KPD(B) hat ihre Aufgabe erfüllt
Ich kopiere hier mal direkt von kpdb.org.
KPD(B) hat ihre Aufgabe erfüllt
Unterstützt die Kommunistische Initiative!
Die KPD(B) hat auf einem außerordentlichen Parteitag am 09. April 2011 über die Arbeit der Partei und die Lage der kommunistischen Bewegung in Deutschland beraten.
Die KPD(B) war 2005 infolge innerparteilicher Auseinandersetzungen in der KPD und der dadurch erzwungenen Spaltung gegründet worden. Ziel war einerseits die Erhaltung des marxistisch-leninistischen Kerns der aus der KPD ausgeschlossenen oder ausgetretenen Genossen sowie der Kampf gegen Spaltung und Zersplitterung der Kommunisten und die Herstellung der Einheit unter dem Banner des Marxismus-Leninismus.
Dabei war klar, daß die geringen Kräfte der KPD(B) allein nicht ausreichen, um eine kommunistische Partei zu entwickeln, die spürbar als Partei der Arbeiterklasse in die politischen Kämpfe der Werktätigen eingreifen und sie führen kann.
Deshalb hat die KPD(B) die Gründung und den Aufbau der Kommunistischen Initiative voll und ganz unterstützt, denn hier wurde ein neuer, erfolg versprechender Ansatz gefunden, um die marxistisch-leninistischen Kräfte zu sammeln und zu vereinen. Es hatte sich als unmöglich erwiesen, die von weitgehend vom Revisionismus dominierten verschiedenen kommunistischen Organisationen auf der Basis des wissenschaftlichen Sozialismus zu vereinen, aber es war möglich, Marxisten-Leninisten mit und ohne Parteibuch, die das gleiche Ziel der Einheit verfolgten, zu sammeln und einen Prozeß zur Schaffung einer neuen, einheitlichen kommunistischen Partei einzuleiten.
Die Teilnehmer des außerordentlichen Parteitages schätzten ein, daß mit den Beschlüssen der 2. Perspektivkonferenz der Kommunistischen Initiative dieser Prozeß eine neue qualitative Stufe erreicht hat. Die KI steht damit auf festen Füßen und bildet so einen Ausgangspunkt für eine weitere erfolgreiche Fortsetzung des Neuaufbaus einer einheitlichen marxistisch-leninistischen Partei. Die KPD(B) hat diese Entwicklung mit ihren Mitteln und Möglichkeiten unterstützt. Sie hatte diese Politik zum Kern ihrer Arbeit gemacht und sieht damit ihre strategische Aufgabe als erfüllt an.
Die KPD(B) beendet ihre Existenz zugunsten der weiteren Unterstützung des Einheitsprozesses
In der zurückliegenden Zeit hat die KPD(B) intensiv für den Prozeß der Schaffung einer neuen, einheitlichen marxistisch-leninistischen Partei gearbeitet. Insbesondere ihr aktiver Kern war dabei einer hohen Dauer- und Doppelbelastung ausgesetzt. Nun, nachdem das strategische Ziel der KPD(B) erreicht ist, hat auch die KPD(B) die Grenzen ihrer politischen, personellen und materiellen Möglichkeiten erreicht. Eine weitere Fortsetzung von Doppelarbeit und einer Nebeneinanderexistenz von KPD(B) und KI würde daher kontraproduktiv. Jetzt steht als einzig vernünftige Alternative die volle Unterstützung der weiteren Entwicklung der KI im Vordergrund.
Die Teilnehmer des außerordentlichen Parteitages der KPD(B) beschlossen daher, die organisatorische Existenz der KPD(B) zu beenden und damit auch die eigenständige politische Arbeit. Sie setzt damit auch ein Zeichen an andere Kräfte, daß es möglich ist, eigene Parteiinteressen zugunsten der Einheit zurückzustellen.
Die Verlagstätigkeit und der Name Ernst-Thälmann bleiben dadurch erhalten, daß der Ernst-Thälmann-Verlag seine Mittel an den „Verein zur Förderung und Verbreitung proletarischer Literatur – Ernst-Thälmann“ übergibt, in der nächsten Ausgabe der „Trotz Alledem“ werden dazu weitere Informationen folgen. Die „Trotz Alledem“ wird in die neue Zeitung „Einheit“ übergehen und damit eine publizistische Kontinuität gesichert.
Mit diesen und anderen Aufgaben, die zur ordnungsgemäßen organisatorischen Abwicklung und Erfüllung noch anstehender Verpflichtungen der KPD(B) und des Ernst-Thälmann-Verlages im Zusammenhang stehen, wurde ein „Arbeitskreis Einheit“ beauftragt, der zu diesem Zweck gegründet wurde.
Werdet Mitglied der Kommunistischen Initiative!
Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern und Freunden, die sich mit ihrer Arbeit für die KPD(B) und die marxistisch-leninistische Bewegung in Deutschland eingesetzt haben. Wir bitten euch darum, auch künftig der politischen, kommunistischen Arbeit treu zu bleiben und rufen dazu auf, Mitglied in der Kommunistischen Initiative zu werden. Informationen und Kontaktadressen findet ihr unter www.kommunistische-initiative.de
Wichtige organisatorische Hinweise
Wir bitten schon an dieser Stelle darum, keine Beiträge und Spenden mehr an die KPD(B) bzw. auf das Konto des „Ernst-Thälmann-Verlages“ zu überweisen. Die Mitglieder der KPD(B) und die Leser, insbesondere die Abonnenten der „Trotz Alledem“ werden zu all diesen Fragen umgehend noch schriftlich informiert.




47 Reaktionen
Von Klaus am 19. Apr 2011 um 22:17 Uhr
Prima, da hat die “KPD(B)” also ihre Aufgabe erfüllt. Sie hat die Genossen der KPD gespalten und hat dafür gesorgt, daß Verwirrung entsteht über die wahren Ziele einer kommunistischen Partei. Der “einzig wahre und verdienstvolle Bolschewik” Wauer und seine Clique haben erst mal ein bißchen Schaden in der KPD angerichtet, und nun verschwinden diese Super-”Genossen” mitsamt ihrer “KPD(B)” in der Versenkung, oder besser gesagt im sektiererischen Sumpf der Flegler-Oppersktrozkischen “Kommunistischen” Initive.de – fein, da weiß man endlich, woher diese Sektierer kamen. Aber sicher werden ihre Auftraggeber nicht so ganz damit zufrieden sein, denn diese Splittergruppe hat ihren kometenhaften Aufstieg bald beendet und versinkt nunmehr im endlosen Universum des antikommunistischen Gelabers…
Von Josef A. Preiselbauer am 19. Apr 2011 um 22:58 Uhr
Klaus, Diu redest nur Scheisse daher. Wie die KPD mit aktiven Genossen umgegangen ist, habe ich persoenlich an mir selber erlebt. Und labber hier nix von Auftragsgebern, als ob Du irgendwas wuesstest.
Von gewe am 19. Apr 2011 um 23:43 Uhr
Ja, ja die Einheit der Kommunisten … macht nur weiter so. Das Kapital jubelt und klatscht Beifall. Ernst Thälmann würde sich über solche heutigen “Kommunisten” im Grabe umdrehen …
Ich habe so langsam das ungute Gefühle, dass es die nächsten 100 Jahre keine einheitliche, geschlossene und kampfstarke Kommunistische Partei – zumindest in Deutschland – geben wird.
Aber vielleicht gibt es vorher mal wieder Kommunisten vom Schlage eines Lenin, Thälmann und … wenns gar nicht anders mehr geht, einer wie Stalin, der all diesen Revistionisten, Lügnern und Sektierern zeigt, wo Sibierien ist …
Von Bitte am 20. Apr 2011 um 01:31 Uhr
Lieber “Josef”
so kurz vor Lenins Geburtstag zu lesen eine KPD hätte seine Aufgabe erfüllt, läßt mich doch schmunzeln. War ein Parteiauftrag dieses zu Ehren Lenins zu verkünden?
