Noch mal: mein Lieblingsthema

So sehr ich Uli Hoeneß verehre, aber was der FC Bayern mit Felix Magath gemacht hat, regt mich gelinde gesagt auf.

Halten wir fest, was passiert ist.

Der FCB hat jahrelang die Auffassung vertreten, daß es nicht nötig sei, teure Spieler zu kaufen. Schön und gut. Es kann ja nicht jeder die Champions League gewinnen. Aber zugleich wollte er dann mit seinen lauwarmen Halbstars europäisch ganz groß auftrumpfen.

Was soll das, Herr Hoeneß? Riß im Hirn?

Also haben Hoeneß und Rummenigge immer wieder, wenn ihnen was zu teuer wurde, einen Rückzieher gemacht. Im Sommer 2006 ergab sich für die FCB die Chance seines Lebens. Die Flachzange Ballack, der – wie ich hier einmal nachdrücklich betonen möchte! – nicht aus Drääschden kommt, wollte unbedingt zu Europas Faschisten-Club No. 1: FC Chelsea. Der Platz, den Ballack in der Stammelf des FCB hinterließ, konnte nun endlich mit einem richtigen Mittelfeldspieler gefüllt werden. Ballack ist nämlich ein vollends überzahlter Kopfballspieler, denn das ist das einzige, was er kann. Weder hat er die nötige Ballbeherrschung, noch die nötige Paßsicherheit, noch die nötige Spielintelligenz, noch den nötigen Instinkt, noch die nötige Kreativität, ein Spiel aus dem Mittelfeld heraus zu gestalten. Er kann gar nichts, außer hin und wieder Tore schießen. Und nicht mal das kann er wirklich. Und vor allem hat er, mit Oliver Kahn zu reden, eines nicht: Eier. Jedesmal, wenn er gegen Zidane, Lampard, Nedved & Co auf den Platz mußte, versagte er vollends. Er ist einfach kein Typ, der ein Spiel an sich reißen und eine Mannschaft führen kann. Und deswegen ist es gut, daß er jetzt bei diesem Kackverein Chelsea ist, dessen Meisterschaftsserie dann auch billigerweise gleich gerissen ist, seit Ballack dort in der Stammelf spielt.

Aber der FCB: Was hat er gemacht, als er Ballack endlich los war? Gar nichts! Er hat sogar Ze Roberto ziehen lassen. Er hat keinen Spieler für das Mittelfeld gekauft, sondern verlauten lassen, daß Roque Santa Cruz – die Fehleinkauf des Jahrhunderts! -, der schon als Stürmer eine Flasche war, die Rolle Ballacks übernehmen könne. Ferner liebäugelten noch Psycho-Deisler und Proleten-Schweini mit dieser Position.

Was hat die Fachwelt damals dazu gesagt? JEDER hat gesagt: das wird nichts! Und was wurde es: nichts!

Die Schuld daran trägt nicht Felix Magath, der aus dieser käsigen Truppe noch das Beste rausgeholt hat. Die Schuld trägt das Managment des FCB, Hoeneß und Rummenigge, die um jeden Preis vermeiden wollten, Geld auszugeben und dachten, daß sie trotzdem alles gewinnen können. Und wie haben die Herren reagiert, als sie merkten, daß es nichts wird mit der CL und daß die Meisterschaft in Gefahr ist? Sie haben Magath, den besten Mann des Vereins, rausgeworfen, und wen geholt?

Ottmar Hitzfeld.

Ja, wir hören richtig: Hitzfeld. Der Trainer, der in seiner Karierre meistens das Glück hatte, starke Mannschaften zu trainieren, die auch ohne ihn gewonnen hätten, der aber jedesmal, wenn er eine schwächere Mannschaft zu trainieren hatte, die Karre gegen den Baum gefahren hat. Nicht zuletzt deswegen hatte ihn der FCB ja rausgeschmissen und Magath geholt. Und nun, da sie mit Magath unzufrieden waren, haben sie sich gedacht: Holen wir doch den Ottmar zurück, mit dem sind wir damals Champions-League-Sieger geworden. Das erinnert doch ziemlich an Jan Ullrich, der 2001 dachte, daß er nur Deutscher Meister werden muß, damit der Sieg bei der Tour de France von allein kommt, denn schließlich war er auch 1997 Deutscher Meister geworden. Wir wissen alle, was passiert ist: Lance Armstrong hat ihn in Grund und Boden gefahren, und jetzt sitzt der dicke Ullrich irgendwo in der Schweiz, nimmt Drogen und schmollt. Da sehen Sie, Herr Hoeneß, wohin einen die Realitätsverleugnung bringen kann!

