Wie bin ich zum Bloggen gekommen?

Probloggerworld hat eine interesante Umfrage gestartet. Interessant daher, das man dadurch mal rausbekommt, was passiert, wenn sich viele Blogs untereinander mit der selben Blog-Liste verlinken. Also gehen wirs an:

Meine erste Internetseite hatte ich bereits kurz, nachdem ich überhaupt wusste, was Internet ist. Das war so gegen 1998. Da war ich noch naiv und jung. Jung bin ich heute auch noch, manche halten mich auch noch für naiv. Inzwischen habe ich aber bereits mehrere große Internetseiten. Zum Beispiel über Stanislaw Lem. Diese dürfte die umfangreichste und größte deutsche Seite über den polnischen Autoren sein. Einen weiteren (bei manchen sehr umstrittenen) Namen habe ich mir wohl mit www.stalinwerke.de sowie dem dazugehörigen Forum gemacht. Später kamen dann auch www.deutsche-kommunisten.de und www.sozialistische-gedenkstaetten.de dazu. Damit dürfte wohl auch meine Einstellung klar sein und warum oben über meinem Blog dieses schöne Wappen schwebt, welches man z.B. bei yigg.de kritisierte.

Und um jetzt elegant den Bogen zum Bloggen zu schlagen, muss ich wohl noch meine private und inzwischen sehr vernachlässigte Seite www.idiosynkrasie.de erwähnen. Dort kam alles rein, was kein größeres Thema war. Genauso wie meine ganzen Fotos, die inzwischen auch zu www.bilder.woschod.de umgezogen sind. Irgendwie war aber idiosynkrasie.de nicht das Gelbe vom Ei. Es machte zu viel Mühe und um schnell mal was loszuwerden war das ganze auch zu starr. Also dachte ich über ein CMS nach, damit das etwas schneller ging. Aber warum nicht ein Blog?

Meine ersten Blogversuche machte ich bei diversen Blog-Anbietern. Zum Glück wurde daraus nichts. Schlief alles ein. Im Mai 2006 ging es dann aber doch endlich los. Und so schnell wie es losging, sattelte ich auch auf eine eigene Domain mit eigener Datenbank und eigener Software (WordPress) um, so das ich von keinem Anbieter abhängig war. (Außer von meinem Hoster natürlich.) Übrigens, in der linken Seitenleiste gibt es weiter unten den Punkt „Vor einem Jahr“. Da kann man sehen, was ich damals geschrieben habe. Ich hoffe doch, es wird irgendwann mal „vor 10 Jahren“ heißen und ich bin immer noch aktiv.

Warum aber blogge ich denn nun? Ja ganz einfach, weil ich soviel loswerden will und das von jedem gelesen werden soll-kann. Hat irgendjemand noch andere Gründe? Sei es, das ich ein paar neue Fotos geschossen habe. Oder ich habe einen aktuellen Bericht zu irgendeinem für mich wichtigen Thema geschrieben. Oder irgendeine Meldung im Netz zwingt mich förmlich zu einen Kommentar. Da führt manchmal zu mehr als nur einer Handvoll Beiträge am Tag.

Außerdem bekomme ich über ein Blog gute Resonanz und weiß, das ich teilweise auch gerne und mit Interesse gelesen habe. Manche Fans kenne ich persönlich, andere kommentieren hier auch regelmäßig und hier und da trudelt auch mal ein Backlink ein. Mal ehrlich verehrte Bloggergemeinde, da fühlt man sich doch immer gleich ein bisschen gebauchmiezelt, nicht wahr? 😀 Und besonders freut man sich, wenn man auch mal einen Bloggerkollegen persönlich trifft.

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass Google täglich vorbeischaut und immer ganz fix neue Beiträge in den Suchindex aufnimmt. Das aber nicht irgendwo sondern relativ weit vorne. Das sehe ich besonders an den Suchbegriffen, mit denen die Leute über mein Blog stolpern. Besonders hatte ich das gemerkt, als ich mein Problem mit der TV-Karte und dem Scanner unter Linux hatte. Vormittags schrieb ich darüber, Nachmittags googelete ich nochmals nach einer Lösung und fand dabei schon meinen eigenen Beitrag. (Problem inzwischen teilweise gelöst.) Witzig wird es dann, wenn Leute mit „geil von hinten“ auf mein Blog stoßen. Die suchten vermutlich etwas anderes als das, was sie fanden.

Inzwischen übersteigen die Zugriffszahlen alleine auf die Webseite täglich fast die 400. Dazu kommen noch geschätzte 300 Leser per RSS. Ich werde es sicher nicht zum Alphablogger schaffen, aber ich freue mich trotzdem. Darum auch der Dank an alle Leser und für die vielen Kommentare.

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Interesanterweise kommen die meisten Zugriffe an den Tagen, an denen ich gar nichts schreibe. Vielleicht sollte ich mit dem Bloggen aufhören um dann die Million zu knacken? 😉

So, wer sich bis zum Ende dieses Textes durchgekämpft hat, der kann mit mir gespannt sein, ob nach soviel politischen Geplänkel am Anfang meine Seite in dem Blog-Projekt auftauchen wird. Ihr werdet es daran merken, wenn ich dann alle dort aufgeführten Blogs hier aufliste, wie versprochen. 🙂

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  3. 17. Sep 2008: Wie kamen andere zum Bloggen? | Ulrich Stamm

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