Freie Deutsche Jugend (FDJ)

Als ehemaliger DDR-Bürger war ich bis 1990 in der FDJ, DER Jugendorganisation in der DDR. Danach habe ich wie die meisten Jugendlichen meine Mitgliedschaft einfach einschlafen lassen.

Doch die FDJ existierte weiter. Bereits 1951 in der demokratischen und freiheitlichen BRD verboten, gab es sie seit dem 3. Oktober 1990 offiziell auch wieder im kapitalistischen Deutschland. Genauso wie die 1990 noch in der DDR wieder gegründete KPD konnte die FDJ als ein in der DDR existierender Verband nach der Vereinigung am 3. Oktober 1990 in der BRD weiter existieren. Was viele nicht wissen, erschreckenderweise nicht mal die Staatsorgane der BRD, weshalb es auch im Januar 2010 bei der LLL-Demo in Berlin mal wieder zu dem Versuch kam, die Fahne der FDJ zu beschlagnahmen. (Bericht als PDF-Datei)

Ich kam wieder Ende 2005 in Kontakt zur FDJ, als ich im Rahmen der FDJ-Winterschule nach Auschwitz fuhr. Bei dieser Gelegenheit lerne ich viele junge Menschen kennen, die politisch einen guten und klaren Standpunkt haben. Hätte ich mich damals mit 32 Jahren nicht schon zu alt für einen Jugendverband gefühlt, ich wäre sofort wieder eingetreten. Aber auch so hielt ich den Kontakt zu dem Verband und nahm auch an einer weiteren Winterschule in Thüringen teil.

Nicht mit allem war ich hundertprozentig einverstanden. So zum Beispiel die heutige Betrachtung Ostdeutschlands als annektierte DDR. Klar, keine Frage, die DDR wurde 1990 an die BRD angegliedert, so das außer dem Grünen Pfeil nichts von ihr blieb. Da kann man zu Recht von einer Annexion sprechen. Aber heute, 20 Jahre danach, noch von zwei Staaten zu sprechen, halte ich für kontraproduktiv. Was unter Anderem mal in einer Aussage eines FDJlers gipfelte, man müsse, wenn man eine KPD gründet, zwei Parteien gründen, eine in West- und eine in Ostdeutschland. Das ist doch Unsinn, wenn, dann bauen wir den Sozialismus in ganz Deutschland auf, nicht nur in einem Teil.

Hervorragend Arbeit leistet die FDJ beispielsweise bei der Verteidigung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals.

Auch ihr Standpunkt zur DDR ist für mich einer der besten, der existiert.

ICh verweise dazu auch immer wieder gerne auf „Jedes Land hat zwei Geschichten, zwei Traditionen“ und „Wollt ihr etwa die DDR wiederhaben?“.

Erwähnen möchte ich auch die gemeinsame Aktion von FDJ und Arbeiterbund zum Notstand der Republik.

Aber keine (FDJ-)Sonne ohne Schatten. Und da fallen leider die antideutschen Tendenzen in der FDJ auf, die bereits in der Vergangenheit zu Diskussionen führten. Die meisten FDJler, die ich kenne, sind immer sehr empört, wenn man sie darauf anspricht. Nein, die FDJ ist nicht antideutsch, aber sie ist pluralistisch und da muss man so etwas auch mal dulden. Abgesehen davon, das ich „pluralistisch“ für einen großen Fehler halte, muss man keine nationalistischen und rassistischen Strömungen dulden. Aber genau dies ist das Antideutschentum.

Bei der Demonstration gegen die Siko in München am 6. Februar 2010 ist mir dann dieses Transparent aufgefallen.

Nun könnte man das so interpretieren, das man Auschwitz verteidigen muss, denn ohne gäbe es kein Israel. Allerdings wäre das wohl sehr albern und dämlich.

Aber… „bedingungslos verteidigen“? Keine Frage, am Existenzrecht Israels gibt es nichts zu rütteln. Unter schwierigen Bedingungen mit einer grauenvollen Geschichte entstanden sah sich Israel vom Anfang an seiner Existenz bedroht. Es darf nicht vergessen werden, das es 6 arabische Staaten waren, die Israel in der Nacht seiner Gründung den Krieg erklärten. Aber kann man das Vorgehen Israels in den letzten 60 Jahren bedingungslos verteidigen? Auf keinen Fall!

