Archiv für Januar, 2011

Ab nach Bautzen!

Zum Glück leben wir heute in einer lupenreinen Demokratie und nicht in so einer schlimmen Diktatur, wie damals in der DDR.

Früher, ja, da ist man gleich nach Bautzen gekommen, wenn man mal was gegen die Politiker SED gesagt hat. Sowas kann heute nicht mehr passieren.

Hier der Beweis:

„Während des Aufzuges führten vier Personen ein Plakat mit, auf dem die Bundeskanzlerin beleidigt wurde. Einsatzkräften gelang es, drei der vier Personen später am Rotebühlplatz zu kontrollieren und die Personalien festzustellen. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 37 und 47 Jahren und eine 28-jährigen Frau. Sie werden wegen des Verdachts der Beleidigung angezeigt.“

Die ganze Geschichte: F(M)erkel zeigt an!

Noch ein weiterer Blogger dazu: Jetzt mal ehrlich II

(…) Einige Aktivisten hatten sich mit einem Transparent vor die Eingangstüre des Rathauses gestellt, einige davon lehnten sich an die Wand des hässlichen, phallischen Gebäudes. Und was machen zehn hartgesottene, bewaffnete, martialisch aussehende Ordnungshüter? Sie schieben sich teils recht rabiat zwischen Rathaus und die Jugendlichen und geben als Begründung an, man dürfe sich nicht an das Rathaus lehnen. WAS? (…)

Ja, das ist sie, unsere hoch und heilig geliebte Demokratie!

Bilderrätsel (41)

Ja was ist das denn?

Zitat aus Bladerunner (Der Film)

„Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. … Zeit zu sterben.“

Was für eine Poesie!

DGB zum 13. Februar 2011 in Dresden: Gewerkschaften unterstützen Orosz und Dresden Nazifrei

Pressemitteilung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßt die Initiative der Dresdner Oberbürgermeisterin zur Initiierung einer Menschenkette „Erinnern und handeln. Für mein Dresden.“ am 13. Februar. Sachsens DGB-Vorsitzende Iris Kloppich hält das gemeinsame Vorgehen aller demokratischen Parteien, der Kirchen, der Gewerkschaften, der Sozialpartner und Kammern, des Sports und zahlreicher Initiativen für eine weltoffene Stadt und gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit im Kampf gegen den Rechtsextremismus für unabdingbar.

„Wir Gewerkschaften unterstützen seit vielen Jahren alle Initiativen und Veranstaltungen, die dem heutigen Rechtsextremismus widersprechen. Das Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt darf nicht von Neonazis missbraucht werden. Die Bürgerinnen und Bürger können ein klares Signal setzen, dass sie den braunen Spuk nicht dulden. Für uns ist klar, wir wenden uns gegen Nazis, ob am 13. Februar oder an irgend einem anderen Tag, in Dresden und an jedem anderen Ort.“

Dresdens DGB-Vorsitzender Hron ergänzt: „Wir haben seit Monaten mit vielen Partnern mit der Oberbürgermeisterin verhandelt. Wir waren uns darin einig, dass alle Initiativen, die friedlich protestieren, unterstützt werden. Auf diese Einigkeit kommt es an, und wir können nur jedem raten, diesen Konsens nicht in Frage zu stellen.“

Die Gewerkschaften unterstützen die Menschenkette am 13. Februar sowie die Initiativen des Bündnisses „Dresden Nazifrei“.

Elvis macht in Mexiko Urlaub

In diesem Urlaub sind wir nach Veracruz gefahren. Die Fahrt dauerte zehn Stunden. Zwischendurch haben wir an einer Raststätte gehalten, um zu essen.

Wir aßen viele Garnelen, sie waren sehr lecker. Ein paar Stunden danach waren wir endlich bei meinen Großeltern ihrem Haus.

An Heiligabend habe ich mit meiner ganzen Familie gefeiert und mein Vater bekam eine schöne Schürze aus Deutschland. ;) Wir hatten einen sehr fröhlichen Tag mit unserer Familie.

Am nächsten Tag sind wir, ein Cousin und meine Nichte Zanya, zum Tancocofluss gefahren.

Danach haben wir einen Monolith gesehen. Die Leute in dieses Ort sagen, wenn man den Monolith zu einem anderen Ort bewegt, würde ein heftiger Regen anfangen. So darf der Monolith niemals bewegt werden.

Auch sind wir an den Strand gefahren. Aber das Wasser war sehr kalt, wir konnten nicht baden.

Bei einer Party haben wir Victoriabier getrunken und Tacos gegesen.

Mein Onkel Alejandro hat ein Pub “El viejo oeste”. Da spielten wir Pool und aßen Flusskrebs.

