G8 – Rostock – Die erste Attacke aus dem Schwarzen Block

Ich schrieb am Montag: “Am Ort der anschließenden Großkundgebung kam es zu ersten Zusammenstössen mit der Polizei. Laut Augenzeugen sind diese plötzlich und ohne Vorwarnung in den schwarzen Block reingerockt, als dieser das Ziel erreichte. So kam es auch zu den ersten Steinwürfen, um sich zu wehren. Es war offensichtlich Taktik der Polizei, dort massiv zu provozieren, was leider letzlich auch gelang.”

In dem bekannten Spiegel-TV-Bericht vom letzten Sonntag war aber ersichtlich, das es bereits vorher eine Attacke vom Schwarzen Block aus gegen ein alleinstehendes Polizeiauto mit zwei Insassen gab. (im Video ab 3:30 min)

Dieses Video bei youtube zeigt den Vorfall nochmals aus einer anderen Perspektive.

  1. 7 Reaktionen

  2. Von D. Krüger am 6. Jun 2007 um 06:10 Uhr

    Hallo,
    ein Übergriff, der ohne direkte Konsequenz der Polizei blieb.
    Das wegfahren kann man als “Deeskalation” werten.
    Auch das Nicht einschreiten weiterer Polizeikräfte kann man als “Deeskalation” werten.
    Warum aber dann die auf dem Kundgebungsplatz so brutalen Überfälle der Polizei, die mit der Attacke auf das Polizeifahrzeug nichts zu tun hat?
    Oder hat man auch nur einen der Angreifer festnehmen können?
    Stark bleiben!

  3. Von Woschod am 6. Jun 2007 um 12:05 Uhr

    D. Krüger

    Dieses Wegfahren war keine Deeskalation sondern eine Flucht.

    Allerdings rechtfertigte der Angriff auf das Fahrzeug auch meiner Meinung nach in keinster Weise das brutale Vorgehen der Polizei später.

  4. Von geni_che am 6. Jun 2007 um 13:18 Uhr

    Das Video habe ich schon vor paar Tagen gesehen. Was ich interessant fand, war das vorgehen von dem “Schwarzen Block”. Zwei Leute auf der rechten Seite, die abwechselnd damit beschäftigt sind, die Scheiben kaputt zu schlagen. Dann kommt noch ein Sprüher dazu, der in aller Ruhe und ohne Hektik etwas auf das Auto sprüht. Von der anderen Seite gibt es innerhalb sehr kurzer Zeit sehr viele Steinschläge. Zum Schluss tritt eine Gestalt auf, die das Auto wieder freigibt und die Steinewerfer ziehen sich zurück zum Demozug.
    Es sah alles nach einer eintrainierten und organisierten Aktion aus. (Für mich jedenfalls). So viel dazu.
    Über die Sinnlosigkeit der gezeigten Gewalt lässt sich streiten. ‘Als normal denkender Mensch sollte man so etwas aufs schärfste verurteilen.

    Die Beteiligten haben jedoch ihre Ziele erreicht. Seitens des Staates konnten die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen gerechtfertigt werden. Beim nächsten mal kann man also die Schrauben noch etwas weiter anziehen und die Maßnahmen verschärfen. Wieder sind ein paar hundert Arbeitsplätze gesichert und die Gefahr aus dem “links-extremen” Spektrum ist mal wieder keine Übertreibung seitens des Verfassungsschutzes.

    Der “Schwarze Block” ist mal wieder in Erscheinung getreten und hat der dankbaren Presse die gewünschten Bilder geliefert. Soclhe Bilder führen zu verstärkter Rekrutiereng neuer Mitglieder aus der “erlebnisorientierten” Jugend.
    Durch die Eskalation zwingt man das “Schweinesystem” ihre Zähne zu zeigen. Damit lässt sich dann jegliche Gewalt gegen Beamte und Privateigentum rechtfertigen. Und last but not least hatten die Jungs ihren Spass und haben nun was zu erzählen.

    Die eigentlichen Verlierer sind die Veranstalter der Großdemo. Die Schlagzeilen bestehen nicht aus dem Protest, den man gegen die Politik der G8-Staaten zum Ausdruck bringen wollte, sondern aus den Krawallen. Der Ansatz der medialen Aufwertung des Protestes ist im Steinhagel und unter Polizeischlagstöcken untergegangen. Dr. Altvater, ein altgedienter Attac-er, schlug im Vorfeld der G8-Proteste vor, die Bewegung sollte doch weniger reagieren, sondern mehr agieren. Durch eigene Veranstaltungen und Konzepte, sollte ein Gegenentwuf zu den inzwischen traditionellen Protesten und den mit ihnen verbundenen Exzessen geschaffen werden. Bin mal gespannt, wie das bei dm nächsten Gipfel aussieht.

  5. Von Numi am 6. Jun 2007 um 14:59 Uhr

    Dieses Wegfahren war keine Deeskalation sondern eine Flucht

    Eine Flucht sähe wohl etwas anders aus. Der Wagen hat fast eine halbe Minute lang gestanden, während er bearbeitet wurde. Erst, als keiner der Idioten mehr am Wagen war, ist er weggefahren.

  6. Von D. Krüger am 6. Jun 2007 um 21:44 Uhr

    Hallo,
    heute habe ich erstmalig den Begriff “schwarz – rot – goldener Block” vernommen.
    Hört sich doch recht “freiheitlich, rechtsstaatlöich und demokratisch” an.
    Stark bleiben!

  7. Von Felix am 7. Jun 2007 um 10:33 Uhr

    2 Fragen:

    1. Warum steht ein einzelnes Polizeifahrzeug dort und um die Ecke des nächsten Hauses 3 Hundertschaften mit Helm und Schlagstock?

    2. Warum flüchtet das Fahrzeug nicht? (sihe Numi)

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  2. 6. Jun 2007: G8-Gipfel und Klimaschutz: 8 Länder, 8 Einstellungen » Frank Wettert

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