Auschwitz

“Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daß ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.” (Theodor W. Adorno1)

Zum 67. Jahrestag der Befreiung Auschwitz durch die Rote Armee möchte ich mit einigen Bildern an eines der größten Vernichtungslager der deutschen Faschisten erinnern. Die Bilder entstanden Ende 2005, sie können die Wahnsinn, den man dort fühlte, kaum wiedergeben.

Auschwitz 1

Auschwitz-Birkenau

Auschwitz-Monowitz

Siehe dazu meinen Artikel: “Auschwitz-Monowitz”

  1. Erziehung nach Auschwitz. In: Adorno: Gesammelte Schriften. Bd. X/2, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1977, S. 674, Fundstelle: Wikiquote []

Hat jemand Interesse, beim Verfassungsschutz zu arbeiten?

Das Flugblatt habe ich im Januar in Berlin bekommen.

Gescheiterter Naziaufmarsch in München

Am 21. Januar 2012 gab es in München einen kurzfristig angesetzten Naziauflauf. Ich habe selber erst 2 Tage vorher durch a.i.d.a. davon erfahren.

Das Ziel der Nazis war eine Demonstration unter dem Motto „Deutsche Freiräume erkämpfen! Für ein patriotisches Begegnungszentrum!“ hin zum selbstverwalteten Kafe Marat.

Bereits vorher gab es eine antifaschistische Kundgebung am Stachus (Karlsplatz) in München. Auch am Kafe Marat soll eine stattgefunden haben.

Die Nazis wollten 13 Uhr am Hauptbahnhof anfangen, da war von ihnen aber noch nichts zu sehen. Erst nach und nach trafen sie ein und hielten sich dann in einem Seiteneingang des Bahnhofes auf. Bereits da tönte ihnen lautstarker Protest entgegen.

Gegen 14 Uhr konnten sie loslaufen, begleitet von einem Spalier Polizei. Spaß dürfte es ihnen nicht gemacht haben, denn rechts und links neben dem Spalier der Polizei waren unzählige Antifaschisten, und die waren definitiv lauter.

Nicht nur schwarz gekleidete Autonome, das ganze Spektrum und die verschiedensten Altersgruppen protestierten gegen den rechtsradikalen Aufmarsch. (Da ich gefragt wurde: Man kann der Piratenpartei sicher eine gewisse politische Blauäugigkeit vorwerfen, doch im Widerstand gegen die Nazis sah ich auch eine orangene Piratenflagge. Nicht zum ersten Mal!)

Zwischen Hauptbahnhof und Stachus spielten die Nazis unter anderem die Titelmelodie von „Pink Panther“. Die Provokation im Angesicht der NSU war eindeutig, auch wenn sie selber immer wieder beteuerten, ja gar nichts mit der NSU zu tun zu haben. Offensichtlich gab es dafür aber Ärger, denn später beschwerten sie sich, dass sie ein Lied nicht spielen dürften, was jeden Tag irgendwo im Kinderprogramm zu hören sei. Man kann gar nicht so viel kotzen, wie man möchte, bei der ganzen Scheinheiligkeit. Doch nicht nur das, auch redeten die Nazis immer wieder davon, dass sie ja die wahren Demokraten seien, dass von ihnen nie Gewalt ausgehe und sowieso die ganzen Linkskriminellen und ihr mit Steuergeldern gestütztes Kafe Marat ganz besonders schlimm sei. Offensichtlich entging ihnen dabei aber, dass auf jeden Nazi bestimmt zehnmal so viele Gegendemonstranten kamen. Und in München, wo jeder vierte Einwohner ein Schwarzer Deutscher ist oder zumindest Migrationshintergrund hat, zu rufen „Kriminelle Ausländer raus!“ zeugt wohl eher von einer enormen Realitätsverschiebung. Nicht zu Letzt im Angesicht der bekannt gewordenen Morde durch die NSU. Da hilft auch keine noch so lautstarte Distanzierung vom Verfassungsschutz, wissen wir doch alle: „Ohne Verfassungsschutz seid ihr nur zu Dritt!“

Zumindest bis zum Stachus kamen die Nazis erst mal langsam voran. Dann durften sie schon wieder über eine halbe Stunde warten. Erst, nachdem die Polizei einige antifaschistische Straßenblockaden Höhe Schwanthalerstraße geräumt hatte, ging es weiter. Doch nicht allzu weit. Am Sendlinger-Tor-Platz war endgültig Schluss. Nur 100 Meter weiter in der Lindwurmstraße war die Straße wieder blockiert. Daran sollte sich auch die nächsten anderthalb Stunden nichts mehr ändern.

