung getroffen und den Nazis ihre vollständige angemeldete Route genehmigt. Diese würde am Zwingerteich beginnen und nach einer Route durch die Innen- und Altstadt am Postplatz enden. Die An- und Abreise würde zumindest für die per Bahn anreisenden Nazis über Bahnhof Mitte stattfinden. Allerdings wurde auch schon im Gerichtsurteil verkündet, dass noch genügend Zeit besteht, um zu einer einvernehmlichen Lösung der Streckenführung möglicherweise auch wieder vor Gericht zu kommen. Außerdem legte die Stadt Rechtsmittel ein und zieht vors Oberverwaltungsgericht. Was so viel bedeutet, dass zwar jetzt klar ist, dass die Nazis momentan eine Demonstration durchführen dürfen, aber es ist nach wie vor nicht klar, wo.

Es wird wieder bis zuletzt spannend bleiben. Achtet also weiter auf Ankündigungen.

(dresden1302)

Ziegenhals-Protest-Info: Erinnerung – Kundgebung am Sonntag, 7. Februar 2010 – 11:30 Uhr

4. Februar 2010 15:15

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen,

vergangene Woche führten wir, in den Räumen der Rechtsanwaltssozietät Dr. Friedrich Wolff und Partner, gemeinsam mit Dr. Friedrich Wolff und Prof. Dr. Wolfgang Richter (Präsident des Europäischen Friedensforums und Vorsitzender der GBM e.V), eine Pressekonferenz über unserer Verfassungsklage durch.

Diese lief anders ab, als wir es uns gedacht haben: Am Montag, den 25. Januar 2010 luden wir morgens zur Pressekonferenz ein. Am späten Nachmittag des gleichen Tages erreichte uns die Ablehnung unserer Klage vom brandenburgischen Verfassungsgerichts. Die Richter folgten unserer Argumentation nicht.

Diese Tatsache wurde dann am Dienstag und Mittwoch breit in der Presse wiedergegeben (u.a. in Bild, in der Berliner Zeitung, in der Berliner Morgenpost, der Jungen Welt, in der Märkischen Allgemeinen, der Märkischen Oderzeitung, im Neuen Deutschland, in der Neuen Rheinische Zeitung, in der Leipziger Volkszeitung, in den Potsdamer Neuesten Nachrichten, in Die Welt, …). Apropos: In vielen Zeitungsberichten stand, dass die Gedenkstätte “zwangsversteigert” wurde. Woher diese Falschmeldung kam, wissen wir nicht genau. Es ist eine sog. “Ente”. Die Immobilie auf der sich die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte befindet, wurde versteigert, obwohl sich vorher zwei Interessenten als Käufer meldeten. Die Verhandlungen mit ihnen wurden abgebrochen und eine Auktion anberaumt – von “Zwang” kann hier keinerlei Rede sein, eher von einer Reihe von “Ungereimtheiten”, wie z.B. den abgebrochenen Verkaufsverhandlungen, dem gefallen Kaufpreis (270.000 EUR vor Auktion, 46.000 EUR als Auktionsstart, 86.000 EUR Kaufpreis), dem geplanten Umgebungsschutz, der nie kam, usw. usf.. Oftmals lautete die Artikel-Überschrift: “Thälmann-Gedenkstätte juristisch nicht zu retten” oder ähnlich.

Das weisen wir nicht nur leidenschaftlich und aus Prinzip zurück! Wir tun dies auch, weil es inhaltlich nicht richtig ist. Direkt können wir nun den Abriss mit juristischen Mitteln nicht verhindern: Es besteht keine Möglichkeit des Widerspruchs, noch können wir das Bundesverfassungsgericht anrufen, geschweige denn den Europäischen Gerichtshof. Wir können also an der von zwei Landräten des Kreises Dahme-Spreewald erteilten Abriss- und Baugenehmigung für diese einmalige denkmalgeschützte Gedenk- und Mahnstätte nicht rütteln.

Wir werden weiterhin auf allen Ebenen agieren: Politisch, über Öffentlichkeit und politischem Druck und natürlich auch juristisch.

Politisch erhält nun unsere internationale Unterschriftenkampagne noch mehr Gewicht. Diese Kampagne wird fortgesetzt!

Wir führen natürlich auch unsere Kundgebungen weiter durch. Nächste Kundgebung: Am kommenden Sonntag, den 7. Februar, 11:30 Uhr.
Für März 2010 ist, als Weiterführung unseres gelungenen ersten, ein zweiter Protestzug – von Ziegenhals nach Potsdam geplant!

