40 Jahre auf der sicheren Seite

Nochmals etwas von der FDJ:

Siehe dazu auf der Aufruf der FDJ zum 7. Oktober 2005: Jedes Land hat zwei Geschichten, zwei Traditionen.

  1. 9 Reaktionen

  2. Von peter s. am 7. Okt 2008 um 20:43 Uhr

    deine seiten zu diesem 7.oktober sind sehr gut gemacht !

    gerade meine generation weiß es besonders zu schätzen, das nach dem zweiten weltkrieg durch die existenz der ddr vom deutschen boden kein krieg mehr ausging.

    kurze zeit , nachdem die ddr aufhörte zu existieren, wurden wieder kriege vom deutschen boden angezettelt. jugoslavien war der anfang – und afghanistan wird nicht der letzte sein.

    die kriegspropaganda beruft sich dabei auf begriffe die bisher positiv besetzt waren – menschenrechte, demokratie und hilfe.
    dabei geht es tatsächlich um die neuaufteilung der welt und der profitmaximierung der rüstungskonzerne.

    bürger westberlins

    p.s. übrigens ist jeder brd-bürger z.zt. mit 18.000 Euro verschuldet. dagegen war die DDR noch ein kreditwürdiger staat. (man denke an die hetze und propaganda zur angeblichen wirtschaftlichen/finanziellen pleite der ddr) hr. strauß wußte das damals und gab der ddr milliardenkredite …

  3. Von sophist1cated am 8. Okt 2008 um 09:32 Uhr

    In der Erinnerung ist immer alles schöner als es wirklich war, das gilt hier auch für 40 Jahre DDR. Wer so ein Bild wie das da oben erstellt, hat sicherlich nicht in DDR, oder wenn nur kurze Zeit als Kind, gelebt. Denn man sollte sich die Frage stellen, warum Millionen von Menschen dieses Land verlassen haben und dabei sogar ihren „sicheren“ Arbeitsplatz, gesamten Hausrat, Freunde und Familie zurückgelassen haben. Das allein schon spricht gegen die DDR.

    Ich würdige natürlich, dass die DDR eben ein Versuch war, den Menschen einen alternatives Gesellschaftssystem zu bieten, doch dieser Versuch ist eben kläglich gescheitert. Und unsere Demokratie + soziale Marktwirtschaft ist eben das Beste, was uns passieren konnte, trotz all ihrer Mängel.

    Der Untergang wurde letztendlich durch das Wohlfahrtsprogramm von Honecker ausgelöst, gleichzeitig schaffte dies erstmal Stabilität in den 70er, jedoch wurde es durch Kredite in den NSW finanziert. Dieser Schuldenberg wuchs in der Zeit an. Bereits in den 80er Jahren waren die Folgen für jeden Bürger sichtbar, heimliche Preissteigerungen, Verlagerung von Artikeln in den Exquisit/Delikatläden, nachlassende Qualität, erheblicher technischer Rückstand gegenüber der BRD, etc… Es war daher nur eine Frage der Zeit bis die DDR zahlungsunfähig gewesen wäre, auch wenn das einige hier nicht wahrhaben wollen.

    Zu dem Milliardenkredit der BRD an der DDR: Ohne diesen Kredit wäre es für die DDR sehr schwer geworden. Indirekt kam dieser ja auch der Bevölkerung zu gute, und daran war die BRD interessiert da man damit ein weiteres Absinken des Lebensstandards verhindern konnte. Einschränkungen hätten die Bevölkerung zu Aufständen bringen können, man weiß ja wie die friedfertigen Führer dieser soz. Staaten mit sowas umgingen.

    Die DDR hat aber nicht in der Form von Krediten von der BRD profitiert. Jahrelang hat diese die BRD als Melkkuh mißbraucht. Man denke da nur die Häftlingsfreikäufe, der Transitpauschale für die Transitstrecke, etc. Diesem Staat hinterherzutrauern lohnt wirklich nicht.

