Dresden am 19. Februar 2011 – Diese Stadt bleibt Nazifrei!

Wie schrieb ich heute früh auf Twitter?

Nu, pogodi, Nazi! 2010 erlebten sie ihr Moskau 1941, heute bekommen sie ihr Stalingrad!

Und so war es dann auch. Die drei angemeldeten Kundgebungen und was weiß ich noch endeten für die Nazis in einem Fiasko, welches sie letztendlich selber freiwillig abbrachen. Besser war es!

Ich bin 10 Stunden am Stück durch die Stadt gelaufen und hab verschiedene Orte besucht. Dafür hätte ich gerne einen kleinen Applaus und eine große Tüte Mitleid.

Doch der größte Respekt gebührt all den tausenden und aber tausenden Antifaschisten, die heute stundenlang in Blockaden ausharrten, um die Nazis nicht laufen zu lassen. Es war ein voller Erfolg! Danke euch allen, woher auch immer ihr gekommen wart!

Ich stehe nun vor der Aufgabe, aus über 500 Fotos die besten rauszusuchen und darüber zu berichten, was ich erlebt und gesehen habe. Da es am Ende doch noch über 100 Fotos sind, muss ich in diesem Bericht einen Knick machen, den sehen aber nur die, die direkt das Blog aufgerufen haben. Ich hoffe, der Artikel gefällt Euch. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und alles sind nur persönliche Eindrücke.

Schon seit dem gestrigen Tag merkte man, dass die Stadt nur so vor grünen und blauen Touristen wimmelte. Aber das kannte man ja auch vom letzten Wochenende in Dresden.

Bis dato war es aber ruhig. Da blieb auch mal Zeit für das eine oder andere Erinnerungsfoto.

Auf den Brücken, hier auf der Augustusbrücke, bekamen alle anderen Touristen dann schon einen Vorgeschmack auf den Ausnahmezustand, der der Stadt bevorstand. Autos und Straßenbahnen wurden rigoros kontrolliert und wer nicht in das polizeiliche Konzept des braven Bürgers passte, der wurde abgewiesen, die Altstadt zu betreten.

Das Bündnis Dresden Nazifrei hatte zum Sammelpunkt ab 8.30 Uhr an beiden Enden der Marienbrücke aufgerufen. Auf der Neustädter Seite standen dann auch schon mehrere hundert Antifaschisten.

Ich muss gestehen, zu dem Zeitpunkt hatte ich meine Zweifel, dass wir an diesem Tag etwas bewirken würden. Denn was nützt die Marienbrücke, wo doch die Nazis auf der Altstädter Seite jenseits der Bahngleise auflaufen wollen? Zum Glück wurde ich eine Besseren belehrt.

Die Brücke war gesperrt. Nach dem dort eine Kundgebung angemeldet wurde und die Menschen weiter vorkamen, rückte von der Altstädter Seite Verstärkung im Laufschritt an.

Doch auch auf der Altstädter Seite hatten sich bereits hunderte Antifaschisten eingefunden. Obwohl diese dort quasi eingekesselt waren, konnten immer wieder einzelne Grüppchen aussickern. Eine Taktik, die die Polizei den ganzen Tag beschäftigen würde.

Die Brücke selber war immer noch ein einsamer Ort…

Vor dem Gewerkschaftshaus (DGB) war schon vor einigen Wochen eine Kundgebung als Mahnwache angemeldet. Das Gewerkschaftshaus wurde 1933 von den Nazis besetzt und als Folterkeller missbraucht. Dagegen richtete sich die Veranstaltung: „Für Demokratie – gegen Menschenfeindlichkeit“. Obwohl diese Mahnwache kurzfristig am Vortage verboten wurde, ließen sich die Gewerkschafte nicht davon abhalten.

Plötzlich strömte aus einer Bahnunterführung eine größere Gruppe Menschen heraus. Es waren Antifaschisten. Sie waren vermutlich mit ihrem Bus nahe ins Zentrum gekommen.

Die Menschen, die am Ende der Marienbrücke standen, konnten in einer Demonstration dazu stoßen. Von außen war davon allerdings nicht viel zu sehen, da das ganze einem Wanderkessel glich. Unterwegs wurden immer wieder einzelne antifaschistische Gruppen „eingesammelt“, und so ging es über den Bahnhof Mitte zum Hauptbahnhof Dresden.