Aber auch juristisch werden wir weiterkämpfen, denn wir haben hier noch längst nicht alles ausgeschöpft. Was wir hier vorhaben, darüber möchte ich Euch gerne am Sonntag berichten. So viel sei aber schon vorgemerkt: Durch die Ablehnung unserer Verfassungsklage ist der Weg frei gemacht worden, damit wir uns unserem Anliegen, dass wir verstärkt vor knapp zwei Jahren propagierten widmen können: “Überprüfung des Gesamtdeals (zwischen TLG und dem Ministerialbeamten) auf Gültigkeit und Rechtmässigkeit“. Dazu dann mehr am Sonntag.

Wir haben unseren Kampf nie von Sieg oder Niederlage abhängig gemacht. Vor 20 Jahren haben wir uns mit einem einzigen Zweck gegründet: Erhalt und Schutz der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals. Daran halten wir weiter fest!

Wir werden alles unternehmen, um einen Abriss zu verhindern. Sollte er nicht zu verhindern sein, dann steht für uns fest: In Ziegenhals wird es keine Ruhe geben. Nicht für den ehemaligen Referatsleiter “Obere Bauaufsicht” in Brandenburg, noch für zukünftige Sommervillenbesitzer. Eine große Öffentlichkeit verfolgt im In- und Ausland, was hier in Ziegenhals, in Brandenburg, in der Bundesrepublik mit dem Andenken an deutsche Antifaschistinnen und Antifaschisten geschieht. Und täglich werden es mehr Menschen, die sich unserem Ringen anschliessen
Das gibt uns den Mut und die Kraft immer wieder weiter zu machen! Das sind wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der “Ziegenhals Tagung”, aber auch jetzt und heute allen Freunden, Unterstützern, Spendern und Sympathisanten schuldig.

Deshalb:
Am 7. Februar 2010: Auf nach Ziegenhals – Protest und Gedenken. Den Denkmalschleifern das Handwerk gelegt!

Am 13. Februar 2010: Auf nach Dresden – den Faschisten entschlossen entgegentreten. No pasaran! Den Naziaufmarsch gemeinsam blockieren!


Zum 77. Jahrestag der illegalen Tagung des ZK der KPD in Ziegenhals

Sonntag, 7. Februar 2010, 11.30 Uhr,
Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals

Gedenk- und Protestkundgebung

Es spricht: Ellen Brombacher (Bundessprecherin der Kommunistischen Plattform der Partei Die Linke)

Die Kundgebung wird von politischen Rezitationen umrahmt.

Veranstalter: Freundeskreis „Ernst-Thälmann-Gedenkstätte“ e.V., Ziegenhals

Busverbindung: Ab S-Bahnhof Königs Wusterhausen, Storkower Str.: 11.05 Uhr. Rückfahrt: Ab 13.51 Uhr 2-stündlich.

Ab Alt-Schmöckwitz: 9.35 Uhr. Rückfahrt: Ab 13.18 Uhr 2-stündlich


Bitte nehmt zahlreich an der Kundgebung teil und zeigt damit Eure Solidarität und das große öffentliche Interesse an dem Erhalt und der Wiedereröffnung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals!

mit solidarischen Grüßen

Max Renkl
(Freundeskreis Ernst-Thälmann-Gedenkstätte e.V., Ziegenhals)


Kontakt:
Freundeskreis “Ernst-Thälmann-Gedenkstätte” e. V., Ziegenhals
Fürstenwalder Weg 11
15711 Königs-Wusterhausen
Email: vorstand@etg-ziegenhals.de
Internet: http://www.etg-ziegenhals.de

Spendenkonto:
Kto.nr.: 3302254
BLZ: 12070000
Bank: Deutsche Bank

Erklärung des Koordinierungsrates des Kommunistischen Aktionsbündnis Dresden (KAD)

4. Februar 2010 14:25

Dresden mahnt:
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

13. Februar 1945 – 13. Februar 2010

Erklärung
des Koordinierungsrates des Kommunistischen Aktionsbündnis Dresden (KAD)

An die Kommunisten und Sympathisierenden in der BRD und den Ländern Europas!

Unter der Losung „Die Würde der Opfer schützen“ mobilisieren Alt- und Neofaschisten Europas zum „Trauermarsch für die Opfer des alliierten Bombenholocaust“ am 13. Februar nach Dresden.

Offizielle ideologische Hilfe erhalten sie von antikommunistisch geprägten Geschichtsfälschern aus Historiker- und Regierungskreisen mit der Diffamierung der antifaschistischen Staatsdoktrin der DDR und der aktuellen Fälschung der Toten- und Opferstatistik durch die eingesetzte „Historikerkommission“.

