BILD dir (k)eine Meinung

Unternehmensgrundsätze von BILD

Die fünf gesellschaftspolitischen Unternehmensgrundsätze, 1967 von Axel Springer formuliert, nach der Wiedervereinigung 1990 geändert und 2001 ergänzt, sind Bestandteil der Unternehmenssatzung. Sie beschreiben ein freiheitliches Weltbild:

  1. Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas.
  2. Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.
  3. Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
  4. Die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus.
  5. Die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.

Eigentlich fehlt da noch ein Punkt: „Schwule, Linke und Moslems sind zu verdammen.“ Das erstmal nur am Rande.

Über trueten.de bin ich auf einen Link bei Telepolis gestossen.

Am Samstagabend wurde eine Eilsitzung des UN-Sicherheitsrats einberufen. Wie die Nachrichtengantur AP berichtet haben die USA die Verabschiedung einer Resolution verhindert, Der französische UN-Botschafter erklärte, man sei zu keiner Einigung gekommen, obgleich es „starke Konvergenzen“ gegeben habe, Besorgnis über die sich verschlechternde Lage im Gazastreifen zu äußern und einen bedingungslosen, sofortigen Waffenstillstand zu verlangen. Zudem habe es, abgesehen von den USA, eine Einigung darüber gegeben, dass die Zivilisten im Gazastreifen geschützt werden müssen Die arabischen Staaten hoffen, dennoch eine Resolution in den kommenden Tagen durchdrücken zu können, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Von Seiten Libyens soll bereits ein Resolutionsentwurf zirkulieren, in dem Israel aufgefordert wird, die militärischen Operationen einzustellen.

Hier haben wir eines des Probleme zu Nahost: Israel kann sich noch so aufführen, dank den USA wird es keine ernsthaften Konsequenzen befürchten müssen, denn die USA legen immer ihr VETO im Sicherheitsrat ein, so wie es in der Vergangenheit getan werden. An dieser Politik wird sich auch nichts ändern, wenn Obama die Amtsgeschäfte als Präsident übernommen hat.

Aber eigentlich will ich auf etwas anderes hinaus. In der Diskussion zu dem Telepolisartikel bin ich auf einen Link zu BILD gestossen. Nun ist BILD eine Seite, wo ich vielleicht einmal im Monat zufällig vorbeischaue, aber der dortige Artikel „So bekämpft Israel die Terroristen“ ist eine selten schlechte „journalistische“ Leistung. Auf Grund der obigen Unternehmensgrundsätze von Springer ist BILD verpflichtet, eine Israelsolidarität an den Tag zu legen, die manche antideutsche Position in den Schatten stellt.

So schreibt BILD in „Das BILD-Protokoll der Invasion.“:

Artillerie-Granaten zerpflügen den nördlichen Gazastreifen, wo die Israelis Minenfelder der Hamas vermuten.

Was diese Granaten, die einfach nicht zielsicher abgeschossen werden können, zerpflügen, ist bekannt.

Für BILD ist das offensichtlich einfach eine tolle militärische Glanzleistung, die Israel da hinlegt.

Dann rücken mehrere Tausend Soldaten (Elite-Einheit „Golani“-Brigade) von Norden aus vor. Ihre Gesichter haben sie mit Tarnschminke bemalt. Deckung geben ihnen 160 „Merkava“-Panzer. Ihre Mission: Raketenwerfer zerstören, mit denen Hamas-Terroristen auf Israel feuern – 220 Geschosse in den letzten sieben Tagen. Das Tunnelsystem der Hamas lahmlegen, drei Palästinenser-Führer ausschalten.

Und dann dieser Satz, der nicht etwa ein Zitat ist sondern von BILD so hingeschrieben wurde:

Rund 400 Terroristen sollen in den letzten neun Tagen getötet worden sein.

Es folgt wie zu erwarten kein Satz oder auch nur Wort, welches zeigt, wer diese angeblichen 400 Terroristen sind. Nämlich hauptsächlich Zivilisten. Kinder, Frauen, Männer. Das Israel in GAZA ein Blutbad anrichtet, ist für BILD keine Zeile wert.

Viel wichtiger ist für BILD dies:

Die Entführung eines israelischen Soldaten durch die Hamas konnte gerade noch verhindert werden, meldet der israelische Rundfunk.

Den Dreck lesen jeden Tag über 12 Millionen Menschen…

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