Auch die Polizei versuchte durch Hubschrauberformationsflug zu beeindrucken

Ich bin dann hinter der Bahnlinie in einem großen Bogen über die Freiberger Straße zur Nossner Brücke gelaufen. Diese war stadteinwärts komplett gesperrt. Dort war alles ruhig und abgesehen vom geringen Autoverkehr konnte man fast vergessen, was in der Stadt los ist. Inzwischen erreichten mich aber Nachrichten, dass auf dem Nürnberger Platz ein Versuch einer Blockade brutal durch die Polizei mit Wasserwerfereinsatz geräumt wurde. Als ich an der Nürnberger Straße ankam, war alles ruhig, bis auf einer größere Anzahl Einsatzwagen. Eine kleine Gruppe von vermutlichen Christen wurde abgewiesen.

Hinter dem Nürnberger Ei war die Straße Richtung Nürnberger Platz komplett gesperrt. Dort sollten die Nazis wohl ihre große Kundgebung abhalten. Zu sehen war außer Polizei und viel, viel Absperrungen aber noch nichts. Warum eigentlich auf dem Nürnberger Platz? Für einen zweiten Nürnberger Prozess?

Ich lief Richtung Hauptbahnhof. Die Dekorationen der Hochhäuser parallel zur Fritz-Löffler-Straße waren schön anzusehen.

An der Südseite des Hauptbahnhofs, auf dem Fritz-Förster-Platz war der Anblick dagegen ekelhaft. Bereits über hundert Nazis warteten dort. Schön war aber zu sehen, wie einige jetzt schon in der Kälte bibberten. Tja, Glatzen zeigen fürs Vaterland ist nicht ein jedermanns Sache! Neuankömmlinge gröhlten durch den Bahnhof und wurden draußen mit einem zackigen „Hierrr entlang, Kamerrraden!“ von ihren Ordnern empfangen.

An der Nordseite des Bahnhofes, auf dem Wiener Platz, war die Stimmung wesentlich ausgelassener. Da wurde getanzt, eine Blaskapelle spielte (Und es war gut!), es gab zu lecker zu essen und von mehreren Lautsprecherwagen tönte Musik. Außerdem waren es wesentlich mehr Menschen, die da auf der richtigen Seite standen!

Sogar die Polizei hatte Zeit für ein bisschen Kraftsport.

Inzwischen machte die Nachricht von weiteren Blockaden die Runde. Zur Strehlener Straße soll es mehrere erfolgreiche Durchbrüche von Antifaschisten gegeben haben. Später wurde mir erzählt, wie das gelang. So müssen wohl einige immer wieder angetäuscht haben, über den Bahndamm flitzen zu wollen und als die Polizei damit eine Unterführung praktisch nicht mehr besetzte, gelang ein Durchbruch von einer größeren Anzahl Antifaschisten. Entsprechen war auch das Wirrwarr hinter dem Bahndamm. Ich lief also wieder zum Fritz-Löffler-Platz hoch, wo bereits letzten Samstag eine Blockade saß, und siehe da, die Kreuzung war besetzt.

Es hatte aber nicht jeder den Arsch in der Hose, auf der richtigen Seite zu stehen…

Leider sah es bald nach einer Räumung aus. Die Wasserwerfer waren schon aufgefahren, als ein kleines Wunder geschah. Mehrere Bundestagsabgeordnete tauchten auf: Wolfgang Thierse, Petra Pau und Katja Kipping. Sie wurden mit Beifall begrüßt. Mir ist nicht bekannt, ob es ihnen gelang, eine spontane Kundgebung anzumelden, aber die Lage entspannte sich erst mal merklich.

Inzwischen waren auch auf dem Nürnberger Platz eine größere Menge Nazis zusammen geströmt. Also so ca. 10-20 Personen. Sollte das die angekündigte Großdemonstration werden?

Da schaute ich mir doch noch mal lieber die Wasserwerfer der Polizei an…

Ich lief die Münchner Straße Richtung Münchner Platz hinauf. Dort war schon die nächste Blockade in Stellung gegangen. Und wie man das von den Linken gewöhnt ist, mit viel Party, Fun und Musik. Hey, sogar ein Klavier hatten die herbei geschafft. Ich war beeindruckt!

