Elvis in Mexiko – Der Drogenkrieg

Elvis geht es gut in Mexiko. Seine Frauen sind viel beschäftigt (Uni & Arbeit) , deshalb kommt er nur selten dazu, sich zu melden.

Heute soll es aber um ein sehr ernstes Thema gehen, den Drogenkrieg in Mexiko. In letzter Zeit ist es wieder vermehrt in den Focus der Öffentlichkeit gerückt, das die Kämpfe zwischen Drogenbanden und Regierungstruppen seit dem Amtsantritt 2006 des Präsidenten Felipe Calderón Hinojosa massiv zugenommen haben. Mehrere zehntausend Tote in den letzten Jahren sprechen eine ziemlich eindeutige blutige Sprache.

Zurzeit stehen ungefähr 40.000 Armeeangehörige und 5000 Polizisten gegen schätzungsweise 300.000 Angehörige der mexikanischen Drogenkartelle und ihrer paramilitärischen Einheiten im Einsatz. Die Drogenkartelle kämpfen mit hochmodernen Schusswaffen, besitzen aber auch Granatwerfer und Handgranaten. (Wikipedia)

Opfer sind jedoch nicht nur Polizisten, Militärangehörige und Mitglieder der Drogenbanden (welche sich auch untereinander bekämpfen) sondern vermehrt auch Zivilisten. In der deutschen Wikipedia gibt es eine Chronologie außerordentlicher Ereignisse.

Kürzlich erst wurde im Nordosten Mexikos, im Bundesstaat Tamaulipas, die Leichen von 72 ermordeten Migranten aufgefunden. Als Mörder, so scheint inzwischen festzustehen, gilt eine ehemalige Spezialeinheit der mexikanischen Polizei, die inzwischen zu einer eigenen Drogenbande geworden ist. Entführungen und Morde an Migranten gehört zum Alltag in Mexiko. Inzwischen ist einer der Untersuchungsbeamten des Massaker an den 72 Migranten spurlos verschwunden.

Auch Journalisten werden immer häufiger Opfer des Krieges. Sie werden entführt und ermordet, um die Berichterstattung zu behindern. Dabei sind auch Fernsehsender das Ziel von Angriffen seitens der Drogenbanden.

So berichtet das Womblog:

Der Fall reiht sich ein in eine Gewaltserie, die seit Monaten den nordmexikanischen Bundesstaat und zunehmend auch seine Hauptstadt Monterrey erschüttert. Zwei große Drogenkartelle kämpfen mit allen Mitteln um die Vormachtstellung in der Region. Erst am vergangenen Wochenende hatten Drogenbanden mindestens 39 Straßen im Zentrum Monterreys stundenlang mit Autos blockiert und sich Schußwechsel geliefert. Zudem wurde der Sitz des Fernsehsenders Televisa von einer Bombenexplosion erschüttert. Im Januar 2009 war der Sender schon einmal auf ähnliche Weise attackiert worden. Samstag nacht wurde zudem ein Televisa-Gebäude in Matamoros im Bundesstaat Tamaulipas mit Granaten angegriffen.

Monterrey ist die Stadt, in der sich Elvis befindet!

Bei Redblog findet man diesen Hinweis zu der Problematik:

Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für Journalisten weltweit, doch Morde und Entführungen werden fast nie aufgeklärt. Für das “Ende der Straflosigkeit” und “gegen Angriffe auf Journalisten” sind in Mexiko etwa 2.000 Journalisten auf die Straße gegangen. Nun wird die Lage von der UNO und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) untersucht.

Ein großes Problem des Kampfes des Staates gegen die Drogenkartelle ist die Korruption unter den Polizisten. Miese Bezahlung lässt manchen eine kriminelle Karriere einschlagen. Kürzlich erst wurden 3200 Polizisten entlassen, weil sie unter dem Verdacht stehen, korrupt zu sein. Von Ihnen wurden bereits mehrere Hundert angeklagt.

Das es jetzt gelungen ist, einen der Drogenbosse zu fassen, ist nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein.

Interessante Links zum Thema:

  1. 2 Reaktionen

  2. Von Sepp Aigner am 2. Sep 2010 um 20:06 Uhr

    Eigentlich würde ich ja gern ein wenig über Elvis frozteln. Aber irgendwie kann man über die Lage dort schlecht Spässchen machen.

  3. Von Josef A. Preiselbauer am 2. Sep 2010 um 21:37 Uhr

    Beim nächsten Mal gibt es hoffentlich wieder was zum frotzeln. ;)

    Die Lage ist echt übel. Es ist ja nicht nur dieser Drogenkrieg, auch die allgemeine Kriminalität hat ein ganz anderes Niveau als bei uns. Insofern kann ich es verstehen, wenn die Mädels sagen, ihnen gefällt die Sicherheit in Deutschland.

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