Archiv für April, 2010

“Kein Zoo ist so schlimm wie der beste Zirkus”

Ich habe mich vor einigen Jahren zweimal von meiner jüngsten Schwester überreden lassen, mit in einen Zirkus zu gehen. Nach dem zweiten Mal habe ich gesagt, wenn Zirkus, dann nur noch einer ohne Tiere. Wenn man sich anschaut, wie Löwen, Tiger und andere Tiere da gehalten werden, in engen Käfigwagen, in denen sie die meiste Zeit apathisch da liegen, dann geht das einfach nicht mehr.

In einem Zoo sind Tiere auch eingesperrt, aber dort haben sie zumindest einen großen Auslauf, können sich zurück ziehen und werden vernünftig gepflegt.

Warum erzähle ich das? In Bolivien gibt es jetzt das weltweit restriktivste Auftrittsverbot für Tiere in Zirkusshows, schreibt die Sächsische Zeitung. Ich wünschte, das gäbe es auch hierzulande.

BRN 2010

Eines der Daten, zu denen ich immer frei nehme, ist die alljährlich stattfindende Bunte Republik Neustadt. Dieses Jahr vom 18.-20. Juni. Die musikalischen Highlights waren 2009 für mich Silent Poem, 44 Leningrad und Burning Motors. Und sowieso das ganze Wochenende Party! Was muss, das muss!

Dieses Jahr kommt noch ein Schmankerl dazu, auch wenn das mit der BRN nichts zu tun hat. Am Sonntag Abend spielt AC/DC im Ostragehege!

Und falls Ihr Euch jetzt fragt, wieso das drei Karten sind: Ich geh da mit zwei jungen, reizenden Damen aus Mexiko hin. :)

Finanzkrise und Griechenland / Veranstaltung am 30. April um 19 Uhr in der WIR-AG in Dresden

Michael Schlecht, MdB DIE LINKE, Chefvolkswirt der Fraktion und Mitglied im Parteivorstand spricht am

30. April um 19.00 Uhr in der WIR-AG (Martin-Luther-Straße 21 – 01099 Dresden) zur Finanzkrise und Griechenland.

_________________________________________

Wie Wölfe sich über ein verletztes Beutetier hermachen, so stürzten sich die Spekulanten verstärkt auf Griechenland. Sie wetten darauf, dass Griechenland bankrott geht. Dabei versichern sich Investoren gegen einen Zahlungsausfall Griechenlands, auch wenn sie gar keine griechischen Anleihen besitzen. Je wahrscheinlicher der Bankrott von Griechenland, desto wertvoller werden diese Kreditausfallversicherungen.

Die Zocker machen Kasse und die griechische Bevölkerung zahlt.

Die politischen Führungen in Deutschland und in der Europäischen Union haben es auf “übertriebene Sozialleistungen” Griechenlands abgesehen. Darunter verstehen sie unter anderem: Kostenlose Lernmittel für Schulkinder, kostenlose Kindertagesstätten und die Möglichkeit für besonders belastende Berufe, mit 55 vorzeitig ohne Abschläge in den Ruhestand zu gehen.

Die Vorschläge zur Konsolidierung Griechenlands laufen nach bewährten Mustern. Wenn es für alle nicht mehr reicht, muss man es eben von den Armen nehmen. Jetzt ist europäische Solidarität gefragt – mit den Menschen in Griechenland. Sie sollen nicht für Spekulationen, Misswirtschaft und neoliberale Exzesse die Zeche zahlen. Es geht eben nicht um einen Fehler Griechenlands, sondern um einen Fehler im System.

Richtig ist: Griechenland muss wie alle europäischen Länder Korruption und Steuerhinterziehung in den Griff bekommen. Aber Europa muss endlich die Finanzmärkte sinnvoll regulieren und gefährliche Finanzprodukte verbieten. Eine europäische Wirtschaftsregierung zur Koordinierung der Politiken in den Mitgliedsstaaten und ein europäischer Währungsfonds, der im Ernstfall Kreditausfälle der Mitgliedsstaaten verbürgt, wären sinnvolle Konsequenzen. Wenn dann noch die Nachfrage in Griechenland durch gezielte Konjunkturhilfen angekurbelt würde, könnten die Schlagzeilen über Griechenland wieder mehrheitlich mit Sonne verbunden sein.

Hans-Jürgen Muskulus
Vors. DIE LINKE. Dresden

Große Kranzniederlegung am 22.April 2010 vor dem Lenin-Mausoleum in Moskau

Wir verneigen uns vor W.I. Lenin!