Ich trieb mich dann noch eine zeitlang südlich davon herum, aber da war mir die Gegend doch zu gefährlich, immerhin hieß es, die Nazis würden über die Südhöhe zum Nürnberger Platz laufen. Wenn man sich das dann aber anschaute… Das übliche Bild. Nichts.

Dafür weiter unten: Die Blockade sitzt!

Inzwischen rosteten die Schienen der Straßenbahn vor sich hin und am Bahnhof kamen noch mehr Nazis zum Vorschein. Offensichtlich verlief die Fahrt aber nicht ganz reibungslos oder sie hatten eine schwere Aktionswoche hinter sich. Ich habe einige blaue Augen, Beulen und Schrammen gesehen. Mein Mitleid hielt sich aber verständlicherweise in Grenzen!

Vor dem Bahnhof war dafür noch umso mehr los. Inzwischen hatte es laut verschiedenen Quellen einen größeren Zwischenfall am Hauptbahnhof gegeben. Was genau, wer und wo, das weiß ich auch nicht. Offensichtlich aber auf antifaschistischer Seite. Als ich jedoch dort ankam, war wieder alles ruhig.

Nun wollte ich mir mal die Budapester Straße anschauen. Es war ein schöner Anblick! Die Brücke war brechend voll von unzähligen Menschen. Im vorderen Teil der Blockade waren die Massen so dicht gedrängt, dass dort keinerlei Durchkommen war.

Und jeder, egal wie viel Beine, beteiligte sich!

Ich lief, wieder über Freiberger Straße und Nossener Brücke zur Nürnberger Straße. Dort schien inzwischen einiges passiert zu sein.

Und weil unverantwortliche Bürger ihren Müll einfach auf der Straße liegen gelassen hatten, kam es sogar zu einer spontanen Selbstentzündung.

Aber vielleicht wollte sich auch nur jemand sein Essen warm machen? Die Feuerwehr war aber schnell zu Stelle und löschte.

Derweil war die Polizei damit beschäftigt, Flaschen kaputt zu machen. Das fand ich schade, war doch bestimmt noch Pfand drauf.

Aber wenigstens war die Gegend schön mit Blumen dekoriert. Das lud richtig zum Schlendern und Fahrradfahren ein, wie Christian Ströbele, der grüne Bundestagsabgeordnete, bewies.

Und während ich feststellen musste, das der Polizei vor Ort freundlich der Weg gewiesen wurde, entstand schon die nächste Blockade und Kundgebung auf der Kreuzung Nürnberger Straße – Budapester Straße.

Mir taten aber inzwischen die Füße weh. Also entschloss ich mich wieder über den Nürnberger Platz, die Nazis waren immer noch nicht mehr geworden…

… zum Fritz-Förster-Platz zu laufen. Die Blockade saß noch immer, aber inzwischen war wieder mehr Polizei aufgetaucht. Sie hatten auch Hunde dabei. Diese Tiere waren extrem aggressiv, sie sprangen jeden an, der nur in ihre Nähe kam. Tierquäler!

Die Polizei hatte die Blockade eingekesselt, obwohl zu dem Zeitpunkt inzwischen klar war, dass sich das Thema mit dem Naziaufmarsch erledigt hatte. Und ob es als Rache dafür war, das sie Stunden früher nicht räumen konnten, wollten sie von jedem, der sich auf der Kreuzung befand, die Personalien aufnehmen. Diese Antifaschisten sollen durch ihre Blockade eine genehmigte Demonstration verhindert haben. Ja! Die Antwort waren Sprechchöre: „Wir sind schuld! Wir sind schuld!“

Nachdem die ersten Personen aus dem Kessel herausgeführt waren, gab es plötzlich einen Ausbruch. Übrig blieben eine leere Kreuzung und noch maximal 50 eingekesselte Personen. Die größte Frechheit war allerdings die Durchsage der Polizei, wer schnell nach Hause gehen will, kann sich freiwillig am Ausgang der Sperren melden.

Ich ging letztendlich noch zum Hauptbahnhof, und hey, wir verstehen es, unseren Sieg über die Nazis zu feiern.

