Linuxisten aller Länder, vereinigt Euch!

Frag mal, warum die Linuxisten so wenige Anhänger haben. Das ist wie überall. Der übermächtige Gegner, die Windowisten, die haben ein System und das wars. Entweder man akzeptiert es oder nicht. Wenn man es akzeptiert, dann lässt man sich ohne Wenn und Aber unterdrücken.

Bei den Linuxisten mit ihren vielen Splitterdistributionen ist das ganz anders.

Da gibt es zum Beispiel die Debianisten. Auch bekannt durch ihrer Kerneltaliban. Von denen haben sich u.a. die Ubuntuisten abgespalteten. Die existierten noch nicht lange, da gab es schon die Kubuntuisten und die Xubuntuisten.
Auch von den Debianisten haben sich die Knoppisten abgespalten. Die verfolgen wieder einen ganz anderen Weg als die Debianisten, nämlich werden sie zu Liveisten. Damit bauen aber auf der Theorie der Debianisten auf.

Dann sind da die Suseisten. Die waren in den letzten zwei Jahren sehr revisionistisch, haben sich aber langsam aus dem Tal der Tränen wieder hochgearbeitet. Die benutzen zwar das selbe Paketformat wie die Redhatisten, aber kommen trotzdem nicht zusammen. Von den Redhatisten haben sich die Fedoristen und die Mandrivaisten abgespalten. Von den Suseisten haben sich die Opensuseisten abgespalten.

Desweiteren die Linuxisten, die den ganzen Krempel von Grund auf selber bauen wollen: Die Gentooisten. Ganz schwer von sich Überzeugte. Genauso puristisch geben sich die Slackwareisten. Die müssen auch jeden Buchstaben des Linuxismus nochmal durchkauen.

Die Schlimmsten sind aber die Linspireristen, die sich früher Lindowisten nannten und davor eigentlich Ubuntuisten waren. Die würden am liebsten mit den Windowisten ins Bett gehen. Von den Linspireristen haben sich wieder die Freespireisten abgespalten.

In dieser Aufzählung haben ich viele Klein- und Kleinstgruppen weggelassen, das würe den Rahmen sprengen. Was jedoch erstaunlich ist, ist die Tatsache, das es in den vielen Splitterdistributionen wiederum Gemeinsamkeiten gibt, die sich in sich aber wieder unterscheiden. Ich meine die Kadeisten, die Gnomisten und die xfeisten. Um nur drei der bekanntesten zu nennen.

Letztendlich möchte ich auch noch auf die Wanderer zwischen den Welten hinweisen, die der Meinung sind, Feuer und Wasser könnten produktiv miteinander leben. Ich meine die Vmwareisten und die Virtualboxisten. Und, am allerschlimmsten, die Dualbootisten.

Das Ziel kann nur heißen:
Linuxianer aller Distributionen vereinigt Euch!

Dann wird auch irgendwann werden, was unser Lehrer, der große Linux Torvalds einst gesagt hat: „Linux will nicht die Weltherrschaft. Aber nett wär’s schon.“

  1. 5 Reaktionen

  2. Von Ernesto am 16. Nov 2007 um 16:32 Uhr

    Mit Fedoristen und Mandrivaisten zusammenarbeiten?? Niemals!
    Spalter!!! :mrgreen:

  3. Von Malan am 18. Nov 2007 um 18:44 Uhr

    Der letzte Spruch sagt jawohl alles aus, hehe. Die Weltherrschaft? Ja! Warum auch nicht? 😀

  4. Von gewe am 19. Nov 2007 um 21:31 Uhr

    Als linuxianischer Revisionist und Opportunist bin ich für die weltweite Vereinigung aller Linuxianer, gleich aus welchem Distribt. Hauptsache es geht gegen Weichwares Über- und Allmacht.
    Neue Betriebssysteme braucht das Land! 👿

  5. Von Zami am 21. Nov 2007 um 02:12 Uhr

    Als einer der „Allerschlimmsten“, der Dualbootisten (gleichzeitig Opensusist und auch noch Windowist) möchte ich auch nochmal auf die Genialität des Artikels hinweißen.
    Ergänzend bleibt jedoch noch zu sagen, dass mit „vereinigt euch“ natürlich nicht eine „Einheitsdistribution“ gemeint sein kann, sondern eine sinnvolle Zusammenarbeit der individuellen Distributionen. Das wird schon (:

  6. Von gewe am 27. Nov 2007 um 21:36 Uhr

    na klar … es lebe der internationale, linuxianische Vieldistristaat!

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