Dresden: Keine Versöhnung mit Deutschland

Am Vorabend des 13. Februars fand heute die Demonstration unter dem Motto „Keine Versöhnung mit Deutschland“ in Dresden statt. Diese Demonstration ist dem antideutschen Spektrum zuzurechnen. Deshalb waren auch nicht wenige Israel- und USA-Fahnen zu sehen.

Viele hunderte Antifaschisten hatten sich zum Auftakt um 18 Uhr am Albertplatz versammelt. In mehreren Redebeiträgen wurde erläutert, warum es keine Versöhnung mit Deutschland geben kann und das der Dresdner Opfermythos bekämpft werden muss.

Die Demonstration ging anschließend über die Carolabrücke durch die Dresdner Innenstadt. Viele Passanten schauten erstaunt und teilweise auch erschreckt. Besonders zwischen Prager Straße und Altmarkt (Seestraße) hallten die Parolen wie „USA hilf uns doch – Deutschland gibt es immer noch“, „Gegen Islamismus und Faschismus – Gegen jeden Antisemitismus“ oder „Gegen jeden Antisemitismus – Nieder mit Deutschland und für den Kommunismus“ sehr laut. Auf dem Altmarkt fand eine Zwischenkundgebung statt.

Weiter führte die Demonstration über den Postplatz am Zwingervorbei und endete auf dem Schlossplatz. Während die Technik umgebaut wurde fand eine ordentliche Schneeballschlacht statt.

Zum Ende spielte bis 21.30 Uhr die bekannte Berliner Electropunkband Egotronic. Dabei war die Stimmung noch mal sehr aufgeheizt, im positiven Sinne.

Anmerken muss man, das die Polizei sich sehr zurückhielt. Weder gab es am Albertplatz Vorkontrollen noch wurde die Demonstration in einen Wanderkessel verwandelt. Es bleibt zu hoffen, dass sie diese Zurückhaltung auch am 13. Februar zeigt.

  1. 19 Reaktionen

  2. Von detlef am 13. Feb 2010 um 00:27 Uhr

    oh mann
    das schlimme ist dass die das ernst meinen.
    aber morgen muss man solche differenzen erstmal vergessen und zusammen kämpfen

  3. Von Pere am 13. Feb 2010 um 01:37 Uhr

    „USA hilf uns doch – Deutschland gibt es immer noch“

    „Nieder mit Deutschland und für den Kommunismus“

    Egentlich wollte ich mehr dazu schreiben, aber es ist einfach zu absurd und abartig. Leute, die mit diesen Losungen demonstrieren, gehören in die Klappse.

  4. Von Gebi am 13. Feb 2010 um 03:15 Uhr

    Ja, das ist sehr schlimm! Wo sind denn hier Antifaschisten zu sehen (oder ist das sarkastisch gemeint 🙂 )? Antifaschisten würden auch gegen US-Imperialismus (und Englischen) und aktuell vor allem gegen Zionismus demonstrieren, der in unseren Tagen Palästina unterjocht und den demokratischen Iran mit Angriffskrieg und Vernichtung droht. Aber das sind nur Spinner die kranke und sinnlose (außer fürs Englische Kapital) Verbrechen an Zivilisten rechtfertigen wollen und die zahlreichen Opfer verhöhnen. Da gehts auch nich darum gegen Nazis zu demonstrieren sondern um sinnlos Stimmung zu machen und „Action“ zu haben. Wer gemeinsam mit solchen Leuten auf die Straße geht sollte sich was schämen, die sind auf dem Stand wie jeder Hauptschulnazi! Wer solches Gleichen als Verbündeten hat braucht keine Feinde. Also ich hab mich mit Deutschland versöhnt!!! http://www.youtube.com/watch?v=pA8D3HQXoi4

