ZENSIERT!
So sieht das also in einer freiheitlichen Demokratie aus, wo man andere Länder dafür kritisiert, das sie Webseiten sperren:
Was die Verantwortlichen für diese Sperre offensichtlich immer noch nicht begriffen haben, ist die Tatsache, das sich im Informationen nicht einfach sperren lassen. So wurde die Seite bereits gespiegelt: http://www.dresden-nazifrei.com/1
Der DGB Regionsvorsitzende von Dresden Oberes Elbtal Ralf Hron äußerte sich zu der Sperrung:
“Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass jetzt selbst zu Mitteln der Zensur gegriffen wird. Da brennen wohl bei einigen Verantwortlichen die Sicherungen komplett durch. Zur Erinnerung: Seit Monaten wird über politische Internetzensur diskutiert. Und die schalten einfach eine Seite im Netz ab. So was kannte ich persönlich bisher nur in der Debatte um Verletzungen der Menschenrechte in anderen Teilen dieser Welt.”
In der DGB Bezirkskonferenz beschlossen die Deligierten zum geplanten Naziaufmarsch in Dresden folgenden Initiativantrag:
Der DGB Sachsen ruft die Gewerkschaftsmitglieder auf, sich am 13. Februar 2010, am 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens, am gewaltfreien und friedlichen Protest gegen den Aufmarsch der Neonazis zu beteiligen. Wir rufen zur Teilnahme an der Menschenkette gegen den geplanten Naziaufmarsch auf und unterstützen das Bündnis „Dresden Nazifrei!“.
Die Gewerkschaften unterstützen darüber hinaus alle Protestaktionen, die darauf gerichtet sind, sich dem Neonazi-Aufmasch friedlich entgegen zu stellen.
DIESE STADT HAT NAZIS SATT!
- Danke an die Kommentatoren, die mich darauf hingewiesen haben. [↩]






2 Reaktionen
Von leni am 24. Jan 2010 um 19:36 Uhr
Hausdurchsuchungen in Dresden und Berlin
Rote Hilfe Dresden 19.01.2010 21:26
Stellungnahme der Roten Hilfe Dresden zu den heutigen (19.01.2010) Hausdurchsuchungen in Dresden und Berlin als Vorbereitung auf den staatlichen Einsatz am 13. Februar
Stellungnahme der Roten Hilfe Dresden zu den heutigen (19.01.2010) Hausdurchsuchungen in Dresden und Berlin als Vorbereitung auf den staatlichen Einsatz am 13. Februar
Wenn wir auf die letzten Jahre zurückblicken, sehen wir, daß der Einsatz staatlicher Gewalt während der Versuche Nazis aufzuhalten immer brutaler wurde. Dieses Jahr scheint es schon weit im Voraus loszugehen, indem Plakate und Flyer beschlagnahmt werden auf denen zu Blockaden aufgerufen wird.
Blockaden sind das legitime Recht eines/r Jeden der/die begriffen hat, daß Nazis weder mit Menschen- noch mit Lichterketten zu bekämpfen sind.Für Dresden scheint es allerdings symptomatisch zu sein, daß alles was über das Tragen der weißen Rose hinausgeht zu militant ist.
Der Naziaufmarsch anläßlich des 13. Februars in Dresden ist der Größte in Europa. Er konnte sich als solcher etablieren, da es von den meisten Menschen dieser Stadt zugelassen wurde. Störend sind lediglich die Bilder nach Außen. Es macht halt keinen guten Eindruck auf TouristInnen, wenn die historische Altstadt gar zu historisch lebendig aussieht.
Die heutigen Hausdurchsuchungen zeigen einmal mehr inwieweit antifaschistisches Engagement in Dresden tatsächlich erwünscht ist.
Allerdings lassen wir uns davon nicht beeindrucken:
Probesitzen am 30.01.10 , 14Uhr Synagoge
Demotraining am 31.01.10, 12Uhr AZ Conni