„Bedingungslos“, das hat etwas unterwürfiges, nichts in Frage stellen, alles vorbehaltlos akzeptieren. Also auch israelische Kriegsverbrechen, Phosphorangriffe auf Zivilisten, die jüngsten Überfälle auf Libanon und Gaza, das Abriegeln und Aushungern ganzer Landstriche, Abschneiden von der Wasserversorgung, Landraub an palästinensischen Bauern… Die Liste lässt sich lange weiterführen. So etwas sollten Kommunisten nicht unterstützen. Und schon gar nicht bedingungslos! Genauso wenig wie der Widerstand der Palästinenser gegen die Jahrzehnte dauernde Besetzung bedingungslos zu unterstützen sein kann.

Es gibt kein Schwarz und Weiß. Aber wem sage ich das… Für so eine Meinung bekommt man ja von allen nur vorstellbaren Seiten eines auf die Fresse, aber wenigstens nicht von vorne.1

Also, Antideutsche, Ihr solltet Euch ernsthaft überlegen, ob ihr als Nationalisten in einem internationalistischen Verband wie der FDJ an der richtigen Stelle seit. Und die FDJ sollte sich überlegen, ob sie so etwas in ihren Reihen dulden will um damit den Feinden Öl ins Feuer zu gießen.

  1. Heinz-Rudolf Kunze in „Deutschland“ vom Live-Album „Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde“ (1984) []
  1. 15 Reaktionen

  2. Von neanada am 9. Feb 2010 um 19:55 Uhr

    „Bedingungslos“ als Vokabel der FDJ? Eieiei. „Bedingungslos“, rücksichtslos… das waren doch die Formulierungen der Nazis. So eine Wortwahl würde ich aber auf jeden Fall zu vermeiden suchen!

  3. Von Inson am 9. Feb 2010 um 20:11 Uhr

    @Woschod
    Wenn du vom Existenzrecht Israels schreibst, gehst du wahrscheinlich von einem Existenzrecht in den von der UN-Resolution 181/II (http://www.un.org/Depts/german/gv-early/ar181-ii.pdf) S.14 festgelegten Grenzen aus.
    Dazu Ben Gurion am 12.05.1948, zwei Tage vor der Gründung des Staates Israel, in einer Debatte der Volksverwaltung:
    „In einer Deklaration über die Gründung eines Staates ist es nicht erforderlich, die Grenzen dieses Staates zu definieren…Warum ist das überflüssig? Weil wir sie nicht kennen.“ Im Falle eines Krieges gegen uns „werden wir Westgaliläa und die Gebiete beiderseits der Straße nach Jerusalem in Besitz nehmen. Wenn wir stark genug sind, wird dann all das Teil des Staates. Weshalb also sollten wir uns festlegen?“
    Die o.g. Resolution wurde übrigends am 29.11.1947 verabschiedet.In diesem halben Jahr bis zur Staatsgründung Israels vertreibt die „Haganah“ (zionistische, paramilitärische Einheit)mehr als 300000 Araber aus ihrer Heimat und erobert 4 der 5 großen Städte Palästinas sowie etwa 100 arabisch-palästinensische Dörfer. Ein trauriger Höhepunkt dieser Aktion war das Massaker von Deir Jassin.
    Diese Dorf wurde von Angehörigen der „Lechi“ und der „Irgun“
    (Terrormilizen)dem Erdboden gleichgemacht.Dabei verloren 250 vor allem ältere Männer, Frauen und Kinder ihr Leben.Um nicht auch so zu enden verliessen viele Palästinenser „freiwillig“ ihre Dörfer. So funktionieren ethnische Säuberungen!
    Der Krieg der arabischen Staaten nach der Proklamation Israels hatte also ein grausames Vorspiel.
    Der Widerstand der Palästinenser gegen Israel speist sich aus der nunmehr seit 60 Jahren andauernden Vertreibung und Besatzung.In dieser Auseinandersetzung stehen sich eine hochmoderne und hochgerüstete, sowie eine der schlagkräftigsten Armee dieser Welt und eine Widerstandsbewegung gegenüber die in sich gespalten und teilweise mit sebstgebauten Waffen ausgerüstet ist. Krasser kann der Unterschied kaum sein. Die Palästinenser kämpfen mit dem Rücken zur Wand und ohne eine Aussicht auf Erfolg!
    Da die USA und der „Rest“ der Welt ohnehin, nicht gewillt bzw. nicht in der Lage ist diesen Konflikt zu beenden, kann man den Palästinensern wohl kaum die Wahl der Mittel vorschreiben.
    Allerdings hat der Einsatz von „Selbstmordattentätern“ dem palästinensischen Volk vor allem selbst geschadet.
    Das lieferte den Zionisten die notwendigen Bilder um weitere Maßnahmen vor der Weltöffentlichkeit zu rechtfertigen.
    Derzeit sieht es leider nicht nach einer gerechten Lösung im „Nahen Osten“ aus. Da aber die eine Seite die Macht hätte eine gerechte Lösung durchzusetzen und die andere Seite nur Ohnmacht, bleibt meine Sympathie klar verteilt.