  5. Von Michka am 13. Feb 2010 um 08:14 Uhr

    Was Bitte schön ist das denn? Die drei Flaggen von England USA und Israel. Seit wann gehörte Israel zur Antihitlerkoalition? Wenn ich mich recht erinnere waren es Frankreich, USA, Sowjetunion, und England. Wobei hier erwähnt werden muss das die Sowjetunion die größten Opfer gebracht haben gegen den Nazifaschismus, wenn die Antideutschen sagen keine Versöhnung mit Deutschland sage Ich keine Versöhnung mit den Deutschen Imperialismus, aber auch keine Versöhnung mit den den anderen Imperialistischen Ländern wie Frankreich, USA und England etc. Bitte schön auch nicht mit Israel, wobei ich hier betonen will das ich ein Unterschied mache zwischen den jeweiligen Regierungen und deren Völkern. Es gab bestimmte Leute in der Regierung die mit Hitler gegen die Sowjetunion paktierten und nie ein Interesse daran hatten ernsthaft mit der Sowjetunion eine Koalition einzugehen.

    Wenn die Antideutschen sagen keine Versöhnung mit Deutschland vergessen sie, dass es auch in Deutschland Kommunisten, Sozialdemokraten ja auch Christen etc gab die gegen den Nazifaschismus gekämpft haben und nicht zu vergessen das viele für ihre Tat in den KZ gekommen sind. Wer heute noch wie die Antideutschen die imperialistischen Taten für gut heißt, daß zum Beispiel die israelische Regierung und deren militärische Armee die Palästina unterdrücken, das die USA unter falscher Lüge Irak überfallen hat und dieses auch noch unterstützt kann für mich kein glaubhafter Antifaschist sein. Anbei ist der Deutsche Imperalismus kein Deut besser siehe Afghanistan. Der Deutsche Imperialismus unterstützt auch Israel mit Waffen. Mit denen will ich wahrhaftig nicht versöhnt sein.

  6. Von pfui deiwel am 13. Feb 2010 um 11:48 Uhr

    Antideutsche!
    Wer Nationalfahnen spazieren trägt, kann in meinen Augen kein Antifaschist sein.

  7. Von rumpsplumps am 13. Feb 2010 um 11:54 Uhr

    manoman,
    geht nach hause-ihr hoschies,egal mit welcher fahne ihr marschiert,-ihr bleibt dumm wie schnitte….
    ein glück seit ihr nur so ei paar hanswürste,und in ein paar jahren vergessen, dann sitzt ihr nämlich in eurem eigenheim und habt 2autos…
    pfui!!!

  8. Von peter s. am 13. Feb 2010 um 12:22 Uhr

    gute bilder, die verdeutlichen, mit welchen mitteln die eliten dieses unseres landes die linken kräfte binden und verleiten.

    Teile und Herrsche – war schon immer das beste mittel um von anderen dingen abzulenken und selbst alle schweinereien durchzusetzen.
    denn der widerstand ist dann kläglich. die bürger ratlos …

    diese sogenannten linken sind amerikanisch-zionistische kreise, die deren imperialismus hier im lande propagandistisch unterstützen. dabei mißbrauchen sie sogar die Shoa und Dresdens gedenken an die zivilopfer 1945.

    dazu wird auch die npd gebraucht. deshalb wird sie weiterhin vom verfassungsschutz personell und finanziell am leben erhalten.

    den bürgern unseres landes und dem ausland wird ein muster links-rechts vorgeführt und damit kann man seine eigene linie durchziehen:
    sozialabbau, demokratieabbau u.a. nach innen
    kriegsführung und imperialistische ziele mit der nato nach außen.
    schlagt euch, aber laßt die herrschenden in ruhe!
    sehen das so wenige ?

    Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg !

    Nato raus aus allen besetzten Ländern der Erde !

    Atomwaffenfreies Europa ! US- Atomwaffen raus aus Deutschland !