In dieses Ort, Cerro Azul, Veracruz, gibt es Öl. Dieser Weihnachtsbaum ist ein Ölturm die nicht mehr funktioniert.

Vertrauliche E-Mails

So vertraulich, dass der Inhalt nicht mal angezeigt wird.

Canon AE-1 und EOS 3

Canon AE-1, die erste Spiegelreflexkamera weltweit mit Mikroprozessor. Baujahr ab 1976, Kosten damals mit 50mm/1.8 ca. 730 DM. Auf diesem Bild mit einem M42-Objektiv 50mm/1.8 von Exaktar. (Angeschlossen mit Adapter.)

Genial, die Kamera, mit mit Schnittbildscheibe!

Im Hintergrund die Canon EOS 3.

Pressemitteilung und Aufruf zum Riesengebirgstreffen Malá Úpa 2011

Quelle: Revolutionärer Freundschaftsbund e.V.

Am Sonntag, den 9. Januar 2011, beschloß die deutsche Initiativgruppe Riesengebirgstreffen Malá Úpa (Mitglied im Ostdeutschen Kuratorium von Verbänden) bei einem Treffen nach der traditionellen Demonstration im Gedenken an die Ermordung der Spartakisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch reaktionäre Freikorpsoffiziere den Aufruf an deutsche Antifaschisten zur Teilnahme am internationalen Treffen 2011 im tschechischen Riesengebirge.

Die deutsche Initiativgruppe (IG) unterstützt im Geiste des Proletarischen Internationalismus die tschechischen Veranstalter KSCM und KCP OV Trutnov.

Alle deutschen antifaschistisch orientierten Parteien und Verbände sowie Printmedien (zentral wie regional) und Internetmedien werden gebeten, das Treffen durch Informierung ihrer Mitglieder, Sympathisanten und Leser zu unterstützen.

Gerd Hommel
im Auftrage der Initiativgruppe

Download Aufruf als PDF-Datei

Ich bin jetzt religioes.

Ich gehöre der Kirche der heiligen Intelligenz an. Wir glauben, das jeder Mensch über enormes geistiges Potenzial verfügt und klug ist. Wenn ich mich hier allerding so umschaue, dann könnte ich vom Glauben abfallen…

Zur Lage der kommunistischen Bewegung in Deutschland

Folgendes ist ein Gastbeitrag, den ich hier gerne einstelle und der mit meiner Meinung weitestgehend übereinstimmt. Der Autor ist mir bekannt, möchte aber an dieser Stelle nicht genannt werden. Meinungen dazu sind natürlich erwünscht. Trolle werden wie üblich zensiert.

Meine Analyse der Lage der K-Landschaft allgemein. Einer sagt, die Lage sei objektiv. Der andere sagt, das wissen wir nicht. Aber ich denke, das wissen wir schon. Und ich denke auch, daß die Lage ebenso objektiv wie subjektiv bedingt ist. Die Sache hat je nun diese zwei Seiten, die äußere und die innere. Die äußere stellt sich mir so da: Wir haben einen Kapitalismus, der seit mehr als 100 Jahren seine Widersprüche so zuspitzt, daß er reif zur Abschaffung ist. Aber er schafft sich nicht selbst ab, er muß abgeschafft werden. Es bedarf also ebenso solcher Kräfte, die ihn abschaffen. Doch die treten nicht einfach zeitgleich mit der Zuspitzung der Widersprüche oder gar im Takt irgendwelcher Krisenzyklen auf. Das zu glauben ist Vulgärmarxismus, und wer aus dem Fenster schaut, sieht, daß die Welt sich anders verhält. Obgleich wir gerade die größte Wirtschaftskrise seit 1929 hinter uns haben, ist die kommunistische Bewegung und ist nicht einmal die linke Bewegung merklich gewachsen. Stelle ich mir die Frage, warum das so ist, fallen mir drei Gründe ein:

a) das Scheitern des Sozialismus im 20. Jahrhundert wirkt in der Erinnerung der gegenwärtigen Menschen gewaltig nach; daß er Fehler hatte, daß er punktuell unmenschliche Züge besaß, daß er aus dem Dreck geboren wurde – das alles wären die meisten Menschen bereit zu übersehen, aber daß er nicht in der Lage war zu produzieren, das erschütterte das Vertrauen grundlegend. Der Sozialismus hat ein Looser-Image, und das bewirkt, daß die Leute eher daran glauben, den Kapitalismus menschlich machen zu können, als den Sozialismus erfolgreich. Das kann sich ändern, aber das wird es sehr wahrscheinlich erst mit der kommenden Generationen tun, deren Verhältnis zur Vergangenheit weniger belastet (aber auch ärmer an Kenntnis) ist.

