Die DDR ist wieder frei

Heute habe ich einen interessanten Hinweis von Marc bekommen. Vielleicht kann sich ja der eine oder andere noch daran erinnern, das vor einiger Zeit sich ein gieriger Wessi geschäftstüchtiger Mensch die Rechte an der Wort- und Bildmarke “DDR” gesichert hat.

Im Jahr 2004 kaufte der Karlsruher Geschäftsmann und Patentesammler Manfred Jansen die Rechte an der DDR. Je 300 Euro zahlte er dem Patentamt für die Wortmarke an den drei Buchstaben “DDR” und die Bildmarke…

Dem hat das Bundespatentamt jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Markenrechte ersatzlos gestrichen.

Denn jetzt hat das Bundespatentamt entschieden, dass man die DDR gar nicht kaufen kann. Die DDR gehört niemandem – außer den Geschichtsbüchern. Als Marke eintragen darf man sie nicht. Denn das verstoße gegen die guten Sitten, haben die Juristen entschieden.

(Quelle: T-Online)

Das ist wenigstens mal eine gute Nachricht! Jetzt möchte ich nur noch das ganze Land zurück haben.1

  1. Hach ich freue mich schon auf das Gegeifer in den Kommentaren über diesen Satz. []

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  1. 15 Reaktionen

  2. Von Felix am 13. Aug 2008 um 21:49 Uhr

    Ersatzweise würde ich auch die Sozialistischen Weltrepublik akzeptieren.

  3. Von chris-b am 13. Aug 2008 um 22:11 Uhr

    Wie sagte letztens ein Bekannter… “Ich mag Deutschland so sehr, Ich hätte gerne wieder zwei davon”.

    Eine Sozialistische Weltrepublik wäre natürlich das Optimum *träum*

  4. Von Michael am 13. Aug 2008 um 22:35 Uhr

    Wie ist das eigentlich mit dem Roten Stern ausgegangen? Der wurde ja auch patentiert. Weiß da jemand was drüber?

  5. Von gewe am 14. Aug 2008 um 07:37 Uhr

    Wieso nur dieses Land? Wenn schon, dann das gesamte Deutschland. Da können wir uns in Zukunft die Kosten und die ganze Aufregung für und um die Mauer ersparen. Klar, sozialistische Weltrepublik wäre noch besser.
    Hmmm? Na gut, Bayern müßten wir dann wohl zur Enklave erklären. :lol:

  6. Von mephane am 14. Aug 2008 um 08:52 Uhr

    Alleine DASS “DDR” plus Logo eine zeitlang als eingetragene Marke existieren konnten, zeigt wie absurd das Marken- und Patentrecht längst geworden ist. :roll:

  7. Von Fulluht am 14. Aug 2008 um 10:23 Uhr

    Das völlig unbefangene Bundespatentgericht begründet die Entscheidung damit:

    Bei der Marke habe es sich zu Zeiten der ehemaligen DDR um ein besonderes Symbol des Staates gehandelt, das bei der Auszeichnung von Soldaten und anderen Bediensteten der Schutz- und Sicherheitsorgane der ehemaligen DDR, z. B. auf Orden und Verdienstmedaillen, verwendet worden sei. Ein sehr erheblicher Teil der angesprochenen Verkehrskreise werde die Verwendung eines Symbols der ehemaligen DDR-Sicherheitsorgane als Marke, insbesondere wegen deren Verhalten an der innerdeutschen Grenze und bei Demonstrationen von Regimegegnern, aus grundsätzlichen politischen und sittlichen Erwägungen missbilligen und sie als puren, politisch unerträglichen Sarkasmus gegenüber dem vom Verhalten der Sicherheitskräfte besonders betroffenen Personen, wie Maueropfern, politische Verfolgten und deren Angehörigen empfinden.

    http://www.rechtsanwalt-koeln.eu/artikel_248.html

    Jetzt möchte ich nur noch das ganze Land zurück haben. (Woschod)

    Unverbesserliche, ewiggestrige, stasi-loving, mauer-hugging rote Socke.

    :lol:

  8. Von Thomas am 14. Aug 2008 um 10:39 Uhr

    Eine Sozialistische Weltrepublik wäre natürlich das Optimum *träum*

    Stimmt, dann bräuchte man auch weder Mauer noch Todesstreifen, denn wohin sollten die Leute flüchten? Andererseits gäbe es natürlich auch keine Verwandten im kapitalistischen Westen, die einem das Lebensnotwendige per Paket schicken.

  9. Von Woschod am 14. Aug 2008 um 11:28 Uhr

    Ja Thomas, ALDI-Schokolade und Feinstrumpfhosen. :D :D :D

    Heute bräuchet man so etwas eher, Leute die Hartz IV-Empfängern das Lebensnotwendige per Paket schicken.

  10. Von A. Eichholtz am 16. Aug 2008 um 01:57 Uhr

    Sollte die DDR wieder zurück kommen, so hoffe ich, dass eine Knallschote ihres Kalibers in der Produktion arbeiten wird, und nicht wie seine geistigen Ahnen der ausgebeuteten Klasse – welche angeblich die Herrschende war – als Pionierleiter, FDJ-Kader oder Dampfplauderer der Partei auf die Nerven fällt.

    Kurzum: ich halte sie für einen dämlichen Kerl, der sein rotes Fähnlein schwenkt, aber selber nicht kennt, was andere erdulden mussten.