  4. Von Jeanette am 9. Feb 2010 um 20:13 Uhr

    Das Plakat „40 Jahre auf der sicheren Seite!“ ist klasse 😆 , danke für den ganzen Artikel, obwohl ich weiß, daß es die FDJ noch gibt, habe ich sie doch etwas aus den Augen verloren.

  5. Von nuklear am 9. Feb 2010 um 21:00 Uhr

    Antideutsche sind hoffentlich klug genug sich von so einer Arbeiterbeglückungsscheisse fernzuhalten. Nationalistisch ist das Fahnenschwenken der DDR-Flagge sowie das loben und verherrlichen von „ehrlicher“ „Hand-„Arbeit (!). Der Staat Israel hat als einziger Staat überhaupt ein Existenzrecht und das als absolut notwendige Konsequenz zur Shoha. Außerdem wird der gravierende Antisemitismus der DDR ausgeblendet, welcher sich in der Solidarität gegenüber völkisch-nationalistischen palistinänsischen Gruppierungen zeigte.

  6. Von bejaka am 9. Feb 2010 um 21:56 Uhr

    israel, ist schwer als bestand zu führen, daniel.
    bestand hätte es nur, wenn gleichzeitig der staat palästina entstanden wäre. ist er aber nicht.
    die kriegsantwort der arabischen nachbarn ist damit das resultat einer nicht gültigen gründung von israel.

    kh

  7. Von Inson am 9. Feb 2010 um 22:48 Uhr

    @nuklear
    War dein Beitrag so etwas wie eine Realsatire? Nur so kann man den Versuch deuten die Worte „Antideutsche“ und „klug“ in einen positiven Zusammenhang zu setzen.Hat nicht funktioniert!
    Handarbeit kann ich dir allerdings nur empfehlen, dass entspannt.Und Sätze mit den Worten „Antisemitismus“, „DDR“, „Solidarität“, sowie „völkisch-nationalistische palästinensische Gruppierungen“ sind zu schwierig für dich.
    Außerdem sind solche Worte im richtigen Zusammenhang auch nicht wirklich lustig!
    Also komm versuch es bitte noch einmal?!

  8. Von Woschod am 9. Feb 2010 um 23:23 Uhr

    @Bejaka: Es gibt ein paar Dinge, die ich nicht verstehe. Auch wenn es nur ein Kompromiss wäre, warum gründen die Palästinenser nicht einen Staat? Ach und warum unterstützen die reichen arabischen Länder ihre Glaubensbrüder so wenig?

    @nuklear: Merkst Du eigentlich, dass Du gegen Nationalismus sprichst und ihn gleichzeitig forderst?

    @Inson: Mir ist vielleicht nicht alles, aber einiges zur Vorgeschichte des Konflikts bekannt. Aber wie weit will man noch in die Vergangenheit gehen, um immer dem Gegenüber die Schuld in die Schuhe zu schieben?

