Hardwareerkennung unter Linux

Klar läuft nicht jede Hardware unter Linux. Als ich mir vor vielen Monaten einen Scanner gekauft habe, habe ich vorher nachgeschaut, ob dieser unter Linux unterstützt wird. Heute starte ich nach der Installation von Ubuntu das Programm Kooka und der Scanner läuft.

Am Beispiel meiner TV-Karte kann ich aber zeigen, dass die Hardwareerkennung unter Linux manchmal sogar besser ist als unter Windows.

TV-Karte eingebaut.

Linux: System gebootet, TV-Anwendung gestartet, läuft.

Windows: Siehe Bild.

windows.jpg

Windows hat keine passenden Treiber gefunden. Ich musste erstmal die Installations-CD der TV-Karte suchen und nach einem Neustart lief die TV-Karte dann.

Was ist benutzerfreundlicher?

PS: Ja, die Installation der Grafikkarte war richtig aufwändig. OMG! Ich musste tatsächlich den Treiber im Installationsprogramm von Ubuntu auswählen. Und das Schlimmste: Unter Umständen muss ich sogar noch in der Datei xorg.conf ein „nv“ durch ein „nvidia“ ersetzen.

PPS: Sagte ich schonmal, das ich außer bei der Erstinstallation nie wieder eine CD oder DVD benutzen musste, weil ich alle Installationspakete automatisch über das Internet einspielen kann?

PPPS: Hab ich schonmal erzählt, wie ich mir fast einen abbrechen musste, ehe ich mit dem Handy meine Schwester einen Kontakt zum Windows-PC hatte?

Letzten Endes ist das aber für den normalen Anwender zweitrangig, denn der soll sein System benutzen. Hardwareinstallation kann einmalig durch den Admin durchgeführt werden und hat sich danach erledigt.

  1. 8 Reaktionen

  2. Von Michael am 30. Jan 2007 um 10:10 Uhr

    Damals unter Kernel 2.4, und als Kernel 2.6 rauskam, war es eine Qual, den Scanner einzurichten. Auch die TV-Karte ging nicht einfach und man mußte so lange probieren, bis sie endlich lief. Vom Drucker und Internetzugang fange ich gar nicht erst an.

    Heute ist nach der Neuinstallation der Scanner und die TV-Karte bereits eingerichtet, ohne daß ich Hand anlegen mußte. Den Laserdrucker installiere ich mit TurboPrint in 10 Sekunden. Den Farblaser-Drucker, obwohl er ein GDI-Drucker ist, innerhalb 30 Sekunden. So schnell waren die unter Windows nicht eingerichtet. Das Internet ist bereits bei der Grundinstallation eingerichtet (bei Windows lief da nichts ohne Treiber-CD).

    Übrigens: Man muß Linux nicht immer über Internet installieren. Beschäftige Dich mal mit apt-move, wenn Du genügend Platz auf (einer zweiten) Festplatte hast. Es handelt sich hier um einen Mirror, dessen Konfigurationsdatei Du in /etc/apt-move.conf findest.

    Der Mirror kann mit „apt-move mirror“ ständig aktualisiert werden, löscht auf Wunsch alte Pakete und eine Neuinstallation, so sie denn nötig ist, geht damit rasend schnell, weil (anders als bei einer Installations-DVD) alle neuen Pakete bereits vorhanden sind. Nur die Grundinstallation ist nötig.

    In die sources.list kommt dann: deb file:/Pfad_zu_Mirror main non-free

  3. Von Woschod am 30. Jan 2007 um 11:38 Uhr

    Ja, das waren noch Zeiten, als Linux kein USB konnte. Damals…

  4. Von Veit am 30. Jan 2007 um 12:31 Uhr

    Koennte man sich wieder streiten ob Normalnutzer Paulchen eine config- Datei editieren oder eine automatische Installations- CD einlegen einfacher finden wird. Uebrigens muss man auch nicht bei jeder neuen Hardware die Treiber- CD suchen. Oft reicht es wenn Windows eine Verbindung zum Internet hat.

  5. Von peter s. am 30. Jan 2007 um 15:19 Uhr

    ich habe auch ubuntu auf meinem zweiten rechner und kann nur bestätigen, wie einfach und gut alles läuft !

    ich bin ein einfacher nutzer des pc – ohne große kenntnisse !

    bei windows mußte ich immer meine söhne bitten etwas neu einzurichten.

    peter s.

  6. Von Michael am 30. Jan 2007 um 15:47 Uhr

    Ich habe oft genug fremde Windows-PCs wieder auf Vordermann gebracht. Das Hauptproblem war dabei IMMER, daß die Leute nicht wußten, wo die Treiber-CD für die Grafikkarte, den Sound usw. war. Oft hat sogar die Windows-CD selbst gefehlt. Dann ging die Sucherei los…

    Da ist es doch leichter, in einer config-Datei aus einem „no“ ein „yes“ zu machen.

  7. Von Woschod am 30. Jan 2007 um 15:53 Uhr

    @Michael: Das kenne ich. Vor allem wenn man dann zu hören bekommt: „Die Windows-CD? Die hatte ich mir mal ausgeborgt.“ oder „Das hat mir mein Kumpel mal installiert.“

  8. Von Jörg am 30. Jan 2007 um 22:29 Uhr

    Also ubuntu kann nicht alles, auf meinem alten Rechner bj 1998 P2/233 mhz findet er kein Ton, kein cd-laufwerk, keine Diskette ebenso kein usb. Leider, auch nur Scheibe eingelegt gewartet und dumm gestorben. Und leider sind mir Terminal-Befehle alle noch fremd um da nach zu helfen.

    Aber ich wollte ja nur sagen, bei mir kann Ubuntu nicht alles.

  9. Von Paulchen Panther am 16. Apr 2009 um 10:09 Uhr

    Na klar, wenn man weiß, in welcher config-Datei an welchen Stellen man die Änderungen machen muss, ist das natürlich alles ziemlich einfach.

    Aber welcher Anwender weiß schon, wo er suchen muss, wenn eine bestimmet Hardware nicht funktioniert bzw. nicht automatisch erkannt wird?

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