Der Spiegel über Antifaschisten in Mügeln
Der Bericht “Schwarzer Block schreckt Mügeln auf” ist vielleicht informativ, aber tendenziös eher schlecht. Wenn SpOn im letzten Absatz meint:
Nach einer Dreiviertelstunde ist der Spuk wieder vorbei.
Dann muss man sich fragen, ob die Redakteure sich damit eher auf die Seite der Menschen stellen, von denen sie schreiben:
Die anderen haben eine ganz klare Meinung von den Protestierern: “Was will dieses Pack hier?”, pöbelt ein Mittvierziger am Straßenrand, “Gesocks”, schimpft eine Frau in den Fünfzigern.
Dann doch lieber der erste Indymedia-Bericht.

Nach den offensichtlich rassitisch motivierten Übergriff auf 8 Inder demonstrierten heute abend etwa 300 Antifaschisten durch die sächsische Kleinstadt. Unter Parolen wie: “Schämt euch!” liefen sie durch den Ort.
An die Anwohner wurden Flyer verteilt, vereinzelt schlossen sich Bürger der Demo an. Die Polizei hielt sich stark zurück und verzichtet auf jegliche Provokation.
Die Demonstration war auch Live im “Sachsenspiegel” (MDR) zu sehen, so dass ein größere Aufmerksamkeit über Mügel hinaus gesichert ist. In einer ersten Stellungnahme bewerteten die Antifaschisten die enorme Teilnehmerzahl als Erfolg.





2 Reaktionen
Von D. Krüger am 23. Aug 2007 um 07:27 Uhr
Hallo,
nun wird wieder eine Sauch nach der anderen durch die neuen Länder gejagt – und eine Rechtsextremismus “Expertin” darf durch alle Medienkloaken schwimmen und ihre Gülle von sich stoßen.
Mügeln ist wieder mal ein Zeichen des faulenden Zustandes dieser “freiheitlichen, demokratischen, rechtsstaatlichen” Gesellschaft.
Faschistische Ideologie wird mit allen Mitteln gezüchtet und am Leben gehalten.
Wäre “Der Landser” und anderer faschistischer Müll 1957 in den gebrauchten Ländern verboten worden hätten wir heute nicht diese Probleme.
Wäre das Potsdamer Abkommen von den gebrauchten Ländern umgesetzt worden und würden junge Menschen – nicht nur in Ostdeutschland – in diesem “freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat” eine Lebensperspektive haben in der sie ihre persönlichkeit entwickeln und entfalten könnten, würde es den faschistischen Sumpf in Mügeln und München, Hannover und Hoyerswerda, Berlin und Bonn nicht geben.
Stark bleiben!
Von gewe am 25. Aug 2007 um 09:03 Uhr
Ach, ach D.Krüger. Du nennst die Ursachen der ganzen Misere. Aber die will doch gar keiner Wissen – in den Medienstuben. Bitte nicht solche Wahrheiten veröffentlichen. Das gefährdet hochgradig Arbeitsplätze bei ARD, ZDF, RTL, …. und meinem absoluten Lieblingsblatt, der BILD. Na klar, auch der SPIEGEL ist gefährdet.
Also bitte immer alles schön im Dunkeln lassen, so wie es uns die medialen Demokraten stündlich vormachen. womöglich fangen die Konsumenten mit Nachdenken an. Schrecklich, welche Auswirkungen das haben könnte… und auf wieviel medialen Schmutz wir dann verzichten müßten – schrecklich!