Ich glaube nicht, dass die Aufgabe erfüllt ist. Eher sehe ich die Notwendigkeit die Kräfte zu bündeln, da bewegt sich die KPD auf einem richtigen Weg denke ich. Natürlich ist es auch Kräfte zerrend, für jeden einzelnen von uns. Ob privat, mit Arbeit oder ohne, der Kampf für eine sozialistische Welt, weg vom Kapitalismus ist noch nicht zu Ende. Er ist weit und schwer und die Jahre gehen ins Land und man sieht keine Veränderung. Aber am Ende eines Lebens kann man für sich feststellen ich habe daran gewirkt, damit es den Menschen besser geht, gerechter, friedlicher, solidarischer usw. usf. Und erst wenn der Kapitalismus nieder gerungen ist, kann man sagen Auftrag (teilweise) erfüllt, dann geht weiter mit dem Aufbau! Mit kommunistischen Grüßen aus Sachsen. ROT FRONT! bitte sehr
Von Josef A. Preiselbauer am 20. Apr 2011 um 01:37 Uhr
Na ja, man kann zu KPD(B) und KI von mir aus stehen, wie man will, aber den Schritt der KPD(B), sich aufzuloesen und sich komplett in der KI zu integrieren finde ich in dem Zusammenhang sehr vernuenftig.
Von Sepp Aigner am 20. Apr 2011 um 06:37 Uhr
Mal sehen, ob die gemeinsame Veranstaltung von DKP und KPD zu Thälmanns Geburtstag weiterführt. Das würde zur Einigung der Kommunisten beitragen. Ein KPD-Vertreter hat sich in seinem Redebeitrag auch an diejenigen Genossen in der KI gewandt, die nicht noch eine neue Partei gründen, sondern wirklich die Einheit der Kommunisten herstellen wollen. Die “Geraer” KI regt an, eine gemeinsame Kampagne aller Kommunisten gegen das KPD-Verbot zu führen. Es tut sich schon was.
Von YL am 21. Apr 2011 um 11:11 Uhr
Genossen,
hier scheint immer noch die Verschwörungstheorie rumzugeistern, die KI.de habe schon eine neue Partei gegründet. Dies steht doch im Widerspruch zu allen Äußerungen der KI. Die KI ist mit der 2. Perspektivkonferenz im Februar von einer reinen Sammlungsbewegung zu einer Sammlungsbewegung mit einer Satzung geworden. Dies wird natürlich zu einer besseren Organisation führen um die kommenden Aufgaben zu meistern. Die KI sagt aber AUSDRÜCKLICH, dass sie einerseits noch keine Partei sein will und andererseits, dass ihre Mitglieder NICHT aus ihren Organisationen austreten sollen. Sie spaltet also nicht, ganz im Gegensatz zu KI.org-Gera. Es ist diese Gruppe, die sich AUSDRÜCKLICH von dem ursprünglichen Aufruf der KI verabschiedet hat. Die KPD(B), die sich mit den Zielen der KI von Anfang an identifiziert hat, zeigt mit ihrer Auflösung, dass es ihr nicht um einen Alleinvertretungsanspruch geht, sondern um die Sache – die Einheit der Marxisten-Leninisten. Von diesem Mut sind einige in der DKP und KPD noch weit entfernt. Die Überwindung persönlicher Animositäten und der eigenen Eitelkeit steht aber am Anfang einer fairen Bewertung der Anliegen der KI. Grüße
Von Gitti am 21. Apr 2011 um 22:25 Uhr
Hallo Herr Preiselbauer, da haben Sie ein wahres Wort gesprochen. Ich bin auch ein Opfer von der KPD-Diktatur. Und wie der Genosse YL schon sagt, die Verschwörer von der KI.de haben sich AUSDRÜCKLICH von diesen Marxisten-Leninisten distanziert. Da sieht man mal wieder, wozu eine KPD(B) alles gut ist.
Von Sepp Aigner am 22. Apr 2011 um 06:38 Uhr
YL:
Es gibt prfinzipiell zwei denkbare Möglichkeiten der Einigung der Kommunisten: Entweder vereinigen sich die bestehenden Organisationen oder eine (neue) Organisation tut das und die Mitglieder der bestehenden Organisationen schliessen sich ihr an. Die “Februar”-KI versucht Letzteres. Bestehende Organisationen schliesst sie ausdrücklich als revisionistisch aus (DKP, KPD).
Daraus ergibt sich die Frage, ob es realistisch ist, dass die Kommunisten sich zum allergrössten Teil – denn nur das wäre kommunistische Einigung – der KI anschliessen.
M.E. ist das nicht nur nicht realistisch, sondern nachgerade ein lächerlicher Anspruch. Die Einigung wird auf diese Weise nicht gelingen und das wirkliche Resultat wird eine weitere Organisation mit kommunistischem Anspruch sein – weitere Zersplitterung.
Für die Mitglieder der bestehenden Organisationen ergibt sich aus dem Anspruch der “Februar”-KI, dass sie in ihr nur mitarbeiten können, wenn sie sich illoyal zu der Organisation verhalten, der sie bisher angehören (Verdikt “Revisionismus”, das sie ja anerkennen müssen, wenn sie KI-Mitglied werden wollen). Aussagen der KI (Februar), man wolle ja niemanden abwerben und die Leute könnten oder sollten ja in ihren alten Organisationen bleiben, sind ein Widerspruch zum KI-Anspruch. Das können solche Leute ja nur, indem sie sich praktisch gegen ihre alte Organisation stellen, aber trotzdem Mitglied in ihr bleiben, also sich in Gegner ihrer alten Organisation verwandeln, die innerhalb dieser Organisation gegnerisch arbeiten. In der Vorgehensweise ist das übrigens genau das, was Trotzkisten als “Entrismus” betreiben.
Anders die “Geraer” KI: Sie will EINEN BEITRAG zur Einigung leisten, indem sie diejenigen Leute in den bestehenden Organisationen (und parteilose Kommunisten) sammelt, die für eine Eingung der Kommunisten sind. Sie erhebt auch keinen Alleinvertetungsanspruch in Sachen kommunistischer Einigung. Sie bringt damit die Genossinnen und Genossen z.B. der DKP und KPD nicht in einen Loyalitätskonflikt mit ihrer Partei.
Das scheint mir weit realistischer zu sein. Real repräsentiert nämlich keine der beiden KIs den Einigungswillen. Es gibt viel mehr Leute IN den bestehenden Organisationen, die Einigung wollen, als Leute, die das im Rahmen einer der beiden KIs tun. EINEN BEITRAG leisten zu wollen,entspricht den realen Möglichkeiten einer KI. Mit DIESEM Anspruch entscheidet halt die Praxis, WELCHEN Beitrag eines solche Initiative leisten kann, und es wird nicht von vorneherein ausgeschlossen, dass das vielleicht auch auf einem ganz anderen Weg passiert – z.B., indem sich bestehende Organisationen zusammenschliessen oder bestehende Organisationen sich einer anderen bestehenden Organisation anschliessen und/oder für das Eine oder das Andere Übergangsformen gefunden werden.
Von Josef A. Preiselbauer am 22. Apr 2011 um 15:24 Uhr
Eben. Es ist schon irrsinnig, wenn man liest, dass die 1. KI dann scheinheilig hinterfragt, wie jemand gleichzeitig in der KI und der DKP Mitglied sein kann.
Von Sepp Aigner am 22. Apr 2011 um 23:08 Uhr
Josef A. Preiselbauer:
“Eben. Es ist schon irrsinnig, wenn man liest, dass die 1. KI dann scheinheilig hinterfragt, wie jemand gleichzeitig in der KI und der DKP Mitglied sein kann.”
Ich versteh nicht, wie Du das meinst (wirklich eine Verständnisfrage).
Von YL am 22. Apr 2011 um 23:31 Uhr
Lieber Sepp,
danke für Deine Ausführungen.