  9. Von Inson am 10. Feb 2010 um 10:32 Uhr

    @Woschod: Dann weisst du vielleicht auch, daß der Zionismus sich vor allem aus historischen und religiösen Überlieferungen speist und so auch die Gebietsansprüche eines „Eretz Israel“ gerechtfertigt werden.Praktisch sah das dann so aus, dass Anhänger von „Gush Emunim“ (radikale Siedlerbewegung)deren eifrigster Protege übrigends Ariel Sharon heisst,Siedlungen in den besetzten Gebieten gründeten. Solche Sätze aus der hebräischen Bibel (Tanach) wie:
    „Jeden Ort, worauf euer Fußballen tritt, hab’ ich euch gegeben, wie ich dem Moscheh [Moses] verheißen. Von der Wüste und dem Lebanon dort bis zu dem großen Strom Frat [Euphrat], das ganze Land der Chittim [Syrien] und bis zum großen Meere, dem Untergang der Sonne, soll euer Gebiet sein.“ (Josua 1: 2-4)
    sind für diese Leute ein politisches Programm!
    Also viel weiter in die Vergangenheit zurück geht es kaum.
    Und damit habe ich unbeabsichtigt auch was zu deiner 1. Frage an „Bejaka“ gesagt. Solange es diese Siedlungen auf palästinensischem Territorium gibt, wäre eine Staatsgründung nur eine Farce!Denn was kennzeichnet einen Staat vor allem anderen? Ich denke Souveränität über sein Staatsgebiet.
    Damit keine Missverständnisse aufkommen, ich hatte das Privileg Israel bereits besuchen zu dürfen. Dabei lernte ich auch einige Israelis näher kennen. Einen davon habe ich in besonderer Erinnerung behalten. Er pflegte eine bereits langjährige Freundschaft mit einem arabischen Christen aus Nazareth (besetzte Gebiete), den wir auch besuchten.Obwohl auch seine Familienangehörigen von deutschen Faschisten verfolgt wurden, erwuchs daraus auch nie der leiseste Vorwurf mir gegenüber.
    Als wir an der Klagemauer in Jerusalem eine Bar Mizwah Feier orthodoxer Juden beobachteten und ich ihm sagte das dies ein schöner Brauch sei und mir die Gesänge gut gefielen, antwortete er sinngemäß, dass er seinem Sohn aus gleichem Anlass eine Reise in die USA geschenkt hatte, damit er sich die Welt ansehen könnte und das er mit „unseren Taliban“ (orthodoxe Juden) nicht viel gemein habe.
    Zum Abschied sagte ich ihm, dass ich so lange die Freundschaft zwischen ihm und seinem palästinensichen Freund besteht die Hoffnung auf Frieden im „heiligen Land“ nicht aufgebe.
    Aber genauso klar ist auch, der Staat Israel ist eine Klassengesellschaft. Der Bourgeosie Israels gelang es unter Ausnutzung historischer Besonderheiten, den unsäglichen Verbrechen der deutschen Faschisten, sowie der Bedingungen im „Nahen Osten“ die Arbeiterklasse in einen Kompromiss zu zwingen. Und so haben große Teile der israelischen Gesellschaft den Zionismus weitgehend übernommen. Einer gerechten Lösung der „Palästinenserfrage“ aber steht diese bürgerliche Ideologie diametral gegenüber.

  10. Von Woschod am 10. Feb 2010 um 12:42 Uhr

    @Inson: Für den Zionismus habe ich nichts übrig. Ganz besonders nicht, wenn es religiös fundamentalistisch wird. Genausowenig wie für die anderen Religionen, das sollte klar sein.

    Das Problem da unten ist, man wird Israel nicht wieder wegbekommen. Das kann auch nicht das Ziel sein. Also müssen beide Seiten aufeinander zugehen, Kompromisse akzeptieren und vor allem kapieren, das sie alle Menschen sind, die eigentlich nur in Frieden leben wollen.

    Dazu gehört einerseits die Anerkennung Israels, anderseits die Räumung der besetzten Gebiete.

    Aber auch wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, das müssen die Menschen da unten schaffen. Wir können hier aber vor allem das machen, was Du richtig erwähnst hast: Hinterfragen, wer denn ein Interesse daran hat, dass dort unten kein Frieden ist. Und da sind wir nämlich beim Punkt Klassengesellschaft. Wird es in einer kapitalistischen Gesellschaft Frieden geben? Müssen wir nicht gerade die fortschrittlichen Kräfte auf beiden Seiten unterstützen?

    Antideutsche behaupten gerne, Israel wäre der bewaffnete Versuch der Juden, den Kommunismus lebend zu erreichen. Das ist völliger Unsinn. Die wirklichen fortschrittlichen Kräfte in Israel, Sozialisten, Kommunisten, die lachen die Antideutschen im besten Fall nur aus. Dafür werden neue Historiker wie Ilan Pappe von den Antideutschen als Vaterlandsverräter bezeichnet.

