Barack Hussein Obama, Jr.

Ich habe mit meinem Tipp falsch gelegen, Obama hat die Wahl gewonnen. Gewählt wird er am Ende von den Wahlmännern, aber da sehe ich kein Problem.

Noch ist er aber nicht Präsident. Das wird er erst ab dem 20. Januar 2009 sein.

Kann man Hoffnungen in diesen Mann sezten? Sicher, auch ich tue das. Schlechter als mit Bush kann es doch kaum noch werden. Trotzdem stimme ich nicht in die allgemeinen Jubelgesänge ein, denn wie gewe schrieb:

Der Kapitalismus wird durch Obama in den USA nicht abgeschafft und es wird auch kein Schlaraffenland für die Unterschicht geben. Das wird für viele Obama-Wähler eine harte und enttäuschende Erkenntnis.

Aber schaun wir mal.

Übrigens, ich habe in den vergangen Tagen z.B. gelesen, dass Obama sicher endlich das Kyoto-Protokoll unterschreiben wird. Da haben wir einen der Irrtümer über die USA. Denn, dazu kann man bei USA erklärt lesen:

Niemand im Senat konnte sich für Kyoto, äh, erwärmen. Ob Demokrat oder Republikaner, Umweltfreak oder Industrieförderer, ob von der Westküste oder der Ostküste, ob aus dem rust belt oder sun belt, der Senat stimmte geschlossen gegen einen Beitritt.

  1. 4 Reaktionen

  2. Von Konrad W. am 7. Nov 2008 um 12:15 Uhr

    Es wird sich sicherlich nicht alles in ein Paradies verwandeln, weil Obama gewonnen hat 🙄 , aber mit dem Mann haben wir nun einen jungen, extrem modernen Präsidenten, der vor allem auch das Netz zu nutzen und Leute zu mobilisieren weiß… ich empfehle Dir die Lektüre dieses Buches, auch wenn ich nicht weiß, ob es Dir nicht zuwider sein wird wegen seinem Marketingbezug (aber eine gute Sache muss auch gut verkauft werden meiner Meinung nach): http://prodialog.org/content/publikationen/buecher/obama

  3. Von Mephane am 7. Nov 2008 um 12:57 Uhr

    Naja, alleine die Menge an positiver Aufmerksamkeit, die er von den Massenmedien erhält, deutet doch arg darauf hin, dass er von den Kräften im Hintergrund auch von Anfang an gewollt war, und daher in jedem Fall deren Pläne vorantreiben wird. Denn eine Sache hat sich in den letzten Jahren gezeigt: Je extremer die Berichterstattung etwas bewertet, desto wahrscheinlicher ist, dass das genaue Gegenteil die Wahrheit ist. Und wenn man jetzt bedenkt, dass manche Zeitungen Obama schon zu einer Art „Messias“ hochstilisiert haben… 🙄

  4. Von gewe am 7. Nov 2008 um 21:50 Uhr

    Obama wird gar nichts in ein Paradies verwandeln.
    Der Staat ist in dieser Gesellschaft nun mal Machtinstrument der herrschenden
    Bourgeoisie. Deren Forderungen hat auch ein Obama zu erfüllen, ansonsten ist er
    die längste Zeit Präsident gewesen.

    Die alten Kriege werden weiter gehen und neue werden hinzukommen. Das soziale
    Elend wird nicht weniger werden und die Arbeitslosenzahlen werden in den
    kommenden Jahren steigen, dafür die Löhne (und damit die Renten) sinken.
    Heutige Wirtschaftskrisen sind auf Grund der weltweiten Verflechtung des
    Kapitals in kürzester Zeit in allen Ländern angekommen.

    Da diese Gesellschaft nicht daran denkt, den arbeitenden Menschen den von ihnen
    erarbeiteten Wert vollständig zu geben, wird die Nachfrage immer hinter der
    Produktion hinterherhinken. Es sind keine konsumunwilligen Menschen oder anderer
    Blödsinn, der da heraus posaunt wird. Die Menschen würden gern mehr konsumieren.
    Nur ihre Geldbörsen haben alle die Schwindsucht.

