Microsoft Word war gestern, heute ist VIM

Meine Bekenntnis letztens zu MS Word war, wie ihr alle geahnt habt, nicht wirklich ernst gemeint.
Meine ganze Liebe in der Textver- und Bearbeitung gilt dem vim. Das kann gar nicht anders sein, schließlich bin ich ein Linux/UNIX-Freak. Warum ist das so? Nun, dann will ich euch dieses moderne Supertextprogramm kurz vorstellen lassen. Ihr findet diesen und weitere wunderbare Texte zum vim unter VIM:

IM („Vi – IMproved“) ist ein Texteditor. Das Besondere an VIM ist, dass er sich komplett und schnell mit der Tastatur bedienen lässt. Mit der grafischen Oberfläche sind zwar viele Befehle auch mit der Maus erreichbar, aber fast immer ist man mit der Tastatur schneller. Zu diesem Zweck ist der Editor in mehrere Modi eingeteilt:

* Kommando-Modus (auch Normaler Modus genannt)
Nach dem Start befindet man sich im Kommando-Modus. Hier kann man keinen Text tippen, denn alle Tasten sind mit Kommandos wie Ausschneiden, Einfügen und vielem mehr belegt.
* Kommandozeilen-Modus
Indem man einen Doppelpunkt tippt, begibt man sich in den Kommandozeilen-Modus. Hier können ausführlichere Dinge wie Speichern, Laden und Einstellungen ändern vorgenommen werden.
* Einfüge-Modus
Im Einfüge-Modus kann man wie gewohnt Text schreiben. Durch Drücken der i-Taste gelangt man vom Kommando-Modus in den Einfüge-Modus. Über die Esc-Taste gehts wieder in den Kommando-Modus.
* Visueller Modus
Schließlich gibt es noch den visuellen Modus um einen Text zu markieren an dem Operationen vorgenommen werden sollen.

VIM benötigt eine nicht unbedeutende Einarbeitungszeit, auch, da sich die Bedienung vollkommen von allen üblichen Editoren unterscheidet. Hat man jedoch einige Zeit damit gearbeitet, legt man auch eine überdurchschnittliche Produktivität an den Tag, da die Bedienung sehr konsistent ist und man nicht dauernd von der Tastatur auf die Maus wechseln muss. Gerade für Programmierer eignet sich der Editor wegen vieler ausgefeilter Funktionen in diesem Gebiet und der hohen Konfigurierbarkeit gut. Für Gelegenheitsbenutzer (wegen des hohen Lernaufwandes) … ist er jedoch nicht besonders gut geeignet.

VIM steht unter einer GPL-kompatiblen „Charityware“-Lizenz. Das bedeutet, dass VIM frei verteilt werden darf, jedoch erbitten die Entwickler bei Gefallen eine Spende für Kinder in Uganda durch das ICCF.

VIM wird von Bram Moolenaar und vielen Freiwilligen entwickelt.

Alle Macht den VIM-Usern, nieder mit den Mausschubsern.

  1. 4 Reaktionen

  2. Von me am 12. Mai 2007 um 14:51 Uhr

    Pah! Emacs rules 🙂

  3. Von Thomas Trüten am 12. Mai 2007 um 16:16 Uhr

    Wenn das jetzt nicht sofort aufhört, fange ich an, über sed zu referieren.

  4. Von Doaniel am 12. Mai 2007 um 18:49 Uhr

    @Thomas Trüten: Ja bitte referiere über die sed, dass paßt gut in diesen Blogg hier.

  5. Von Gerd von Schnehen am 13. Mai 2007 um 07:52 Uhr

    Die SED war der Totengräber des Sozialismus! Das fängt damit an, daß Sie ihn 1952 eigenmächtig begründet hat und erreichte seinen Höhepunkt darin, daß sie ihn erfolgreich aufbaute und seit 1963 zu einem Welterfolg machte. Das war der Todesstoß für die deutsche Arbeiterbewegung. Wahre Sozialisten wie Berija wollten den Sozialismus in der DDR verhinden und dieselbe an den Westen verkaufen.

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