Twitter

Ich bin jetzt schon hier und hier und hier und hier über den Begriff “Twitter” gestolpert. Noch versuche ich rauszukriegen, was das eigentlich wirklich ist und ob es mir etwas nützt. Vor allem, ob es meinen Lesern etwas nützt.

Offensichtlich handelt es sich dabei um eine Form von Bloggen, allerdings mit extrem kurzen Einträgen bis maximal 140 Zeichen. Bei Wikipedia steht dazu:

Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst.

Angemeldete Benutzer können dort SMS-ähnliche Textnachrichten, die “Updates” oder “Tweets” (maximal 140 Zeichen), über verschiedene Dienste versenden. Diese Nachrichten werden anschließend an alle Benutzer verteilt, die sich für das jeweilige Thema, den Autor oder die Gruppe angemeldet haben. Die Nachrichten werden in einer Art Blog eingetragen und werden entlang eines Zeitstrahls dargestellt. Der Absender entscheidet, ob er die Information allen zur Verfügung stellen oder den Zugang auf eine Freundesgruppe beschränken möchte.

Dem User stehen unter anderem die Kommunikationsstrukturen wie SMS, IM (Jabber, Google Talk und LiveJournal) oder einfache Eingabehilfen über die Twitter-Homepage (RSS) sowie eine Desktopapplikation zur Verfügung.

Über bestimmte Erweiterungen lassen sich zusätzliche Informationen über den Absender und die Empfängergruppe anzeigen, wie etwa den Standort auf Google Maps.

Na mal schauen, ich habe jetzt erstmal rechts in der Sidebar ein Plugin integriert, wo meine Twitternachrichten zu sehen sind. Direkt aus http://twitter.com/woschod. per RSS-Feed lässt sich das ganze auch verfolgen. Vielleicht ist das ja die Möglichkeit, meine minimalistischen Gedankensplitter zu veröffentlichen, ohne die Rubrik “Banales” zu überstrapazieren.

Links:
- Basic Thinking: Twitter: was für realtime Netzimmigranten
- Tautoke: Twitter – Thesen zum Hype
- netzpolitik.org: Twitter für Demonstrationen?
- Telepolis: Twitter macht nicht nur Spaß
- Landwehr Online Reputation Management: Die 142 beliebtesten Twitter Clients

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  1. 4 Reaktionen

  2. Von Jochen Hoff am 15. Mai 2008 um 16:07 Uhr

    Dein rrss feed scheint schon mal nicht zu gehen. Ich twitterte dich an und nichts zu sehen. Ach so. Du musst natürlich auch den Leuten folgen.

  3. Von Woschod am 15. Mai 2008 um 16:16 Uhr

    Also der RSS-Feed geht. Feedreader zeigt mir die aktuellen Nachrichten an. Aber was bedeutet, dass Du mich antwitterst? Und wie kann ich Leuten folgen?

    Verwirrend. ;)

  4. Von Elias am 15. Mai 2008 um 16:21 Uhr

    Über Twitter habe ich auch schon einmal nachgedacht.

    Ich brauchte schlicht eine Sammelstelle für alljene Kurzschlüsse und Links, die mir das reguläre Blog aufblähen und die seinen Charakter verbargen. (Obwohl so manch kurzer Satz viel häufiger gelesen wurde als die langen Artikel — und auch beim Kommentieren viel mehr Anklang fand.) Da bot sich Twitter eigentlich an, und eine Integration in ein Blog ist leicht und auf mehreren Wegen möglich.

    Aber ich hatte auch ein Problem damit. Es stört mich zunehmend, zu große Teile meiner Mitteilungen an kommerzielle Dienstleister abzugeben, die in ihren “social networks” vor allem eine Möglichkeit sehen, aus dem menschlichen Austausch ein Geschäft zu machen. Die Umwandlung jedes menschlichen Miteinanders in einen technisch optimierbaren Geschäftsvorgang ist mir persönlich mittlerweile dermaßen zuwider, dass ich nicht mehr mag. Deshalb habe ich von Twitter auch schnell wieder Abstand genommen.

    Zudem habe ich in meinem Blog das “Problem” (ich sehe es nicht nur als Problem) oft großer Kommentarthreads am eigentlichen Thema vorbei, die zum Teil in einer Abseitigkeit verlaufen, dass jede Übersicht verloren geht. Zunächst hatte ich daran gedacht, mit Hilfe eines Plugins eine von vielen Foren her vertraute Möglichkeit zu schaffen, auf einen Kommentar zu antworten. Doch die Erfahrung in einigen Foren zeigt mir, dass viele heutige Anwender nicht mehr mit einer solchen Funktion klarkommen, und in den meisten Foren wird eine solche Funktion auch nicht mehr verwendet. Eine Zeitlang dachte ich sogar daran, ein eigenes, kleines Forum (bloß kein phpBB, Phorum oder ein ähnliches Monster) aufzusetzen. Doch auch diese Idee musste ich schnell wieder verwerfen, da ich einfach “nicht online genug” bin, um ein Forum zu moderieren. Dass jedes bekanntere Forum die Trolle anzieht wie ein Haufen frisch abgeseilten Kotes die Schmeißfliegen, durfte ich leider auch immer wieder erleben — die Trollerei in Blogkommentaren ist dagegen verhältnismäßig harmlos.

    Irgendwann wurde mir klar, dass für mich nur ein “Seitenblog” für kurze Mitteilungen in Frage kommt. Und. Mit einer Autorenberechtigung für besonders eifrige Leser und Kommentierer, die ich natürlich nach Gutdünken und strikt despotisch ;-) vergebe. Etwas missmutig (ich fülle ja doch schon ein paar Blogs) machte ich mir Gedanken über ein mögliches Design, wurde aber von einer gewaltigen Unlust gebremst. Doch manchmal hat man auch Glück. Automattic veröffentlichte sein “Prologue”-Theme unter der GPL, und dieses Theme entsprach sehr genau meinen Anforderungen. Sicher, ich habe das Design ein bisschen verändert und auch ein paar kleine Detail-Verbesserungen hinzugefügt, aber alles in allem ist es immer noch dieses Theme, was da mein kleines Seitenprojekt Nachtwächter-Blah laufen lässt. Vielleicht passt es auch zu deinen Wünschen (oder zu denen eines anderen Menschen). Deshalb habe ich mich endlich dazu durchgerungen, das Theme mit meinen Bearbeitungen mal zum freien Download zu stellen. Wer ein bisschen CSS kann, kriegt das dunkle Design recht schnell an andere Bedürfnisse angepasst.

  5. Von Prinz Rupi am 15. Mai 2008 um 19:39 Uhr

    Aufgrund seiner Effizienz und Einfachheit entwickelt Mikro-Bloggen einen eigenen Suchtfaktor wie SMS und wird sich in Kürze wie ein mächtiges Gewitter am Web2.0-Himmel entladen. siehe auch: http://frieling.blog.de/2008/05/12/twitter-im-gewitter-4163738
    :mrgreen:

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