Danach kehrte langsam, ganz langsam Ruhe in der Stadt ein.

Zu einigen Zwischenfällen kam es noch, als mehrere hundert Nazis am Plauener Bahnhof in Dresden eine Aktion starten konnten, dort aber schon über tausend Antifaschisten warteten. Auch der spätere Versuch der Nazis, in Leipzig noch etwas zu reisen, war zum Scheitern verurteilt.

Tja, Krieg verloren, Dresden verloren. So schaut es aus! Ich freu mich, dass es wieder gelungen ist, diesen Naziaufmarsch zu verhindern.

In den nächsten Tagen werde ich noch einige Links präsentieren und auf die Medienberichterstattung eingehen. Für heute ist Feierabend. Ich hoffe, der Bericht gefällt Euch.

Danke nochmal an alle, die da waren. Und auch an die, die uns aus der Ferne unterstützt haben!

  1. 35 Reaktionen

  2. Von Sebastian am 19. Feb 2011 um 23:47 Uhr

    Danke für diesen guten Bericht.
    Ich warte auf die Links und wünsche einen entspannten Abend.

    Grüße Sebastian

  3. Von Jöfe namenlos am 19. Feb 2011 um 23:57 Uhr

    die juristen am verwaltungsgericht in DD haben beim abi geschichte abgewählt – dadurch kennen die auch nicht das potsdamer abkommen von 1945

  4. Von Lydia am 20. Feb 2011 um 00:02 Uhr

    Wir waren ja nur zum “Vorwärmen” am letzten Wochenende in Dresden – ein umso größeres DANKE für diesen tollen Bericht aus erster Hand!
    Und, versprochen: Sollten die Nasen es tatsächlich auch nächstes Jahr nochmal wissen wollen, werden wir (wieder) am Start sein! :mrgreen:

  5. Von Felix am 20. Feb 2011 um 02:41 Uhr

    Applaus!!!
    …für die schönen Bilder.
    Aber die Tüte musst du selbst abholen.

  6. Von Antifaa am 20. Feb 2011 um 04:10 Uhr

    To be honest, I didn’t like this Article…
    I loved it so much! ?

    Thank you for this complete report! With emotion, impressions, images…with everything we really wanted to know about

    Can I translate it into Portuguese to an Antifascist Forum (Portugal) and into English, with credits?

    Please?! :roll:

  7. Von Josef A. Preiselbauer am 20. Feb 2011 um 09:40 Uhr

    Yes, yes, please translate and publish. It’s very ok. :)

  8. Von gewe am 20. Feb 2011 um 10:41 Uhr

    Große Klasse der Artikel und ich kann mich nur Deiner Meinung anschließen: Großen, Großen Dank an und rießen Anerkennung für alle Antifaschisten, die den Nasen 2011 ihr Stalingrad beschehrt haben.
    Sollten diese Dumpfbacken 2012 nochmal antreten, dann bekommen sie ihr Berlin.
    Tja und hier Deine kleine Tüte Mitleid und der große Applaus. Kuchen gibts heute Nachtmittag. :lol:

    Enttäuscht bin ich allerdings, dass du offenbar an den falschen Brennpunkten warst. Wenn man sich die Schlagzeilen der gestrigen Morgenpresse (BILD, Morgenpost) ansah, hatte man die Erwartungshaltung, am Abend brennt ganz Dresden und kein Stein ist mehr auf dem anderen. RTL und Co. konnten gar nicht oft genug erwähnen, dass linke Chaoten die Stadt niederbrennen und viele, viele arme Polizisten verprügelt und schwer verletzt hatten. Davon kann ich auf Deinen Fotos aber kaum etwas erkennen.

    Der Dresdner Polizeipräsi durfte sich gestern Abend mehrfach bei RTL und MDR ausheulen, dass es nicht nach einer friedlichen Demo, sondern nach Krieg aussah. Die hatten aber auch nur wenige Bilder von einer Straße mit Pflastersteinen an der falschen Stelle zu zeigen. Also, wo sind Deine Kriegsberichtsbilder?

