Verfallene Gebäude: Fluorwerke Dohna

Diese Ruinen liegen zwischen Weesenstein und Glashütte, an der Müglitz. In einem Teil des ehemaligen Werke wird heute noch von Fluorchemie Dohna GmbH produziert. Die verfallenen Gebäude wurden vermutlich das letzte Mal 1996 oder 1997 genutzt. Spätestens die Flut 2002 dürfte den Gebäuden den Rest gegeben haben.

Die Bilder gibt es in meiner Bildergallerie.

  1. 3 Reaktionen

  2. Von saul am 30. Apr 2007 um 20:42 Uhr

    Trümmerfabriken sind ein nettes Bildmotiv, da drin kann amn sich mit der Digi bewaffnet gut austoben. Die ex DDR ist ja damit gut versorgt, sieht man aus dem Fenster wenn man nach Berlin fährt. Wurd ja auch einiges abgeräumt um Platz für Investoren zu schaffen, die aber nie kamen. Nun Frankfurt hat auch einiges an Trümmermotiven zu bieten. Da kann man nicht klagen, hier ists eben der Abrißbagger der rücksichtslos abräumt, wofür sich mal die Leut den Arsch abgearbeitet haben.

  3. Von D. Krüger am 1. Mai 2007 um 19:04 Uhr

    Hallo,
    für mich sind “Trümmerfabriken” weniger ein “nettes Bildmotiv” als viel mehr etwas, was mich zum Fragen bringt.
    Warum wurden im Osten alte Gründerzeitfabrikgebäude dem Erdboden gleichgemacht und im Westen mit vielen Investitionsmitteln zu Bürogebäuden, Theatern, Wohnungen etc. umgebaut (z.B. wurden in Greiz sämtliche Webereigebäude abgerissen – ehemals Arbeitsplätze für 8.000 Menschen, heute gibt es in Greiz nicht einen Webstuhl – außer im Museum – obwohl teure Nutzungskonzepte erarbeitet wurden – und ein Protzbau für das Landratsamt neu hingezaubert wurde)?
    Warum werden 100 Jahre und ältere Wohngebäude in bestimmten Stadtzentren über Jahrzehnte nicht saniert, dem Verfall überlassen – dafür aber intakte Wohngebiete im Osten (sog. “Plattenbauten”) abgerissen – und wenn die preiswerten Plattenbauten abgerissen sind, werden die verfallenen Villen mit horrenden Zuschüssen saniert (die Wohnlage ist dabei besch… wie vor hundert Jahren – Hinterhöfe, keine Spielplätze, keine Infrastruktur…).
    Interessant ist, das mit den verfallenen “DDR” Ruinen noch Kapital geschunden wird, nach dem Motto: “Seht her, wie marode die DDR war”.
    Dabei wird verschwiegen, daß ein Haus, welches 15 Jahre nicht bewohnt ist, von allein verfällt (stellt mal einen Daimler 15 Jahre auf die Straße – entweder er wird geklaut, oder er verrottet).
    Und darum ist es wichtig, solche Dokumente anzulegen.
    Stark bleiben!

  4. Von silke am 5. Mai 2007 um 21:19 Uhr

    Mich faszinieren Ruinen. Und im Westen, wo ich aufgewachsen bin, gibt es so gut wie keine, schon gar keine, in die mensch einfach so reinlatschen kann. Ich frage mich bei dem Anblick immer, was da mal, war und wer da wie gearbeitet hat. Sind ein paar sehr schöne Bilder dabei!

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