  9. Von Martin am 13. Feb 2010 um 12:30 Uhr

    Ich finde sowas beschäment mit Israel,USA,United Kingdom Fahnen durch die Straßen zu ziehen.Ich finde das damit die Opfer verhönht werden und ihre Angehörigen. Wenn es Demos geben sollte dann gegen Krieg der Weltweit von Imperialisten geführt wird um ihre kranken und Perversen Absichten zu vollstrecken. Gerade die USA der Kriegstreiber Nummer eins der Friedliebende Staaten wie Vietnam oder den Irak angegriffen hat und jetzt seine Hand in die Islamische Republik Iran ausstreckt. Oder Israel der Staat der seit 1948 die Palestinenser aus ihren eigenen Land vertreibt und Unterjocht.Aber auf Internatinonaler Ebene bei fragen dazu immer die Holocaust Keule schwingt.Selber aber genau so krank mit den Palestinensern umgeht.Und dann noch solche Fahnen vor sich her tragen? Nein danke!!!Solche Leute die auf diese Ideen kommen Wissen doch gar nicht was zu dieser Zeit los war. Woher sollen sie es den Wissen? Durch ihre Verkurkste Hauptschulbildung?Das sind doch genau solche Säcke wie Nazis mit Springerstiefel und Basi in der Hand.Und dann die Briten die ihre imperialistsichen Kriege für das Kapital und somit der Hochfinanz geführt haben. Schämt euch!!! Schämt euch!!!

  10. Von Haha am 13. Feb 2010 um 15:06 Uhr

    Ich glaube, hier gibt es einen technischen Fehler. Die bisherigen Kommentare sind eher von 1980 als von 2010 😀

    Spaß beiseite. Wenn ich so Sachen wie „US-Imperialismus“, „englisches Kapital“, den „unterjochenden Zionismus“ oder „Versöhnung mit Deutschland“ lesen muss, kommt mir das Essen wieder hoch.
    Kommt mal in der Realität an und rennt nicht euren verstaubten, festgefahrenen, total veralteten Idealen hinterher.
    Ähnliche Kritik geht übrigens auch an Szene-Kiddies die nur aus Coolness antideutsch und philosemitisch sind ohne sich mit den Themen wirklich auseinandergesetzt zu haben.

  11. Von Franz am 13. Feb 2010 um 18:16 Uhr

    Wer so dumm ist wie die Kommentarschreiberlinge dem ist nicht mehr zu helfen. Jedes mal werden die gleichen idiotischen Vorwürfe und Argumente geliefert…

  12. Von laRauscha am 13. Feb 2010 um 18:53 Uhr

    es geht mir tierisch auf die nerven,wenn ich in den kommentaren lesen muß das israel die palestiner so unterdrückt. wer solche äußerungen von sich gibt sollte sich mit israelischer staatsgründung befassen und sich mal in die lage der israelis versetzen die nach dem holocaust eine sichere heimat für sich suchten,damit sich sowas nicht wiederholen kann und seit 1948 unter ständiger bedrohung durch ihre arabischen nachbarn stehen. desweiteren ist der kapitalismus bekämpfenswert und vorallem muß man da als linker zuerst vor seiner eigenen tür kehren und nicht ständig die böse usa und israel kritisieren, denn sonst sind eure schnittpunkte zu den nazis größer und dann solltet ihr euch überlegen ob ihr nicht bei der npd laufen solltet. es geht ums ganze!!!

  13. Von Gebi am 13. Feb 2010 um 21:08 Uhr

    peter s. hat natürlich recht!

    @ HaHa: Welches Vokabular verwendest du denn für die Expansionspolitik der USA oder für englische Großkapitalisten die vor nichts zurückschrecken?

    @Franz: Diese „idiotischen Vorwürfe“ sind nunmal Tatsachen und Fakten. Da du scheinbar keine Gegenargumente vorzuweisen hast solltest du niemanden niveaulos beleidigen!

    @LaRauscha: Mir geht es auch tierisch auf die Nerven das Israel das palästinensische Volk unterdrückt, das stimmt. Die Lage der Juden nach dem Holocaust ist keine Begründung für die Aneignung fremder Gebiete oder der Bombardierung des Libanon. Warum steht denn Israel unter ständiger Bedrohung durch die Nachbarn? Vielleicht sollten sie nicht ständig Kriege und Provokationen vom Zaun brechen. Warum sollen die Linken vor ihrer Tür kehren, was hat das mit dem Thema zutun?
    Wenn man den Kapitalismus bekämpfen will kommt man früher oder später darauf das nunmal die USA die Hauptmacht dieses Systems ist und sollte diese logischerweise kritisieren.

