6. August 1945 – Hiroshima
Heute jährt sich zum 63. mal der Atombombenabwurf auf Hirsohima. Diese Kriegshandlung ist ähnlich heftig umstritten wie die Bombardierung Dresdens am 13. August Februar 1945. Insbesondere unter radikalen Linken findet man häufig auch die Meinung, der Angriff auf Dresden wäre richtig gewesen, der auf Hiroshima nicht.
Vielleicht ist es gerade darum mal wichtig, keine moralische Wertung desssen vorzunehmen sondern sich die Fakten anzuschauen. Und wer kann das besser, als das Blog USA Erklärt?
Nach langer Überlegung scheint die einzig gangbare Lösung zu sein, auf die Entscheidung zum Abwurf selbst nicht einzugehen. Wir werden das geschichtliche Umfeld dazu besprechen, was vorher und nachher passierte, und diverse Einzelaspekte beleuchten. Aber der heiße Brei bleibt in der Mitte. Wo sich echte Historiker nicht einig werden, hat ein bescheidenes Blog nichts zu suchen.
Hier geht es zu der Serie:
- Einleitung: Eine Serie über den Krieg gegen Japan
- Teil 1: Was erst 1995 veröffentlicht wurde
- Teil 2: Ketsu-Go: Japans letzter Plan
Fortsetzung folgt…




5 Reaktionen
Von Thomas Trueten am 6. Aug 2008 um 23:54 Uhr
Hm. Ich bin kein USA oder Japan Experte. Aber ehrlich gesagt, finde ich die Beurteilung doch etwas zwiespältig. “USA erklärt” führt ja ebenfalls aus, daß die militärische, okönomische “Lage jenseits von hoffnungslos” war. Es stellt sich dann natürlich die Frage vom Zweck. Vor dem Hintergrund der entstehenden “Rivalität der Supermächte” erscheint logisch, daß ein Zweck darin bestand, durch “einen Atombombenabwurf, um in den Verhandlungen mit der Sowjetunion stärker auftreten zu können und die Sowjets von künftigen Expansionen abzuschrecken.” Ein Hinweis dazu ist ja der Eintritt der Sowjetunion in den Krieg gegen Japan am 8. August, also nach dem Abwurf der 1. Bombe. Die USA wollte Japan alleine kassieren, ohne mit der Sowjetunion zu teilen, siehe auch die Potsdamer Erklärung, bei der die Sowjetunion außen vorgelassen wurde. Die imperialistische USA bereitete sich darauf vor, die damals sozialistische Sowjetunion vor den Karren zu fahren.
Da kann und sollte man sich schon positionieren, meine ich. Diejenigen, die den Abwurf heute wieder als einziges Mittel zur Beendigung des Krieges verteidigen sind in meinen Augen zynisch und menschenverachtend.
Bei der Beurteilung des Faschismus bleibe ich dann doch auch lieber bei der Dimitroffs, also weniger “von Wahnsinnigen geleitet” als vielmehr die offene terroristische Diktatur der am meisten chauvinistischen und reaktionärsten Elemente des Finanzkapitals”. (Quelle)
Von Kai am 7. Aug 2008 um 01:35 Uhr
In Hiroshima kamen bis heute mind. 300.000 Menschen ums Leben und wofür ? So etwas kann man nicht wirklich rechtfertigen…
Von Gamma am 7. Aug 2008 um 14:59 Uhr
Dresden wurde aber nicht am 13. August 1945 bombardiert….
Von Thomas Trueten am 7. Aug 2008 um 21:55 Uhr
Es heißt auch nicht “Hirsohima”
Von gewe am 10. Aug 2008 um 17:35 Uhr
@Kai: stimme Dir vollkommen zu. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Was hat dieser bis heute anhaltende Massenmord mit den viel gepriesenen Menschenrechten zu tun?
Kriegsentscheidend waren die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki nicht. Man kann auch nicht den Tot hundertausender japanischer Menschen gegen die Opfer der Greueltaten der japanischen Armee aufrechnen.
Japanische Greueltaten und amerikanische Atombomben haben nur eins gemeinsam, sie sind Ausdruck imperialer Verbrechen führender imperialistischer Staaten.
Die USA wollten gegenüber der Sowjetunion und deren politscher und militärischer Führung Stärke demonstrieren und versuchen, auf diesem Weg den Lauf der Geschichte aufzuhalten, sprich die Entstehung eines sozialistischen Lagers in der Welt verhindern.
Wie sich zeigte, ein ungeeigneter Weg – zumindest solange es konsequent marxistische, politische Führer in der Sowjetunion gab.
Dem Imperialismus sind allerdings hunderttausende unschuldige Opfer völlig gleichgültig. Wenn es sein muß, geht der Imperialismus auch über die Leichen von hundert Millionen Menschen (so die strategischen Kalkulationen der USA zu einem atomaren Konflikt). Zum Glück für uns alle, konnte dieser Wahnsinn bis heute nicht in die Tat umgesetzt werden. Ob dieser Abschreckungsfaktor für alle Zeiten erhalten bleibt, kann keiner sagen. Aber die Überwindung des Kapitalismus würde sicher auch dieses Risiko stark minimieren.