16. Februar 2008 in Dresden – Ein erster und kurzer Rückblick

Ab 10 Uhr begann am Wiener die ver.di-Kundgebung, zu der letztendlich auch die Antifa mit mobilisiert hatte, nachdem deren Demo derart umgelegt wurde, dass das nicht mehr machbar war.

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So gegen 13 Uhr bewegten sich alle langsam, aber sicher über die Prager Straße Richtung Dr.-Külz-Ring. Dort wurde dann von einem Landtagsmitglied eine Demo angemeldet, die erstmal längere Zeit vor Ort blieb. Letztlich ging es dann in Richtung Synagoge, wo die Antifademo mit der bürgerlichen Demo „GEH DENKEN“ zusammentraf und beendet wurde. Dort standen meiner Schätzung nach mehrere tausend Menschen und hörten u.a. eine Rede von Nora Goldenbogen von der Jüdischen Gemeinde zu Dresden

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Viele Antifaschisten sickerten danach in kleinen und großen Gruppen über den Pirnaischen Platz und die Wilsdruffer Str. zum Postplatz. Dabei gingen, wie ich gehört habe, auch die Schaufensterscheiben des Naziladen TONSBERG zur Bruch., Wie schade. 😀

Fazit:
1. Obwohl eine Antifa-Demo durch die Dresdner Innenstadt verboten wurde, fand doch eine statt.
2. Die Nazis sind nichtmal in die Nähe der Synagoge gekommen, was sehr wichtig war.
3. Die Naziroute, die ursprünglich durch die Innenstadt gehen sollte, wurde nördlich der Elbe über die Agustusbrücke zur Marienbrücke geleitet und dann zum Postplatz.

Am Postplatz standen der Abschlusskundgebung der Nazis dann mehrere hundert Antifaschisten gegenüber, die ordentlich Krach gemacht haben. Nur gretrennt duch eine Kette von Polizeiwannen und Polizisten.

UPDATE: Ein erster Bericht bei Indymedia.

  1. 12 Reaktionen

  2. Von WTF am 16. Feb 2008 um 22:22 Uhr

    Das hier ist mein Fazit 👿

    1.Viel zu wenig !
    2.Es wurde ein Fascho-marsch durchgeführt , auch wenn nicht orginal-route , aber das interesiert nur primär !
    3.Nächstes jahr muss mehr pasieren, odere wir können gerad mim arsch zuhause bleiben !

    Bin gerad heimgekommen und platze vor wut , wenn ich auch nur das wort erfolg im zusammenhang mit uns höre!

  3. Von fred am 16. Feb 2008 um 22:27 Uhr

    War auf jedenfall ne fette und erfolgreiche demo mit der wir den verdammten nazis das leben schwer gemacht haben und deren Abschlusskundgebung auch lautstark stören konnten !
    Ob Ost ob West nieder mit der Nazi Pest!!!

  4. Von pnaf am 17. Feb 2008 um 00:40 Uhr

    Ich sehe den Tag auch nicht als großen Erfolg für uns. Dass die Birnen nicht an der Synagoge waren, lag nicht an uns, sondern an den Bürgern. Okay, wir konnten durch die Innenstadt demonstrieren. Aber was hat´s gebracht? Beim nächsten Mal wenigstens dreimal so viele und dafür sorgen, dass die Nazis garnicht erst aus dem Bahnhof kommen!

  5. Von rotfront am 17. Feb 2008 um 03:22 Uhr

    also bitte sprecht nicht von hunderten antifas am postplatz, ich war selber da und es waren viel zu wenige. ich war dann auch kurz zeitlich auf dem zwinger und habe mir die sache von da oben angesehn, mann konnte leider weder den wiederstand hören noch sehen. ich nahm nur die wiedermals zu tausenden gekommenden nazis wahr.
    heut war wieder ein beispiel dafür das die antia aktionen in dresden nicht den erfolg bringen wie in anderen städten ( Leipzig, Berlin… )
    schade!!

