Wie schaffen wir die Rote Einheitsfront? (14)

Thälmanns Antwort auf 21 Fragen von SPD-Arbeitern

14. Frage: Gibt es zwei Arbeiterparteien?

Der Charakter einer Arbeiterpartei resultiert nicht allein aus ihrer sozialen Zusammensetzung, aus der Zahl der in ihr erfaßten Arbeiter, denn sonst könnte ja das Zentrum, diese Partei Klöckners, Louis Hagens, die Partei des Prinzen von Löwenstein, die Partei, aus der Papen hervorgegangen ist, schließlich auch eine Arbeiterpartei sein.

Der Charakter einer Arbeiterpartei wird bestimmt durch ihr Programm, ihre Politik, durch ihr klassenmäßiges Denken und konsequent-revolutionäres Handeln. Bei der Behandlung der Frage 3 haben wir schon eine Reihe grundsätzlicher Unterschiede zwischen uns und der Sozialdemokratie aufgezeigt. Die KPD vertritt als einzige Partei, in schärfster Abgrenzung von der SPD, in schonungsloser Feindschaft zu jeglicher Arbeitsgemeinschafts- und Koalitionspolitik mit der Bourgeoisie, in schärfstem Kampf gegen jegliche Kapitulation vor dem Faschismus, die Klasseninteressen des Proletariats!

Die Sozialdemokratie dagegen beteiligt sich am kapitalistischen Staatsapparat, erklärt sich zum Heilgehilfen des verfaulenden Kapitalismus und stellt die Interessen des kapitalistischen „Vaterlandes“ höher als die Klasseninteressen des Proletariats und das Interesse der Werktätigen.

Die Bolschewiki haben 1903 nur darum den Trennungsstrich zwischen sich und den Menschewiki vollzogen, um den reinen Charakter der Klassenkampfpartei des Proletariats zu entwickeln.

Hätten die Linken in der deutschen Vorkriegs-Sozialdemokratie um Mehring, Liebknecht, Luxemburg, Clara Zetkin usw. bereits vor 1914 die scharfe Trennungslinie zwischen sich und den David, Noske, Volmar, Auer usw. gezogen, dann wäre unter Umständen im Jahre 1918, ähnlich wie in der russischen Oktoberrevolution von 1917, diese revolutionäre Partei zur Führerin einer siegreichen deutschen Revolution geworden. Während die Sozialdemokratie sich zum Wächter des kapitalistischen Systems entwickelte, erstreben wir Kommunisten als die einzige marxistische und Arbeiterpartei den Sturz des Kapitalismus über den Weg der Diktatur des Proletariats. Folgernd aus allen diesen Tatsachen erklären wir eindeutig, daß es nur eine Arbeiterpartei gibt, nämlich die Kommunistische Partei.

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  1. Eine Reaktion

  2. Von Anonymous am 14. Jun 2008 um 13:16 Uhr

    Es wird wohl zeit für den Ruf: „Proletarier aller (Bundes)-Länder , vereinigt euch!“
    Das habe ich allen gruppen und Grüppchenin der WASG hundertmal gepredigt – vergeblich.
    Leute, die Vorstellungen der Einzelnen über den Sozialismus sind ganz naturgemäß unterschiedlich. Das muss endlich mal als Positivum erknant werden. Wir sind doch keine Gruppen des Kapitals. Da nist alles klar: Provitmachen, alles andere ist nebensächlich. so einig sind die sich. Drum kommen sie mit CDU und FDP dicke aus.
    Wir Linkenaber haben im Detai eben unterschidliche Konzepte, ein breites Spektrum. Aber – muss esuns nicht scheißegal sein, dass da die einen auf Trotzki, die andern auf Stalin, wieder andere auf Gorbatschow schwören, wenn wir das alles geiseite lassen und uns auf das eine, alle vereinende Ziel konzentrieren – den Kampf gegen den Neoliberalismus?
    Einheit aller Linken in der Aktionseinheit – das ist das Erforlgsrezep tDas ist es, was 1933 fehlte, nicht die organisatorische Einheit aller linken Gruppen.
    Gewiss hat die Fusion von WASG und PDS Vorteile gepracht, aber wer hinterfragt denn mal, ob statt der neuen Einjheitspartei, die sich DIE linke nennt, viel mehr zu erreichen war, wenn die PDS lieber der WASR als neuerandersartigen Linkspartei geholfen hätte, ihre Reihen zu entfalten, aufzustocken und dann in der Aktion und im Wahlkampf Seite an Seite zu marschieren, auf gleiocher Augenhöhe. das war doch das Erfolgsrejzept in der letzten Bundeswahl. Nein, es kam sofort das Fusions-Postulat, und zg tausende sind abgespruchen, Feinde konnten sich einnisten – eine Sternstunde der Arbeiterbwegung war vertan. Der Erfolg: ein paar Sitze in den Parlamenten mehr, aber nun das Aufbrechen der innerparteilichen widersprüche, neue Mammut-Diversen um Nebensächlichkeiten?
    Nicht so sehr die Einheit der Mitgliedsbücher ist es, was wir brauchen, sondern Aktionseinheit

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