    Nun im Ernst. Es gab immer wieder Hinweise, besonnen zu handeln. Daher finde ich das Zerkloppen von Autoscheiben deplaziert. Leute, denkt doch mal bitte daran, dass wir noch viel mehr Mutbürger gewinnen wollen. Denen die Autos zerkloppt worden, wird das Mitgehen mit der Antifa nicht in den Sinn kommen. Warum nur muss es immer wieder einigen wenigen einfallen, so einen Scheiß zu machen?
    Ja, mir ist bekannt, dass die Polizei provoziert hat und Pflastersteine erst geflogen sind, nachdem Wasserwerfer zum Einsatz kamen. Aber warum dann den Frust am Eigentum unbeteiligter Dresdner auslassen?

    Allen anderen meine größte Anerkennung, für Ausbrüche, Furchtlosigkeit und stundenlanges Blockieren bei winterlicher Kälte und Trübe. Allen Verletzten beste Genesungswünsche und unsere Solidaridät allen ungerechtfertigt in Gewahrsam genommenen. Laßt euch auch im Nachhinein nicht durch die Medien einschüchtern. Die heulen doch nur und verdrehen wie immer die Fakten, weil aus ihrer Sicht, die falschen Kräfte gewonnen haben.
    Es haben aber die gewonnen, die verhindert haben, dass Dresden ein weiteres mal eines Tages in Schutt und Asche liegen könnte.

  9. Von sturmi am 20. Feb 2011 um 11:37 Uhr

    Ein großes Lob an den Verfasser dieses Artikels. Solch eine nicht immer ganz ernst gemeinte (Ironie und schwarzer Humor lassen grüßen) Berichterstattung steht im guten Kontrast zu den Massenmedien. Dort hat man ja nur Bilder von brennenen Barrikaden und Steine werfenden Idioten gesehen.

    Daumen hoch auch für die klasse Bilder. Super Qualität und von allem etwas dabei. Ich war überrascht, als ich die Bilder mit den 5-6 Hubschraubern sah :shock:

    Ich habe sofort meine Sachen geschnappt als ich hörte, dass 500 Nazis sich auf den Weg nach Leipzig gemacht haben. Wir haben sie dort lautstark empfangen und deutlich gemacht, auch da sind sie nicht willkommen. Aber auch in Leipzig am Bahnhof war massig hochgerüstete Polizei. Ich frage mich, wo die alle herkommen :roll: Trotzdem ist da alles friedlich geblieben. Die Braunen durften ja wegen “polizeilichem Notstand” nicht vom Bahnsteig runter :lol:

    Beste Grüße aus Leipzig an meine Heimatstadt Dresden

  10. Von geru am 20. Feb 2011 um 12:45 Uhr

    interessante Bilder und interessant Berichtet noch dazu,Glückwunsch.Zudem hast du die Staatsmacht bei einem vergehen fotografiert welches dem Braven Bürger 20 Euronen kostet-Wildpinkeln :mrgreen:

    Heute Morgen durfte ich das Lesen:
    http://www.nonstopnews.de/meldung/12681

    war das die Rache der Braun denkenden Justiz??

  11. Von Josef A. Preiselbauer am 20. Feb 2011 um 13:13 Uhr

    @geru, guggst Du: “Dresden Nazifrei” im Visier des LKA

  12. Von vera am 20. Feb 2011 um 13:26 Uhr

    Herzlichen Dank und viel Mitleid mit deinen armen Füssen. Klasse.

  13. Von Reichsbürger am 20. Feb 2011 um 16:28 Uhr

    …gründet doch wiedermal ne “Volkskammer” ihr BRDDR ler,ladet Margot Honecker ein die könnte dann Eure gelungene Umerziehung noch untermauern.

    Alles Gute,und “legt Euch wieder hin…”

    ein ehemaliger Staasihäftling

    übrigens was wisst ihr schon von Geschichte,aus euren “Siegergeschichtsbüchern” und den “staatlichen Medien”..einfach nur lächerlich,hört auf Euch “denken zu lassen” und findet endlich mal den Lichtschalter.

  14. Von Stötzel am 20. Feb 2011 um 17:05 Uhr

    Einen Glückwunsch den Nazi-Gegnern. Nach dem Erfolg von 2010 glaubte ich kaum an einen solchen großen Sieg in diesem Jahr. Noch nie habe ich mich so über einen Irrtum von mir gefreut.
    Fragen bleiben. Wird die Stadt nun allmählich munterer und lässt sich mehr einfallen als Kerzen und Händchen halten?