Hirn einschalten: Magath ist ein besserer Trainer als Hitzfeld.

I. Was die Erfolge angeht: In den ersten zwei Jahren hatte Hitzfeld nur einen Pokal-Sieg und zwei Meisterschaften. Magath erreichte zwei Pokalsiege und zwei Meisterschaften.

II. Was das Können angeht: Hitzfeld lädt Starmimosen gern zu „Privatgesprächen“, das alte Ferkel. Magath bringt sogar Luschen zum Laufen. Er ist der bessere Trainer, denn er kann mehr, weiß mehr und ist überhaupt intelligenter als Hitzfeld. Er wäre auch gerade der bessere Mann für diese Saison gewesen, in der die Mannschaft des FCB eben sehr schlecht ist, denn, wie bereits gesagt, Magath ist jemand, der aus einer schlechten Mannschaft eine solide machen kann. Hitzfeld kann gar nichts, außer Werbeverträge abschließen.

III. Was die Bilanz der Trainerleistung dieser Saison angeht:

Bevor Hitzfeld das Training des FCB übernahm, hatte die Mannschaft unter Magath folgende Bilanz:

Bei 19 Spielen: 10 Siege, 4 Remis, 5 Niederlagen; ein Torverhältnis von 32:22 (+10); und 34 Punkte.

Hitzfelds Bilanz, seit er den FCB trainiert, ist dagegen folgende:

Bei 13 Spielen: 6 Siege, 2 Remis, 5 Niederlagen; ein Torverhältnis von 15:16 (-1) ; und 20 Punkte.

Und mit diesem Mann, der unseren schönen FC Bayern zugrunde richtet, wollen Sie die nächste Ära bestreiten, Herr Hoeneß?

Stoppt Hoeneß, stoppt Hitzfeld!

  1. 5 Reaktionen

  2. Von Jochen Hoff am 12. Mai 2007 um 10:18 Uhr

    Nee. Nee. Das machen der Ulli und der Ottmar schon ganz prima.Ich kann den FC Bayern ja auch nicht leiden und würde ihn genauso zugrunde richten.

    In der nächsten Saison sollen Schüsse aufs Tor ja mit Abmahnungen geahndet werden, dafür wird ein extra Trainingslager für gemeine Fouls abgehalten.

  3. Von Günter Willmer am 13. Mai 2007 um 08:06 Uhr

    Also Doaniel, daß Du den FC Bayern gut findest, finde ich nicht Ordnung. Wie vereinbarst Du das mit der Reinheit und Einheit der marxistisch-leninistischen Ideologie, die doch die wichtigste Sinnbestimmung unseres Lebens ist. Es ist ein tägliches um den richtigen Klassenstandpunkt, der jede Sekunde des Lebens erfüllt. Dabei können uns Nietzsche, Richard Wagner, der Islam und Wotan helfen, vielleicht noch Pol Pot, der ist auch nicht übel, aber wo bleibt da der Platz für den FC Bayern?

  4. Von Ulli am 13. Mai 2007 um 12:49 Uhr

    Ja und die von Bayern geben das Geld was sie an Spielern zahlen für Audi aus!

  5. Von Torsten Reichelt am 13. Mai 2007 um 14:21 Uhr

    Und außerdem kann ich hier nicht den geringsten Bezug zum Kommunismus erkennen!

  6. Von der_typ_im_Willi_Wildpark_Kostüm am 13. Mai 2007 um 15:43 Uhr

    Jetzt ma gaaaaaaanz locker durch die Hose atmen, Torsten!

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