Über die von Obama geforderten künftig verschärften Afghanistaneinsätze Deutschlands wird im öffentlich-rechtlichen Fernsehen etwa kaum kritisch reflektiert.

Junge Welt: Über die von Obama geforderten künftig verschärften Afghanistaneinsätze Deutschlands wird im öffentlich-rechtlichen Fernsehen etwa kaum kritisch reflektiert. Hätten Sie eine andere Berichterstattung erwartet?

Friedrich Küppersbusch: Ich habe irgendwann aufgegeben. Man ist geneigt, Fernsehmachern freiwillige Selbstaufgabe vorzuwerfen. „Wir könnten Zuschauer noch mit Obamas Programmatik vergraulen, aber zum Glück ist bei Hannover ein Bus verbrannt“, so die Devise.

Quelle: Junge Welt
via: Redblog

Und nur damit klar ist, worin es in der Frage der JW geht, hier ein Ausschnit aus Welt Online vom 29. Februar 2008:

Der führende demokratische US-Präsidentschaftsbewerber fordert von den Europäern deutlich mehr Einsatz in Afghanistan. „Ich habe sehr klar gesagt, dass wir von ihnen mehr Unterstützung brauchen“, sagte Obama.

„Wir müssen vielleicht einige der Beschränkungen aufheben, die sie ihren Truppen dort auferlegt haben.“ Die Situation sei untragbar, wo „von den USA und Großbritannien verlangt wird, die Drecksarbeit zu machen, und niemand sonst sich tatsächlich Feuergefechte mit den Taliban liefern will“. Namen von einzelnen Staaten nannte er nicht. In diesem Zusammenhang pries der Senator den jüngsten Einsatz des britischen Prinzen Harry in Afghanistan als „rühmenswert“; das britische Volk sei sicher sehr stolz auf ihn.

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