  15. Von Albrecht am 20. Feb 2011 um 19:52 Uhr

    Lieber Josef A. Preiselbauer,

    herzl. Dank für deine interessante Berichterstattung!http://www.woschod.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif

    Der Einsatz der Antifaschisten ist grandios, aufopferungsvoll und heldenhaft gewesen! Er sollte künftig in den Geschichtsbüchern der historischen Wahrheit stets Erwähnung finden! Sie haben den Sieg über die Braune Pest erkämpft und Ihnen allen gebührt größte Hochachtung!http://www.woschod.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif

  16. Von Sepp Aigner am 20. Feb 2011 um 21:49 Uhr

    Vielen Dank für Deinen super Bericht. Ich werd ihn in meinem Blog verlinken. – Tolles Ergebnis für alle Antifaschistinnen und Antifaschisten ! Das macht Mut.

  17. Von gewe am 20. Feb 2011 um 22:38 Uhr

    @Reichsbürger: Ruhm und Ehre gebührt vor allen den jungen Menschen am letzten Samstag. Vor allen, weil heutige Geschichtsbücher eine eher Dir genehme Historie darstellen.
    Verständlich, dass der Frust in Dir tief sitzt, dass trotz aller Geschichsverdrehung der letzten Jahrzehnte, die Menschen dennoch sehr gut begreifen, was für sie gut und was für sie schlecht ist. Das viele junge Menschen die heutige Darstellung der Geschichte kritisch hinterfragen und dabei sogar die aus meiner Sicht richtigen Antworten finden. Denn nur mit diesen Antworten und dem richtigen Wissen über die deutsche Geschichte, können solche mutigen Aktionen wie am letzten Samstag in Dresden im Kampf gegen die erneute braune Pest erfolgreich stattfinden. Ob es Dir gefällt oder nicht, diese Menschen haben aus der Geschichte gelernt und wissen, wie sie eine Wiederholung der faschistischen Verbrechen verhindern können. Das ist die wahre Zukunft dieses Landes und nicht ihr braunen Dumpfbacken werdet es sein. Dafür werden alle Antifaschisten vom letzten Samstag und noch zig Tausende mehr in dieser Welt einstehen. Begreift es endlich, eure Zeit der ewig Gestrigen ist vorbei. Eure Ideologie des Rassenhasses, des Herrenmenschentumes, der menschenverachtenden, brutalen Unterdrückung anderer Völker passt nicht in diese moderne globale Welt. Das werdet ihr immer und immer wieder zu spüren bekommen, bis ihr letztendlich aufgeben müßt.

  18. Von KnuddelDuddel am 21. Feb 2011 um 14:04 Uhr

    Danke für die vielen Fotos!
    Ihr werdet ab sofort die gleiche Toleranz von uns bekommen,wie Ihr uns entgegen bringt!
    Laßt Nachts lieber die Lichter an!
    Wir sehen uns jetzt öfter…

  19. Von Josef A. Preiselbauer am 21. Feb 2011 um 14:12 Uhr

    Toleranz? Seit wann kennt ein Nazi dieses Wort?

