Ich und mein Exhibitionismus

Stefan Niggemeier schreibt in seinem Blog über eine Radiosendung mit Vertretern der Printmedien. U.a. zitiert er Manfred Bissinger, Ex-Chefredakteur der Zeitschriften „Konkret“, „Natur“ und „Merian“, der sagte: Damals [zu Lebzeiten der „Woche“] gab es das Internet auch schon und Internetauftritte, natürlich hat die „Woche“ auch da mitreagiert, aber wir haben keine Blogs gemacht, wir waren eigentlich mit unseren Leserbriefen zufrieden, das hat uns gereicht, und die Zeitung war nicht so auf Exhibitionismus angelegt wie Leserreporter, die auf Exhibitionismus angelegt sind.

Ok, was Bissinger da sagt, ist schon verallgemeinter Quatsch. Aber so ganz Unrecht hat er trotzdem nicht, sag ich mal. Auch wenn Stefan das vielleicht nicht versteht, ich bin schon ein bisschen auf Exhibitionismus angelegt. Aber das dürfte den Leser meines Blogs ja nicht neu sein. *g* (Ich hab das Wort Exhibitionismus kopiert, nicht das jetzt jemand denkt, ich könne das inzwischen schreiben.) Ich denke auch mal, da geht es nicht nur mir so.

  1. 3 Reaktionen

  2. Von peter s. am 26. Mai 2007 um 22:26 Uhr

    mit exhibitionismus kommst du aber nicht viel weiter. evtl. handelst du dir sogar ein paar verfahren ein und bist dann ruiniert. bei den meisten medien in diesem unserem lande (TV-rundfunk-Zeitung-zeitschriften u.a. sind noch – chefredakteur-rundfunkrat-finanzierer(werbeträger)- davor, und es wird „demokratisch“ kontrolliert !
    da kann wenig schief gehen um die öffentliche meinung entsprechend zu manipulieren.

    trotz gg und der garantie der freien meinungsäußerungen.

    manchmal gibt es ausnahmen und auch interessante informationen:

    https://ssl.sueddeutsche.de/deutschland/bildstrecke/336/75261/p0/?img=0.0

    man muß nur die richtigen schlußfolgerungen ziehen – also den normalen menschenverstand einschalten.

    mfg
    peter s.
    bürger westberlins

  3. Von Woschod am 27. Mai 2007 um 01:40 Uhr

    Peter, ich kann Deine Sorge nachvollziehen. Allerdings ist meine Einstellung kein Geheimnis. Ich weiß trotzdem, was ich trotz „Meinungsfreiheit“ und GG nicht öffentlich sagen sollte. Einnerseits um mich gegen die staatliche Willkür zu schützen, anderseits aber auch, um meinen politischen Feinden keine Argumente zu liefern.

  4. Von gewe am 27. Mai 2007 um 12:05 Uhr

    Seit wann brauchen politische Feinde Argumente? Die haben die Macht. Da kann man Post durchsuchen, Geruchsproben nehmen und alles mögliche beschlagnahmen. Argumente? Ich kenne keine.
    Argument, der hat sich dem G8-Stacheldrahtzaun genähert, dann ab ins G8-Konzentrationslager. Das sind doch die einzigen Argumente, die diese bezahlten Vollirren verstäublen können.

Zu diesem Beitrag sind keine Kommentare möglich.