Demokratisch – Links

Wenn ihr mal wissen wollt, was manche unter „demokratisch – links“ für einen Quark von sich geben, dann empfehle ich mal diesen Artikel der „Kritischen Internet-Zeitung im Münsterland“: Linker Dunstkreis.

Ich hätte es ja gar nicht gefunden, hätten sie nicht einen Trackback auf mich abgeschossen. Konkret geht es darum, das gegen eine Genossin aus dem Norden Deutschlands gelästert wird, weil sie es sich wagt, gegen die Bonzen aufzurufen, einen Bürgermeister zu loben, der Wilhelm Pieck ehrt und die deutsche Einheit als historisch großen Fehler darstellt.

Das ganze wird garniert mit Hetze gegen die Linkspartei und die DDR. Zitat:

Die Linke, speziell die westlichen Verbände (und hier zuerst die NRW-Linken), haben in jüngster Zeit immer wieder ihr eigenartiges Geschichtsbild in Bezug auf die DDR unter Beweis gestellt. Besondere Erwähnung finden dabei die Mitglieder des NRW-Landtages Bärbel Beuermann, Ralf Michalowsky und der Alt-Kommunistin Gunhild Böth. Letztere, sie war früher DKP-Mitglied, findet noch heutzutage die DDR “in toto ganz gut”. Sie ist zur stellvertretenden Landtagspräsidentin gewählt worden. Angesichts aller Umstände ist das eine, für NRW, höchst beschämende Wahl.

Demokratisch? Ja. *gähn* Aber mit Links hat das Gewurschte auf dieser Münsterlandseite nichts zu tun.

Hier noch die beiden schlimmen (OMG!) Seiten der Genossin:

Und noch etwas, so nebenbei an die linken Demokraten, oder die demokratischen Linken, so genau weiß man das ja nie. Wer heute noch mit

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – Haftung für Links – hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Erstellung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann, so das Gericht, nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

im Impressum daherkommt, der hat es ja wohl echt noch nicht gepeilt. Siehe: „Link-Disclaimer – Legenden des Internets und relativ sinnlos“.

  1. Eine Reaktion

  2. Von Stanislaw Hirschfeld am 31. Jul 2010 um 13:00 Uhr

    Kritisch und provinziell noch dazu – das kann nur übel sein. Links aber schon auch. Linke Deutsche gibt’s genug, die deutsche Linke kann sich über einen Mangel an Mitgliedern kaum beschweren. Über einen Mangel an Vernunft auch nicht, denn den bemerkt sie ja nicht. Wenn eine „Alt-Kommunistin“ (soll wohl die Entsprechung der Alt-Nazis sein) die DDR enorm untertreibend als „in toto ganz gut“ bezeichnet, dann heulen die Linken, weil jemand nicht nur lobt (also unkritisch ist), sondern zudem mit allem Recht lobt. Sowas ist ihnen ein Verbrechen schlimmster Sorte, widerspricht es doch der negativen Haltung, die sie pflegen. Nicht zuletzt deswegen lobe ich ebenfalls: Ja, die DDR war gut und richtig, wenn auch nicht perfekt. Doch:

    „Dies war dir lästig, jenes angenehm? Bedenke, Tropf: ein Staat ist ein System.“ (Peter Hacks)

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