Gegen 17 Uhr gaben die Nazis endlich auf und wurden durch die Polizei über die U-Bahn wegeskortiert. Eine antifaschistische Spontandemonstration lief dann noch zum Kafe Marat, welches die Nazis nicht erreichen konnten. Das war ein Erfolg für den Widerstand gegen Nazis in München!

Antifaschismus ist keine Antwort?

Man beachte 0:55!

Der Sächsische Staatsminister des Innern, Markus Ulbig, spricht bei http://www.dialog.sachsen.de über den Umgang mit Rechtsextremismus in Sachsen.

Nun wisst ihr Bescheid!

(via addn.me)

Ein Nazi-Großaufmarsch weniger?

Es verdichten sich die Geruechte, dass der grosse Naziaufmarsch am 18. Februar dieses Jahr ausfaellt. Venceremos hat den aktuellen Stand analysiert.

Nach derzeitigem Kenntnisstand wird es am 18. (und 11.) Februar 2012 keinen Nazi-Großaufmarsch in Dresden geben. Wie zuletzt 2007 verzichten die Nazis auf den Aufmarsch an einem Wochenendtermin in der Nähe des 13. Februar. (…)

Hier bitte weiterlesen…

Trotzdem bleibt der 13. Februar Abends. Ausserdem befuerchte ich, dass die Nazis versuchen werden, den 17. Juni zu etablieren. Da hatten sie 2011 naemlich leider einen Erfolg zu verbuchen.

AntirepressionsWarmUp in Dresden

Worum es geht:

Die ak­tu­el­le Re­pres­si­on gegen linke Ak­ti­vis­tIn­nen und Struk­tu­ren ist ein deut­li­cher Aus­druck der Bun­des­wei­ten Agen­da gegen sog. „links­ex­tre­me Stö­rer“. Hier wird öf­fent­lich, auf Ebe­nen und mit wel­chen Mit­teln kon­ser­va­ti­ve Si­cher­heits­fa­na­ti­ker ver­su­chen pro­gres­si­ve und na­tür­lich auch mi­li­tan­te Op­po­si­ti­on zu er­fas­sen, zu durch­leuch­ten und zu kri­mi­na­li­sie­ren.

Um die­sen re­pres­si­ven Wel­len be­geg­nen zu kön­nen ohne selbst in Still­stand zu ge­ra­ten, ist es wich­tig, sich zum einen mit der Kon­ti­nui­tät der Ver­fol­gung lin­ker Struk­tu­ren aus­ein­an­der­zu­set­zen und zum an­de­ren die ak­tu­el­le Lage zu er­fas­sen. Dies gilt vor allem in Hin­sicht auf staat­li­che Kon­zep­te und Neue­run­gen an tech­ni­schen Ein­satz­mit­teln.

In Dres­den steht der nächs­te 13. Fe­bru­ar mit sei­nen ein­her­ge­hen­den ge­heim­dienst­li­chen, po­li­zei­li­chen und jus­ti­zi­el­len Ma­nö­vern vor der Tür. Des­halb wol­len wir das vor­letz­te Ja­nu­ar­wo­chen­en­de nut­zen, um zu in­for­mie­ren, zu dis­ku­tie­ren und uns aus­zu­tau­schen über ver­schie­de­ne Etap­pen staat­li­cher Ver­fol­gung durch die Pa­ra­gra­phen 129(a/b).

In „Re­pres­si­ves Dres­den“ sol­len die lo­ka­le Si­cher­heits­struk­tur und ihre Me­cha­nis­men im All­tag be­trach­tet wer­den. Au­ßer­dem wird es work­shops geben, die ver­mit­teln, wie wir uns und un­se­re Struk­tu­ren weit­ge­hend vor staat­li­chen Ein­grif­fen schüt­zen kön­nen.

Schaut Euch das Programm mal an.

Autsch!

