Warum MVG-Manager mehr verdienen müssen!

Am Freitag den 27. Februar werden die Angestellten der Münchner Verkehrsbetriebe einen 24-stündigen Warnstreik durchziehen.

In der TZ kann man dazu lesen:

„Wir müssen unseren Forderungen nach einer Tariferhöhung von 9,5% mehr Lohn, mindestens 250 Euro, und der Erhöhung der Schicht- und Wechselschichtzulage Nachdruck verleihen“, begründet der Verhandlungsführer von Verdi, Frank Riegler, den Aufruf der Beschäftigten in den bayerischen Nahverkehrsbetrieben. „Die Arbeitgeber haben uns mit ihrem völlig unzureichenden Angebot in der zweiten Verhandlungsrunde den Warnstreik förmlich aufgenötigt. Mit unseren Aktionen wollen wir ihnen klar machen, dass sie ein Angebot vorlegen müssen, über das auch verhandelt werden kann“, so Riegler weiter.

Doch nicht der Streik ist absurd, sondern die Tatsache, dass die Manager des MVV eine 50%ige Gehaltserhöhung eingesteckt haben. Reinhard Büttner, ehemals Gewerkschafter, jetzt Geschaftsführer bei den Stadtwerken München, erklärt in einem Interview, wieso das sein musste:

Unsere Manager-Gehälter liegen immer noch unter denen, die andere Unternehmen bezahlen. Die Gehälter werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Grundlage der Gehaltshöhe war ein Gutachten der Firma Kienbaum. Diese Empfehlung enthielt den Satz: ,Damit bewegen sich die SWM-Geschäftsführergehälter im unteren Drittel vergleichbarer Unternehmen.‘

Oooooooch!!!!!!!!!! Wirklich? Da kann man natürlich nicht nein sagen und vielleicht nur 10% mehr nehmen, wenn die Firma Kienbaum (vermutl. diese) sagt, das wäre zu wenig.

Hallo? Jemand zu Hause?

  1. 4 Reaktionen

  2. Von gewe am 26. Feb 2009 um 21:16 Uhr

    Morgen früh rufe ich gleich bei Kienbaum an und lasse mal feststellen, in welchem unteren Fünftel ich mich bewege. Wetten, dann bekomme ich 90% mehr. Klar, muß ja wohl sein.

  3. Von Thomas am 27. Feb 2009 um 16:16 Uhr

    (Absurd ist) die Tatsache, dass die Manager des MVV eine 50%ige Gehaltserhöhung eingesteckt haben.

    Da sind wir ja ausnahmsweise mal einer Meinung. Wer meint, als Geschäftsführer der MVG zu wenig zu verdienen, ist herzlich eingeladen, zu den großzügigeren zwei Dritteln zu wechseln.

    Nur am Rande: Bei der MVV-Online-Auskunft ist der Streik eingeplant und wenn ich da mein Ziel für heute Abend eingebe, rät sie mir, zum nächstgelegenen S-Bahnhof Heimeranplatz zu fahren und dann 2,5 Kilometer zu Fuß zu gehen. Einigt euch, bitte!

  4. Von petr s. am 28. Feb 2009 um 22:29 Uhr

    kienbaum wird für seine musik bezahlt und liefert dafür die musik die bestellt wurde … das ist nun einmal kapitalismus !

    das die manager, die sogenannte elite . entsprechend sich ihren anteil nimmt ist auch normal. und wenn die bonzen der gewerkschaft, die in parteien und in den aufsichtsräten sitzen sich mit daran beteiligen und den gewerkschaftsmitgliedern mit großen sprüchen dafür sorgen das die luft möglichst schnell rausgelassen wird und es nicht zu weiteren fragen kommt, das ist auch schon lange normal in diesem unserem lande.

    um es ganz kurz zu sagen: das ist der real existierende klassenkampf – der durch die eliten und bonzen (auch linke) möglichst vertuscht werden soll. (es funktionierte bisher sehr gut)

    bürger westberlins

  5. Von gewe am 1. Mrz 2009 um 21:36 Uhr

    @peter: Wir sind uns mal wieder vollkommen einig. Nun müssen wir nur noch dafür sorgen, dass gut weitere 50 Millionen Bundesbürger das eben so sehen, dann können wir zur Sache kommen.

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