    Ich finde viel eher das es Schnittpunkte zwischen Faschisten und Antideutschen gibt. Beide feiern die Nationalstaatlichkeit. Beide verharmlosen Verbrechen an Menschen oder heißen sie für gut. Beide rechtfertigen Expansionskrieg mit Selbstschutz, beide sind rassistisch, es gibt viele Merkmale die identisch sind. Natürlich will nicht das gesamte Israelische Volk Krieg, aber die Regierung schon.

  14. Von peter s. am 13. Feb 2010 um 21:10 Uhr

    es scheint immer mehr un-historische menschen in diesem unserem lande zu geben. (PISA-gestört?)

    es waren seit dem ende des 2.weltkrieges die USA die als imperialistische macht in allen teilen der welt kriege provozierten und auch selbst führten und noch immer führen. (auch wenn jetzt der hr. OBAMA ein Friedensnobelpreisträger ist…)

    die Shoa (massenvernichtung von juden – übrigens auch kommunisten, sozis, christen u.a. nichtjüdische teile der D und der besetzten gebiete) wurde von hitler-deutschland durchgeführt und nicht von Palästinensern oder Arabern ! die zionisten und das faschistische deutschland haben gemeinsam die lösung der judenfrage im aufbau eines jüdischen staates im englischen protektorat (Palästina) gesehen.
    deshalb wäre es nach dem krieg richtig gewesen, den jüdischen menschen einen teil von deutschland als wiedergutmachung für das erlittene unrecht zu überlassen ! (und nicht das friedliche zusammenleben dort in palästina – briten haben übrigens nur begrenzt hineingelassen…)

    aber was spielen für die handlanger des Imperialismus schon historische wahrheiten für eine rolle… sie sollen mit ihren pseudo-linken parolen die linken kräfte niederhalten. (dann braucht der staatsapperat nicht diese drecksarbeit zu machen)

    ich hoffe nur, das immer mehr bürger diese üblen machenschaften der zionisten/faschisten-freunde durchschauen und ihnen nicht auf den leim gehen.

    Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg !

    Nato raus aus allen besetzten Ländern der Erde !

    Atomwaffenfreies Europa ! US- Atomwaffen raus aus Deutschland !

  15. Von antifa [f] am 14. Feb 2010 um 15:36 Uhr

    Redebeitrag auf der Demo:

    resden, am Vorabend des 65. Jahrestags seiner Bombardierung – und uns wird einiges geboten an diesem Wochenende:
    Europas größte Nazidemonstration betrauert den angeblichen „Bombenholocaust“, bundesweit angereiste Deutsche samt internationaler Prominenz betrauern das vermeintlich unnötige Bombardement. Und außerdem ist alles voll von Antifaschistinnen und von Bullen halt.
    Zwar sind die Nazis bei eigentlich allen irgendwie unerwünscht, aber das staatsbürgerliche Problembewusstsein endet, wo normale Deutsche die „unverhältnismäßige Rache“ der Alliierten betrauern und –geradezu gönnerhaft– die Bombenopfer des britischen Coventry mit denen des nationalsozialistischen Dresden gleichsetzen.

    Unser Einsatz dabei ist erst einmal unkompliziert: Die Nazis sind am 13. Februar in Dresden zwar die widerlichste Veranstaltung, die es möglichst zu verhindern gilt – aber die bürgerliche Trauerei verdient nicht weniger Aufmerksamkeit; steht sie doch für eine nationalistische Deutung der Geschichte mit Mehrwert für das moderne Deutschland.
    Schon lange wird die Wandlung der Deutschen von Tätern zu Opfern als „Geschichtsrevisionismus“ geoutet und damit radikale Deutschlandkritik betrieben. Eine angemessene Antwort auf die Guido-Knoppisierung der Geschichte.