1. Zu den zwei Wegen: Deine Sorge ist also, dass das ganze Konzept KI unbrauchbar bzw. ungenügend ist, unabhängig von ideologischen Bedingungen, die gestellt wurden. Hier kann ich Dir nicht folgen. Hat den die bisherige Praxis gefruchtet, der Versuch die Einheit auf Ebene der Parteiführungen herbeizuführen? Nein, und das ist keine Meinung sondern Fakt. Gemeinsame Gedenkveranstaltungen reichen nicht. Der Weg über die bestehenden Parteien schließt außerdem wieder die nicht organisierten Genossen aus. Wie soll sich ein nicht Organisierter auch entscheiden bei der Auswahl zwischen mehreren “kommunistischen” Parteien. Diese traten ja auch oft genug mit Alleinvertretungsanspruch auf. Deswegen der Aufruf an Individuen sich zu sammeln. Dieser legitime Versuch hat immerhin dazu geführt, dass es heute eine Splitterpartei weniger gibt, die KPD(B).
2. Zu den ideologischen Vorbedingungen: Die KI hat den modernen Revisionismus als einen der bedeutendsten Faktoren für die Niederlage des Sozialismus anerkannt. Dem kann man zustimmen oder nicht, aber es ist bestimmt keine Spitzfindigkeit und nicht unbegründet. Gesetzt dieser Konsens bestand beim Aufruf (plus einige andere Punkte), so ist es folgerichtig diesen Konsens beim Wachstum aufrecht zu erhalten. Einheit kann nicht um jeden Preis hergestellt werden. Bleiben wichtige ideologische Aspekte im Unklaren werden sie so oder so irgendwann unweigerlich hervorbrechen – dann folgt wieder Spaltung etc. und die ganze Scheiße geht von vorne los. Damit kömmen wir
3. Zum Verhalten der KI gegenüber DKP/KPD: Fakt ist, beide Organisationen sind selbst ideologisch gespalten (siehe 19. PT der DKP). Der Vorwurf des Revisionismus wird offenbar auch innerhalb der Parteien erhoben. Einige Mitglieder sind gespalten zwischen der Loyalität zur Partei und der Loyalität zu ihrer kommunistischen Identität. Der Widerspruch, den Du im Aufruf der KI zu erkennen glaubst, liegt in den bestehenden Parteien selbst. Die KI schliesst nicht die Parteien aus, die Frage stellt sich gar nicht, sondern diejenigen die eine Revision kommunistischer Grundlagen verfolgen (die Führung). Dies wird offen gesagt, und diejenigen, die sich zur KI bekennen werden denunziert, gemobbt oder ausgeschlossen (siehe DKP). Der Entrismusvorwurf ist also vollkommen absurd.
Schließlich: Wer braucht den bitte eine geeinte eurokommunistische Partei?? Niemand. Will die DKP/KPD Führung den Marxismus-Leninismus?
Von Josef A. Preiselbauer am 23. Apr 2011 um 04:25 Uhr
Sepp, es gab und gibt in der offensiv-KI mehrere Stimmen, die es kritisieren, wenn jemand Mitglied in der KI und (noch) in der (revisionistischen) DKP ist.
Von Michael am 23. Apr 2011 um 04:47 Uhr
Vom “Realismus” der meisten aus betrachtet kann man den Sozialismus ganz abschreiben.
Soll man also als ML im Alleingang in eine der zig Parteien und Organisationen gehen und auf eigene Faust für einen Kurswechsel dort agitieren? Oder verstehe ich dich falsch und man muss weitermachen wie bisher und sich bedingungslos anschließen, bei Partei X die deinen persönlichen Segen erhält?
Soll die KI, wenn sie sich an die Mitglieder und Parteilose wendet, bloßes ML-Handwerkzeug geben ohne konkretes Aufzeigen der Fehler bei vorhandenen an Parteien?
Predigen ohne Konsequenzen zu ziehen. Sollte sie nicht am besten schweigen? Die Parteimitglieder könnten sonst ihrer Führung auf die Schliche kommen, dass sie falschen Kurs fährt.
Denn offenbar müssen der grundlegende Fehler bei diesen existieren, sonst gäbe es gar nicht die Situation, in der wir uns alle befinden, und diese Fehler werden außerdem nachgewiesen und nicht nur behauptet.
Wozu soll man also dann existieren, wenn man sich nicht rühren darf? Alles wird irgendwie bemäkelt und kritisiert, jeder Schritt den man versucht wird gleich mit Defätismus überzogen und luftdicht versiegelt um es im Keim zu ersticken.
Ist die Unterstellung etwa, es wäre zum Schaden, wenn man ML (der hier ganz plump 1:1 mit Entismus des Trotzkismus gleichgestellt wird) lehrt und in andere Parteien hinein trägt?
Vielleicht sollten wir alle in die Linkspartei. Man könnte es Entrismus nennen, aber immerhin muss man sich nicht den “Vorwurf” des Alleinvertretungsanspruches anhören. Die Zeit wird schon reifen und zur revolutionären Situation wird uns ein neuer Lenin aus ihr die LPB (Linkspartei Bolschewiki) gebähren.
Oder bist du ein Ackermann-Hardliner der eben am liebsten Predigten hält, alles und jeden als Spalter und obendrein Revisionisten ankreidet und den Kommunismus im Alleingang auf seiner sauber organisierten, übersichtlichen Internetseite durchzieht?
Von kucaf am 23. Apr 2011 um 12:14 Uhr
Hallo,
nun kann über Wege zur Einheit kommunistischer Bewegtheit gestritten und es können verschieden Wege propagiert und favorisiert werden, nur ändert dieses an der Tatsache nichts, dass eine solche Einheit historisch notwendig ist und letztlich zur Aufhebung der bestehenden Situation, mit seinen vielen verschieden Organisationen führt. In diesem Zusammenhang hat bis jetzt keine bestehende Gruppierung, ob nun Partei oder „loser“ Zusammenschluss bewiesen, das sie dazu in der Lage ist. Die Aufhebung des gegenwärtigen Zustandes kann nur über eine breite Diskussion, unter Einbeziehung aller betroffener Kräfte erfolgen.
Hier ein Resümee* aus kritischen Anmerkungen zu einem Bericht über die gemeinsame Festveranstaltung von DKP und KPD am 16. April in Berlin: „Innerhalb kommunistischer Bewegtheit kann es doch nicht um den Führungsanspruch des eine oder anderen, der einen oder anderen Partei gehen, sondern um die Schaffung einer einheitlichen Partei, welche es verdient sich Avantgarde des Proletariats zu nennen, weil sie es ist, weil sie die notwendigen Fähigkeiten entwickelt, dem Proletariat sein Selbstbewusstsein als schöpferische Klasse wiederzugeben, damit es als Subjekt im eigenem Interesse in Erscheinung tritt.“
So sei auf die 5. These** zur wissenschaftlichen Beratung der KI (Gera) welche sich mit der Forderung „Klarheit vor Einheit“ auseinandersetzt, verwiesen, in deren Resümee heißt es: „Einheit durch Klarheit und Klarheit zur Einheit, das betrachtete Karl Marx in seiner Kritik am Gothaer Programm als einen widersprüchlich-dialektischen Prozess, in dem nicht um jeden Preis eine Vereinigung herbeizuführen, aber zumindest eine Aktionseinheit verschiedener Abteilungen der Arbeiterbewegung, die zur Vereinigung führen könne und solle, zu praktizieren sei. Selbst eine solche Aktionseinheit existiert heute nur noch gelegentlich an den Grenzfeldern kommunistischer Politik. In diesem Sinne sind »Klarheit« und »Einheit« keine einmaligen, aufeinander folgenden und damit abgeschlossenen Akte, sondern ein wechselseitiger Zusammenhang sich einander widersprechender und zugleich bedingender Seiten. Es ist dieser Zusammenhang, der – bezogen auf die Stabilität der Partei – auf immer höherer Stufenleiter immer wieder neu hergestellt werden muss.“ Es ist ein Prozess, kein gegebener Zustand und dem sollte Rechnung getragen werden. Das wir auf einen guten Weg zur Einheit kommunistischer Bewegtheit sind, zeigen auch solche Diskussionen, welche sich mit diesem Thema beschäftigen und verschieden Positionen erkennen lassen.