  20. Von Jakob am 21. Feb 2011 um 14:39 Uhr

    Ich als Dresdner freue mich natürlich ungemein mit allen anderen über die erneute Niederlage der Neonazis. Auch ich war den ganzen Tag draußen und habe blockiert. Aber auch dieses Jahr wieder hab ich mehrmals den “Schwarzen Block” hautnah in Aktion erlebt, und ich kann mich den harmlosen Formulierungen oben nicht anschließen.
    Diese pseudo-linken Krawalltouristen haben in meiner Wohngegend, weitab jeglicher Nazi- oder Polizeipräsenz, wahllos Mülltonnen abgefackelt, die immer noch hier rumliegen und stinken. Als ich sie von diesem sinnlosen Treiben abbringen wollte (haltet mich für naiv…), sind meine Freundin und ich fast schon attackiert worden.
    An der Bergstraße (TU-Campus) wurde ich dann Zeuge des Aufbaus einer brennenden Barrikade, für die eine komplette Baustelle(!) der Universität zerlegt wurde… Gerüste, Betonmischer und sogar der Stromgenerator. Das geht definitiv zu weit, zumal die “Autonomen” beim ersten Anzeichen von Polizei sofort geflohen sind (nicht ohne noch Flaschen und Steine zu werfen) und ihre heldenhafte Barrikade das anrückende Räumfahrzeug keine volle Minute aufgehalten hat.
    Eine 50 Meter bergabwärts auf derselben Straße formierte Sitzblockade von vielleicht 40 Leuten hat die Polizei dagegen fast eine halbe Stunde aufgehalten – ohne Feuer, ohne Flaschen und Steine und vollkommen unvermummt. Warum nicht immer so? Warum machen irgendwelche pubertierenden, in meinen Augen eher unpolitischen Stadtverwüster jedes mal wieder die schlechte Presse der Blockierer erst möglich?

    PS: Versteht mich nicht falsch – ich bin Student, “links” und von ganzem Herzen Antifaschist -, aber diese Brandstifter kotzen mich inzwischen ehrlich gesagt genauso an wie die Prügelpolizei und die Nazis selbst.

  21. Von D. Krüger am 21. Feb 2011 um 16:28 Uhr

    Dir, lieber Woschod vielen Dank für Deinen sachlichen Bericht. Allen Verhinderen meine Bewunderung für ihren Mut, ihre Ausdauer und ihre Kälteunempfindlichkeit.
    Gewe hat wie immer den Nagel an der richtigen Stelle getroffen – und das paßt vielen nicht die hier schreiben oder auch nur lesen.
    Für das weitere Jahr wünsche ich mir aber weiter Mut, Ausdauer und Teilnahme von vielen Antifaschisten – auch an angeren Orten in diesem Lande – denn Nazis fahren und zeigen sich nicht nur in Dresden – sie sind überall, schlimmer als Ratten.
    Und schlimm ist auch – die meisten Nazis sind nicht mal als Nazis zu erkennen.

    Stark bleiben!

  22. Von Sepp Aigner am 21. Feb 2011 um 19:09 Uhr

    Hallo Josef Preiselbauer.
    Du hats in Sachen “Dresden stelltsich quer” wirklich einen super Job gemacht. Danke.

  23. Von gewe am 21. Feb 2011 um 19:38 Uhr

    @Jakob, danke, dass Du meine vorsichtige Kritik am SB verstärkt hast. Da ich nicht unmittelbar in dieser Gegend war, habe ich mich zurückgehalten. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass wir das zukünftig unterbinden können. Bei allem Schaden vor Ort, Ärger für Unbeteiligte, Sinnlosigkeit solcher Aktionen und Steilvorlagen für die Chaos- und Sensationpresse. Ich stehe gern für Diskussionen mit den Jungs und Mädels vom SB zur Verfügung. Der Bloggbetreiber kann mich erreichen.

  24. Von Renate am 21. Feb 2011 um 23:33 Uhr

    Bolschoe spasibo, lieber Woschod,
    für Deinen tollen Bericht. Steckt eine Heidenarbeit drin.
    Habe mittendrin gesteckt: bei ekelhaft naßkaltem Wetter mit leichtem Schneefall 6-km-Marsch von Autobahn ins Stadtzentrum – am Bahnhof Mitte Zusammenschluß mit Demo, tschechische Freunde getroffen, Europaabgeordnete und Bundestagsabgeordnete, auch ehemalige sächsische Ministerin, haben mitdemonstriert – Weitermarsch zum Franz-List-Platz, Beginn des Konstatin-Wecker-Konzertes miterlebt, nach 2.Lied Umzug auf die Brücke Budapester Str. – dort Drohne gesichtet, Konstantin-Wecker-Konzert fortgesetz, Kassatschok getanzt, gute Kampfgefährten getroffen – nach weiterer einstündiger Wegstrecke am Bahnhof Neustadt durchgefroren, aber zufrieden wieder im Bus gelandet – gegen 20:00 zu Hause – alles gut überstanden.
    Und wenn die braune Pest es das nächsten Jahren wieder wagen sollten, sind wir wieder dabei, bis sie endlich aufgeben – hier und anderswo.