    Dabei aber blieb ein entscheidender Punkt unterbelichtet. Nämlich die Tatsache dass „Das geläuterte Deutschland“ keine dreiste Propaganda mehr ist – sondern mittlerweile weithin anerkannter Status dieses Landes.
    Deutschland wird dadurch nicht besser oder weniger abschaffenswert; aber die Hürde für eine linksradikale Kritik an Deutschland und seiner Geschichtsschreibung hat sich nach oben verschoben.
    Das Selbstbild Deutschlands beruht nicht mehr auf Leugnung, sondern auf selbstbewusster Anerkennung seiner Opfer – und der deutschen Opfer gleich mit. So ist die bequeme Situation entstanden, Versöhnung empfangen und gleichzeitig Versöhnung spendieren zu können.

    Natürlich findet dieser Prozess nicht ohne Widersprüche statt: Zu oft zehren die traurigen Deutschen an der Frauenkirche noch von Trotz, Lügen und krasser Verharmlosung – Nazis sind sie trotzdem nicht.
    Die Behauptung, man habe unter Hitler wenigstens sicher die Straße überqueren können, haben sie –eigentlich– nicht mehr nötig: Eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus müssen sie nicht mehr scheuen, entlang der nationalen Bedürfnisse wird sie sogar forciert. Was bleibt, ist die relativierende Interpretation.
    Doch diesem Relativismus können aus linksradikaler Perspektive kaum „historisch richtigere“ Fakten entgegengesetzt werden – die Fakten sind bekannt. Und der Schwarz-Rot-Goldene Weltmeisterlack kann mit dem Verweis auf die beispiellose Dimension des Nationalsozialismus nicht mehr zerkratzt werden.
    Wenn wir uns dieser Tatsache nicht stellen, haben wir antifaschistischem Nationalismus und einer modernen Inszenierung der nationalen Geschichte nichts entgegen zu setzen.
    Das müssen wir aber. Denn Ex-Kanzler Schröder deutet den Sieg der Alliierten als „Sieg für Deutschland“ und Kriege werden längst nicht mehr trotz, sondern wegen Auschwitz geführt. Das ist moderne deutsche Geschichtsschreibung – und sie funktioniert bestens: Mit Chirac am D-Day, mit Obama an der Siegessäule, mit Peres am Holocaust-Gedenktag – und beim Sohn eines britischen Bomberpiloten, der das neue Kreuz für die Frauenkirche gebastelt hat.

    Deshalb bringt es übrigens auch nichts, die alliierte Feindschaft gegenüber Deutschland wiederbeleben zu wollen. Frankreich, England, die USA und sogar Polen reihen sich guter Dinge ein in die Reihe der Deutschlandfreunde. Alliiertenfahnen sind keine Symbole der Kritik, sondern Symbole der Freunde Deutschlands und auf einer Demo gegen deutschen Nationalismus fehl am Platze.

    Der Verweis auf „Geschichtsrevisionismus“ geht daneben, wo Geschichte ständig neu geschrieben wird. Stattdessen geht es um die Kritik eines konkreten nationalen Projekts, das die Geschichte zur Legitimation benutzt. Es geht um eine Kritik daran, dass die nationale Inszenierung der Geschichte auf die Schaffung einer falschen Kollektivität zielt. Eines Kollektives, das seinen Zusammenhalt wesentlich beweist in der brutalen Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Störenfrieden; Störenfrieden, die den Weg zum Erfolg auf dem kapitalistischen Weltmarkt gefährden. Und das sind nicht „die Alliierten“, sondern störend für den Standort sind Migrantinnen aus Afrika, sind „Heuschrecken“ aus den USA und tendenziell alle anderen Nationalstaaten mit denen Deutschland konkurriert.

    Natürlich geht es schlimmer: Genug Menschen, Bewegungen oder Staaten haben Ideen und Ziele, die weit hinter die gegenseitige Anerkennung als Konkurrentin zurückfallen. Kommunistinnen sind ihre unversöhnlichen Gegnerinnen.
    Daneben muss es uns aber darum gehen, die Unmenschlichkeit auf der Welt – und auch die deutsche Geschichtsschreibung – nicht nur in ihren Zuspitzungen anzugehen, nicht nur in ihren Exzessen. Das bleibt immer richtig, es muss uns aber auch um die Unmenschlichkeit des Normalzustand, es muss …tada… ums Ganze gehen.