In diesem Zusammenhang sei F. Engels*** zitiert, welcher im Ludwig Feuerbach und … schrieb: Der große Grundgedanke, dass die Welt nicht als ein Komplex von fertigen Dingen zu fassen ist, sondern als ein Komplex von Prozessen, worin die scheinbar stabilen Dinge nicht minder wie ihre Gedankenabbilder in unserm Kopf, die Begriffe, eine ununterbrochene Veränderung des Werdens und Vergehens durchmachen, in der bei aller scheinbaren Zufälligkeit und trotz aller momentanen Rückläufigkeit schließlich eine fortschreitende Entwicklung sich durchsetzt – dieser große Grundgedanke ist, namentlich seit Hegel, so sehr in das gewöhnliche Bewusstsein übergegangen, dass er in dieser Allgemeinheit wohl kaum noch Widerspruch findet. Aber ihn in der Phrase anerkennen und ihn in der Wirklichkeit im einzelnen auf jedem zur Untersuchung kommenden Gebiet durchzuführen, ist zweierlei. Geht man aber bei der Untersuchung stets von diesem Gesichtspunkt aus, so hört die Forderung endgültiger Lösungen und ewiger Wahrheiten ein für allemal auf; man ist sich der notwendigen Beschränktheit aller gewonnenen Erkenntnis stets bewusst, ihrer Bedingtheit durch die Umstände, unter denen sie gewonnen wurde; aber man lässt sich auch nicht mehr imponieren durch die der noch stets landläufigen alten Metaphysik unüberwindlichen Gegensätze von Wahr und Falsch, Gut und Schlecht, Identisch und Verschieden, Notwendig und Zufällig; man weiß, dass diese Gegensätze nur relative Gültigkeit haben, dass das jetzt für wahr Erkannte seine verborgene, später hervortretende falsche Seite ebensogut hat wie das jetzt als falsch Erkannte seine wahre Seite, kraft deren es früher für wahr gelten konnte; dass das behauptete Notwendige sich aus lauter Zufälligkeiten zusammensetzt und das angeblich Zufällige die Form ist, hinter der die Notwendigkeit sich birgt – und so weiter.“
solidarischen Gruß und ein frohes Hasenfest
* http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/21/kommunistische-einheit-gegenstand-einer-betrachtung/
** http://kommunistische-initiative.org/thesen/
*** http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/12/15/die-welt-ein-komplex-von-prozessen/
Von Sepp Aigner am 23. Apr 2011 um 12:27 Uhr
Michael:
Irgendwie fühle ich mich angesprochen.
Du schreibst: “Denn offenbar müssen der grundlegende Fehler bei diesen existieren, sonst gäbe es gar nicht die Situation, in der wir uns alle befinden …” Du meinst die angeglich “-zig” Parteien, von denen es gar keine “-zig” gibt. Aber dramatisieren kann ja nicht schaden, wenns ums Miesmachen geht.
Es hängt mir zum Halse heraus ! Die andern sind natürlich schuld. Zehntausend Leute oder mehr, die sich als Kommunisten verstehen, mäkeln an den bestehenden Organisationen herum, beklagen deren Zersplittertheit, Revisionismus und weiss der Teufel – und treten in keine dieser Organisationen ein, um das zu ändern. Sind wir ein Zirkus, der perfekte Sensationen bieten muss, damit das Publikum kommt ? Wenn parteilose Kommunisten sagen, “ich geh in keine Partei mehr”, finde ich das zwar falsch, aber kann es irgendwie nachvollziehen. Aber wer diese Entscheidung so trifft, soll das Maul halten in Sachen Organisation. Um in Sachen Organisation mitzureden, muss man sich erstmal, verdammt, ORGANISIEREN, meinetwegen bei der KP Hintertupfing.
Das nur dazu. Rest kommt später.
Von kucaf am 23. Apr 2011 um 14:28 Uhr
Hallo Sepp,
wollen wir streiten?
„Wenn parteilose Kommunisten sagen, “ich geh in keine Partei mehr”, finde ich das zwar falsch, aber kann es irgendwie nachvollziehen. Aber wer diese Entscheidung so trifft, soll das Maul halten in Sachen Organisation. Um in Sachen Organisation mitzureden, muss man sich erstmal, verdammt, ORGANISIEREN, meinetwegen bei der KP Hintertupfing.“
Organisation unter Ausschluss der Öffentlichkeit, zumindest der kommunistisch orientierten? Und was sollte ich in Hintertupfig? Dabei werden die wenigsten kommunistisch orientierten, wie ich auch, sagen, „das sie in keine Partei mehr gehen“, sondern, „das sie in gegenwärtig bestehende kommunistisch orientierte Parteien nicht eintreten werden“ und das sicher nicht ohne Grund. Ist übrigens auch nicht schlimm, solange sie bestrebt sind, sich in eine einheitliche kommunistische Bewegung einzubringen. Das soll nun keine Rechtfertigung meinerseits sein, diese Ansicht resultiert sicher nicht nur bei mir aus ganz konkreten Erfahrungen diesbezüglich. Deine obig zitierte Aussage trägt übrigens die Frage in sich: „kommunizieren wir nun nicht mehr miteinander?“ Ich hoffe doch nicht, war bis jetzt immer konstruktiv, mit Dir zu kommunizieren!
Solidarischen Gruß und buntes Hasenfest
Von Sepp Aigner am 23. Apr 2011 um 16:21 Uhr
Michael:
Weiter:
“Vom “Realismus” der meisten …” war in meinem Kommentar nicht die Rede, sondern davon, ob es realistisch ist, dass sich die Kommunisten in Deutschland, oder wenigstens deren Grossteil, in der KI sammeln. Und das halte ich nicht für realistisch. Meinst Du wirklich, dass die meisten von den 4 oder 5000 DKP-, gute 1000 KPF-, ein paarhundert KPD-Mitglieder, die Rotfüchse, der KAZ-/Arbeiterbund-Zusammenhang und andere und dazu noch, ich weiss nicht wieviele tausend parteilose Kommunisten zur KI gehen ? Ich meine, dass das nicht so sein wird, und wir können uns ja, sagen wir in zwei Jahren hier bei Josef A. Preislbauer wiedertreffen und gucken, wer recht hatte. Ich krieg dann ein Bier, bitte.
” offenbar müssen der grundlegende Fehler … existieren …” – Als Grund für die Schwäche der Kommunisten deren Fehler: falscher Ansatz. Nicht, dass keine Fehler gemacht worden wären. Aber zuallererst ist zu sagen, dass wir in einem hundertjährigen Klassenkampf, den wir unter noch sehr ungünstigen, weil gesellschaftlich unentwickelten Bedingungen geführt haben, eine grosse Schlacht verloren haben. In erster Linie die Produktionsschlacht. Es ist in den sozialistischen Ländern nicht gelungen, neben den viel besseren sozialen und kulturellen Verhältnissen auch bessere materielle Verhältnisse herzustellen als in den imperialistischen Metropolen. Das hatte zwar schon auch mit Fehlern zu tun (und Schlimmerem, nämlich Revisionismus und schlichtem Verrat). Aber sie passierten auf der Grundlage der unentwickelten Verhältnisse. Revisionismus als URSACHE, als HAUPTURSACHE greift viel zu kurz.
“Alles wird irgendwie bemäkelt und kritisiert, jeder Schritt den man versucht wird gleich mit Defätismus überzogen und luftdicht versiegelt um es im Keim zu ersticken.” – Stimmt doch einfach nicht. Nicht ALLES wird kritisiert, sondern ETWAS BESTIMMTES, nämlich die Herangehensweise der (Februar-) KI an die Einigung der Kommunisten.
“Vielleicht sollten wir alle in die Linkspartei.” – Unter den schlechten ideen eine der schlechtesten.
“Oder bist du ein Ackermann-Hardliner” – Ob Ackermann ein Hardliner ist oder etwas anderes, weiss ich nicht wirklich. Ich bin jedenfalls kein Fan von kommunisten.online.