  4. Von Woschod am 8. Okt 2008 um 09:58 Uhr

    Wenn „Demokratie + soziale Marktwirtschaft“das Beste ist, was uns passieren kann, warum leben dann Millionen Menschen in einem der reichsten Länder der Welt in Armut? Warum sind dann Millionen Menschen trotz Vollzeitjob auf staatliche Stütze angewiesen? (Wohlfahrt)

    Deine Kritikpunkte an der DDR sind durchaus richtig. Aber daraus zu schlussfolgern, dass es jetzt besser ist, in einemLand, das alleine eine Staatsverschuldung von 1,4 Billionen Euro hat, das Kriege in aller Welt führt, das einen Überwachungsstaat aufbaut, mit dem nichtmal das MfS mithalten könnte, halte ich für falsch.

    Fehler wurden auch in der DDR gemacht, keine Frage. Es gilt die beim nächsten Mal zu beachten.

  5. Von sophist1cated am 12. Okt 2008 um 22:59 Uhr

    Klar, die momemtane relative Armut ist in Deutschland ein Problem, keine Frage. Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, der BRD ging es ja in ihren Gründungsjahren blendet, es herrschte sogar ein Mangel an Arbeitsplätzen.

    Ich will zum Thema Arbeitslosigkeit einige Gründe auffassen:

    – „Geiz-ist-Geil“ Mentalität der Käufer: Es wird eben das billigste gekauft, dadurch eben Lohndumping (z.b. im Einzelhandel (Billigshops) oder Dienstleistung (siehe Frieseure)), Unterstützung vom Staat ist damit vorprogrammiert. Ich habe schonmal beim Einkaufen erlebt, dass bewußt Markenware (Made in Germany) zugunsten von Billigware liegengelassen wird.
    – fehlende Arbeitsplätze für Niedrigqualifizierte: Diese Arbeitsplätze wurden größtenteils in den ehemaligen Ostblock/China/Vietnam verlegt. Allein hier sind hundertausende Arbeitsplätze in den letzten 20 Jahren verschwunden.
    – Wegfall von ehemaligen Schlüsselindustrien: Siehe z.b. Ruhrgebiet, Schließung von Zechen mit den damit verbundenen Folgen für die Region

    Aber ein Arbeitsloser lebt hier immer noch besser als in der ehemaligen DDR mit Arbeit. Das ist nunmal Fakt.

    Gut, die Stasi hatte die technischen Möglichkeiten nicht, aber wir sind immer noch weit von Stasi-Methoden entfernt. Natürlich sind die jetzigen Pläne der Überwachung ein falscher Weg. Der Schuldenberg der BRD ist auch nicht ohne, man darf aber nicht vergessen was der Aufbau Ost gekostet hat. Man hat ein erheblich heruntergewirtschaftetes Land übernommen und in kurzer Zeit auf West-Niveau gebracht. Gerade Anfang der 90er ist die Verschuldung der BRD förmlich in die Höhe geschossen. Dass auch hier Fehler gemacht wurden und Milliarden versickert sind, steht außer Zweifel. Wie mit dem ehemaligen Volksvermögen der DDR umgegangen wurde, war schlichtweg eine Sauerei.

    Die perfekte Gesellschaftsordnung gibt es einfach nicht, wenn ich jedoch zwischen der DDR und der BRD wähen müßte, dann lieber unsere jetzige Bundesrepublik, auch mit all ihren Fehlern.

