Zu Besuch im Ferienlager der MLPD

Die MLPD hat ja auch Jugendverbände, nämlich den “Rebell” und für die ganz Kleinen die “Rotfüchse”. Und wie sich das für eine Partei gehört, die den wahren Sozialismus erfunden hat, gibt es da auch ab und an oder öfters ein Kinderferienlager. Ich weiß nicht, ob das in Truckenthal statt findet, aber es ist sehr ordentlich durch organisiert. Durch einen Genossen wurde mir ein Foto des Tagesplanes im Lager zugespielt.

MLPD Plan

Und nur um das mal klar zu stellen: Das Foto ist kein Fake! Das stammt wirklich aus einem der Kinder- und Jugendlager der MLPD.

  1. 15 Reaktionen

  2. Von geru am 3. Nov 2009 um 07:40 Uhr

    Klingt eher nach Bootcamp :shock:

  3. Von mkellenberger am 3. Nov 2009 um 08:07 Uhr

    Hach…was soll denn da dran falsch sein? Ich leite auch ab und zu bei Ferienlagern mit und da sieht der Plan ehrlich gesagt nicht viel anders aus. Zudem könnte man wohl die Punkte mit “Versammeln…” weglassen, dann sinds schon paar weniger. Das Problem ist doch, dass es den Kindern (nicht allen, aber doch vielen) langweilig wird, wenn nichts läuft, also muss man das Programm von Morgens bis Anbends gefüllt haben.

  4. Von Trixie am 3. Nov 2009 um 13:14 Uhr

    Und wann dürfen die mal pinkeln? :shock:
    Da ist nichts eingetragen…. :shock:

  5. Von uwe am 3. Nov 2009 um 17:12 Uhr

    da war ja unser Ferielager in den 1970 Jahren “freier” obwohl wir ja “eingesperrt” waren in der DDR.
    Haben die Kinder/Jugendlichen da überhaupt keine Mitgestaltungsmöglichkeiten? :grin: hoffentlich gefällts dehnen die dort sind?

  6. Von geru am 3. Nov 2009 um 17:53 Uhr

    mkellenberger ich hatte als 11 jähriger das zweifelhafte vergnügen von meiner mutter mit einer heimkinder-pfadfindergruppe ins zeltlager nach schweden verschickt zu werden,abgesehen vom nervigen fahnenappel morgens und abends hatten wir so ziemlich unsere ruhe,keine llenlange liste auf der stand wann was und wo zu geschehen hatte und wir sind nicht vor langeweile durchgedreht

  7. Von Lupe am 3. Nov 2009 um 18:31 Uhr

    So lange nicht bekannt ist, wie alt die Kinder sind, lässt
    sich zu dem Tagesablauf nichts Angemessenes sagen.

  8. Von Angela am 3. Nov 2009 um 21:31 Uhr

    Ihr hattet eben weniger Disziplin Uwe.
    Weil es in der DDR keinen wahren Sozialismus gab haben die “Bürgerrechtler” den Waren Sozialismus gepredigt, damit die MLPD endlich den Wahren errichten kann.
    Deshalb wird ja in deren Parteiprogramm die Konterrevolution so bejubelt.

  9. Von Peter Weispfenning am 3. Nov 2009 um 23:50 Uhr

    Peinlicher als in diesem Blog geht es ja wohl nicht! Oh, welch eine Enthüllung! Die “Stalinisten” lassen die Kinder ja nun wirklich “Zähne putzen”, Pfui, typisch. Tja, wie kann man nur einen ordentlichen Tagesablauf für Kinder entwickeln. Mit “rotem Blog” haben solche Enthüllungen nichts zu tun.
    Beonders absurd: Der Autor wisse nicht, ob das Camp in Truckenthal stattfand. Dann soll er doch mal im Netz nachsehen. Da gibt es genug Berichte, Fotos pp. Aber er will wohl suggerieren, wie geheim/sektenhaft alles war. War ja nur tausendfach mit Flyern eingeladen worden, es gab ja nur zig Internet-Berichte, Eltern-Besuche usw. usf.
    Nennt den “Blog” doch einfach “Antikommunismus 2.0″, dann weiß der Leser wenigstens, worum es wirklich geht.

  10. Von Felix am 4. Nov 2009 um 09:05 Uhr

    Absingen der Internationale vergessen, 6, setzen!