“in eine der zig Parteien und Organisationen gehen …” Ja, genau das. Und dort konstruktiv mitarbeiten und zusammen mit den anderen Genossinnen und Genossen Fehler kritisieren, wo es welche gibt. Es gibt aber nicht nur lauter Fehler. Schau Dir mal die Geschichte der KPD der 1920er Jahre an – eine einzige Abfolge harter und härtester Diskussionen, Linienkämpfe, und “trotzdem” wächst die KPD zur Massenpartei mit zuletzt 360 000 Mitgliedern, einer Reihe von Massenorganisationen und 6 Millionen Wählern. Das “trotzdem” ist in Wirklichkeit der wirkliche Verlauf der Entwicklung einer starken und relativ gefestigten (da gibts nie ein ein für allemal erreichtes Ende)KP. Jede Differenz zum Anlass für die Gründung eines eigenen Vereins zu machen, ist das Gegenteil davon. Die absolut monolithische KP ist eine Schimäre. Sowas muss mal sein z.B. in schicksalentscheidenden Phasen, wie in der SU der 1930er und 40er Jahre. Das ist nicht ideal, sondern ein Notbehelf. Viel günstiger ist die freie Diskussion bei gemeinsamem Handeln.
“Soll die KI … bloßes ML-Handwerkzeug geben ohne konkretes Aufzeigen der Fehler bei vorhandenen an Parteien?” – Das ist überheblich und lächerlich. Wer seid ihr denn ? Ihr habt ML mit dem Löffel gefressen und müsst andere belehren ? Wo steht denn der Topf, aus dem man ML mit dem Löffel fressen kann ? Was habt Ihr denn Herausragendes geleistet, dass Ihr Euch (Ich sag mal pauschal “Ihr”, obwohl ich vbermute, dass das nicht für alle (Febnruar-) KIler gilt) zu theoretischen Autoritäten und Lehrmeistern aufschwingen könntet ?
Mal soweit.
Von Sepp Aigner am 23. Apr 2011 um 18:07 Uhr
kucaf:
Hallo Thomas.
Mit Dir streite ich mich nicht, sondern mit “Michael”. Mein Kommentar ist unter Deinen gerutscht, den ich noch gar nicht lesen konnte, als ich meinen geschrieben habe.
Zur Sache: Die KP Hintertupfing war natürlich nicht ernst gemeint. Das war eine übetreibende Zuspitzung der Polemik gegen die Haltung, über die Mängel bestehender Organisationen zu klagen, während man selbst gar nicht organisiert ist. Im Gegensatz dazu klagst Du ja nicht über mangelnde Einheit der Kommunisten, sondern tust was dafür. – Nein, ich will nicht mit Dir streiten, oder doch, aber im Sinn von “gemeinsam streiten für …”
Von kucaf am 24. Apr 2011 um 12:08 Uhr
Ja Sepp,
davon gehe ich aus, nur wollte ich verweisen, auf das Absolute in der von mir zitierten Aussage von Dir. Etwas differenzierter ist durchaus an das Problem heranzugehen, gerade auch an die Ursachen, warum viele kommunistisch orientierte Linke derzeit nicht organisiert sind. In einer Beilage zum RotFuchs lese ich zum Beispiel, dass dieser „26.000 ständige Leser“ hat, nur wo sind diese organisiert? An anderer Stelle führst Du einzelne Parteien auf und nennst in etwa deren Mitgliederzahlen, welche insgesamt an diese Leserschaft nicht heranreicht. Und das ist nur ein Beispiel.
Sicher kann keiner hier und jetzt sagen, wie es zur Einheit kommunistisch bewegter genau kommt, feststeht, dass es dazu nicht nur kommen wird, sondern kommen muss. Dieses Bewusstsein tragen die meisten kommunistisch orientierten Linken in sich, dabei wird diese Einheit nicht ohne Widerstand zu haben sein und deshalb gilt es auch diesen zu ergründen, zu benennen und die Auseinandersetzung zu führen. Das wir gerade dabei sind, wird nicht nur an dieser Diskussion** sichtbar.
Übrigens war vom Beitrag von Michael noch nichts zu sehen, als ich meinen Beitrag schrieb, wobei das von mir verwendete Engelszitat als Antwort durchaus passend wäre. Andererseits, was Realismus für mich bedeutet, hatte ich irgendwann einmal in einem Gedicht* ausgedrückt!
* http://kucaf.de/2010/11/05/drei-frosche/
** http://kritische-massen.over-blog.de/article-kpd-will-vereinigung-mit-der-dkp-72276910.html
Von Sepp Aigner am 24. Apr 2011 um 13:04 Uhr
kucaf:
RotFüchse: Interessante Frage. ich hab sogar die Zahl von 30 000 Lesern irgendwo gesehen. Wo die organisiert sind und in welcher Zahl, kann ich nur vermuten. Dazu zwei Annahmen: 1. zum Teil in den RotFuchs-Gruppen selbst, deren es zur Zt. 29 gibt. 2. wahrscheinlich in erheblicher Zahl in der Linkspartei.
Ich vermute, dass hier (“um den RotFuchs herum”)überhaupt das grösste Potential an “parteilosen” – oder in einer “Ersatzpartei” namens PdL organisierten – Kommunisten ist.
Von YL am 24. Apr 2011 um 15:05 Uhr
Leider hat Sepp nicht auf meine Einwände geantwortet…und ist in seinem Stil ein Niveau runter gerutscht, indem er unorganisierten Kommunisten das “Maul” verbietet. Das ist anmaßend und überheblich. Wenn man (noch) nicht in einer Partei ist, heisst das nicht, dass man unorganisiert ist (siehe Hinweis Rotfuchs oder eben KI). Ich halte es sogar für äußerst klug, sich nicht Hals über Kopf einer der bestehenden KPs oder der KPF anzuschließen. Sagt mir, wie viele junge, motivierte Leute sind schon in Parteien mit etabliertem Personal verblutet und waren für immer für die Politik (vergessen wir mal kurz den Marxismus) verloren? Die Entscheidung für eine Partei oder Organisation muss gründlich überlegt sein. Sie muss sich auf die politisch-ideologische Positionierung stützen, der Name “kommunistisch” oder “marxistisch-leninistisch” reicht nicht. Deswegen wird sich jede unorganisierte Person, die sich mit unseren Klassikern beschäftigt hat, eine Diskrepanz feststellen. Sie wird, wenn sie den ML verteidigen will, sich eher an der offen-siv (und mit Einschränkungen T&P) orientieren als an den Marxistischen Blättern, der Z etc. Wenn die Einheit und die Organisation auf marxistisch-leninistischer Grundlage auf der Tagesordnung steht gelangt man irgendwann zum Aufruf der KI, nicht zur DKP. Die DKP will den Marxismus-Leninismus nicht. Sie marschiert in Richtung Linkspartei, will eine plurale Linke. Und wenn die KPD der DKP ein Vereinigungsangebot macht, kann das aufgrund der Kräfteverhältnisse nur in die Aufgabe eigener Positionen münden. Einheit um den Preis der Aufgabe des ML, sofern dieser überhaupt noch konsequent vertreten wird. Nina Hagers selbstbewusster Auftritt bei der Thälmann-Veranstaltung hat gezeigt, dass dieser Parteivorstand (und mit ihm ein bedeutender Teil der DKP) nicht bereit ist auch nur einen Millimeter zu weichen. Sie zeigt, dass sie sich eine Abfuhr der KPD leisten kann. Mithin: Nina Hager schätzt die realen Verhältnisse viel richtiger und nüchterner ein als die KI(Gera). Deren Appell an die Parteivorstände zeugt von einer unglaublichen Naivität. Ich bin überzeugt, dass die KI(Gera) in eine Sackgasse geraten ist. Sie wird, das ist meine Vermutung, über kurz oder lang massiv an Bedeutung verlieren. Das was sie tut (in meinen Augen Opportunismus) kann auch wunderbar vom Rotfuchs (mit seiner Hetze gegen die KI und offen-siv) bewerkstelligt werden. Später mehr.
