Bertolt Brecht – „Alfabet“ (1934)

Adolf Hitler, dem sein Bart
Ist von ganz besondrer Art.
Kinder, da ist etwas faul:
Ein so kleiner Bart und ein so großes Maul.

(…)

Die Dichter und die Denker
Holt in Deutschland der Henker.
Scheinen Mond und Sterne nicht
Ist die Kerze das einzige Licht.

(..)

Gehorsam ist ein großes Wort
Meistens heißt es noch: sofort.
Gern haben’s die Herrn.
Der Knecht hat’s nicht so gern.

Hindenburg war ein schlechter General
Sein Krieg nahm ein böses Ende.
Die Deutschen sagten: Teufel noch mal
Den machen wir zum Präsidente.

(…)

Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.

(…)

(Das ganze Gedicht)

  1. 5 Reaktionen

  2. Von D. Krüger am 1. Aug 2007 um 13:48 Uhr

    Hallo,
    der Brecht erkannte die Germanen und deren Hintermänner schon frühzeitig.
    Früher als einige heutige Nobelpreisschreiberlinge, SS-Germanendichter und Rassistencomedys.
    Stark bleiben!

  3. Von peter s. am 1. Aug 2007 um 14:29 Uhr

    nicht vergessen :

    http://www.salvator.net/salmat/pw/pw1/weimar/groener.htm

    wer hat uns verraten ? – die spezialdemokraten !

    doch heute ist alles anders … !!!???

    peter s.
    bürger westberlins

  4. Von Jochen Hoff am 1. Aug 2007 um 16:05 Uhr

    Köstlich, war mir ganz entfallen. Danke

  5. Von Jörg Friedrich am 2. Aug 2007 um 12:26 Uhr

    @1: „Früher als einige heutige Nobelpreisschreiberlinge“ liegt vielleicht auch ein bisschen am Altersunterschied?

  6. Von Veit am 3. Aug 2007 um 12:07 Uhr

    Brecht war einer der Besten, wenn nicht gar der Beste !

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