Dresden: Ausländerrat kritisiert rechtes Bündnis / Neu: Gomondai-Platz

29. März 2007 18:42

Aus aktuellem und wichtigem Anlaß ausnahmsweise mal ein (fast) komplettes Zitat aus der Sächsischen Zeitung (Artikel leider kostenpflichtig)

Mittwoch, 28. März 2007
Ausländerrat kritisiert rechtes Bündnis

Das rechtsgerichtete Nationale Bündnis will offenbar bei der Einweihung des Gomondai-Platzes mitmischen. Wie das Rathaus auf Anfrage bestätigte, hat sich zum Festakt am Freitag NB-Stadtrat Hartmut Krien mit 60 Begleitern angekündigt. Krien habe wie alle Stadträte eine Einladung erhalten. “Wir können nichts dagegen unternehmen, wenn Herr Krien mit anderen kommt”, sagte Stadtsprecher Kai Schulz. (…) Der Dresdner Ausländerrat rief alle anderen Teilnehmer dazu auf, “sich nicht provozieren zu lassen, besonnen zu verhalten und entschieden zu handeln, damit nichts die Würde des Tages stört”.
Der Mosambikaner Jorge Gomondai war 1991 nach einem Angriff offenbar rechtsextrem gesonnener Jugendlicher am Albertplatz aus der Straßenbahn gesprungen und später den Verletzungen erlegen. Seit 1993 erinnert ein Gedenkstein auf der Hauptstraße nahe des Platz (…)

Die Einweihung des Gomondai-Platz, direkt am Ende der Hauptstraße, gegenüber dem Albertplatz, findet am Freitag, den 30. März statt.

14:00 Uhr: Einweihung des Jorge-Gomondai-Platzes
16:00 Uhr: Kundgebung am Jorge-Gomondai-Platz

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Jorge_Gomondai

  1. 2 Reaktionen

  2. Von zagard am 29. Mrz 2007 um 19:17 Uhr

    Für 18:00 Uhr haben die Nazis (wahrscheinlich) eine Gegenkundgebung am Gomondai platz angemeldet und genehmigt bekommen

  3. Von Thomas Trüten am 30. Mrz 2007 um 10:53 Uhr

    “Wir können nichts dagegen unternehmen, wenn Herr Krien mit anderen kommt”, sagte Stadtsprecher Kai Schulz.

    Wirklich? Oder will man nicht?

    “Entsprechend §6 Abs. 1 VersG weist der Veranstalter darauf hin, dass Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen sind.”

    In dem Zusammenhang wäre es sicherlich auch sinnvoll für die Verantwortlichen, sich eine der Broschüren in unserem Bericht zu Gemüte zu führen.

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