    Bisher begannen alle Wirtschaftskrisen mit Bankenpleiten. Mit einsetzender
    Wirtschaftskrise lässt die Nachfrage nach. Man versucht eine Scheinnachfrage mit
    (faulen) Krediten zu erzeugen. Wenn diese dann platzen, gehen die Banken den
    Bach hinunter. Die vorhandene Kapitalmenge ist nicht durch wirkliche Werte
    gedeckt. Es wäre daher das Gegenteil dessen notwendig, was die Politik in
    Europa, Japan und den USA veranstaltet. Nicht Milliarden in die Banken
    hineinpumpen, sondern Milliarden vernichten. Nur das würde das Verhältnis
    zwischen realen Werten und Kapitalmenge auf ausgeglichenes Niveau bringen.
    Die jetzigen Maßnahmen werden die Wirtschaftskrise (das ganze dumme Gequatsche
    von Finanzkrise ist nur Augenauswischerei) erheblich verschlimmern.

    Als nächstes ist eine Wirtschaftkrise dadurch gekennzeichnet, dass die Preise
    sinken, um wenigstens noch einiges von den inzwischen sich auftürmenden
    Warenbergen abzusetzen. Das erleben wir derzeit. Das das als Erfolg der
    Wirtschaftspolitik verkauft wird, ist nur eine weitere Lüge, mit der die Medien
    im Auftrag der Herrschenden das Volk verdummen und in Illusionen wiegen.

    Nächster Schritt (und in der Auto und Elektronikindustrie bereits begonnen) ist
    die Drosselung der Produktion. In Folge werden die Arbeiter entlassen und die
    Löhne nach unten gedrückt (damit auch die Renten). Damit setzt sich der
    Teufelskreis der Wirtschaftskrise fort.

    Die sozialen Spannungen nehmen zu. Naziparteien bekommen größeren Zulauf. Die
    Abwehrmaßnahmen des Staates (Gebrauch des Machtinstrumentes) sind dann
    verschärfter Druck nach Innen und aggressiverer Kurs nach außen. Nicht umsonst
    wurde der Bundeswehr der Einsatz nach Innen ermöglicht, nicht umsonst werden
    Bundestrojaner und andere „Terrorabwehrmaßnahmen“ installiert, nicht umsonst
    wird (momentan nur Bayern, aber andere sind am Nachziehen) das Versammlungsrecht
    stark eingeschränkt bzw. mit enormer Anzahl von Auflagen belegt.
    Nicht umsonst werden noch mehr Soldaten nach Afghanistan und demnächst wer weiß
    wohin geschickt.

    Zur nächsten Bundestags“wahl“ werden wir einen Rechtsruck erleben. In
    Krisenzeiten haben die verdummten Menschen schon immer konservativ gewählt.
    Also darf die SPD die Vereinigung mit der LINKEN in der Opposition vorbereiten.
    Das Regierungsruder werden CDU und FDP übernehmen und wenn es besonders krass
    kommt, sitzen NPD oder ähnliches Lumpenpack im Bundestag.

    Erst wenn hinreichend Kapital und Produkte vernichtet sind, kommt es zu erneuter
    Nachfrage und wirtschaftlichem Aufschwung. Aber auch dieser endet einige Jahre
    später wieder in einer Wirtschaftskrise. Das wird stets so weiter gehen, solange
    diese jetzige Gesellschaftsordnung nicht überwunden ist.

    All die hochdekorierten Wirtschaftsexperten suchen stets nach Problemlösungen.
    Doch keiner versteht das eigene Wirtschaftssystem wirklich. All die Reformen,
    Regulierungsmaßnahmen und abgestimmten Programme laufen ins Leere.
    Immer wieder folgt die nächste Krise der vorhergehenden und jedesmal sind die
    sozialen Auswirkungen schlimmer.

    Die Ursachen sind seit 150 Jahren bekannt. Nur eine gesamtwirtschaftliche
    Planung kann derartige Wirtschaftskrisen vermeiden. Die ist aber nicht mit
    privatwirtschaftlich geführten Unternehmen (die nur bis zur Unternehmensgrenze
    planen können und wollen) möglich. Nur über die Abschaffung des Privateigentums
    an den wichtigsten Produktionsmitteln ist das erreichbar und nur dann wird der
    gesellschaftlich erarbeitete Mehrwert auch allen Menschen zu gute kommen. Nur
    dann wird es keine Arbeitslosigkeit, Armut, Obdachlosigkeit und mangelnde
    Nachfrage geben. Das ist aber nicht das Programm eines Obama …

    Offenbar suchen auch immer mehr Menschen nach Antworten, was die wirklichen
    Ursachen dieser Probleme sind. Zumindest ist momentan beim Dietzverlag das
    Kapital ausverkauft …

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  2. 6. Nov 2008: classless Kulla

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