Interview mit CSU-General Söder

Im Focus 8/2007 befindet sich ein Interview mit dem CSU-General, bei dem ich mal wieder das Grausen bekomme.

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(Bildquelle: Wikipedia)

Ein paar Zitate:

„In der Union muss auch Platz für die demokratische Rechte sein – rechts von uns darf kein politisches Vakuum entstehen. oder wie es Franz Josef Strauß einst so treffend formulierte: Rechts von der Union darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben. Wir dürfen nicht vergessen, woher wir kommen.“

Hm… Die NPD, die DVU, die Republikaner, alles in der BRD bereits vor 1990 demokratisch legitimierte Parteien, die will Söder rechts überholen? Na das nenne ich doch mal ein Bekenntnis. Aber es geht weiter:

„Es darf auf keinen Fall einen Linksruck in der Union geben. Den links ist immer falsch.“

Ja, klar, „links ist immer falsch“. Schöner hätte Söder seine Gesinnung kaum ausdrücken können. Dies zeigt er dann auch in diesen Sätzen:

„Konservative Politik heißt auch ein klares Bekenntnis zur christlich-abendländischen Identität. Deswegen sind wir konsequent gegen den EU-beitritt der Türkei.“

Letzlich meint er noch:

„Und konservativ heißt schließlich: keine Gnade für RAF-Terroristen, die ihre Taten nicht bereuen.“

Um an dieser Stelle mal Udo Vetter vom lawblog.de zu zitieren: „Kommt das Gericht zum Ergebnis, dass der Verurteilte nicht mehr gefährlich ist, wird er auf Bewährung entlassen. Ob der Verurteilte Reue zeigt, spielt keine Rolle.“

Aber kann ja sein, das der Herr General Söder sich mit den Gesetzen nicht so gut auskennt. Mit denen hat es sein Vorbild F.J. Strauß bekanntlich auch nicht so ernst genommen.

  1. 7 Reaktionen

  2. Von Jochen Hoff am 23. Mrz 2007 um 12:26 Uhr

    Ja das Generalsekret der CSU. Dem brennt zur Zeit ein wenig der Hintern, weil mit Stoibers Rauswurf auch für ihn kein Platz mehr ist.

    Der Beckstein muss seine eigenen Leute versorgen, der Huber kann den Söder nicht ab, weil der Söder immer schon tiefer im Arsch vom Stoiber war, und den Huber nie vorbeigelassen hat. Der Seehofer ist zwar ein ziemlich dummer Minister aber nicht so blöd, das er die Schlange an seinem Busen nähren würde.

    Frau Pauly will ihn auch nicht, obwohl er immer ohne Gleitcreme könnte, schmierig wie er ist.

    Da wird das Leben hart. So viele Jahre hat er sich erfolgreich um jede Arbeit gedrückt und sich in der Politik von den Bürgern alimentieren lassen. Sozialhilfe auf hohem Niveau. Wenn der jetzt arbeiten müsste. Da steht ihm der kalte Schweiss auf der Stirn.

    Also bleibt ihm nur eine Wahl. Er muss sich zum Führer der Bewegung machen. Faschisten aller Teile Bayerns versammelt euch hinter mir. Gut, das tut ihm nicht weh, da eine politische Überzeugung bei ihm ja noch nie attestiert wurde.

    Wir dürfen gespannt sein auf welche Ideen er noch kommt um ganz vorne zu sein. Ich tippe mal auf Zwangsprostitution von Migrantinnen zugunsten männlicher CSU Mitglieder, Einführung von Schulgeld, Ausweisung von Arbeitslosen. Bei ihm ist mit jeder Dummheit zu rechnen und er wird sich eine schöne dumpfbraune Gefolgschaft sammeln.

  3. Von Cyberdroid am 23. Mrz 2007 um 14:33 Uhr

    Selbstverständlich stehen Politiker über dem Gesetz.
    Sonst würde es doch keinen Grund geben, in die Politik zu gehen. ODer?

  4. Von Cyberdroid am 23. Mrz 2007 um 14:42 Uhr

    Konservativ kommt von Konservierung: conservare, erhalten, bewahren.

    Was bedeutet, das diese bayerische Flitzpiepe und seine Kameraden ohne eine entsprechende Gesinnung sofort in den Verfallsprozess übergehen würden, hervorgerufen durch Schimmel- und Hefepilze oder Fäulnisbakterien.

  5. Von gewe am 23. Mrz 2007 um 17:40 Uhr

    Stockreaktionärer Bayer, wie er kaum schlimmer sein kann. Ich bin dafür, dass er neuer CSU-Chef wird. Wenns dann nix mit rechts überholen der Nazis wird, kann er ja die Partei wechseln. Wäre dann eine lehrbuchgerechte Karriere.

  6. Von peter s. am 24. Mrz 2007 um 11:13 Uhr

    söders vorbild franz strauß (nskk-mitglied-und rottenführer beim sturm 23/m86, und nsfo-nationalsozialistischer führungoffizier)war ein superdemokrat der ersten stunde in der amerikanisch besetzten zone. er war vorsitzender des spruchausschusses für den landkreis und damit chef der für die entnazifizierung zuständigen behörde. (Bernt Engelmann -Schwarzbuch)

    nach mehrjährigen antikommunistischen ausfällen flog franz strauß persönlich zu hr. honnecker und besorgte seinem freund in der ddr millionenkredite.

    söders weltbild ist wahrscheinlich auch so einfach gestrickt. machterhalt um jeden preis – keine prinzipien. (wenn die kommunisten in d stark wären, mit wem würden diese elemente paktieren?)

  7. Von Zinnober am 13. Apr 2007 um 20:15 Uhr

    Der Herr Söder weiß wie man Meinung macht, wenn das stimmt was die TITANIC schreibt:
    13.04.2007]
    Und noch mal, Söder!
    Schon klar, Sie haben mit der Sache nichts, aber auch nicht das geringste zu tun. Sondern es war purer Zufall, was sich bei der von der Gewerkschaft der Polizei veranstalteten internen Internetumfrage, wer der nächste bayerische Innenminister werden solle, ereignete: Da waren zunächst lediglich 200 von 12000 abgegebenen Stimmen auf Sie gefallen, und dann erhielten Sie auf einmal innerhalb von dreieinhalb Stunden 10000 weitere Stimmen. Auch wurden insgesamt 50000 Voten abgegeben, dabei gibt es in Bayern nur 40000 Polizisten – Umstände, die den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft so mißtrauisch machten, daß er die Umfrage abbrach. Nein, selbstverständlich können Sie nichts dafür, wenn Ihre Fans ein bißchen über die Stränge schlagen so wie neulich beim politischen Aschermittwoch in Passau, als Sie völlig machtlos die Sprechchöre der betrunkenen Parteimassen („Pauli raus!“, „Hexe!“) hinnehmen mußten. Und sich nur zu einem leichten Grinsen hinreißen ließen, gell.
    Insofern Sie vielleicht doch der geborene Nachfolger von Becksteins Günther sind.
    Mutmaßt arglos:
    Titanic

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