Von Sepp Aigner am 24. Apr 2011 um 18:50 Uhr
“Maul halten”:
Ich meinte damit NICHT die parteilosen Kommunisten, die an vielen Stellen nützliche Arbeit leisten. Ich meinte die – die gibts auch -, die das nicht tun und trotzdem, z. B. im Internet, ständig Klage darüber führen, dass die kommunistischen Organisationen nicht viel taugen, uneins sind etc. während sie selber nichts dazu tun, das zu ändern.
YL:
Zur DKP: Auf dem 19. Parteitag waren die Mehrheitsverhältnisse sehr knapp. Leo Mayer ist mit zwei Stimmen Vorsprung zu Hans-Peter Brenner zu einem der stellvertetenden Vorsitzenden gewählt worden. Ein paarhundert Genossinnen und Genossen mehr in der DKP würden die bestehenden Mehrheitsverhältnisse umkehren.
Von kucaf am 25. Apr 2011 um 01:12 Uhr
Ja YL,
der Mensch ist Kopf gesteuert, es plagt ihn ein Bewusstsein, in der Regel … sein Bewusstsein! Und so ist er gezwungen über sein Sein nachzudenken, und er denkt nach, oft sich von der Praxis entfernend, Lösungen für seine Probleme im Geiste zeugend, nur halten sie der Praxis oft nicht stand!
Um was geht es hier eigentlich? Um einen Streit, welche von den bedeutungslosen Gruppierungen die bedeutendste in ihrer Bedeutungslosigkeit ist? Und was soll das, die Entscheidung für eine Partei „muss sich auf die politisch-ideologische Positionierung stützen“? Auf welche, auf die eigene oder die der Partei?
Sollte erst einmal auch egal sein, wenn ich einer Partei beitrete, dann schlichtweg aus einem Grund, nämlich meine Interessen zu vertreten, nicht vertreten zu lassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger an Motivation ist nötig, aber auch Bewegungsfreiheit, entsprechend der Fähig- und Fertigkeiten. Unterm Strich geht es in erster Line nicht um politisch-ideologische Positionierung, sondern um Interessen, welche ihren Niederschlag in entsprechenden Positionierungen finden. Nicht das Bekenntnis ist entscheidend, sondern die Tat! Freiheit ist nicht in der Möglichkeit der Wahl vorhanden, sondern in der Fähigkeit zum praktischen, sich der Konsequenzen bewusstem Handeln.
Aber weiter im Text und so kann nicht nur ich lesen, „deswegen wird sich jede unorganisierte Person, die sich mit unseren Klassikern beschäftigt hat, eine Diskrepanz feststellen.“ Welche Diskrepanz? Etwa diese, „Sie wird, wenn sie den ML verteidigen will, sich eher an der offen-siv (und mit Einschränkungen T&P) orientieren als an den Marxistischen Blättern, der Z etc.“ und woher dieses Wissen? Nun bin ich unorganisiert, habe mich mit Marx, Engels und Lenin, sowie mit mancher Sekundärliteratur zum Thema beschäftigt, aber an die genanten mich bis jetzt nicht orientiert. Warum auch? Ein plausibler Grund würde mir genügen! Oder ist es Wunschdenken und der Realität fern?
So funktioniert es auch nicht und das es so nicht funktioniert, dafür sprechen die Tatsachen. Eher ist es so, dass zwar etwas über Proletariat und Partei des Proletariats gelernt wurde, die graue Theorie der Prüfung in der Praxis aber nicht standhält. Denn wo sind sie, die Arbeiter, auf welche Einfluss ausgeübt wird? Wieso kommen sie nicht Scharenweise und lassen sich führen? Liegt das nur am hierzulande gepflegten Antikommunismus, oder gibt es vielleicht auch noch andere Gründe? Könnte es nicht vielleicht auch sein, dass die kommunistisch Bewegten der Klasse fern sind, welche sie führen wollen? Es sind nicht Marx, Engels und Lenin, sondern die Probleme der arbeitenden Menschen, welche entscheidend für den Einfluss sind! Marx, Engels und Lenin haben zum erkennen und lösen von Problemen gute Werkzeuge bereit gestellt, welche es gilt entsprechend zu Nutzen, im Interesse der Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen.
Aber weiter mit den Splittergruppen, und praktischerweise werden diese auch nichts anderes Verdient haben, als ihre geringe Bedeutung! Hier zu schreien und darauf zu verweisen, dass die Arbeiterklasse von einer kommunistischen Partei zu führen ist, reicht eben nicht aus. Und nicht nur, weil diese Gruppen nicht die Einziegen sind, welche einen solchen Anspruch stellen. In diesem Zusammenhang zu fragen, wem der gegenwärtige Zustand eigentlich nutzt, müsste hier eigentlich überflüssig sein, ist es aber nicht.
Das nun zur Festveranstaltung* am 16.April in Berlin Nina Hager selbstbewusst aufgetreten ist, sollte nicht verwundern, eher selbstverständlich für eine stellvertretende Parteivorsitzende sein. Wie sich im Nachhinein über die Veranstaltung geäußert** wurde ist ein anders Thema und nicht ohne Reaktion*** geblieben. Genauso passt ins Bild, dass praktizierter Rundumschlag die KI (Gera) nicht ausnehmen darf. Der Stachel scheint tief zu sitzen, dass ein Aufruf zu konkreten gemeinsamen Aktionen gar als „unglaubliche Naivität“ bezeichnet wird. Aber mit darauf folgender Aussage, „dass die KI(Gera) in eine Sackgasse geraten ist. Sie wird, das ist meine Vermutung, über kurz oder lang massiv an Bedeutung verlieren.“, geht der Ball sogar ins eigene Tor. Erstens steckt die gesamte kommunistische Bewegung in diesem Land in einer Sackgasse, und wenn es streben ist, diese da raus zu holen, muss sich schon in die Sackgasse begeben werden. In diesem Sinnen ist sie sogar auf dem richtigen Weg, im Gegensatz zu Organisationen, welche vermeinen vor der Sackgasse zu stehen und denken, nur rufen zu müssen und alle werden den Weg schon finden. Und zum zweiten, bei allen Vermutungen, im Moment macht es eher den Eindruck, dass die KI (Gera) zwar nicht an Bedeutung, aber doch an Bekanntheit gewinnt. In diesem Zusammenhang sollte nicht vergessen werden, dass sie eigentlich aus der Bedeutungslosigkeit kommt. Also mal ernst, auch die KI (Gera) sollte nicht überschätzt werden, da der Weg in die Bedeutungslosigkeit, eine gewisse Bedeutung voraussetzt, welche sie sich erst einmal erarbeiten muss!
*http://kommunistische-initiative.org/reden-zur-festveranstaltung-am-16-april-2011/
**http://www.kommunisten.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=2828:veranstaltung-anlaesslich-des-65-jahrestages-der-vereinigung-von-kpd-und-spd-zur-sed&catid=42:inland&Itemid=90
***http://kommunistische-initiative.org/offener-leserbrief-an-die-deutsche-kommunistische-partei-dkp-newsletterkommunisten-de/
Von gewe am 25. Apr 2011 um 16:15 Uhr
Nunja, ich oute mich als einer derjenigen, der das Maul zu halten hat. Ich bin nirgendwo organisiert (außer im ADAC und im DGB), kann nie das Maul halten, muss immer meinen Senf dazu geben und bringe außer zu meckern, nichts zu stande. Nun gut Sepp, ich bin weiterhin auf Deiner Seite der Barikade, zumindest prinzipiell und ganz theoretisch. Anders gesagt, mich bekommt man so schnell nicht zum Aufgeben. Ist nur ein biss’l Lebenserfahrung.
Von dieser Außenseiterposition auf das ganze Dilemma blickend, kann ich mich folgenden Eindrucks nicht erwehren:
Seit einiger Zeit sind die Parteien (und Gruppen?), die durch Führungen mit revisionistischer Haltung geprägt sind, auf dem Weg, zueinander zu finden. Warum auch nicht – Einheit macht stark …
Nur warum JETZT auf einmal?
Historische Notwendigkeit?
Vorrevolutionäre Situation?
