Steinhöfel spricht Klartext

Diese folgenden drei Zitate stammen von Joachim Nikolaus Steinhöfel aus seinen Videos, die, es verwundert nicht, bei BILD gehostet sind. Ja, genau diesem Steinhöfel, den man als Mediamarktexwerbestar, Fernsehmoderator und (Abmahn-)Anwalt kennt. Seine Meinungen verbreitet er auf seiner Webseite unter „Standpunkte“.

Über Oskar Lafontaine:

Lafontaine interessiert nicht das Wohl der Bürger, er will sein totalitäres Weltbild umsetzen. Entmachtung der Bürger, Allmacht des Staates, Bevormundung durch ihn und seine Genossen. Er ist selbstverliebt und getrieben von verletzter Eitelkeit.

Über den Streik der Lokführergewerkschaft GDL:

Eine moderne Industriegesellschaft kann es sich nicht erlauben, erpressbar zu sein. 1981, kurz nach dem Amtsantritt Ronald Reagens, traten die beim Staat angestellten Fluglotsen in einen illegalen Streik. Reagan gab ihnen 48 Stunden um an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren oder entlassen zu werden. Gerichte verhängten Millionenstrafen gegen die Gewerkschaften, Soldaten regelten den Flugverkehr. Der Streik kollabierte in Rekordzeit. (…) Eine Lektion, die den deutschen Gewerkschaften erst noch erteilt werden muss.

Über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan:

Es ist der historische Konflikt von Freiheit, Menschenwürde, Demokratie, Religionsfreiheit und der Herrschaft des Rechts, mit der primitiven Kultur des Islamofaschismus, der all diese Werte vereint. Jahrzehnte von multikultureller Gehirnwäsche haben viele Europäer zu der naiven Überzeugung gebracht, man könne mit dem Bösen verhandeln.

Steinhöfel ist bekennender Fan von US-Präsidendschaftskandidat John McCain und entschiedener Gegner von Barack Obama. Über ihn schrieb er im März diesen Jahres:

Barack Obamas Kampagne um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten steht vor ernsten Problemen, die das Aus bedeuten könnten. Es wäre nicht schade darum. Obama verachtet Amerika, er hat seinen Anti-Amerikanismus mit der Muttermilch aufgesogen. Seine Kampagne dreht sich um die Schlagwörter „Hoffnung“, „Wandel“ und „Die Zukunft“. Leere Platitüden. Obama bietet keine übergeordnete politische Idee; er preist sich selber als Heiler an, als den Messias, der die USA wieder zusammenführt und die innere Teilung beendet. (…)

Soweit man von Obama neben all der nebulösen und aalglatten Rhetorik politische Vorhaben erfährt, stellt er sich nicht als Politiker einer neuen Generation dar; vielmehr bietet er allenfalls einen lauwarmen Aufguß linker Politrezepte von gestern. Sie erinnern an den gescheiterten europäischen Sozialismus, wie man ihn vom linken Flügel der SPD kennt. (…)

Außenpolitisch sind die Vorstellungen des Kandidaten nicht weniger abenteuerlich – sie sind gefährlich. Er preist seine Politik des Dialogs und der Verständigung an. (…)

Eine Politik des Dialogs und der Verständigung ist für Steinhöfel also gefährlich. Das zeigt einmal mehr, in welchem Lager er steht. Daher ist es auch absolut nicht verwunderlich, das die Rassisten, Lügner und Volldeppen bei Politically Impotent Incorrect ihn mögen. (via Politisch Korrekt) Den Einmarsch der US-Amerikaner in Afghanistan und Irak findet Steinhöfel richtig, denn:

Niemand weiß, ob der noch amtierende Präsident der USA von der Geschichte nicht völlig anders beurteilt werden wird, als von seinen Zeitgenossen. Als derjenige, der den Mut hatte, mit dem Dogma der Stabilitätsorientierung und der einhergehenden Unterstützung totalitärer Regime im Nahen und Mittleren Osten zu brechen und den Versuch zu unternehmen, einer gepeinigten, gequälten und unterdrücken Region Freiheit und Demokratie und mithin die Chance zu bringen, aus einer Welt von Terror, Verfall, Genitalverstümmelung, Unterdrückung von Frauen, Zwangsheiraten und Ehrenmorden auszubrechen und Zugang zu finden zur freien Welt, zu Menschenwürde, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit und Demokratie. Der moralische Verfall der meisten europäischen Regierungen, die sich vor dieser geschichtlichen Herausforderung wegducken, lavieren und nur ihre ökonomischen Interessen im Auge haben, erscheint im Vergleich besondern verwerflich.

Man kann gar nicht soviel essen, wie man kotzen möchte….

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  1. Eine Reaktion

  2. Von dauni am 17. Jun 2008 um 13:59 Uhr

    Steinhöfel hat sich selbst in einem Stern-Interview mal als Arschloch bezeichnet. Das ist die einzige Aussage von ihm, bei der ich nicht widerspreche. :mrgreen:

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