„Bei uns gibt es keine Rechtsextremen“

Mit dieser Aussage ist der Bürgermeister von Mügeln, Gotthard Deuse (FDP), bekannt geworden, nachdem während eines Volksfestes 8 Inder von einem deutschen Mob durch die Stadt gehetzt und verletzt wurden.

Jetzt hat Deuse der „Jungen Freiheit“, einem Sprachrohr der Rechten, ein Interview gegeben. Dort betonte er nochmals: „Ich SAGE klipp und klar: Rechtsextremismus schließe ich aus.“

Mag sein, Herr Beuse kann nicht erkennen, was Rechtsextremismus ist, fährt er doch in deren Fahrwasser, wenn er gleichzeitig in der JF sagt: „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein.“

Mügeln sieht er jetzt als ein neues Sebnitz. Die Stadt wird unberechtigt durch die Medien verurteilt. Nun, vielleicht kann man wirklich nicht die ganze Stadt in Kollektivhaft nehmen, aber wo sind denn Sprüche wie „Ausländer raus!“ zu hören gewesen? Etwa nicht in Mügeln?

Quelle: ad-hoc News
via: dokumentationsarchiv

  1. 4 Reaktionen

  2. Von D. Krüger am 31. Aug 2007 um 08:46 Uhr

    Hallo,
    es ist und bleibt Wahrheit:
    Die faschistische Ideologie lebt nicht in den dumpfbackigen Schlägertypen allein sondern in den Nadelstreifen tragenden Bürgermeistern, Stadtverordneten, Landtagsabgeordneten, Bundestagsabgeordneten, Ministern, Juristen, Klempnermeistern, Bäckergesellen, Lehrern, … – kurz gesagt – in der Mitte der Gesellschaft.
    Diese Gesellschaft braucht den Faschismus als Herrschaftsform – und wenn es wieder nötig wird, dann wird auch der Knüppel aus dem Sack gelassen – dann treffen sich Nazis und das Bankenkapital auf der Villa Hügel.
    Geschichte wiederholt sich immer – alles Andere ist leeres Gewäsch (aber immer auf einem anderen Niveau). Dieses Gesetz ist nur zu durchbrechen, wenn diese Gesellschaft geändert wird. Alles Andere ist Fasadenstreicherei.
    Stark bleiben!

  3. Von Anonymous am 31. Aug 2007 um 17:34 Uhr

    Seine Partei – die FDP – scheint nix zu unternehmen um ihn zur Räson zu bringen. Der Geist von Möllemann und FPÖ scheint nach wie vor präsent zu sein. Eigentlich möchte man meinen dass wenigstens der Vorsitzende mal durchgreifen würde, schließlich gehört er selbst – wie viele Millionen andere zur historischen Opfergruppe der faschistischen Horden.

  4. Von D. Krüger am 1. Sep 2007 um 10:02 Uhr

    Hallo,
    habe soeben mit einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Mügeln ein aufschlußreiches Telefongespräch ((03 43 62) 4 10 – 0) gehabt (Name ist mir bekannt).
    Sie ist in der Lage, genau die Gewalt von Rechts und Links einzuschätzen, denn sie hat bei der Demo der Autonomen einen „China-Böller“ an den Kopf bekommen, als sie auf ihrem eigenen Balkon Blumen gießen wollte.
    Wenn sie bei dem Überfall auf die Inder dabeigewesen wäre hatte sie – als ehemalige OP-Schwester – natürlich den Verletzten geholfen.
    In Mügeln gibt es keine Nazis – nur NaZissen.
    Stark bleiben!

  1. 1 Trackback(s)

  2. 31. Aug 2007: trueten.de - Willkommen in unserem Blog!

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