Oder zunehmende Verbreitung, Akzeptanz und Wirkung der (Februar)-KI mit ihrem nichtrevisionistischem, die DDR-Existenz als Errungenschaft der Arbeiterklasse nicht verleugnenden Standpunkt?
Natürlich habe ich keine tiefschürfende marxistische Analyse der Situation vorgenommen. Kann ich auch gar nicht. Ich höre manchmal so einfach in mich rein und habe so mein Gefühl, auf das ich mich in vielen Jahrzehnten immer wieder gut verlassen konnte – auch wenn um mich herum vieles dagegen sprach. Wahrscheinlich denken jetzt einige, dieser esoterische Scheinmarxist soll das Maul halten. Kann diesen Denkern ja keiner verdenken. Aber solche Spinner wie ich, gehören auch zur Seite der Barikade, die wir eigentlich einheitlich besetzen wollen. Nur doof, wenn dann jeder in eine andere Richtung schielt und zielt, wenns ernst wird.
Na, schon gut, ich halt wieder das Maul …
Von Sepp Aigner am 25. Apr 2011 um 22:27 Uhr
Hallo gewe.
Na, hoffentlich hältst Du NICHT das Maul. Ich glaube inzwischen, ich hätte diese Flapsigkeit nicht hinschreiben sollen. Ein wenig Lebenserfahrung hab ich auch, und dazu gehört zu wissen, dass nicht so wenige Menschen zwar auf der richtigen Seite der Barrikade stehen, dass es ihnen aber aus den verschiedensten Gründen nicht liegt, sich als (Partei-)Aktivisten zu betätigen. Ich achte das schon, mein Gequengel hat da wohl einen falschen Eindruck hinterlassen.
Einigung: Ich meine seit bald zwanzig Jahren, dass das notwendig ist. Dagegen war ich nie dafür, dass sich die DKP mit den Studentengruppen “einigt”, die als “kommunistische Parteien” (mit welchen Zusätzen auch immer) firmierten. Das war m.E. nicht wirklich ein Teil der Arbeiterbewegung, sondern es handelte sich mit wenigen Ausnahmen um radikalisierte Kleinbürger, meistens Intellektuelle, die sich zu Führern aufschwingen wollten. Haben ja nicht wenige auch schliesslich getan – als Grüne. Der Drang zu Bedeutung und Wahlmandaten/Posten war letzten Endes wichtiger als die politische Farbe.
Seit bald zwanzig Jahren hat sich das aber erledigt. Ich weiss gar nicht, ob von den diversen ML-Parteien überhaupt noch welche existieren (Ausnahem MLPD, aber das ist eine etwas andere Geschichte). Jedenfalls spielen sie keine Rolle. Seit den 1990er jahren geht es um die Einigung der Zusammenhänge und Parteien, die wirklich in der Tradition der KPD (auf dem ehemaligen DDR-Gebiet der SED) stehen und diese Tradition nicht nur usurpieren. Für dieses “Spektrum” gibt es, finde ich, keinen vernünftigen Grund, getrennt zu marschieren. Konkret: DKP, KPD, RotFüchse, KAZ-Gruppen (Das ist die Ausnahme unter den ehemaligen “maoistischen” Studentenorganisationen – solide Marxisten-Leninisten), schwieriger sicher KPF und die beiden Reste der KPD-O; zahlenmässig noch wichtiger die nicht (mehr) organisierten Kommunisten.
KI: Wie es in anderen Organisationen aussieht, kann ich nicht gut beurteilen. In der DKP spielt das kaum eine Rolle, so weit ich sehe. In der DKP geht es mehr um die Auseinandersetzung der Marxisten-Leninisten mit der revisionistischen Strömung. Dabei ist uns die (Februar-) KI keine Hilfe, aber auch keine “Gefahr”.
Von brakeman98 am 27. Apr 2011 um 00:30 Uhr
Tut mir leid, aber ich habe ein kleines Problem mit dem Begriff “Parteiloser Kommunist”. Klingt füt mich ein bisschen wie “Schienenloser Eisenbahner” oder “Armeeloser Soldat”.
Von Urmel am 27. Apr 2011 um 03:52 Uhr
Traurig, wenn man das hier lesen muss… Naja. Revisionisten streiten und spalten sich gerne. Schon albern, dass es in diesen Kreisen nicht alle in die DKP schaffen, um die Sache zu homogenisieren (alle, die mehr oder weniger pro DDR sind). Auf der anderen Seite ist das aber auch gut, dass diese ganzen nicht wirklich nennenswerten Grüppchen langsam zerfallen und…
…somit Platz machen für neue Kräfte, wie z.B. die MLPD oder ALB/ARAB. Die Autonomen und die MLPD sind eher auf den aufsteigenden Pfad. Das andere kannste völlig vergessen. Könnt ja mal nachdenken, woran das liegt.
Von Josef A. Preiselbauer am 27. Apr 2011 um 05:07 Uhr
@Brakeman, bist DU Kommunist? In welcher Partei und warum gerade in dieser?
Von Inson am 27. Apr 2011 um 11:56 Uhr
@Urmel, dafür ist das was du so schreibst umso lustiger. Ich stell mir die “neue Kraft” mal bildhaft vor: Anarchisten mit einer Mao-Mütze vermummt unter dem Banner Willi Dickhuts und Michail Bakunins.Das hat was! Da wächst zusammen, was zusammen gehört. Die einen lehnen die DDR ab weil sie jeden Staat ablehnen und die anderen weil sie in Ulbricht und Honecker die Führer der “DDR-Bourgeosie” entdeckt haben!
Anarchisten und Maoisten auf dem “großen Sprung” in die klassen -und staatenlose Gesellschaft!
Von Sepp Aigner am 27. Apr 2011 um 18:15 Uhr
brakemann98:
Freilich ist das ein Widerspruch. Es sind halt Menschen, die einen Klassenstandpunkt haben, aber sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht parteimässig organisieren wollen. Den Widerspruch müssen sie selber aushalten. Die organiserten Kommunisten sollten zu ihnen ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, finde ich, und dafür nicht die Mitgliedschaft zur Voraussetzung machen; zu überzeugen versuchen schon, aber besser nicht jeden Tag drängeln und es vielleicht auch mal als nicht änderbar akzeptieren, wenn man die Organisationsfrage schon zehnmal durchgehechelt hat und der “parteilose Kommunist” trotzdem nicht mag oder sich nicht traut.
In den sozialistischen Staaten gibts übrigens noch eine andere Sorte parteilose Kommunisten. Da nimmt die Partei halt nur soundsoviele aus den verschiedenen Schichten auf, und nicht alle, die einen Antrag stellen, kriegen die Mitgliedschaft. Z.B. haben sich in China 2010 (oder 2009 ?) um die 20 Millionen Leute beworben, aber nur um die 2 Millionen sind aufgenommen worden.
Von gewe am 27. Apr 2011 um 18:36 Uhr
brakeman98: Lange nichts mehr vom Bremser gehört.

Du spielst sicher auf die Leninsche Definition an, das nur dann jemand Kommunist sein kann, wenn er einer kommunistischen Partei angehört.
Daran mußte ich die letzten Jahre auch immer wieder denken. Ist heute halt alles ein biss’l chaotischer geworden.
Ich würde Dir (und Lenin) recht geben. Ein Kommunist hat in einer Partei zu sein. Es sollen ja nur die besten Kommunist werden dürfen.
Dennoch bleiben weitmehr Menschen mit kommunistischer Weltanschauung. Auf diese sollte man doch wohl nicht verzichten. Das hieße ja, auf mich Großmaul zu verzichten.
Von gewe am 27. Apr 2011 um 19:38 Uhr
Na @Urmel immer noch nicht nüchtern nach der Siegesfeier der MLPD in Magdeburg? Schon gut, es muss immer eine Spaßmacher geben, sonst hätten wir doch hier nix zu lachen.
Klar, sind Anarchisten und Maoisten auf dem “großen Sprung” in die klassen -und staatenlose Gesellschaft. Den großen Sprung haben die Maoisten ja bei Mao gelernt. Dumm nur, dass seine chinesischen Nachspringer ganz groß wo anders hin springen.
