Spotlight (64) – 13. Februar

Im Folgenden eine kleine Zusammenfassung von verschiedenen Artikeln rund um den 13. Februar 2011 in Dresden ohne Anspruch auf auch nur ansatzweise Vollständigkeit.

Der Arbeitskreis Antifa Dresden veröffentlicht ein Grundlagenpapier zum 13. Februar, in welchem auf die Gründe des Protest gegen das Gedenken eingegangen wird. Bemerkenswert an dieser Stelle, dass erstmals offen gesagt wird, das es beim Angriff auf Dresden nicht um die Zerstörung der industriellen Infrastruktur ging:

Es war jedoch nicht das Ziel des britischen Bombardements, an einer dieser Stellen anzusetzen, sondern die Strategie hieß “moral bombing”, nach der ganz klar die Zivilbevölkerung Ziel der Angriffe war. Daher wurden die Innenstadt und angrenzende Viertel bombardiert, in denen sich keine Garnison und kein großer Rüstungsbetrieb befanden. Die Gauleitung befand sich in Bunkern im Lockwitzgrund, die SS-Führung an der Mordgrundbrücke. Auch die Gebäude der Bahn, Bahnhöfe und Gleisanlagen wurden eher zufällig beschädigt (…)

Wer sich in Dresden auskennt, kann das leicht am eingezeichneten Zielsektor erkennen.

Trotz aller Diskussion um den 13. Februar 1945, der Protest gegen die Geschichtsverdrehung der Nazis, die Deutsche nur als Opfer darstellt, ist absolut wichtig. Und da helfen Menschenketten nichts. Auch wenn sie ein Zeichen setzen können. Aber: “Das die Rechten sich mit in die Menschenkette einreihen wollen, das geschieht Euch ganz recht!” Worte in einem 3Sat – Kulturzeit-Beitrag (Video).

Das jeder etwas gegen Nazis tun kann, wenn man nur will, beweist das Blechblog mit einer sehr persönlichen Schilderung des 13. Februar.

Bei Alternative Dresden News gibt es eine Zusammenfassung des 13. Februar 2011 in Dresden: Knapp 1300 Nazis demonstrieren in Dresden. Hierbei ist 1300 meiner Einschätzung nach wohl die realistischste Teilnehmerzahl.

Der Störungsmelder (Wir müssen reden. Über Nazis.) bei ZEIT Online berichtet unter Abkürzung nach rechts hauptsächlich vom Verlauf der Nazidemonstration.

Benjamin Laufer berichtet ebenfalls sehr ausführlich über den ganzen Tag: “Dresden, du Opfer!”

Basterus Fotografie hat sich dagegen dem Polizeieinsatz rund um die Geschehen gewidmet: 13. Februar Dresden – Nazi- und Gegendemo.

Nicht zuletzt sei auch nochmal der Hinweis auf Dresden Nazifrei! eingebracht mit verschiedenen Spekulationen über Szenarien am 19. Februar.

Ob Altstadt, ob Neustadt: Dresden bleibt auch am 19.02.2011 nazifrei!
Wir blockieren, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist! No Pasaran!

Selbst aus dem tiefsten Bayern kommen die Aufrufe, am 19. Februar die Nazis zu blockieren: Keinen Fussbreit den Faschisten

So schaut’s aus!

  1. 5 Reaktionen

  2. Von GeRu am 16. Feb 2011 um 12:09 Uhr

    Ich frage mich immer was die Eltern dieser Dumpfbacken nur falsch gemacht haben wenn sie nicht gerade selbst zu diesen Unbelehrbaren gehören,denn den Braunen Spuk kann man schon durch leichte erzieherische Maßnahmen daheim verhindern,als unsere zwei Sprösslinge durch ihren damaligen Bekanntenkreis anfingen in die Richtung abzudriften habe ich ihnen erzählt das sie durch die mütterliche Linie solch einen Völkermischmasch in sich haben das sie nach der NS Ideologie wohl kaum als Arisch durchgehen würden.Das Ergebnis waren erstaunte Blicke und eine Änderung ihrer Einstellung.Nun sind sie Brave Menschen denen nur noch die Richtige Politische Richtung vermittelt werden muss

  3. Von gewe am 16. Feb 2011 um 19:23 Uhr

    Ist der Droneneinsatz denn schon rechtlich abgesichert? Meines Wissens dürfen die fliegenden Eimer erst ab 2014 zum Einsatz kommen.

    Das 250 Busse (20000 Gegendemonstranten) kommen, sollte stärker publik gemacht werden.

    Ansonsten – auf zur letzten “Schlacht”. Auf das es diesem braunen Gesindel ein für allemal vergeht, hier nochmal auf die Straße zu gehen.

  4. Von Josef A. Preiselbauer am 16. Feb 2011 um 20:06 Uhr

    Interessiert das neuerdings, ob irgendeine polizeiliche Maßnahme abgesichert ist? Man kann ja dagegen klagen, in drei Jahren gibt es vielleicht ein Urteil. Siehe G8 und Heiligendamm.

  5. Von gewe am 17. Feb 2011 um 19:53 Uhr

    Klar interessiert das keinen, ob erlaubt oder nicht. Aber man muss es sich ja dennoch nicht gefallen lassen.

  1. 1 Trackback(s)

  2. 17. Feb 2011: trueten.de - Willkommen in unserem Blog!

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