Piraten und Lizensen – Das Urheberrecht

Als Piraten groß in Mode waren, waren zwar auch die Kopf-ab- oder Hang-on-Methoden sehr populär, aber um Lizenzverstösse hat sich wohl noch niemand gekümmert. In der heutigen Zeit mit den vielen Kindermörderraubkopierterroristen ist das ganz anders. Um es mal mit Fefe’s Worten zu sagen: „OK, also über Mord und Totschlag kann die westliche Wertegesellschaft ja hinweg sehen, aber jetzt verletzten die Terroristen auch noch das Urheberrecht!1!! Ihre Tage sind gezählt.“ Darum ist heutzutage auch alles und jeder mit Lizenzen bepflastert, das man meint, die Welt vor lauter Lizenzen nicht mehr sehen zu können. Ob Copyright, Copyleft, Copywasweissichnoch, Funklizenzen, Zeitungslizenzen, Lizenzverträge, EULA, GPL oder was auch immer, alles muss irgendwie mit irgendwas rechtlich abgesichert werden. Die Anwälte freuts. Sogar wer gar nichts absichern will, muss es trotzdem absichern, weil es sonst abgesichert ist.

Unklar? Unklar!

Damit komme ich eigentlich zu dem, über was ich schreiben wollte. Der Nachtwächterbloggerkollege (Wieviele Blogs hast du eigentlich? 😉 ), bloggt unter der so genannten Piratenlizenz. Er begründet das mit „Ich bin mit den gegenwärtigen restriktiven gesetzlichen Urheberrechtsbestimmungen in der BRD und anderswo nicht einverstanden. Um sie für diese Seite außer Kraft zu setzen, muss dieser Mist hier geschrieben werden.“

Ein Teufelskreis

Ich bin auf diese Lizenz eigentlich durch den Beitrag zum Thema „Ziele mit dem Blog“ (Ich finde den Titel immer noch zweideutig) vom Nachtwächter gestossen. (Ach ja, es ist richtig, ich verfolge ganz gewiss ein Ziel. (Jedes Blog verfolgt ein Ziel. (Und sei es nur, ziellos vor sich hinzubloggen. (Jetzt habe ich hier bald mehr Klammern als Jenny. (Aber das ist ein anderes Thema, ich schweife schon wieder (sinnlos) ab.)))))

Aber um es kurz zu machen: Die Piratenlizenz besagt, dass jeder mit dem (gelesenen) inhalt machen darf, was er will. Kopieren, mit oder ohne Quellenangabe, ausdrucken und verbrennen, nochmals kopieren, auch raubkopieren, u.s.w.. Aber alles unter einer Bedingung: Alles auf eigene Gefahr und den Urheber nicht verklagen.

Das ist fair. Das ist sogar sehr fair.

Nun könnt ja eigentlich mal wieder die mahnende Stimme aus dem Off kommen und sagen: „Aber Du als Kommunist…“ Mahnender Willi Dickhut

Ja was denn, ich als Kommunist? Soll ich mich nackig ausziehen, auf dem Tisch tanzen und alle eigenen Ergüsse (Jetzt bitte keine schmutzigen Gedanken!) unter den Armen verteilen, nur weil ich für die Vergessellschaftung der entscheidenden Produktionsmittel bin? Dann hat wohl jemand meine Einstellung, die von Marx&Engels und auch die des Nachtwächters (Der mit mir in einigen Punkten gar nicht einer Meinung ist, aber das ist ok.) nicht verstanden.

Kommen wir deshalb einfach mal zu der Frage, wie ich das mit dem Urheberrecht, Linzenzen, Copyright (sucht euch was aus) in meinem Blog halte.

Grundsätzlich bin ich ein sehr großzügiger Mensch. Ich werde ganz sicher keinem einen Anwalt auf den Hals hetzen, weil er mal bei mir einen Beitrag oder ein Bild „geklaut“ hat. Eine Quellenangabe ist allerdings immer schön und meiner Meinung nach auf fair. Weil die meisten auch zu doof zum „Klauen“ sind, kann das schonmal komisch aussehen, wenn ich mir meinen Spaß mache und die Bilder austausche. Aber hey, es ist trotzdem soweit ok. (Ach mir fällt gerade ein, ich schrieb schonmal darüber. (An dieser Stelle sei mal eben auf das No self Pings-Plugin (Beschreibung bei ProBloggerWorld) hingewiesen.))

Ist das auch fair? Ich denke schon. Also lieber Leser und vor allem liebe Schreiber, wenn ihr etwas kopieren wollt, macht das, macht das mit Quellenangabe und es ist ok. Ich halte es auch grundsätzlich so. Aber bitte übertreibt es nicht, es ist nicht nötig, mein Blog zu spiegeln. Das macht schon der Verfassungsschutz. (Siehe auch ganz oben rechts die orangene Ecke!)

PS: Meine ()-Tasten sind noch ganz gut in Schuss.

Oleeee!

  1. 4 Reaktionen

  2. Von Elias am 25. Jun 2007 um 02:14 Uhr

    Ach, wie viele Blogs ich habe… ich habe das Zählen schon aufgegeben. Einige davon kennst du bestimmt noch nicht, und das ist vielleicht besser so…

  3. Von D. Krüger am 25. Jun 2007 um 07:11 Uhr

    Hallo,
    ich will nur schnell meinen Senf dazu geben.
    Also Du als Kommunist….
    …gerade Du als Kommunist solltest noch viel entschiedener gegen Lizenzen usw. eintreten.
    Lizenzen sind nichts weiter als die berühmte Gelddruckmaschine. Lizenzen bilden Barrieren und schaffen Mauern – sie fördern auf keinen Fall die Entwicklung in den „unterentwickelten“ Ländern.
    Sicher – Quellenangaben in Texten – dafür bin ich. Von mir aus sollen Mit- oder Nachproduzenten auf ihre Turnschuhe oder Autos den Namen des Entwicklers draufschreiben.
    Doch vielleicht sind die „geklauten“ Sachen sogar besser als das Original?

  4. Von Frank Wettert am 25. Jun 2007 um 13:50 Uhr

    Ich übersetze Dein Blog ständig mit Babelfisch ins Englische und wieder auf Deutsch zurück.

    Ist das nicht schön?

    Denn dabei kommen meine Postings heraus…

  5. Von gewe am 25. Jun 2007 um 17:54 Uhr

    Lizenzen haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Der Schutz von geistigem Eigentum ist eine gute Sache. Die Frage ist halt, was ist schützenswert?
    Es gibt ja bekanntlich auch Lizensen, die geistiges Eigentum schützen (und die damit verbundene Arbeit würdigen) und die dennoch keine Gelddruckmaschine darstellen. Wir sprechen also vom OpenSourcebereich mit den Stichworten GPLvxyz und sicher auch anderen.
    Also nicht prinzipiell sind Lizenzen zu verdammen, sondern die Art und Weise, wie vielfach in dieser Ausbeutergesellschaft damit umgegangen wird.

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