Aus dem Programm der Kommunistischen Internationale (1928)

Der Faschismus ist eine Methode der unmittelbaren Diktatur der Bourgeoisie, ideologisch verkleidet mit der Idee der „Volksgemeinschaft“ und der Vertretung nach „Berufsständen“ (d. h. eigentlich der Vertretung verschiedener Gruppen der herrschenden Klasse). Er ist eine Methode, die durch eine eigenartige soziale Demagogie (Antisemitismus, gelegentliche Ausfälle gegen das Wucherkapital, Entrüstung über die parlamentarische „Schwatzbude“) die Unzufriedenheit der Massen des Kleinbürgertums, der Intellektuellen u. a. ausnützt. Er ist eine Methode der Korruption durch den Aufbau einer geschlossenen, besoldeten Hierarchie der faschistischen Kampfverbände, des faschistischen Parteiapparates und der faschistischen Bürokratie. Dabei sucht der Faschismus durch die Gewinnung ihrer rückständigsten Schichten auch in die Reihen der Arbeiterschaft einzudringen, indem er ihre Unzufriedenheit, die Passivität der Sozialdemokratie usw. ausnützt. Die Hauptaufgabe des Faschismus ist die Vernichtung der revolutionären Vorhut der Arbeiterklasse, d. h. der kommunistischen Schichten des Proletariats und ihrer führenden Kader.

Wem das an die NPD erinnert… Diese sehr treffenden Zeilen stammen aus dem Programm der Kommunistischen Internationale, angenommen auf dem VI. Weltkongreß der Kommunistischen Internationale in Moskau am 1. September 1928.

1928! 5 Jahre vor der faschistischen Machtergreifung in Deutschland.

Den kompletten Text kann man auf meiner Internetseite www.deutsche-kommunisten.de lesen.

  1. 2 Reaktionen

  2. Von Jochen Hoff am 29. Apr 2007 um 14:24 Uhr

    Leider funktionieren Trackbacks nicht. Ich habe mir erlaubt das Thema noch einmal etwas anders aufzugreifen

    http://www.duckhome.de/tb/index.php?/archives/289-Kommunismus-ist-nichts-statisches.html

  1. 1 Trackback(s)

  2. 29. Apr 2007: d Das rote Blog 1 9 » b Blog Archiv 1 1 3b » Gibt es heute noch Bourgeoisie und Arbeiterklasse? 35

Zu diesem Beitrag sind keine Kommentare möglich.