Dynamo Dresden steht zu seinem Ruf (2)

23. Juni 2009 2:14

[UPDATE 23. Juni 2009]

Nun war es wohl doch Dummheit.

“Very Important Pühse”: Doch keine VIP-Tickets für die NPD


Na, kann sich noch jemand an “Dynamo Dresden steht zu seinem Ruf” hier erinnern? Bei keinem anderen Blogbeitrag musste ich derart viele Nazikommentare versenken wie da.

Seis drum. Nur die Minderheit der Dynamofans pflegt rechtes Gedankengut, behaupte ich einfach mal. Aber gerade das ist ein Grund, das Folgende zur Kenntnis zu nehmen, das ich im NPD-BLOG.INFO fand. (Ein Blog gegen die NPD! NPD-Blog.info bitte darum, nicht regelmäßig ganze Texte zu übernehmen, in dem Falle ist das aber schwierig.)

“Very Important Nazi” – NPD freut sich über VIP-Tickets von Dynamo Dresden

Die NPD freut sich über einen weiteren Schritt, zumindest in Sachsen die politische Isolation zu durchbrechen. In einer Pressemitteilung heißt es:

“Kurz vor der Landtagswahl 2004 startete die Stadt Dresden eine große Anti-NPD-Initiative, an der sich auch der Fußballverein Dynamo Dresden beteiligte. Alle damaligen Spieler mußten eine Liste unterschreiben, in der sie sich gegen “rechts” positionieren. Wie vergänglich solche antirechten Bekenntnisrituale sind, zeigt sich ziemlich genau fünf Jahre später.

Dieser Tage erreichte den NPD-Verlag Deutsche Stimme in Riesa ein freundliches Schreiben von Dynamo-Geschäftsführer Stefan Bohne. In dem an Verlagschef Jens Pühse adressierten Schreiben werden der Deutschen Stimme für die Saison 2009/2010 VIP-Karten angeboten. Der Besuch des neuen Stadions wird in warmen Worten empfohlen: “In diesem exklusiven Ambiente können Sie die einzigartige Atmosphäre des Stadions genießen und zugleich neue Geschäftskontakte knüpfen.”

Jens Pühse überlegt nun, diese Kontaktchancen für den Deutsche Stimme Verlag tatsächlich zu nutzen. Das Beispiel Dynamo zeigt: Sobald man mit den Rechten Geld verdienen kann, wird der groteske Kampf gegen Rechts ad acta gelegt und Normalität im Umgang mit der NPD gepflegt.”

Tatsächlich wird in dem Brief Jens Pühse persönlich angeschrieben, er ist unterzeichnet von Stefan Bohne (Hauptgeschäftsführer DD), Ruud Kaiser (Trainer) und Lars Tubbesing (Abt. DD Sport Five Gmbh). Entweder wird sich Dynamo mit einem Versehen aus dieser Sache herausreden – oder in Sachsen werden die NPD sowie der Neonazi Jens Pühse weithin akzeptiert. Wahrscheinlich beides.

So. Dummheit oder Plan?

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