Vielgestaltig und aus vielschichtigen persönlichen Motiven werden Dresdner und Gäste an die Opfer der Kriegsereignisse vom Februar 1945 erinnern und mahnen, dass sich Krieg und faschistischer Terror niemals wiederholen dürfen! Wir betonen : Wünsche allein verhindern jedoch die von Revanchismus und sozialer Demagogie geprägten Naziaufmärsche nicht! Daher bekennen wir uns zum Aufruf „Nazifrei – Dresden stellt sich quer“ ohne wenn und aber: den Naziaufmarsch verhindern! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Die staatliche Macht ist aufgefordert, nach Artikel 139 GG und Potsdamer Abkommen faschistische Nachfolgeorganisationen zu verbieten und ihre Aktivitäten zu unterbinden. Sie tut es nicht. Ziviler Ungehorsam ist nach Grundgesetz und Völkerrecht unser Recht! Von unserem Bündnis wird keine Eskalation ausgehen! Reiht Euch in die regionale Mobilisierung der Antifaschisten ein und beachtet die Empfehlungen und Organisationshinweise des Aktionsausschus-ses (www.dresden-nazifrei.com).

Ob Ihr an den Protesten gegen die Naziaufmärsche in Dresden teilnehmen könnt oder nicht, erhebt Eure Stimme: Dresden darf nicht zum europäischern Aufmarschplatz der Nazis werden

Unsere aktive Teilnahme an der Verhinderung des revanchistischen Naziaufmarsches verbinden wir damit, allen Versuchen und Praktiken entgegenzutreten, die den Anteil des antifaschistischen Kampfes und der hohen Opfer von Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftern für eine neue Welt des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit unterschlagen und besudeln. Das ist auch unsere Forderung zum 65. Jahrestag der Zerschlagung des faschistischen deutschen Staates.

Initiiert vom Koordinierungsrat des KAD orientieren wir in Ergänzung der bekannten Gedenkveranstaltungen auf

- 11.00 Uhr Gedenken ohne Nazis (!) im Ehrenhain der Opfer des Faschismus (Heidefriedhof)
- 14.00 Uhr Gedenken mit Blumen für die Opfer des Faschismus in der ehemaligen Haftanstalt „Mathilde“, FIR – Obelisk, Pillnitzer Straße

Die Organisationen des KAD werden am 12./13. Februar an Gedenkorten in der Stadt für die Toten des Luftangriffs im Februar 1945 Blumen des Gedenkens mit dem Bekenntnis niederlegen: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Antifaschisten, auf den Straßen, mit den Bahnen nach Dresden!
Den Faschisten kein Bewegungsraum.
No pasaran!

Regionalorganisationen von
DKP, KPD, KPF, KPD (B), FDJ, RotFuchs, VVN-BdA, RFB

SIKO 2009 – Gegen Krieg, Kapitalismus und Krise

3. Februar 2010 16:22

Noch wenige Tage bis zur Eröffnung der NATO-Kriegskonferenz 2010 und den Protesten dagegen. Nach dutzenden Veranstaltungen, einigen Vorfeldaktionen, Pressekonferenzen und inhaltlichen Reibereien beginnt die heiße Phase der Mobilisierung. Trotz des Versuchs des SIKO-Veranstalters Ischinger die Bewegung zu spalten unterstützen dieses Jahr so viele Gruppen, wie seit langem nicht mehr den Aufruf gegen die NATO-Kriegskonferenz 2010. Dieser Artikel versucht einen kurzen aktuellen Überblick zu geben, beleuchtet die Ereignisse des Jahres 2009 und versucht einen Ausblick für das diesjährige Wochenende vom 5.2.-6.2.2010.

Den kompletten Artikel mit Links und Terminen bei linksunten.indymedia.org lesen!

Gericht: Thälmann-Gedenkstätte nicht zu retten

30. Januar 2010 14:18

Potsdam (dpa) – Die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Königs Wusterhausen bei Berlin ist auch durch eine Verfassungsbeschwerde nicht zu retten. Das entschied das Brandenburger Verfassungsgericht, wie es am Dienstag in Potsdam mitteilte. Die Richter wiesen eine Beschwerde und den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung des Freundeskreises Ernst-Thälmann-Gedenkstätte sowie einer Anwohnerin zurück. Diese wollten den Erhalt der seit vielen Jahren geschlossenen Gedenkstätte, die auf einem 2002 zwangsversteigerten Grundstück im Ortsteil Niederlehme/Ziegenhals steht. (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 21. Januar 2010 – VfGBbg 54/09/ VfGBbg 12/09 EA).

Die denkmalgeschützte Gedenkstätte erinnert an den letzten Tagungsort der KPD unter Leitung ihres Vorsitzenden Ernst Thälmann Anfang Februar 1933 – eine Woche nachdem Adolf Hitler an die Macht gekommen war. Thälmann wurde nach elfjähriger Einzelhaft im August 1944 auf Hitlers Befehl erschossen.

Die Beschwerdeführer befürchten den vollständigen Verlust der Gedenkstätte, seitdem der aktuelle Eigentümer des Geländes berechtigt ist, sie abzureißen. Sie beriefen sich auf Brandenburgs Landesverfassung, die den Schutz des kulturellen Erbes gewährleiste. Das Verfassungsgericht argumentierte, bei diesem Schutz handele es sich um kein Grundrecht.