  25. Von Floh am 22. Feb 2011 um 14:58 Uhr

    ;-) nen gutes auge und in so schneller zeit reflektiert ich verarbeite das ganze irgendwie immernoch aber dieser beitrag hat mich etwas weiter gebracht…..weiter so hoffe ihr kommt auch nach bremen am 1.mai

  26. Von Alexandra am 22. Feb 2011 um 17:56 Uhr

    Danke allen, die anwesend waren und geholfen haben, den Faschisten in Dresden eine Abfuhr zu erteilen! Und danke für den Bericht!
    Ich erinnere mich an Meldungen während der Kämpfe gegen die Rentenkürzungen in Frankreich. Zum Beispiel ging es da um Einkesselungen friedlicher Jugendlicher und Freiheitsberaubung durch die Polizei in Lyon, aber auch um Feuerwehrleute, die gegen Randalierer eingeschritten sind. Und Feuerwehrleute sind große kräftige Kerle, hieß es da. Die Randalierer hatten aus Angst vor deren energischem Handeln ihre Polizei-Dienstausweise vorgezeigt. Davon sprachen natürlich nicht die Medien der Bourgeoisie, sonder anwesende Zeugen in verschiedenen Blogs.

  27. Von Thomas am 23. Feb 2011 um 11:30 Uhr

    @jakob: auch ich war bei der von dir erwähnten barrikade. das die polizei damit nur oder nicht mal eine minute mit beschäftigt war, ist schlichtweg falsch! ich war die ganze zeit vor ort und allein das aufräumen hat minimum 20 minuten gedauert. damit möchte ich derartiges vorgehen nicht unterstreichen, bin mir aber dennoch bewusst, dass dieses mittel an diesem tag leider zwingend notwendig war. oder was meinst du? wie wäre der tag verlaufen, wenn die staatsdiener alle straßen, welche zur gedachten demoroute verlaufen, abgeriegelt hätten (so wie es anfangs auch war) und dahinter eben die ganze zeit eine menschenblockade sitzt? versteh mich bitte nicht falsch – auch ich seh mich eher bei den sitzblockierern! aber die antwort auf die frage kennst du. und letztendlich muss man auch sagen, dass die gesamte eskalationstaktik von der polizei ausging. ich habe es an diesem tag oft genug erlebt, dass von irgendwo ganz plötzlich meist schwarzbekleidete (SEK?) truppen ankamen und die leute grundlos brutalst irgendwo hindrängten, mit knüppeln bearbeiteten, mit reizgas besprühten etc.. allerdings waren diese einheiten ihrer eigenen taktik unterlegen bzw. hätte ihnen klar sein müssen, welche entschlossenheit und potenzial in über 20.000 menschen stecken kann.

    danke an alle die da waren! danke für die entschlossenheit!

  28. Von Wolle am 26. Feb 2011 um 00:38 Uhr

    :cool: Wir sind auch ganz viel gelaufen.
    Unsere Bilder haben wir aber nur im Kopf:
    DANKE für die ausgezeichnete Materialisierung!

  29. Von Jakob am 27. Feb 2011 um 19:06 Uhr

    @Thomas: Über den Punkt mach ich mir natürlich auch jedes Jahr Gedanken. Meine Wunschvorstellung wäre eigentlich, dass sich statt der 30 bis 40 Leute eher 300 bis 400 an der Sitzblockade beteiligen – so viele waren, inklusive der Randalierer, auf jeden Fall vor Ort. Wenn die alle Sitzketten gebildet hätten, hätte die Polizei es, so dünn wie sie besetzt war, kaum geschafft, die Straße frei zu machen. Bei der Barrikade hat das Räumfahrzeug nämlich definitiv keine Not gehabt, die Straße wieder für Busse passierbar zu machen, ohne dass ich mich an der Stelle über Minuten streiten will.

    PS: Die schwarzen Uniformen sind inzwischen Standard bei der Prügelpolizei. Zudem hab ich mir erklären lassen, dass statt des SEK bei solchen Einsätzen die Beweissicherungs- und Festnahme-Einheit BFE agiert, das sind die Typen in den nicht polizeifarbenen Vans, die mit Holzlatten und Pfefferkugelgewehren angerückt sind.

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