    Wir müssen die Deutschen bei ihren besten Argumenten packen. Wir müssen der nationalen Inszenierung der Geschichte auch dann entgegentreten, wenn sie den Nationalsozialismus nicht verleugnet; oder wenn Deutschland hinter bürgerliche Maßstäbe zurückfällt – wir müssen Deutschland auch dann entgegen treten, wenn es bürgerlichen Maßstäben einfach nur entspricht. Denn für Kommunistinnen bleiben die Bedingungen von Staat, Nation und Kapital doch irgendwie immer Scheiße.

    Das heißt für dieses Wochenende: Nazis angreifen, Kerzen austreten, Dresden abwracken.

  16. Von shmul99 am 14. Feb 2010 um 18:31 Uhr

    peter s. wo warst du in den letzten 20ig jahren?
    das nazideutschland einen jüdischen staat mit den zionisten in palästina sehen wollte,ist unhistorisch und völliger quatsch,oder willst du das verhalten des mufti von jerusalem hussein als judenfreundlich einordnen? progrome gegen juden in palästina stiegen an seit hussein mitglied der ss wurde,mit dem ziel hitlers werk in palästina fortzuführen! an vielen orten des landes lebten araber,juden und christen bis dahin friedlich zusammen,der antizionismus wurde vorallem von hussein importiert und fand leider fruchtbaren boden!
    wie willst du den faschismus bekämpfen in ländern wie iran die permanent die auslöschung israels ankündigen?aber wahrscheinlich ist auch die hiszbolah für dich eine befreiungsarmee und keine faschistentruppe! nazis kann man meistens nur mit gewalt bekämpfen,denn eine andere sprache verstehen sie nicht,leider ist das so !! hier so und in anderen ländern ebenso!
    und ich danke allen die uns von den nazis befreit haben,!
    und bitte nicht die shoah gleichsetzten mit den anderen sinnlosen opfern,die wegen ihrer gesinnung starben!!! ok?!