  11. Von bejaka am 10. Feb 2010 um 18:58 Uhr

    die hamas hat bekannterweise die forderung nach
    einem staat, natürlich namens palästina, im wahl- bzw.
    parteiprogramm. laut dem uno – beschluß, siehe oben, ist israel auch palästina. mit der nichtanerkennung des beschlusses (teilungsplan) ist damit, nach meiner ansicht, und sicher nach der ansicht, z.b. des iran, israel – palästina. gleiches gilt auch sicher in allen nachbarländern palästinas. es sei denn, daß bestimmte kapitalbeziehungen die meinung zeitweilig etwas ändern. betonung auf zeitweilig.

    kh

  12. Von Inson am 10. Feb 2010 um 22:35 Uhr

    @Woschod:Der größte Teil der Palästinenser lebt bzw. vegetiert im Ausland ohne die Chance jemals wieder in die Heimat zurückzukehren. Ein Teil der Paläsinenser lebt im größten Freiluftgefängnis der Welt genannt Gaza, ein weiterer Teil in der Westbank die von Straßen zu den jüdischen Siedlungen zerschnitten ist. Wenn Israel will wird sowohl Gaza und die Westbank von j e g l i c h e r Versorgung abgeschnitten! Manchmal will Israel! Die Palästinenser sind ihrem Gegner v ö l l i g ausgeliefert!Sie haben kaum Lobby in der Welt und die Unterstützung durch die arabischen Staaten ist in keinem Fall uneigennützig.
    So braucht sich wirklich niemand zu wundern wenn sich immer wieder Palästinenser zu irrationalen, verzweifelten Aktionen bereit finden. Auch wenn ich das in keinem Fall gut heiße, finde ich die Reaktionen der sogenannten Weltöffentlichkeit darauf pure Heuchelei!!!
    Unter solchen Umständen wird es wahrscheinlich auch mittelfristig nicht zu zielführenden Verhandlungen kommen.Denn die würden ein verhandeln auf A u g e n h ö h e voraussetzen.
    Ich wollte einfach nur noch einmal die Machtverhältnisse skizzieren und ansonsten gebe ich dir Recht, es gilt die Leute auf beiden Seiten zu unterstützen die an einem gerechten Frieden interessiert sind.
    Zum Schluß möchte ich hier einen Unentwegten auf israelischer Seite zu Wort kommen lassen. Uri Avnery seinen Lebenslauf kannst du gut unter http://de.wikipedia.org/wiki/Uri_Avnery nachlesen. Ich habe einen tiefen Respekt vor diesem Mann.
    „In den letzten Jahren ist der Prozess rückwärts gegangen, wie ein Videofilm im Rückwärtsgang. Der Frieden wurde von der Agenda verbannt und ist nun fast verschwunden……..
    DIE ISRAELISCHE Rechte, die von rechten amerikanischen Milliardären, – Juden und christlichen Fundamentalisten – finanziert wird, hat in dieser Woche einen massiven Angriff gegen den liberalen Israel Fund gestartet, der all die oben genannten Kämpfe großzügig unterstützt.(Gemeint ist der Kampf gegen religiösen Fanatismus etc.)
    Übrigens: Gush Shalom hat noch nie einen Cent von dort bekommen. Der Fond vermeidet Friedensbewegungen wie die Pest. Aber das hat ihn nicht gerettet. Die Rechten verfolgen ihn. Selbst wenn man „nur“ mit Menschenrechten zu tun hat, kann man diesem Los nicht entkommen. Die Flucht vor dem Frieden bietet keine Sicherheit.
    DIE SACHE des Friedens wird unvermeidlich ins Zentrum der Bühne zurückkehren, weil er unser Schicksal entscheidet, das des einzelnen und das des Staates. Da gibt es kein Entkommen.
    Natürlich sollte keiner der oben genannten Kämpfe aus anderen Gründen aufgegeben werden, selbst wenn der Kampf für das Ende der Besatzung und für den Frieden vor allem anderen stehen muss.
    Ich schaue auf den Tag in der Zukunft, wenn all die Organisationen, die diese Kämpfe führen, wunderbare Aktivisten, ihren Enthusiasmus, ihre Talente, ihren Mut und besonders ihre Fähigkeit, sich einer Idee zu widmen, in eine einzige Kraft vereinigen werden, im gemeinsamen Kampf für das „Andere Israel“ , deren Speerspitze der Kampf für Frieden ist. In einer großen, vereinigten Bewegung werden alle diese verschiedenen Ziele einander stützen und nähren.
    Zusammen werden sie die entscheidende Kampagne führen: den Kampf für die Zweite israelische Republik.“

  13. Von Inson am 11. Feb 2010 um 09:16 Uhr

    @Woschod: Ach ja, entschuldige bitte wenn ich hier auf manche „Verbalergüsse“ wie im Falle von „nuklear“ sarkastisch reagiere.Ich kann Leute nicht leiden die sich hier auskotzen und nicht mal in der Lage sind ihre Positionen hinreichend zu begründen!