Man sollte seine Kamera wirklich nicht aus über 1 Meter Höhe mit Schwung auf den Asphalt knallen lassen, erst Recht nicht mit dem Objektiv zuerst.

Für den Kracher hat sie es aber gut weggesteckt, nur die Geli ist angebrochen und das Filtergewinde ist leicht eingedellt. Ansonsten laufen Kamera und Objektiv aber tadellos.

Wäre ja ein Argument für die 7D im Februar gewesen. Ein neues Objektiv wollte ich aber eigentlich nicht kaufen.

Neu im Bücherregal

Die Ausbeute der diesjährigen RL-Konferenz / LLL-Demo war bescheiden. Bewusst bescheiden! Ich habe nur zwei Bücher gekauft und eines bestellt (und drei vorgemerkt für später). Außerdem habe ich nur 5 Flugblätter angenommen! :)

- Jutta Ditfurth “Ulrike Meinhof – Die Biografie”
- Detlef Joseph “Die DDR und die Juden – Eine kritische Untersuchtung”

Zug des Lebens

Immer wieder ein sehenswerter, sehr emotionaler und meistens auch schrecklich amüsanter Film ist “Zug des Lebens”. Ein kleines jiddisches Dorf in Osteuropa kauft sich einen Zug, um der Deportation durch die Nazis quasi wegzufahren. Den Film sollte man unbedingt mal angeschaut haben!

Mein Lieblingszitat daraus:

„Das Deutsche ist sehr hart, Mordechai, präzise und traurig. Jiddisch ist eine Parodie des Deutschen, hat jedoch obendrein Humor. Ich verlange also nur von ihnen, wenn sie perfekt deutsch sprechen wollen, ohne eine Spur von jiddischem Akzent, den Humor wegzulassen. Sonst nichts.“ – „Wissen die Deutschen, dass wir ihre Sprache parodieren? Vielleicht ist das der Grund für den Krieg?“

LLL-Demo 2011 in Berlin

Am 15. Januar 2012 fand in Berlin die traditionelle LLL-Demo in Gedenken an die ermordeten KPD-Gründer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Das dritte L steht für Lenin, der im Januar 1924 starb und unter Kommunisten auch nicht vergessen sein sollte.

Während schon seit dem Morgen Zehntausende die Gräber auf dem Friedhof der Sozialisten besuchten, sammelten sich am Frankfurter Tor mehrere tausend Menschen, um mit ihrer Demonstration gegen Kapitalismus, Neofaschismus und Sozialabbau zu protestieren. Darunter Mitglieder von DKP, SDAJ, FDJ, sowie anderen kommunistischen Parteien und Verbänden.

Auffällig waren wieder sehr viele internationale Organisationen, insbesondere kurdische Genossen, die vor allem Folter und Verfolgung in ihren Ländern anprangerten. Auch einige Genossen aus Syrien und dem Iran habe ich gesehen. Der tschechische Jugendverband KSM war mit vielen Mitgliedern vertreten.

Zum Start der Demonstration kam es zu einer kurzzeitigen Verzögerung, weil die Demoleitung ein großes Transparent, auf dem unter Anderem ein Bild Stalins zu sehen war, monierte, das ihr zu weit vorne war. Letztlich verlief der Weg aber störungsfrei.

In Friedrichsfelde waren schon viele rote Nelken auf den Gräbern verschiedener Kommunisten und Sozialisten abgelegt, als der Demozug eintraf. Gleichzeitig präsentierten sich auf dem Gebiet vor dem Friedhof zahllose Organisationen an ihren Ständen.

Ein Stein des Anstoßes war im wahrsten Sinne des Wortes wieder der provozierende Gedenkstein für die „Opfer des Stalinismus“. Jedes Jahr frage ich mich auf das Neue, wie man dort überhaupt nur eine Blume ablegen kann… Dieses Unkraut wurde offensichtlich mehrfach „verlegt“. Recht so! kann ich da nur sagen. Letztendlich musste sogar die Polizei den Stein bewachen.

Nach der Demonstration trafen sich deutsche und tschechische Mitglieder des Revolutionären Freundschaftsbundes e.V. (RFB) an den Gräbern von Irma Gabel-Thälmann und Dr. Ernst Wanitschek (Mitinitiator der Initiativgruppe Mala Upa).