Was tun am 13. und 16. Februar 2008 in Dresden?
Niemals wieder darf von deutschem Boden Krieg ausgehen!
Kommt zum Gedenken und politischen Willensbekundung gegen Faschismus und Krieg an den
Obelisk der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer, (ehem. Landgerichtsgefängnis “Mathilde”)
Mittwoch, 13. Februar 2008
17.00 Uhr
Pillnitzer Straße, 01069 Dresden
Einlader:
Verenigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Dresden
Revolutionärer Freundschaftsbund e.V.
Wir wollen: Gemeinsam Blockieren – Den Nazis keinen Zentimeter!
Siehe auch: News-Ticker zum 13. und 16. Februar 2008 bei !venceremos!
Dresden – 13. und 16. Februar 2008
Wie mittlerweile jedes Jahr wollen Nazis aus Deutschland und dem Ausland am 13. und 16. Februar gemeinsam den “Opfern des alliierten Bombenterrors” in Dresden gedenken. Konnten sich 2007 die “Freien” innerhalb der sächsischen Naziszene durchsetzen und nur am 13. Februar einen “Trauermarsch” veranstalten, soll es dieses Jahr zwei solcher “Trauermärsche” durch Dresden geben. Mit diesen Demonstrationen verherrlichen die Alt- und Neonazis den Nationalsozialismus, deuten NS-TäterInnen zu Opfern um und leugnen die Shoa.
Aufruf zur Demonstration “Geh Denken”
Aus der Geschichte lernen – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit
http://www.dresden-fuer-demokratie.de/
Heute, 75 Jahre später, marschieren wieder die Anhänger dieser tödlichen Ideologie, drängen in die Parlamente, ergreifen die Worte und die Plätze, und machen kein Geheimnis daraus, dass sie wieder genau so handeln würden wie damals.
Die Abschaffung der Demokratie und die Demontage der Bürger- und Menschenrechte ist ihr erklärtes Ziel.Das lassen wir uns nicht gefallen, nicht in diesem Jahr und nie wieder.
Deshalb gehen wir Dresdnerinnen und Dresdner auf unsere Straßen, Plätze und Brücken und zeigen, dass eine starke Demokratie der Grundpfeiler unseres Zusammenlebens ist!Kommen Sie zur Demonstration “Geh Denken
Aus der Geschichte lernen – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit”am Samstag, 16. Februar 2008, 14.30 Uhr am Goldenen Reiter







9 Reaktionen
Von opc am 11. Feb 2008 um 14:20 Uhr
“NS-TäterInnen” – Dem AnliegenInnen nach haben sie ja recht, aber: Wenn frau sowas liest möchte frau manchmal PolizistInnen sein und auf DemonstationInnen solchen LinkInnen mit KnüppelInnen eins mitgeben.
Von Woschod am 11. Feb 2008 um 14:28 Uhr
@opc: Wenn das der einzige Kritikpunkt ist, dann ist ja eigentlich alles in Ordnung, oder?
Von opc am 11. Feb 2008 um 15:12 Uhr
Ist der einzige, ja. Manche Leute sind ja leider der Meinung daß man sprechen und schreiben verlernen muss um als fortschrittlicher Mensch und Antifaschist durchzugehen. Man kann – glaube ich – auch gegen Nazis sein, ohne solche Formulierungen, die an Peinlichkeit kaum zu überbieten sind, zu verwenden.
Von sven am 11. Feb 2008 um 16:12 Uhr
@all: Man kann … Verzeihung … Mensch kann in diesem Jahr vielleicht den Titel des Aufrufes als etwas undurchdacht empfinden:
“Selber Schuld! Deutsche TäterInnen sind keine Opfer! – Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!”
Wer da alles selbst schuld sein soll und vorallem wer nicht, ist für mich nicht ersichtlich.
@opc: Diese Formulierungen verbessern auch rein gar nichts. Dass es in dieser Gesellschaft (wie vermutlich in jeder historischen wie zukünfigen Gesellschaft) ein Problem mit Sexismus und Rassismus gibt wird kein vernünftiger Mensch (und auch kein vernünftiger Mann) ernsthaft bestreiten. Doch was hilft es da irgendwelche Wortendungen zu verändern? Wenn ich starke Kopfschmerzen hat hilft es auch nicht zum Friseur zu gehen.
Von Woschod am 11. Feb 2008 um 16:31 Uhr
@Sven: Das hängt davon ab, wie tief der Friseur schneidet…
Aber im Ernst: Schuld sind z.B. nicht die 400 Gefangenen, die am 13. Februar 1945 im Gefängnis Mathildenstraße starben. Doch gegen die richtet sich dieser Aufruf nicht sondern gegen die geschichtsrevisionistischen Nazis und gegen die Menschen, die den “Untergang Dresdens” völlig unreflektiert als Akt des Terrors sehen und nicht darüber nachdenken, was dem vorausgegangen ist.
Wenn man allerdings nicht zwischen den Zeilen liest, dann kann man das schonmal übersehen.
Von Fritz am 11. Feb 2008 um 17:22 Uhr
“Niemals wieder darf von deutschem Boden Krieg ausgehen!”
von deutschen boden geht krieg aus (jugoslawien, afghanistan) und man sollte dagegen was tun, die militarisierung ist bedrohlicher als die nazis….
Von sven am 11. Feb 2008 um 17:44 Uhr
@woschi:
Soviel zwischen den Zeilen Lesen ist mir schon möglich. Spätestens nach dem Studium des Aufrufes ist auch klar was gemeint ist. Die zwei Gruppen die du benennst sind auch in der Tat selbst Schuld.
Ich möchte eher an den Mobi-Plakaten herummäkeln die in der ganzen Stadt kleben. An denen eben nur dieser Spruch klebt und keine brauchbare Kontextualisierung.
Wichtig ist hier nicht die Diskussion der Formulierung, wichtig ist nur eins:
HINGEHEN!
Von lieh am 18. Feb 2008 um 13:35 Uhr
Na ja, heutzutage Zivilcourage gegen Nazis zu zeigen ist ungefähr so gefährlich wie 1938 einen einen Juden zeigen zu beleidigen.
Von [No]trick am 11. Jun 2008 um 15:09 Uhr
Schade ist nur das sich alle Gruppen, die sich eigentlich ein Ziel setzen sollten immer nur um die eigenen Sorgen drehen/kümmern.
Euer Krieg findet in den Köpfen statt und ihr überseht wie sich die der Kreis der Falschdenkenden immer mehr um euch zusammenzieht und euch am Ende aus der Gesellschaft drängt.
Ihr versucht nur Leuten eure Meinung aufzudängen und nicht eure Überheblichkeit einem Ziel unterzuordnen. Genau su diesem Grund haben es die Nazis 1933 schon mal geschafft sich in der Gesellschaft breit zu machen.
Zivilcourage ist nicht nur auf die Straße gehen sondern Kindern, die sich in Gruppen über Ausländer hermachen davon abzuhalten, sich gegen Unterdrückung jeder Art zu stellen etc.
…. und nicht nur anders sein zu wollen….
[No]trick