  11. Von Woschod am 16. Aug 2008 um 02:22 Uhr

    Ach Alex Eichholz, sei doch bitte so nett und kommentiere noch mehr hier, Du bist erheiternd.

    Uebrings war ich weder Pionierleiter noch FDJ-Kader sondern immer nur einfaches Mitglied. In der Partei war ich gar nicht, weil da hat die Zeit nicht gereicht. Da waere ich aber selbstverstaendlich eingetreten, genauso wie ich mindestens 10 Jahre in der Nationalen Volksarmee dienen wollte um mein Land, die DDR, zu verteidigen. Zu verteidigen gegen solche Lackaffen wie Dich.

  12. Von Alexander Eichholtz am 16. Aug 2008 um 23:56 Uhr

    Ja, das war die Gossensprache der ab Klasse 8 von Werbern der NVA überzeugten Offiziersanwärter. Immer den Klassenfeind feste im Blick, aber ansonsten versoffen in Eggesin dem Soldat Arsch das Leben schwer machen. Übrigens: was haben sie denn 89 nach dem Schulabschluß gemacht? Haben sie eine Lehre angefangen? Wenn ja, so hätte dies Einblicke in die realsozialistische Produktion ermöglicht, die sie evtl. zum Nachdenken angeregt hätten. So aber bleibt, dass ich sie weiterhin für einen dummen Kerl halte, der dank der Segnungen des Kapitalismus Zeit genug hat, sich höchst unwichtigen Themen wie der Befreiung der Menschen zu widmen, wobei dies kein Frevel ist, aber einer wird, wenn man der Meinung ist, die Erlösung des Menschen auch gegen das Objekt zu erreichen. Vielleicht sollten sie sich mal von Zeitgenossen erzählen lassen, wie Altenheime, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen in der DDR aussahen?! Vielleicht sollten sie sich mal bemühen, sich selbst zu erinnern, wie es war, wenn man vermeindlichen Luxusartikeln wie Fliesen, Zement, Baumaterial, ja selbst banalen Rouladen hinterher rennen musste. Ja, ja, wie kleinlich, ich weiß, sie denken in größeren Zusammenhängen, aber sie kennen das Leben nicht. Ihre Art des Denkens hat mehr Menschen das Lben gekostet, als das kapitalistische System : ca. 100 Millionen. Aber ich weiß, das waren alles Verwerfungen, sie und mit ihnen die neue Zeit werden es richtig machen. Ich stelle mir aber grade vor, ein Nazi würde so argumentieren. Uiuiui, da wär was los. Sei es wie es sei, es macht ohnehin wenig Sinn, mit verkommenen Subjekten ihrer Art sowas zu diskutieren, denn ihr theoretischer Unterbau ist nicht sehr fest. Ich selber führe solche Diskussionen innerhalb meiner Familie auf höherem Niveau. Evtl. sagt ihnen ja mein Familienname etwas: Eichholtz. Googln sie einfach mal oder nehmen sie das Archiv der jungen welt zu Rate, dann wissen sie evtl. was ich meine.

  13. Von Woschod am 17. Aug 2008 um 02:24 Uhr

    Herzallerliebster Alexander Eichenholz, oder wer sie auch immer im Wahrheit sein moegen. Ich habe meine Schule 1990 mit einem recht gutem Zeugnis abgeschlossen und dann eine Ausbildung im real exestierenden Kapitalismus begonnen.

    Das sie die Befreiung des Menschen fuer ein “hoechst unwichtiges” Thema halten, das spricht geradezu hervorragend fuer Ihren veraechtlich geringen Geisteszustand. Es mag sein, dass mein theoretischer Unterbau nicht der festeste ist. Zumindest kann ich doch von mir behaupten, einen zu haben. Im Gegensatz zu Ihrer armseligen Person, bei der mich nicht im Geringsten interessiert, wer sie sind.

  14. Von gewe am 17. Aug 2008 um 09:00 Uhr

    Die Diskussion mit dem Herrn Eichenlaub können wir uns schenken. Der hat nie begriffen und wird es wohl auch nie begreifen, was der prinzipielle Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus ist. Erst recht nicht wird er begreifen, was historische Randbedingungen und Notwendigkeiten sind. Da hilft ihm auch eine Diskussion auf höherem Niveau in seiner Familie nicht.
    Macht aber nix. Die Welt bewegt sich weiter und die Geschichte geht über soviel Dummheit und Ignoranz einfach hinweg. Man könnte hier mal wieder Einsteins Worte zur Unendlichkeit zitieren, aber belassen wir es bei:
    Sie bewegt sich doch!
    Die Entwicklung in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Eichenlaub auf.

  15. Von Woschod am 17. Aug 2008 um 16:01 Uhr

    Das ist wohl wahr. Und wenn der Herr Demokrat dann noch Sozialismus und Faschismus auf eine Ebene setzt, hat er hier nichts mehr verloren.

    Oh, was wird er jetzt geifern. Aber Pech für ihn, niemand wird es lesen können.

  16. Von peter am 18. Aug 2008 um 20:14 Uhr

    Bei aller Sympathie für ein wenig “Ostalgie”: Wie kann man sich allen Ernstes die DDR zurückwünschen? Ein Staat, der seine Bürger mit Mauern und Schießbefehl festhalten muss, KANN doch niemand ernsthaft gut finden – ganz egal, wie kritisch man dem heutigen deutschen Staat gegenüberstehen mag.

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