Blogger … diese verdammten Nutten

Überhaupt ist es doch sehr bezeichnend, daß der Siegeszug der Weblogs hierzulande nicht stattfindet, sondern fortwährend beschworen wird von den etabliertesten Medien, für deren Niedergang die Blogs ja eigentlich sorgen sollen. Die Demokratisierung wird von oben „verhindert“, lange bevor überhaupt von Demokratisierung gesprochen werden kann. Ein Grund ist, daß die Blogger nichts wollen, außer aufgekauft zu werden; diese verdammten Nutten.

Quelle: Junge Welt

Egal was Alexander Reich da genommen hat, es scheint heftig reinzuhauen!

(via lawblog via Peter Turi.)

  1. 3 Reaktionen

  2. Von redblog am 22. Mrz 2007 um 15:29 Uhr

    der brauch nix nehmen, ist der normalzustand. man muss sich nur mal seine anderen texte anschauen 🙂

  3. Von ulysses am 22. Mrz 2007 um 16:44 Uhr

    Ja, gib’s mir: S C H R E I B M I C H A N N N N … !

  4. Von Elias am 22. Mrz 2007 um 17:56 Uhr

    Es mag ein bisschen offtopic sein. Tatsache ist jedenfalls, dass sich in der BRD keine „Kultur“ des Bloggens oder auch nur des Internet als Netzwerk prinzipiell gleich berechtigter Rechner etabliert hat. Es gibt in der BRD einfach kein Interesse an einer Pluralität der Auffassungen und Stile. Man kann darin auch einen Mangel an demokratischer Kultur sehen.

    Ich glaube, dass es in der BRD relativ einfach wäre, ein Blog zu führen, dass sicher unter dem Top 100 der deutschsprachigen Blogs erschiene. Es erforderte keinen schweren Gedanken und keine Hingabe. Es wäre völlig ausreichend, wenn man mit ein bis zwei Stunden täglicher Arbeit (ja, das ist Arbeit) an den Auswurf der Content-Industrie anknüpfte; wenn man kleine Betrachtungen zu den Trash-Produktionen des BRD-Fernsehens und den Stars und Sternchen schriebe. Das ist es letztlich, was die Mehrzahl der Menschen lesen will.

    Ein solches Blog würde sich gewiss gut finanzieren.

    Warum ich es denn nicht einfach führe? Weil mir von meinem eigenen Werk schlecht würde. (Offenbar bin ich nicht geeignet für die Prostitution.) Ich kenne das Internet noch aus anderen Zeiten. Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass ich (übrigens gern) einen Sozialisten wie Dich lese, obwohl ich selbst dem Sozialismus eher kritisch gegenüber stehe. Das Wort „Meinung“ enthält immer noch etwas von der Wurzel „mein“, von einem besitzanzeigenden Pronom, welches das Eigene der Meinung bezeichnet. Hier haben zu viele Menschen eine Deinung, und es ist ihnen allzu bequem in der täglichen Verweigerung des Denkens geworden.

    Ende meines halben Offtopic-Posts… 😉

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