b) der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, die Produktion von Armut, ist zu größeren Teilen in die Dritte Welt ausgelagert. Das führt dazu, daß alle nationalen Konflikte wesentlich entschärft werden. Politik findet aber national statt, und der politische Zustand eines Landes hängt nicht zuletzt auch von seiner Sozialsturktur ab. Es gibt in diesem Land eine Minderheit des Pauperismus, die isoliert ist und weder die Möglichkeit erhält, sich zu artikulieren, noch die Intelligenz dazu hat. Wir haben zweitens eine arbeitende Minderheit, sogenanntes Proletariat, Leute, die produktive Arbeit leisten, die aber schon wieder zu wohlhabend sind, eine Interesse daran zu haben, etwas zu ändern. Und wir haben eine Minderheit von Kleinunternehmern, Selbständigen, Dienstleistern, Beamten usf. Das ist die Lage, und diese Lage wäre nicht stabil, wenn der Reichtum, den wir hierzulande genießen, auch hierzulande produziert werden müßte. Ich finde es wirklich erstaunlich, wie groß die Bereitschaft der K-Gruppen ist, über diesen Umstand hinwegzusehen. Sie wollen eine Politik machen für eine Klasse, die in diesem Lande im Grunde nicht existiert, und wundern sich ernsthaft, warum ihnen die Anhänger ausbleiben.

c) der dritte Grund liegt im Funktionieren des modernen Medienapparats (Presse, TV, Internet), der in der Breite und in der Tiefe eine Wirkung hat, die kein Medium vor ihm hatte. Es ist eine Gehirnwäsche weniger der Art, daß Unwahrheiten verbeitet werden – Unwahrheiten werden verbreitet, seit es Politik gibt, jede Politik – auch die bolschewistische – besteht wesentlich in der Verbreitung von Lügen. Aber die Medien waschen den Menschen Hirne dahingehend, daß ihr Denken als solches deformiert wird. Mitunter berichten einige Medien ja die Wahrheit, aber wenn ich eine Bewußtseinsidustrie habe, die den Leuten den Wahrheitsbegriff aus den Köpfen vertrieben hat, die ihnen elementare Formen des Denkens aus den Kopf vertrieben hat, kann ich mit der Wahrheit nichts ausrichten. Vernunft – und das sieht man nicht nur an der BILD-Zeitung, sondern z.B. auch an offen-siv – wirkt nur dort, wo ihr zu wirken gestattet wird. Es gibt nichts zwingenderes als einen logisch makellosen Schluß, aber derselbe ist machtlos, wo die Grundregeln der Logik nicht anerkannt werden. Und genau darin besteht die Gesamtwirkung der modernen Medien. Die Einzelwirkung – direktes Lügen, Unterhaltung als Ablenkung – kann dagegen fast vernachlässigt werden.

Diese drei Gründe sind objektive Gegebenheiten, und sie erklären, warum eine gesellschaftliche Lage, die reif zur Veränderung ist, keine entsprechende subjektive Haltung in der Bevölkerung hervorbringt. Der subjektive Zustand ist nämlich gleichfalls objektiv begründet. Daß die K-Landschaft so schwach wie schwachsinnig ist, ist kein Fluch oder Pech, sondern es hat Gründe. Schwachsinnigkeit folgt aus Schwäche. Was passiert denn, wenn man von einer politischen Bewegung die Mitläufer (die von besagten drei Gründen gehindert werden, Mitläufer einr K-Bewegung zu werden) abzieht? Was bleibt dann übrig? Die Avantgarde? – Die zum geringsten Teil, denn die Avantgarde rekrutiert sich zum größeren Teil gerade aus den Leuten, die objektive Lagen einschätzen können. Was vor allem übrigbleibt, sind die Holzkopfe, die Dogmatiker, die Autisten. Leute, deren politische Standhaftigkeit nicht das Resultat geistiger Schärfe und politischer Disziplin ist, sondern Leute, die so sehr in ihrer eigenen Welt leben, daß sie selbst für den Opportunismus zu dumm sind. Die Standhaftigkeit dieser Leute ist keine Leistung, sondern kommt schlicht aus der Unfähigkeit, objektive Lagen zu erkennen. Dieser Menschenschlag dominiert aber die K-Landschaft, und daß er ihn dominiert, ist folgerichtig.

Und es stimmt: Mit diesen Leuten und mit diesen Gruppen erreicht man überhaupt nichts. Aber daß liegt nicht nur an der Unfähigkeit dieser Leute, sondern daran, daß sich die Gruppen mit zunehmender Veränderung dieser objektiv-subjektiven Gegebenheiten ebenso verändern. Eine jede Lage bekommt die kommunistische Bewegung, die sie verdient. Eine bessere Lage wird auch eine bessere Bewegung bekommen.