Kritik an Indymedia

Indymedia ist eigentlich nicht zu kritisieren, aber seine Nutzer stehen manchmal ganz schön neben sich. Wenn da einer von einer Veranstaltung berichtet, bei der Marx gelesen wurde und eine Reaktion darauf lautet “… was diese Marx-Lesezirkel angeht: ist halt Sektenzeugs.”, dann läuft da was falsch.

Mein Kommentar dort dazu:

Gute Nach Indy
Der, mit dem zweifelhaften Ruf 08.01.2007 – 19:36
Also wenn Marx hier als tot und seine Leser als Sektenanhänger verunglimpft werden, dann kann man Indy doch gleich in “krasse Plattform, wo viel Riot abgeht” umbenennen.

Nein, natürlich nicht. Ich finde das, was Wal da beschreibt, eine sehr gute Aktion. Das System kann man eben nicht nur bekämpfen, indem man Steine schmeisst, vor Bullen wegrennt und ab und an mal ein Transpi mit “Nazis raus!” in die Gegend hält. (Natürlich gehört vor allem Letzteres auch dazu, keine Frage.) Aber es ist vor allem nötig zu erkennen, warum das System genau so ist und funktioniert, wie es ist und funktioniert. Dazu muss man sich über die Machtverhältnisse im Klaren sein, und das bedeutet vor allem lesen, lernen und begreifen. Marx ist da ein sehr guter Anfang.

Sei es das ML-Fernstudium von offen-siv, eine Marxistische Schulung in Dresden oder das Lesen des Kapitals. Wer nur geil auf Openpostings mit viel action ist, verliert irgendwann die Lust am Kampf. Wer den Kampf aber begreift, der wird weiter kämpfen.

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