Wer faul ist soll auch nicht wählen dürfen

Ich persönlich halte ja von Wahlen zur Parlamentarischen Demokratie nichts, denn wie heißt es doch so schön? “Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten”.

Aber, Witz komm raus, auch ich als Kommunist gehe zu Wahlen. Meistens nur aus dem einzigen Grund heraus, die großen “Volks”-(verarschungs)-parteien heulen zu sehen, wenn mal wieder so eine kleine, linke Partei Stimmen bekommt. Manchmal sind es auch einfach nur lokapatriotische Gründe. (*örks!!!*) ;) Doch dazu in den nächsten Tagen mehr.

Na gut, worauf ich aber eigentlich hinaus will, ist diese hirnverbrannte Idee des Vorsitzende des CDU-nahen Studentenverbands RCDS, Gottfried Ludewig:

“Diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen, müssen in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen. Die Lösung könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht sein.” Allein mit “Hartz IV-Beziehern und Rentnern” könne der soziale Ausgleich in Deutschland nicht funktionieren.

So stehst in Der Westen. (via Fenrir)

Ja genau, die faulen Säcke, die Sozialschmarotzer und Rentner, die haben gefälligst zu kuschen! In diesem Land hat immer noch der was zu sagen, der arbeitet.

Ok, eigentlich hat auch der nichts zu sagen, aber erkläre das mal einem CDU-Mitglied.

Und weil ich heute meinen demokratischen Tag habe und gerade so schön beim Thema Wahlen bin, will ich Euch gleich noch etwas zeigen, was ich hier schon seit 4 Monaten rumliegen habe.

Dieser hypergeile Typ ist Josef Krimmer.

Er hat sich hier in Freising am 2. März 2008 zur Wahl gestelllt. Und jetzt schaut Euch mal an, wofür der steht:

Na? Ist das was? Ich wette, mit dem kann man ordentlich einen Saufen gehen. Natürlich nur, wenn es nach dem Willen eines CDU-Fritzen geht, wenn man ein Leistungsträger ist. Was für Josef schon wieder ein Problem werden könnte, denn mit Jahrgang 1939 ist er doch eigentlich schon Rentner.

Wie es ausschaut, hat es Josef nicht in den Stadtrat geschafft.

  1. 5 Reaktionen

  2. Von Moritz am 24. Mai 2008 um 18:01 Uhr

    Das ist natürlich Quatsch, aber ich hätte einen Gegenvorschlag: Gewichtung von Wählerstimmen anhand der Intelligenz und politischen Informiertheit des Wählers. Ließe sich mit einem kleinen Fragebogen lösen. Wer keine Lust zur Beantwortung hat, hat eine “Standardstimme”, mehr Stimmen gibt’s für Leute, die sich vorher mit den anstehenden politischen Fragen auseinandergesetzt und die kausalen Zusammenhänge begriffen haben.

  3. Von D.Krüger am 24. Mai 2008 um 19:19 Uhr

    Hallo,

    warum erinnet mich die heutige Zeit so an die Bilder von Otto Dix über die goldenen Zwanziger?

    Stark bleiben!

  4. Von peter s. am 24. Mai 2008 um 20:51 Uhr

    schade , das es dieser mensch nicht in den stadtrat geschafft hat.

    er ist zumindest ehrlich – soweit ich das an seinem wahlplakat erkennen kann. mit dem läßt es sich vermutlich wirklich gut saufen und grill-haxn (statt schwabbeliger sauer-haxen – berliner eisbein !) verspeisen.

    und die leite würden merken (???) das diese eliten als VOLKSVERTRETER nicht die interessen der einfachen menschen vertreten – sondern nur ihre eigenen interessen (diäten/versorgung) meinen.

    beim moasz sind diese auch nur menschen und sagen dann manchmal die wahrheit – wie dieser RCDS-Fuzzi Gottfried Ludewig … menschenverachtend/demokratiefeindlich, aber ehrlich !!!

    peter s.
    bürger westberlins

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  2. 26. Mai 2008: testballons « fakt
  3. 27. Mai 2008: trueten.de - Willkommen in unserem Blog!

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