Übersetzung: I.Winarow

Ljudmila Wosnesenskaja, Presseamt der KPRF, moskprf.ru vom 23.04.2010 – Eine solche Menschenmenge sah der Rote Platz seit langem nicht. Am 22. April 2010 schon gegen 11 Uhr morgens begannen sich diejenigen im Alexandergarten zu versammeln, denen der Name des großen Revolutionärs Wladimir Iljitsch Lenin wert und teuer ist, um zu seinem 140. Geburtstag zum Lenin-Mausoleum zu kommen und dort Blumen niederzulegen. Es waren nicht nur die Moskauer gekommen, sondern auch unzähligen Menschen aus anderen Städten und den Dörfern unseres riesigen Landes. Ein Meer von roten Fahnen, riesige Sträuße roter Nelken belebten das Zentrum der russischen Hauptstadt. Man sah eine große Gruppe der jungen Pioniere, in deren Händen eine ungewöhnlich schöne Girlande aus Fichtenzweigen mit eingeflochtenen roten Nelken, leuchtend wie scharlachrote Blutstropfen. In dem warmen Frühlingswindflatterten die roten Banner des Sieges mit dem fünfzackigen Stern, und Hammer und Sichel. (…)

An der Spitze der sich versammelnden Menschenmenge befanden sich die Mitglieder der ZK der KPRF mit ihrem Vorsitzenden G.A. Sjuganow. Es war eine helle Tribüne aufgebaut worden. Darüber wehten die roten Fahnen der KPRF, des SKM, mit den Porträts von Lenin und Stalin. Sjuganow leitete die Demonstration. Die Abgeordneten der Staatsduma, der Moskauer Duma, der erste Sekretär des Moskauer Stadtkomitees, W.I. Ulass, und weitere Parteifunktionäre waren anwesend. Die Kommunisten Moskaus und anderer Städte Rußlands, Pioniere und die Komsomolzen, Vertreterinnen des Allrussischen Frauenbundes „Hoffnung Rußlands“, die Journalisten der „Prawda“, Fluglotsen und Vertreter zahlreicher Arbeitskollektive erwiesen dem Führer des Weltproletariats an diesem Tag die Ehre.

Dann wandte sich G.A. Siouganow an die versammelten Journalisten: „Wir gratulieren allen zu diesem bedeutenden Feiertag – dem 140. Geburtstag von Wladimir Iljitsch Lenin. Im ganzen Land wird heute dieser Tag gefeiert. Einer großen Gruppe von Marschällen und Generalen habe ich heute Morgen die Leninmedailleüberreicht. Es waren alle Gattungen und Arten der Streitkräfte vertreten. Die sowjetischen Feldherren baten mich, Ihnen zu übermitteln, daß sie auch künftig wie früher dem Vermächtnis des Roten Oktobers dienen und der Sache der Festigung und des Schutzes des Vaterlandes weiterhin treu bleiben, der Wladimir Iljitsch Lenin sein Leben gewidmet hat.“

Der Vorsitzende des ZK der KPRF berichtete dann über Maßnahmen, die von den Kommunisten aus Anlaß des 140. Jahrestages der Geburt Lenins organisiert wurden. In Sibirien fand eine große Gedenk-Wanderung statt. Auch in Schuschenskoje gab es ein großes Treffen. Und in Uljanowsk an der Wolga, in Lenins Geburtsstadt, fand unter Teilnahme bedeutender Gelehrter eine wissenschaftliche Konferenz statt. Ebenso wurde zum 40. Jubiläum der 1970 errichteten Lenin-Gedenkstätte eine Festveranstaltung durchgeführt. „In meiner Heimat, in Orjol,“ fuhr Sjuganow fort, „wurde die ersten Kremlturmuhr vorgestellt. Und mit großem Interesse nahm die junge Generation an dieser Veranstaltung teil, wobei jedes Wort diese Epoche treffend charakterisierte. Diese Veranstaltung fand großen Beifall. (…)

„So wie der 130. Geburtstag Stalins, sind auch der 140. Geburtstag Lenins, der 65. Jahrestag des Großen Sieges über den Hitlerfaschismus einheitliche und bedeutsame Feiertage,“ betonte der Vorsitzende der KPRF. Daran erinnerte er auch die gegenwärtigen Herrscher, die sich für die Sowjetmacht entschuldigen und zur Seite blicken, obwohl Russische Föderation keine andere Existenzgrundlage besitzt als diese, und das Dekret, welches von Lenin unterschrieben wurde. Und sie vergreifen sich heute am Roten Platz, am Lenin-Mausoleum und dem Leninschen Erbe – sie vergreifen sich an der Gesamtheit unseres Staates.“ (…)

„Wir erklären heute vor allen, daß wir, die Kommunisten, die Erben Lenins, die Erben der Sowjetmacht, die Erben unseres großen Landes sind, und wir werden alles tun, damit die Wahrheit und das Werk Lenins triumphiert. Ich bin überzeugt, der Sieg wird unser sein. Ich beglückwünsche Sie noch einmal zu diesem Feiertag!“ – Mit diesen optimistischen Worten beendete der Vorsitzende des ZK der KPRF Sjuganow seine Rede.