  14. Von Woschod am 11. Feb 2010 um 09:47 Uhr

    @Inson: Des pascht scho! :mrgreen:

  15. Von Michka am 22. Mrz 2010 um 17:21 Uhr

    Ich habe zufällig den Artikel gefunden.
    zunächst zu nuklear, Die DDR hat die Israelische Politik gegenüber das Volk palästina verurteilt, das hat nicht mit Antisemitismus zu tun. Das es in der DDR Antisemitische tendenzen gab will ich nicht abstreiten aber diese wurde verurteilt also die Täter(erinnert sei an die Schändung von jüdische Friedhöfe. Das gab es auch in der BRD nur wurde dort nicht konsequenz dagegen vorgegangen. Erinnert sei auch daran Das Die DDR zur Aufarbeitung des Deutschen Faschismus gegenüber Filme produziert wurden „Die Bilder des Zeugen Schattmann“ und „Sterne“ das nur mal in Erinnerung. Ich empfehle nuklesr das Buch „Vom angeblichen Antisemitismus in der DDR“ von Detlef Joseph.
    Natürlich bin auch ich für einen Fireden im Nahost gerade wenn es um das Thema geht Isarael gegen Palästina. Die Kriegsverbrechen gegen das Palästinesche Volk muss Verurteilt werden ohen gleich zu behaupten wie es die Antideutschen es tun das man Antisemitist ist. Nach ihrer Lokig ist jeder ist ja dann der Jude der gegen die Zionistische Regierung in Israel ist ein Antisemit. Selbst das unabhängige Magazin “ Semit“ deren Autoren sich für einen Fieden im Nahost wünscht bzw. sehnt wird mit den Vorwurf belastet Antisemitismus zu betreiben. Norman Finkelstein der von der RL und vom BAK Shalom ausgeladen wurde, wird von diesen Antdeutschen in der Nazi-Ecke , ja als Antsemit zugeschoben/und gestellt, deren Eltern in Auschwitz umkamen. Das Exitenzrecht Israel wird von den Kritikern ja garnicht in abrede gestellt, das wird ihnen stäntig nur angelastet durch ihre Kritik um ihnen Mundtot zu machen. Bei der FDJ sehe ich das so, auch ich habe mal mit einen Vertreter gesprochen in Ziegenhals Ob man Irasel nicht Kritieren sollte? Darauf gab die Antwort das uns das nicht zusteht in einem Land wo Juden von Faschisten verfolgt und vergast wurden. Meine Antwort ist die Gewesen Als Kommunist habe ich sehr whl das Recht Eind zu Kritisieren das Völkerrechwidrig handelt sowohl Israel Deutschland oder den USA. Will aber trotzden darauf hinweisen das nicht alle FDJler so denken. Man sollte dennoch anmerken das es in Israel Kräfte gibt die sich mit solidarisch zu das Volk Palästina geben und sich für ein Friedensprozess einsetzen und diese müssen sich zusammenschließen auch mit den Hamas die nun mal von das Volk Palästina gewählt wurde Ps. Kommunisten wären mir Lieber die realität dort sieht nun mal anders aus.

  16. Von Jorein Versteege am 7. Dez 2011 um 12:32 Uhr

    Für mich war die DDR nicht Sozialistisch! Sie war eine stalinistische Diktatur mit Deutschen Chauvinismus und Militarismus. Die SED nomenklatura hat ein Kult aus Ernst Thälmann gemacht.

    Der Stalinismus darf niemals wider an die macht kommen. Nur eine Sozialistische Räte-Republik Deutschland kann uns vom Kapitalismus befreien. Die DDR war nicht eine Räte-Republik und benutzte Bourgeoisie Symbolen, wie die Schwarz, Rot, Gold Fahne und Imperialistische Deutsche Militär uniformen.

    Doch das Ernst Thälmann Denkmal muss bleiben. Egal wer es gebaut hat.

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