Warum ist Wolfgang Leonhard so verbittert?

29. April 2007 13:30

Eigentlich ist es ein Rätsel, warum Wolfgang Leonhard immer so einen verbitterten und hasserfüllten Eindruck macht.

leonhard.jpg

Der “profunde Kenner des Eurokommunismus” (Katja Kipping, PDS.Linke) bekam in seiner Jugend schlichtweg keine Liebe. Seine Mutter, so sagt er in einem Interview in der ZEIT, gab ihm “keine Zärtlichkeiten, keine Wärme”. Auch in der Sowjetunion, unter Stalin, konnte er sich nicht frei entfalten. Und wenn ein Kommunist in der Sowjetunion aufwuchs, so konnte er nur schwer ein Familienmensch sein, so Leonhard.

Sehr tragisch…

Das komplette ZEIT-Interview erschien in der ZEIT Nr. 16 vom 12. April 2007. (Pressemitteilung)

Einen bericht von einer Veranstaltung mit Leonhard vom 24. April 2006 gibt es hier.

  1. Eine Reaktion

  2. Von D. Krüger am 1. Mai 2007 um 18:40 Uhr

    Hallo,
    @Woschod – ein sachlicher Bericht zu einer von vornherein durch die Initiatoren geplanten unsachlichen Veranstaltung.
    Zum Thema “Die Vereinigung von KPD und SPD zur SED” den Herrn Leonhard als Hauptreferenten zu benennen ist von vornherein als Provokation zu werten. Somit ist also auch der inhaltliche Standpunkt der Veranstalter klar umrissen. Punkt.
    Zu Deiner Bemerkung (von wegen kein “Zeitzeuge”) – dürfen nur sog. meist selbsternannte “Zeitzeugen” sich zu Wort melden? Und haben die dann auch noch das Privileg der “Wahreitsverkündung” gepachtet? Ich glaube nicht.
    Die theoretischen Erkenntnisse aus einem Studium (oder auch nur durch das lesen eines Buches oder der persönlichen Erfahrungen – siehe: M. Gorki: “Meine Universitäten”) sowie auch die eigenen als auch die Erfahrungen und Erlebnisse anderer Personen zu einem bestimmten Problem wiegen im Erkenntnisprozeß oftmals schwerer, als ein subjektiv verbrämtes Erinnerungsvermögen einzelner beteiligter sog. “Zeitzeugen”.
    Zu Leonhard ist in diesem Zusammenhang zu sagen, daß er im Alter von 27/28 Jahren den Versprechungen und Verlockungen der bürgerlichen Ideologie auf den Leim ging und zur Selbstbegründung seines Handelns mit der Mär vom “Bruch” mit dem sog. “Stalinismus” auf Reisen geht. Das Auftragswerk von 1955 und einige Kurzlehrgänge in den USA brachten ihm akademische Titel ein.
    Kurz gesagt: Leonhard ist ein williger Helfer.
    Von Marx, Engels, Lenin, Stalin, Liebknecht, Luxemburg, Thälmann, Pieck, Grothewohl, Ulbricht wird man noch in ferner Zukunft berichten – wer ist da Leonhard.
    Über K. Kipping braucht man keine Worte zu verlieren.
    Sternschnuppen kommen und gehen, leuchten mal kurz auf, und verblassen – siehe A. Marquardt.
    Zur Urabstimmung am 31.März 1946:
    Interessant ist, daß das Abstimmungsergebnis als “Niederlage für die Zwangsvereinigung” bewertet wird. Schaut man sich den Wortlaut des Textes an, der zur Urabstimmung den Sozialdemokraten vorlegt wurde, dann bekommt die ganze Sache schon eine andere Sicht:
    1. Bist Du für den sofortigen Zusammenschluß beider Arbeiterparteien? 82,2 % dagegen
    2. Bist Du für ein Bündnis beider Parteien, welches gemeinsame Arbeit sichert und den Bruderkampf ausschließt? 62,1 % dafür
    ( siehe: http://library.fes.de/pdf-files/netzquelle/01281.pdf )
    Die Mehrheit der SPD-Mitglieder war eindeutig für eine Einheitspartei. Durch Schumacher, Ollenhauer u.a. wurde dieses Abstimmungsergebnis als Sieg ihrer Positionen gewertet.
    Die Doppeldeutigkeit dieser Urabstimmung ist bewußt durch die West-SPD-Führung angelegt worden um die Spaltung der Arbeiterbewegung fortzusetzen. In wessen Interesse das war und ist, wird uns Tag für Tag vor Augen geführt.
    Stark bleiben!

Ich würde mich freuen, wenn Du einen Kommentar hinterlässt.

(Alle Angaben sind freiwillig!)

Hinweis: Kommentare werden grundsätzlich nach Prüfung manuell freigeschaltet!