… Und dann setzte sich der endlose Menschenstrom mit den roten Bannern fort und zog zum Lenin-Mausoleum. Zum Geburtstag des großen Führers des Weltproletariats und des Gründers des sowjetischen sozialistischen Staates auf dem Roten Platz waren 10 Tausende gekommen, denen auch heute noch sein Name lieb und teuer ist. Und uum es mit den Worten des bekannten sowjetischen Dichters W. Majakowski zu sagen: „Auch heute noch ist Lenin lebendiger als alles Lebendige, und unser Wissen Kraft und Waffe!“

http://sovrab.ru/content/view/4009/1/

Spotlight (57)

Es sind Beschwerden eingetroffen, dass ich zu wenig blogge. Darum werde ich heute in selbstkritischer Art & Weise ein paar frische und auch schon angegammelte Links präsentieren. Das letzte Spotlight liegt ja auch schon wieder anderthalb Monate zurück.

Ein paar Bilder vom geliebten Kim Il Jong, vom geliebten Vulkan Eyjafjallajokull und der geliebten Raumstation ISS.

Apropos Raumstation. Wisst ihr, warum die MIR damals wirklich runtergekommen ist? Die haben auf den Bordrechnern Windows installiert und dann hat einer ein Fenster geöffnet.

Doch nun zu etwas ganz Anderem!

Alter Schinken, aber trotzdem noch interessant: Polen verbietet kommunistische Symbole. Ein aktueller Schinken, aber es scheint kaum jemand zu merken: Abgeordnete in Sachsen erhalten seit 1. April mehr Geld. Na ja, Sachsen ist sowieso so ein Trauerspiel. Nichtmal ordentlich Radio kann man dort noch hören, denn alle freien Radios wurden dort einfach mal so abgeschaltet.

Da braucht es mehr Widerstand. Hat schon Ulrike gesagt und sagt auch der Pantoffelpunk. Die Polizei in Berlin hat schon Angst. Selbsterfüllende Prophezeiung? Zumindest das Wetter wird ja eher lala…

Fernsehen schauen kann man ja auch nicht mehr! Und beim Zeitungskauf kriegt man das Kotzen.

Was also tun? Die U-Bahn nehmen oder einen Gebrauchtwagen in Afghanistan kaufen? Aber Afghanistan ist ja auch so ein Trauerspiel. Man kann sich ja heutzutage auf nichts mehr verlassen. Nichtmal auf Schwarze Löcher.

Also, was sagt man?

Mein erster vegetarischer Döner

Was für ein Mist, der sich Software nennt!

Das war das Ergebnis, nachdem ich iTunes von 9 auf 9.1 geupdatet habe. Und denkt bloß nicht, das da einfach Deinstallieren und Neuinstallieren hilft.

Hier gibts was in die Ohren (35): Ich und Ich – Einer von Zweien

Ein richtig schöne Schnulze.

Kriegt man ja die Tage selten zu sehen… Flugzeuge in der Luft!

Samstag Nachmittag, 15 Uhr, in der Nähe des Flughafen München:

SpOn:

(…) Hintergrund sei, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa die Maschinen in Frankfurt stationiert haben wollten, damit sie bei Öffnung des Luftraums sofort wieder eingesetzt werden können. Da die Piloten auf Sicht fliegen, benötigten sie dafür keine Genehmigung durch die Flugsicherung. Bei den Maschinen handele es sich um vierstrahlige Langstreckenflugzeuge wie die Boeing 747 oder den Airbus A340.

Dabei handele es sich um voraussichtlich zehn Maschinen, die ohne Passagiere von München nach Frankfurt geflogen werden, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung, Axel Raab, am Samstag.

Mhh… die Kanzlerin hängt in Portugal fest…

Gefunden, gelacht und geklaut bei Fefe.

Mhh… die Kanzlerin hängt in Portugal fest und der Verteidigungsminister in der Türkei. Hat jemand Kontakte zu einem regierungskritischen General? :-) Jetzt oder nie!1!!

Und macht schnell, bevor die FDP das merkt!

Update: Es sind Tage wie dieser, so man sich wünscht, die Kanzlerin wäre ein bisschen beschlußfreudiger. So wie der Kaczynski! “FLIEGEN SIE! DAS IST EIN BEFEHL!!1!” Auf der anderen Seite… wer würde dann das Kommando übernehmen? Wir sind immerhin in einem Krieg! Der Verteidigungsminister? BWAHAHAHAHA :-)