  6. Von *die_fackel_und_ihr_kind* am 17. Feb 2008 um 08:06 Uhr

    moinsen,

    also das war schon ne gute aktion, das viele antifas am hbf wahren und dann auch ne demo bis külz-ring durchgeführt werden konnte und dort dann auch die nazi-route blockiert wurde…

    schade das es dann nicht mehr leute zum postplatz geschafft haben um gegen die abschlusskundgebung zu protestieren…

    leider war es auch so, das zu dem zeitpunkt der abschlusskundgebung viele antifas am bahnhof mitte von den behelmten gekesselt worden sind und keine chance hatten, noch zum postplatz zu kommen…sonst hätte man uns sicherlich auch gehört…schade aber so lange die polizei und die stadt dresden der meinung sind, das antifaschistischer protest in der innenstadt nichts zu suchen hat, wird sich das auch nicht ändern…

    tschüsen

  7. Von ich am 17. Feb 2008 um 09:54 Uhr

    für dresdner verhältnisse war es ein erfolg, besonders im vergleich zu mittwoch! trotz schikanen der stadt gelang es den naziaufmarsch zu stören, das die stadt eine ausweichroute anbietet, dafür kann nun wirklich keiner was!
    das problem war ja auch das lange zeit nicht feststand in welche richtung die nazis laufen! wichtig war halt das diese „menschen“ erstmal nicht an der synagoge vorbeikommen!
    strategische lage is halt in dresden mit den brücken nicht unbedingt die günstigste!
    erfolgreicher wäre dieses ergebniss noch geworden, wäre der durchbruch kurz vor der synagoge gelungen, aber das tonsberg musste ja auch so schon dran glauben!
    dann mal bis zum nächsten mal in dd!

  8. Von becher am 18. Feb 2008 um 08:15 Uhr

    sorry WTF, aber so pragmatich würde ich das nich sehen. was hast du erwartet? klar waren wir viel zu wenige, aber gerade wenn man da sbedenkt ist es doch ein erfolg gewesen. das hatte keiner erwartet und es ist mehr erreicht worden als die letzten jahre. schon allein dass die nasen nich an der synagoge vorbei kamen find ich klasse. gegen diese jahrelange respektlosigkeit gegenüber der jüdsichen gemeinde musste mal etwas getan werden.

    mein fazit: es ist verbesserungswürdig, aber die nasen haben einen gehörigen dämpfer bekommen, mit dem sie nich gerechnet haben. weiter so in noch größeren schritten!

  9. Von Verfassungsschutz am 20. Feb 2008 um 18:01 Uhr

    Ich habe primzipiel 2 Sachen anzumerken.
    1.) wenn ich mich entscheide, eine Brücke in ca.1000m Entfernung zu überqueren (was die Bulllen nicht wollen!) kann ich nicht nach 150m sagen, „ich kann nicht mer rennen! Das gefährdet alle!!!
    2.)Tönsberg… Supper Aktion (der Besitzer soll daneben gestanden und geweint haben … ohhh 😈 )! schade ist nur, dass ca. 200 Menschen auf den Laden zustürmen und nur ne Hand voll aktiv sind!

    beim Nächsten mal einfach im Hingterkopf halten!

    fihgt back Nazis Platmachen!

  10. Von Ich 2 am 24. Feb 2008 um 00:08 Uhr

    Bei uns in berlin würde der Tonsberg auch schomn ein paarmal „besucht“!
    Echt geile Aktionen, weiter so!

  11. Von Michael Vierus am 21. Apr 2008 um 19:20 Uhr

    Liebe Antifaschisten,

    ich wünsche mir einen breiten Widerstand gegen Naziaufmärsche in Dresden. Ich glaube, dass Information dazu beitragen kann. Eine befreundete Dame hörte am 16. 03. 2008 die Rede des Fraktionsvorsitzenden der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, und war entsetzt. Die muss so entlarvend gewesen sein, dass selbst auf der Webseite der JLO eine vorsichtige Distanzierung erfolgte. Kann jemand von Ihnen diese Rede dokumentieren und öffentlich machen? Ich hoffe, dass dadurch viele bürgerliche Schläfer aufwachen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Vierus

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