Verdummung in Deutschland

Dank des Internets bemerkt man erst, wie tief bei manchen Jugendlichen heutzutage die Bildung sitzt. Nicht das ich mich an einzelnen Rechtschreib- oder Grammatikfehlern stören würde, ich bin ja auch nicht perfekt. Aber wenn ich sowas lese, dann wird mir übel!

Auf die Frage “Gibts in der Berufschule keine Groß und Kleinschreibung bzw Satzzeichen?” antwortet einer:

wenn ich erhlich bin habe ich das dort nie gebraucht….

aber groß und kleinschreiben wird bei mir klein geschrieben, von da her sollte man sich nicht daran stören.
satzzeichen sind ja eig. dabei^^
vielleicht könnte man ein paar mehr verwenden, aber ich finde das es reicht um den text gut zu lesen. immerhin schreibe ich ja kein buch.

(Quelle bekannt)

Sicher reicht es, um den Text zu lesen. Aber will ich das? Wenn ich ein Buch lese, reicht manchmal ein einziger Rechtschreibfehler, um mich aus dem Lesefluss zu bringen. Wenn dann jemand im Internet etwas fragt und so eine Art hinlegt, dann kann ich das nur noch ignorieren.

Ein erschreckendes Beispiel findet sich auch in der Hamburger Morgenpost: “600 Bewerber – und nur drei waren zu gebrauchen”.

  1. 3 Reaktionen

  2. Von asynchron am 31. Mrz 2009 um 13:56 Uhr

    Nun ja also im Internet seh’ ich persönlich insbesondere die Groß-/Kleinschreibung sehr entspannt. Die Umstellung auf Großschreibung klappt bei mir normalerweise kontextsensitiv, nur im eigenen Blog verhudel ich mich manchmal, aber auch nur, wenn ich arg in Rage bin.
    Dass aber in Foren (und danach klang die Fundstelle für mich) relaxte Kleinschreibung praktiziert wird, emfpand ich anfangs mangels geschliffener Maschinenschreibfähigkeiten als sehr angenehm. Mittlerweile tipp’ ich zwar ziemlich flott auch blind, und auch mit Großschreibung, neben Messengern/Chat und InGame-Kommunikation in MMORPGS reagier’ ich aber auf Foren trotzdem noch nahezu reflexartig mit Kleinschreibung. Bei den durchschnittlichen Tippfähigkeiten der Benutzer wächst in mir auch der Verdacht, dass ein Beharren auf der Großschreibung lediglich in mehr “vERTIPPERN” und unmotivierten “ybuchstaben” neben kleingeschriebenen Wörtern resultieren würde.
    Interpunktion ist auch so ein Thema, ich bin persönlich ohnehin Satzzeichenfetischist, aber mit den reformierten Kommaregeln muss man ja ohnehin fast nie mehr eines setzen, erschwerte Sinnentnahme hin oder her.
    Von der Lesbartkeit her finde ich das Beispiel noch abschreckend gut, da gibt ‘s weit schlimmeres, multiple Satzzeichen, Geplenke, falsch gesetzte Spaces um Bindestriche und Slashes herum (mein Lieblingsbeispiel: Herz- Kreislauf- Krankheiten – hä?, ähnliches tausendfach zu finden nicht in Foren etc. sondern z.B. beim SPon und dergleichen) oder gleich ganz ohne Absatz, Punkt und Komma runtergeschrieben …

  3. Von reaper am 1. Apr 2009 um 06:44 Uhr

    Ich hab ja bei schnell geschriebenen Texten auch manchmal meine Probleme wenn ich die irgendwo poste aber das mit dem Kleingeschreibe ist wirklich eine Krankheit. Und die beschränkt sich leider nicht auf Dummbeutel sondern greift auch nach Bildungsbürgern und eigentlich wirklich intelligenten Menschen. Alles klein, jeder zweite Satz endet mit nem Smiley und das LOL aus dem Chat geht in den verbalen Sprachgebrauch über. Ich bin sicher kein Sprachfeteschist, aber manchmal schmerzt das wirklich.

  1. 1 Trackback(s)

  2. 1. Apr 2009: Im Stadtrat » Rechtschreib-Barbareien

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