  6. Von Inson am 15. Jan 2010 um 20:13 Uhr

    Da ich diesen Nonsens von Un-sophisticated nicht so stehen lassen möchte hier ein kleines Gedicht von mir:

    Vaterland

    Hatte mal ein Vaterland
    Wurde stolz DDR genannt
    Einigen erschien es zu ärmlich
    Anderen der Weg zu mühsam
    Ließen sich kaufen ganz erbärmlich
    Und legten fortan
    Ihr Schicksal in „treue Hand“
    Die mir stahl mein Vaterland

    Komm Vaterland
    Ich geb dir Raum in meinen Gedanken
    Bis unsere Idee wieder die Menschen bewegt
    Und die Macht der Bourgeois und ihrer Banken
    Im roten Oktobersturm verweht

  7. Von Woschod am 16. Jan 2010 um 00:58 Uhr

    @Inson: Gefällt mir. 🙂

    Leute wie sophist1cated werden das aber niemals verstehen.

  8. Von many am 30. Aug 2010 um 22:14 Uhr

    Hallo zusammen,heute habe ich erfahren,das es wieder FDJodler gibt,die wollen am 3.9.10 in Dresden mit aufmarschieren(Grund wahrscheinlich Kriegsbegin 39 ?)Wieso sich so eine Org.wieder gründen könnte ist mir nicht klar(oder war sie nie aufgelöst)Ich hoffe sie steht unter Beobachtung,denn solche Org.dürfen niewieder ein Sprachroh bekommen(ich setze sie mit der Hitlerjungend gleich)
    Peter s.es ist wohl schon eine Weile her,Dein Beitrag.Ich kann nur sagen Du bist krank und wahrscheinlich ein Gehirngrüppel.Strauß hat Kredit gegeben um die Staatsverbrecher zu einer menschlichen Politik gegenüber ihren Bürgern zu bewegen.Der Staat war so platt 89,das es nur eine Frage der Zeit gewesen wäre das er als totaler Bettler bei der Weltbank angefragt hätte.Modrow wollte in Davos von Kohl 15 Milliarden das ist Dir wahrscheinlich entgangen und was die Einheit gekostet kenns Du auch nicht.
    Der Hammer ist ja,40 Jahre Knast für Faschisten,von den SED Faschisten hast Du noch nichts gehört,die MfS Leute laufen noch frei herum die Verbrechen zuverantworten haben und sich jetzt auf die Rechtsstaatlichkeit berufen.Die Opfer zum teil nach 20 Jahren noch betroht werden.Die Mehrzahl der DDR Bevölkerung hat 89 die 2.Diktatur zu Teufel gejagt.Du solltest Dich lieber einsetzen das die Linke verschwindet,damit nicht noch eine 3.Diktatur in D.entsteht

  9. Von Josef A. Preiselbauer am 31. Aug 2010 um 18:54 Uhr

    Ja neee, is klar!

  10. Von Tom am 10. Okt 2012 um 09:49 Uhr

    @Many sophistlcated: „Wenn ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen“ (Jean Paul Sartre)
    Bin in der DDR aufgewachsen und habe insgesamt 23 Jahre in ihr gelebt. Und es ging mir um Längen (!) besser. Die Staatsverbrecher und den Unrechtsstaat erlebe ich nun seit 22 Jahren, und ich hätte gern darauf verzichtet. Und Kommunisten mit den Faschisten auf eine Stufe zu stellen: Herzlichen Glückwunsch, der Schwachsinn von B..D & Co funktioniert! Der Faschismus war die höchste Steigerungsform des Kapitalismus, in dem wir heute leben, und die, die ihn damals an die Macht brachten, um ihre Profite zu maximieren („300%, und es exisitiert kein Verbrechen, das es nicht riskierte, selbst auf die Gefahr des Galgens“), wirken heute durch ihre Erben in ihrem Sinne fort.
    Millionen haben die DDR verlassen? Nun, die, die es taten, haben sich halt schon früher für ein paar Glasmurmeln kaufen, sich blenden lassen. Es gab auch Fälle, wo es wirkliche Gründe gab, keine Frage. Freiheit hatte ich in der DDR, heute bin „doppelt freier Lohnarbeiter“.
    Tom

Zu diesem Beitrag sind keine Kommentare möglich.