  11. Von Lupe am 4. Nov 2009 um 13:49 Uhr

    Hier mal ein Eindruck, mehr kann es nicht sein, schon weil der/ein Tagesablauf nur recht wenig über die Freizeitgestaltung aussagt:
    1. Es ist ziemlich ungünstig für eine Ferienfreizeitgestaltung, wenn Kinder unterschiedlichen Alters kunterbunt “zusammengewürfelt” sind. Der Aktionsradius engt sich so,immer zu einem gewissen Grad ein. Oftmals ziehen die Kleinen die Größeren ungewollt wie mit einer Klokette hinunter.
    Es ist wie im sonstigen Leben, wer`s da Allen dann recht machen will, der macht`s keinen so richtig recht. Es tritt eine Verbreiterung durch Verwässerung ein, wenn man es auf andere Bereiche überträgt, z.T. gilt das aber auch für eine Ferienfreizeitmassnahme.
    Man nennt so was auch gemeinhin Kannegiesserei.
    2. Die Programme werden auf dem Plan nicht inhaltlich dargestellt,sie bleiben im Verborgenen, so dass man keinen wirklichen Überblick bekommt.
    3. Die Zähnchenputzaktion (“Zahnputztruppe”)wird unnötigerweise herausgeputzt, nach dem Motto “alles sei schön sauberchen”. Fehlt nur noch, dass der “Weiße Riese”, jener mit der Riesenwaschkraft zusätzlich angewackelt kommt. (Werbespot der 70-er u. 80-er J., der über die TV-Schirme in der BRD flimmerte)Damit nicht genug, dann muss es offensichtlich auch noch tgl. Aufräumaktionen geben.(“Ordnungskolonne”) All das hört sich ein wenig spießig bzw. hausbacken an. Fehlt nur noch der Ausruf: “Wir Kommunisten sind anständige Leut!” (siehe auch dazu die recht bieder-anständigen Latschdemos bei den Montagskundgebungen!)
    Es gilt in dem Kontext zudem der Spruch: “Mensch werde wesentlich”!
    Doch damit nicht genug, es besteht der Verdacht, dass so an das brav-biedere Volk, besser gesagt dessen Teile, appelliert werden soll. “Leute schaut, wir sind nicht so, wie wir von der Bourgeoisie beschrieben werden. Wir sind doch im Grunde wie ihr auch.”
    So was nennt man auch Anbiedern. :roll:

    Ungeachtet dieser Überlegungen möchte ich folgende dsbgzl. Literatur anempfehlen, sofern nicht bekannt:
    -”Grundfragen proletarischer Erziehung” von Edwin Hörnle
    - weiterhin Rühle und Kanitz.
    -Makarenko sollte sowieso bekannt sein. Im Kapitalismus ist er größtenteils nicht anwendbar, wohl aber einzelne “Bausteine” seines Handelns und Denkens.

  12. Von Eduardo am 5. Nov 2009 um 01:16 Uhr

    Koennte nich ooch ein bischchen Lesen oder Musik hoeren in dieser Liste haben!? So sieht allet ein bischchen wie bei der Hitlerjugend: Schlafen, essen, Sport treiben und waschen -evntl…. :grin: :grin: :grin:

  13. Von Blogschreiber am 5. Nov 2009 um 19:31 Uhr

    Ein gut gefüllter Tagesablauf ist die beste Voraussetzung dafür, das die Kids keine Zeit zum Denken finden. Bei der MLPD haben Kinder und Jugendliche nicht zu denken, sondern die Parteischriften zu studieren. Keine Minute Langeweile und keine Minute zur Selbstständigkeit. So könnts auch auf dem schwärzesten Jugendlager einer reaktionären Kirchensekte zugehen. Falls die sowas haben.

  14. Von Detlef (DKP-Sympathisant) am 7. Nov 2009 um 00:58 Uhr

    Man sollte das ganze nicht zu extrem interpretieren. Wie es wirklich zugeht wissen wir nicht. Lasst uns die MLPD doch da kritisieren wo wir das gut können und wo es vorallem auch gerechtfertigt ist.

  15. Von Hannelore K. am 18. Nov 2009 um 02:15 Uhr

    Hey cool! Danke für den antikommunistischen Artikel. Sende uns noch mehr möglichst interne Informationen über die MLPD und du bekommst den nächsten Monat die zuvor versprochene Gehaltserhöhung.

    Scheiße, da waren auch Leute von anderen linken Gruppen beim Camp. Fanden das dummerweise richtig geil. Was uns vom VS so besonders ärgert, ist, dass die REBELLEN Kiffen scheiße finden. Woschod, kriegst du das noch irgendwie hin, dass die “Freiheit für alle Kiffer” fordern wie bei der Linksjugend solid? Wir können uns nicht mehr länger halten im VS-Bericht mit den 2.300 Mitgliedern. Die Zahl ist ja nur inoffiziell für den Pöbel, weißte?

    Was du jetzt nicht machen solltest, ist, Leute vom REBELL oder der MLPD zu fragen, was sie vom Camp halten. Das wäre zu ehrlich und direkt. Viel Spaß noch im Internet-Kommunismus!

    btw: Dein ‘Genosse’ bekommt natürlich auch noch eine Gehaltserhöhung. :)

    Deine VS-Chefin Hannelore K.

    PS.: Meld dich mal wieder zum Kaffeekränzchen! Dann beraten wir face2face, wie es weitergeht, mit der Ausrottung der kommunistischen MLPD!

    PS2.: Bald gibt’s Weihnachtsgeld! :)

  16. Von Alex am 10. Dez 2009 um 02:29 Uhr

    @Peter Weispfennig und Hannelore K.:

    Getroffene Hunde bellen ?

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