  17. Von gewe am 14. Feb 2010 um 21:58 Uhr

    @antifa[f]: Mir liegt die Frage auf der Zunge, was Du so eigentlich einwirfst. Ich bekomme häufig sehr verworrenes Zeug, bar jeder wissenschaftlichen Grundlage unterbreitet. Dein Beitrag nimmt in Fragen Verworrenheit einen absoluten Spitzenplatz ein.
    Verrate mir doch mal bitte, auf welcher gesellschaftswissenschaftlicher Grundlage Du zu solchem Weltbild und diesen eigenartigen Schlußfolgerungen daraus kommst?
    Im Punkt Nazis angreifen sind wir uns noch einig. Aber weshalb willst Du Menschen, die im Krieg – dessen Ursache und letztendlich auch die Folge eines militärisch nicht gerechtfertigten Flächenbombardements im imperialistischen Ausbeutungssystem liegt – verbieten, ihren beim Bombenangriff umgekommenen Angehörigen zu gedenken? Siehst Du in Menschen, die 1945 vielleicht 10 Jahre alt waren und Ihre Eltern, Großeltern und Geschwister verloren haben, Täter oder Opfer eines imperialistischen Raubkrieges?
    Warum willst Du das Gedenken, die Mahnung an den 13.Februar auslöschen? Nur das Gedenken und die Mahnung allein darzustellen, ohne die Ursachen, sprich den faschistischen Raubkrieg zu nennen, habe ich stets und werde ich weiterhin als falsch bezeichnen. Damit will der deutsche Imperialismus Geschichtsrevisionismus betreiben, sprich seine Täterrolle in eine Opferrolle wandeln. Nichts anderes betreiben die Neonazis mit ihren Trauermärschen.
    Es geht dem deutschen Imperialismus darum, neben den anderen führenden imperialistischen Staaten auf Augenhöhe zu kommen, um von dieser Position aus wieder den Spitzenplatz unter den imperialistischen Staaten zu erreichen.
    Das sagt aber keinesfalls, dass andere imperialistische Staaten wie die USA, GB oder Frankreich etwa die besseren Kapitalisten sind. Nein, sie sind alle gleich gefährlich und lebensbedrohlich für die Menschheit. Allein deshalb ist es wichtig, an die Verbrechen imperialistischer Kriege – und zwar an alle – zu erinnern und zu mahnen, damit derartiges nie wieder geschieht. Dresden ist für mich nur eine Teil dieser Mahnung weltweit.
    Wenn da Wirrköpfe der Meinung sind, dass die imperialistische Kriegsgefahr durch die Auslöschung von Deutschland beseitigt wird, dann kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln. Willst Du die anderen imperialistischen Länder auch ausgelöscht bekommen? Wenn ja, wie danach weiter? Glaubst Du etwa wirklich, dass dann auf der ganzen Welt Friede, Freude, Eierkuchen herrschen und alle Menschen nur noch selbstlos Gutes tun? Es keinen Kapitalismus mehr gibt und ein Sozialismus nicht mehr erforderlich ist?
    Na und was das Abwracken von Dresden betrifft – das fordere mal öffentlich vor 500000 Dresdnern, besonders vor den Menschen, die diese Stadt nach dem Krieg wieder mit aufgebaut haben. Ich zähle mich die letzten 40 Jahre zu diesen Menschen. Also brauchst Du für dieses Vorhaben keinesfalls mit meiner Zustimmung zu rechnen. Für mindestens weitere 498374 Dresdner hast Du Dich damit wohl ebenfalls disqualifiziert.
    Einfach und klar gesagt, es geht einerseits darum den Kapitalismus als Ursache all dieser Kriegs- und anderer Übel zu überwinden. Dabei ist es völlig egal, welcher Nation der jeweilige Kapitalist angehört.
    Es geht andererseits um die Freundschaft und Solidarität mit allen Völkern dieser Welt, also mit den Menschen die weltweit unter den Folgen des kapitalistischen Wirtschaftssystems, unter den Folgen imperialistischer Kriege und unter den Folgen den Neokolonialismus leiden müssen. Dabei schließe ich die betroffenen Menschen in den USA, in GB, in Frankreich genauso wenig aus, wie die betroffenen Menschen in Israel, Afrika, Lateinamerika, Arabien und auch Deutschland. Begreift doch endlich, wer wirklich euer Feind ist.

