Norddeutsche Länder mit neuem Internet-Auftritt gegen Rechts
Quelle: heise online
Im Kampf gegen den Rechtsextremismus haben die norddeutschen Länder eine gemeinsame Site im Internet freigeschaltet. Rechtsextremismus mache nicht an Ländergrenzen Halt, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Mittwoch in Hannover. “Die norddeutschen Länder wollen im Kampf gegen Rechts noch enger zusammenarbeiten und sich noch enger abstimmen.” (…)
Neben Erläuterungen zum Rechtsextremismus und seinen Erscheinungsformen bietet die Internet-Site weiterführende Links, Hinweise auf Aussteigerprogramme, Informationen zur Arbeit des Verfassungsschutzes und Ratschläge für den Umgang mit Fremdenfeindlichkeit. (…)
Ich vermisse da etwas. Es ist richtig und gut, das sich die Länder gegen Rechtsextremismus zusammenschließen. Aber es das reicht nicht.
Wenn sich Nazis in einer sächsischen Kleinstadt als einzige noch um die Blumen im Stadtpark kümmern, wenn sie als einzige im Mecklenburg-Vorpommern für die Jugend Freizeitmöglichkeiten bieten, wenn sie als einzige aufstehen, weil irgendwo die Finanzierung für Kindertagesstätten zusammengestrichen werden, dann reicht es nicht, nur mit den Fingern auf die Nazis zu zeigen.
Sicher, die drei einzigen Asyl suchenden Imigranten die da im Umkreis von 50 km um das idyllische Dörfchen leben kommen nicht in den Jugendklub rein. Diese rassistische Tatsache kommt aber beim arbeitslosen und BILD lesenden Herrn Meier nicht an. Der sieht nur, das die netten Jungs von der NPD die Einzigen sind, die noch was machen. Und danach richtet sich sein Urteil. Dann glaubt er auch gerne, das die drei “Türken” Schuld an seinem Elend sind. schließlich kriegen die ja auch Geld vom Staat. (Herr Meier auch, aber das blendet er aus aus.)
Um aktiv gegen Rechtsextremismus vorzugehen reichen nicht große Worte und Aussteigerprogramme. Dafür müssen den Menschen endlich wieder Möglichkeiten für ein menschenwürdiges Leben und einer aktiven Teilnahme an der Gesellschaft geboten werden.



