„Leihkeule“ – Unabhängige Zeitung für Leiharbeiter

UPDATE: Da der Link bei chefduzen.de tot ist, gibts das jetzt als Download direkt von mir.

„Vorwort zur Leihkeule:

Du hältst die Nullnummer der Zeitung für Leiharbeiter in Händen. Nullnummer, das heißt, es ist ein Versuch mit diesem kleinen Faltblatt die dringend notwendige Diskussion innerhalb der sich ausbreitenden Branche zu entfachen. (..)

Die LEIHKEULE wird von keiner Partei oder Gewerkschaft herausgeben. Es ist das Produkt von Betroffenen für Betroffene. „Betroffene“ sind nicht nur Menschen, die selbst in der Zeitarbeitsbranche arbeiten, es sind auch Arbeitslose, die keinen normalen Job mehr finden und denen nur noch Stellen in der Sklavenhändlerbranche angeboten werden. Betroffen sind aber auch die Stammbelegschaften, deren Arbeitsbedingungen angegriffen werden, durch den Einsatz von Leiharbeitern als Lohndrücker oder als Streikbrecher.

Leiharbeit ist Sklavenhandel! Wenn ein Betrieb die Arbeitskraft eines Menschen braucht, dann soll er gefälligst mit ihm direkt einen Arbeitsvertrag abschließen. Menschen sind weder zu verleihen noch zu verkaufen. Daß damit nicht alle Probleme gelöst sind, ist uns auch klar. Aber wir wollen aber nicht, wie die Gewerkschaften, die Leitarbeitsbranche aus der Schmuddelecke herausholen, wir wollen diesen Sklavenhandel abschaffen! Dazu ist uns jedes Mittel recht.

Wenn Leiharbeiter ihre Rechte kennen, mutiger werden und sich nicht mehr alles gefallen lassen, ist dies zumindest ein erster Schritt, der diese Arbeitsform weniger profitabel macht.“

Die Nullnummer der Zeitarbeiterzeitung „Leihkeule“ bei chefduzen (pdf)

http://www.chefduzen.de/…

(Dank an Thomas für den Hinweis)

  1. 4 Reaktionen

  2. Von Thomas Trueten am 15. Sep 2008 um 14:07 Uhr

    Keine Ursache. Ich hoffe, es hebt die Laune 😉

  3. Von udet am 15. Sep 2008 um 16:38 Uhr

    moin, der link ist leider tot.

    Not Found
    The requested URL /leihkeule_1all7.pdf was not found on this server.

    Apache/1.3.34 Server at http://www.chefduzen.de Port 80

    RotFront

  4. Von peter s. am 15. Sep 2008 um 23:20 Uhr

    wie die demokratie in diesem unserem lande aussieht:

    http://redblog.twoday.net/stories/5193025/

    so werden bürger behandelt, die eine eigene meinung haben und danach handeln.

    hexen- und ketzerverbrennungen werden wieder aktuell im 21.jahrhundert – gleichzeitig wird die wunderquelle in lourdes von einem stellvertreter gottes auf erden (fundamentalisten !) den menschen (schafen) nahe gebracht.

    aufklärung und widerstand ist nötiger als jemals zuvor !

  5. Von Fraenk Nixdoof am 6. Feb 2011 um 22:54 Uhr

    Eine Zeitarbeitsfirma ist der Supermarkt für Menschenhandel.

    Menschenhandel:In Deutschland ist der Menschenhandel nach §232 und §233 des StGB strafbar. In Österreich wird die Straftat Grenzüberschreitender Prostitutionshandel genannt.

    Wo sind unsere Politiker die hier gesetzgebend eingriefen könnten?
    -Nichts, da rührt sich keiner!

    Wieso findet ein großes Unternehmen nicht den Weg zu einem kleinen Betrieb? Dieser hat auch quallifizierte Facharbeiter und muss am Monatsende seine Abrechnungen präsentieren. Auch wenn ein kleiner Betrieb nicht den super Maschienenpark vorweisen kann, dennoch hat auch dieser quallifizierte Facharbeiter die man sich ggf. dort ausleihen könnte. Ob nun z.B. ein Drucker in den eigenen 4 Wänden der Druckerei fürs Unternehmen Geld verdient oder er geht leihweise für 3 Monate mal z.B. zum Verlagshaus Sowiso. Im Bauhandwerk wissen die Handwerker auch nicht immer wo sie das nächte halbe Jahr arbeiten werden und ein Beamter könnte schneller am anderen Ende von Deutschland arbeiten als er gucken kann. Es ist nicht neu dieses Rezept und man nennt es auch Dienstleistung.
    Wer sich seine Fachkräfte aus der Verleihfirma hohlt ist in meinen Augen auch gleichzeitig ein dubioser Geschäftemacher der den Menschenhandel fördert.

    Ein guter Rat:

    Macht euch selbstständig und versucht mit absolut NICHTS außer euer eigenes Können aus der eingefahren sozialen Schienen rauszumanöveriren. Wenn jetzt auch gleich gedacht wird „ohne Moos nix los“ – doch seht genau hin vieviel Startkapital wirklich vor deinen Füßen liegt. Sebstständig zu sein muss nicht gleich bedeuten, dass man ein Firmgebäude mit großen Fuhrpark vor Tür besitzen muss. Du hast dein Beruf und bist überzeugt von deinen eigenen Können? Gewerbe (Schein) anmelden und anschließend los von Firma zu Firma anrufen (Markterkundung) und sich als selbständiger Arbeitnehmer bekannt machen. Tipp: Bei 25,-€/Std. liegt der Preis wofür dir fast jedes Unternehmen als Handwerker ein Auftrag erteilt. Es gibt genug Arbeit, jedoch wollen meist die Firmen den hohen Begleidfaktor (soziale Verpflichtungen) nicht tragen. Das was eine Verleihfirma macht, kannst Du auch selbst mit dir machen. -Wo ist DEIN und das PROBLEM ???

    Du machst dir Sorgen darüber, dass auch mal eventuell nichts oder weniger zu verdienen ist? Kein Problem! Auch als selbststänger, freier Mittarbeiter hast Du Recht auf Zuschuß zum Lebensunterhalt und außerdem es wird dir sowieso für die Anfangsfase ein halbes Jahr Grundsicherung als Überbrückung zugesprochen. Weniger als Harz4 kann es also werden. Angst vor Steuererklärung/Abrechnung fürs Finansamt? Kein Problem, dafür gibt es für 30,- max.50€ (je nach Umsatz) Steuerberater.
    Informiere Dich übers Internet wie andere dieses angestellt haben mit NICHTs vom Tellerwäscher zum Restaurant-Besitzer. Du schaffst das wenn Du willst, aber wer sich lieber weiter Gedanken über Arbeitsamt, Harz4, Verleihe, Arbeitgeber usw. auseinandersetzen möchte, na bitteschön.http://www.woschod.de/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif

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