  18. Von Inson am 15. Feb 2010 um 22:17 Uhr

    @shmul99: Welcher Propaganda du in den letzten zwanzig Jahren ausgesetzt warst ist unschwer zu erraten! Aber du scheinst historisch interessiert zu sein. Vielleicht interssiert dich dann auch das sogenannte Six-Papier, die Geheime Kommandosache 981/37 der Abteilung II 112 des RSHA (Reichssicherheitshauptamt)! Es liegt einsehbar auf Mikrofilm T. 175, R 411, EAP 173b-1614/61 in Fort Alexandria, verfilmt von der American Historical Association. Dieses Papier belegt die Zusammenarbeit der Haganah mit den Organen des faschistischen Deutschlands.
    Das Interesse der Haganah bestand vor allem darin den Strom der zur Flucht vor den deutschen Faschisten gezwungenen Juden nach Palästina zu lenken. Das lag durchaus im Interesse der deutschen Faschisten, die über die Paltreu (Palästina-Treuhandstelle zur Beratung deutscher Juden GmbH, deren Gründung auf ein zwischen der Anglo-Palestine-Bank und dem Reichswirtschaftsministerium im August 1933 geschlossenes Transferabkommen zurückgeht)die erpressten Guthaben der deutschen Juden zum bezahlen von Warenlieferungen deutscher Firmen nach Palästina einsetzen konnte.Partner der Paltreu war der Trust and Transfer Office Haavara Ltd.. Die „gewonnenen“ Devisen verwendeten die deutschen Faschisten bspw.für die „Hermann-Göring-Werke“ und andere Rüstungsbetriebe.
    Ein weiteres Interesse der Faschisten bestand in der durch die verstärkte Einwanderung von Juden in Palästina vorangetriebene Destabilisierung der britisch kontrollierten Region.In ihrem Größenwahn gefangen, wollten sich die Faschisten dann bei der Eroberung dieser Region um die „Endlösung der Judenfrage“ kümmern.
    Die Niederlagen die ihnen durch die „Rote Armee“ beigebracht wurden, machte ihnen bei ihren weiteren Plänen, einen Strich durch die Rechnung!
    Einerseits ermöglichte dieser Pakt der Zionisten mit dem „Teufel“ tausenden die Ausreise die sonst in den Kozentrationslagern umgebracht worden wären, andererseits war diese Hilfe nicht uneigennützig.Die Bedingung war eben die Ausreise nach Palästina. Hier siedelten aber seit Jahrhunderten vor allem Araber die sich mehr oder weniger über ihren Landbesitz definierten und damit waren Konflikte mit den neu ankommenden jüdischen Siedlern vorprogrammiert.
    Die arabischen Nationalisten vom Schlage des benannten Großmuftis instrumentalisierten den sich abzeichnenden Konflikt in ihrem Sinne.Für den spielte es überhaupt keine Rolle wer ihm seine Herrschaft streitig macht, wären es Chinesen gewesen, er hätte sie genauso bekämpft.Die deutschen Faschisten sah er als „natürliche“ Verbündete im Kampf gegen die britische Kolonialmacht und die Juden. Das entschuldigt nichts, erklärt aber einiges.
    Das „friedlichen Zusammenleben“ war wohl eher ein Nebeneinander, was so lange Bestand hatte, weil Christen und Juden dort nur marginal vorhanden waren. Das änderte sich eben mit den verschiedenen Einwanderungswellen.
    Hier stießen die Zionisten auf den arabischen Nationalismus!
    Das du den Iran als faschistisch bezeichnest ist eine Verharmlosung des Faschismus und damit völlig unakzeptabel!
    Die iranischen Mullahs mögen sich in ihren Drohgebärden gefallen, aber ich habe weder etwas von einem „Holocaust“ im Iran gehört, noch von einem Überfall Irans auf seine Nachbarländer. Den Job andere Länder aus wirtschaflichen Interessen heraus anzugreifen und das mit Lügen zu begründen, hat schon ein anderer Staat.Ich halte auch nicht viel von der iranischen Theokratie, aber da gibt es arabische Länder die dem Iran in dieser Beziehung in nichts nachstehen. Die sind allerdings Verbündete der USA und deshalb hört man nicht so viel darüber!
    Auch wenn die Lügen über die Rede des iranischen Präsidenten noch so oft wiederholt wird, dadurch wird sie nicht war. Sie wurde im Westen absichtlich falsch übersetzt.
    Ahmadinedschad forderte nicht die Auslöschung Israels, sondern wünschte sich einen Regimewechsel in Jerusalem.
    Mal abgesehen davon das solche Wünsche woanders auch Konjunktur haben, ist das etwas völlig anderes.
    Wenn du dann noch über die „Hizbollah“ redest, dann solltest du vielleicht auch über die „SLA“ (Südlibanesische Armee)reden. Jedes Land im „Nahen Osten“ hält oder hielt sich wohl seine Milizen. Also eben nichts Besonderes!
    Ich hoffe nicht, dass deine letzten Bemerkungen über die Opfer der Faschisten die für ihre Gesinnung starben abwertend gemeint war. Aber das würde wohl in deine Argumentationslinie passen, denn die besteht eigentlich nur aus sich antifaschistisch gebender, imperialistischer Propaganda. Wer den Faschismus verharmlost, imperialistische Raubkriege im voraus rechtfertigt und Nationalismus egal welcher Farbe vertritt, sollte sich nicht Antifaschist nennen. Das ist „Bauernfängerei“, du besorgst das Geschäft des Klassengegners!

  19. Von Patrice am 21. Dez 2010 um 20:29 Uhr

    Antideutschen sind weder Kommunisten noch Antifaschisten. Wer hier kriegerischen Yankee-Imperialismus und die Vernichtung von Palästina apologetisiert, kann nur 100% Fascho sein…

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  2. 15. Feb 2010: So war’s… « Antifa Demmin

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