G8 – Bilder der Gefangenensammelstelle Rostock

Weitergabe unter Angabe der Quelle „Junge Welt“ ausdrücklich erwünscht.

http://www.jungewelt.de/g8/?id=221

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Die Käfige, in denen jeweils mehr als ein Dutzend Globalisierungskritiker festgehalten werden, sind im Inneren einer früheren Fabrikanlage, die nun als Gefangenensammelstelle genutzt wird. Von der Polizei festgenommene Männer und Frauen sind dort, nach jW vorliegenden Informationen, direkt gegenüber ohne Sichtschutz untergebracht. In den Käfigen gibt es keine Sitz- oder Liegemöglichkeiten. Einige der Festgehaltenen können immerhin auf Isomatten schlafen. Nach jW-Informationen erhalten die Inhaftierten von den Beamten sogenannte Begleitnummern, mit denen sie angesprochen werden. Lesen Sie über die Haftbedingungen auch das Interview mit dem Berliner Elektriker Klaus Döweland, der am Dienstag von der Polizei dorthin verschleppt worden war. (JW)

  1. 6 Reaktionen

  2. Von stefan am 8. Jun 2007 um 01:55 Uhr

    erinnert an guantanamo…

  3. Von D. Krüger am 8. Jun 2007 um 07:31 Uhr

    Hallo,
    wieder ein positiver Erlebnisbericht aus einem „freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat“.
    In der „stalinistischen“ DDR wären allesamt sofort nach Hohenschönhausen und Bautzen in die Wasserzellen zur Folter für zwanzig Jahre – oder mindestens in den Steinbruch – gewandert. Die Kinder wären zwangsadoptiert worden und die Jugendlichen hätten eine Gehirnwäsche im „Zirkel junger Sozialisten“ über sich ergehen lassen müssen.
    Stark bleiben!

  4. Von Michi am 8. Jun 2007 um 07:53 Uhr

    Ist schon krass, wenn man sich vorstellen muss, da drin zu sein.
    Na ja, alles wird gut.
    Michi

  5. Von Tonimakkaroni am 8. Jun 2007 um 08:16 Uhr

    erinnert mich an 1989

  6. Von Gabriel am 8. Jun 2007 um 09:15 Uhr

    Mich erinnert das an den Sommer 1979. Weil ich in den Westen wollte, verurteilte man mich zu 2 1/4 Jahren Gefängnis in Torgau. Wegen Arbeitsverweigerung sperrte man mich über viele Monate allein in eine Zelle im Keller: Betonfußboden, kein Fenster, keine Sitzmöglichkeit außer der Toilette, kein Tisch – nur die kahle Zelle. In der Nacht, wo es zumindest eine Matratze gab, ging laufend das Licht an und man schlug von außen gegen die Heizungsrohre, so daß an Schlaf kaum zu denken war. Den holte man tagsüber auf dem Betonfußboden nach.

    Ein Ende fand es erst nach dem Amnestiebeschluß der DDR am 24. September 1979.

  7. Von malawi gold am 8. Jun 2007 um 12:19 Uhr

    Ahnliche Käfige wurden auch schon 2002 in München zur NATO-Sicherheitskonferenz als Sammelzellen eingesetzt. Nur bestanden dort die Zellenwände eher aus Baustellengitter die sich bei Gelegenheit auch erklettern ließen und waren oben offen also ohne Gitter. Ein „Ausbruch“ aus der Sammelzelle wäre dort wirklich leicht gewesen.
    Spätestens nach 24 – 26 (!) Stunden Gewahrsahm wurde jeder wieder frei gelassen bzw. kam über Nacht
    in den U-Hafttrakt in Stadelheim in Einzelzellen.
    Die Versorgung mit Brot und Leitungswasser sowie mit Isomatten oder Decken war ebenfalls dürftig.
    Zusätlich konnte ich in der Sammelzelle keine Überwachungskameras entdecken.
    Schon bei der Gewahrsamnahme wurden wir nach Frau oder Mann getrennt und wurden in verschiedene Hallen gebracht.
    Die hier jetzt eingesetzten Käfige finde ich da um einiges krasser.

    This is what they call democracy!

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