Macht ihr denn dann auch eine kommunistische Kulturrevolution oder baut in Europa eine große chinesische, ähmm maoistische Mauer auf?
Italien und Frankreich würden die neue Schengenmauer gern sponsorn.
Na und klar, eine MLPD spaltet nicht, neee überhaupt nicht, nicht einen Millimeter. Das wir bei den Antihartz-Demos plötzlich zwei Veranstaltungen hatten, das damals in Berlin zwei Protestveranstaltungen stattfanden – neee, das hatte nie die MLPD gewollt, daran waren – wie immer – die anderen schuld.
Na und erst die Autonomen. Die werden kommenden Sonntag die Kreuzberger Nächte wieder mit besonders großen Sprüngen auf ansteigenden Pfaden bereichern und erfreuen. Freuen werden sich danach wieder alle Medien und das rechte Politlager, weil sie neue Munition gegen alles, was auch nur ansatzweise nach Links riecht, haben und bekämpfen können.
Aber macht nur weiter das Geschäft unserer Gegner – gleich ob mit kleinen oder großen Sprüngen und auf welchen steigenden oder fallenden Pfaden auch. Die Geschichte wird auch für euch den gebührenden Pfad finden …
Wäre ja auch toll, wenn sich die Zivilisation auf einmal nicht mehr auf verschlungenen, steinigen und bergigen Wegen entwickeln würde, sonder nur noch schnurgerade auf dem aufsteigenden Pfad von Anarcho & Co. Gut das wir Urmel und seine Pfadfinder haben.
Von Urmel am 27. Apr 2011 um 19:39 Uhr
@Inson: Das Ding ist nur, dass es unbestritten so ist, dass die einen gerade weiter aufbauen, während es die andern nur gebacken kriegen, ihre Rentner gerade so zusammenzuhalten mit jede Menge Streit und Spaltung. Zudem noch völlig rückwärtsgewandt. Man bleibt bei der Huldigung der DDR. Ey, so wird das nix. Mal abgesehen, dass in meinen Gruppen auch nicht 100% perfekt ist. Aber die Richtung ist mehr als richtig, wie ich denke.
Versucht das auch mal zu reflektieren, als nur zu Polemisieren.
Innerhalb der Linken in Deutschland spielt doch nur noch die MLPD, die Autonomen und die sozialdemokratische PdL eine Rolle. Oder irre ich mich?
Von YL am 27. Apr 2011 um 22:09 Uhr
@ gewe:
Dein gesunder Menschenverstand spricht für Dich. Die KI hat Bewegung reingebracht, positive wie negative Reaktionen provoziert. Sie hat die Widersprüche und den Niedergang im kommunistischen Lager definitiv ausgesprochen und auf die Tagesordnung gesetzt. Aber der Prozess der Konsolidierung eines Keims für die neue Einheit ist noch nicht abgeschlossen. Einerseits weil 2,5 Jahre relativ kurz sind, andererseits weil die Spaltung der KI zeitweilig Kraft gekostet hat.
@ sepp & kucaf:
Ich möchte gerne nochmal zurückkommen auf den konkreten Gegenstand der Auflösung der KPD(B). Wie bewertet ihr denn diesen Vorgang nun? Als Zeichen zum Willen zur Einheit oder als Zeichen der Schwäche? Es ist auf jeden Fall kein unbedeutendes Ereignis, das wird schon durch die Resonanz in diesem Blog dokumentiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Ereignis von DKP/KPD nicht registriert wird. Von Einigen mit Verachtung oder Gleichgültigkeit aber Einige wird es sicherlich auch nachdenklich machen. Man braucht kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die KI dadurch gestärkt wird. Und, lieber Sepp, ich glaube die Marxisten-Leninisten in der DKP haben keinen Grund eine starke KI zu fürchten. Sie sollten die KI als Stütze für ihr Anliegen wahrnehmen, den Revisionismus in ihrer Partei zurückzudrängen. Letztendlich liegt das aber an den DKP Mitgliedern selbst. Nur über eins muss man sich im klaren sein: Wer die BESONDERE Einheit will, darf die Spaltung nicht fürchten! Denn in einer künftigen Partei mit theoretischer Klarheit, die es wieder verdiente als Avantgarde des Proletariats bezeichnet zu werden, haben weder die Reformisten noch die Sektierer einen Platz. Vor Reformismus schützt das Festhalten an der Aktualität der Revolution im Stadium des Imperialismus und die Erkenntnis, dass wir in der Epoche des Sozialismus leben, trotz der Niederlage. Vor Sektierertum kann nur die Nähe zur Arbeiterklasse schützen, die Verbundenheit mit ihrem tagtäglichen Kampf. Ich sehe die Gefahren in der KI, vor allen Dingen wegen Unerfahrenheit junger Genossen, aber diese sind auch die Stärke der KI. Ich bin optimistisch, dass dieser Widerspruch für uns alle positiv aufgehoben wird.
Von Inson am 28. Apr 2011 um 10:57 Uhr
@Urmel, deine erste Wortmeldung zu diesem Thema empfand ich auch nur als Polemik. Dementsprechend meine Reaktion!
Deine Einschätzung der “Linken” greift deutlich zu kurz. Die einen als Rentnertruppe die der DDR “huldigt” zu diffamieren und die anderen auf einem aufsteigenden Pfad sehend (egal in welcher Richtung und mit welchem Ziel) hat nur wenig mit der Realität zu tun.
Der teilweise erbitterte Streit innerhalb der sich kommunistisch verstehenden Bewegung zur Geschichte und damit auch bspw. um die DDR, ist nichts anderes als der Streit um die Zukunft dieser Bewegung.
Mach es an der, wie du richtig geschrieben hast, sozialdemokratischen PdL fest. Obwohl es auch in dieser Partei noch Kommunisten gibt.
Die Haltung dieser Partei zu solchen Fragen zur Theorie und Praxis der Bolschewiki unter Lenins Führung, zur Politik in der Sowjetunion in den 30er und 40er Jahren, zum XX. Parteitag der KPdSU, zur DDR und damit zum “Mauerbau” usw. führte sie auf genau dem Weg auf dem sie sich heute befindet. Dieser Weg ist, wie die Erfahrung auch in anderen Ländern zeigt, unumkehrbar.
Die Entwicklung der verschiedenen kommunistischen Gruppen wird anhand dieser Erfahrung argwöhnisch betrachtet “und die Vorsicht zieht das Arge was sie meiden will herbei”!
Die Ablehnung der DDR seitens der maoistischen MLPD macht diese Partei bei vielen Kommunisten suspekt. Bei aller Kritik die angebracht, wünschenswert und notwendig ist um die richtigen Lehren aus dem Untergang der DDR zu ziehen, die DDR war der legitime Versuch und in vielerlei Hinsicht auch der Beweis, daß es möglich ist eine Gesellschaft aufzubauen die frei von Ausbeutung und daraus resultierender Unterdrückung ist. Den Kampf für den Frieden und die Unterstützung des antiimperialistischen Kampfes der Völker der “3. Welt” möchte ich dabei nicht unerwähnt lassen.
Wer das nicht sieht oder sehen will, macht sich mit dem Klassengegner gemein der mittlerweile Unsummen für die Delegitimierung der DDR ausgibt! Warum wohl?
Der Kampf um das geschichtliche Vermächtnis der DDR ist Teil unseres Kampfes. Allerdings, und hier gebe ich dir Recht, dürfen wir hierbei nicht stehenbleiben.
Zu den “Autonomen” bzw. ALB/ARAB. Wenn ich mir den Aufruf zur 1. Mai Demo auf http://www.antifa.de/cms/ so durchlese, dann möchte ich meinen die Revolution steht in Deutschland unmittelbar bevor. So ist es nicht und das Problem der sogenannten organisierten Autonomie ist offenbar die Unfähigkeit bestehende gesellschaftliche Kräfteverhältnisse leidenschaftslos einzuschätzen. Das ist aber unbedingt notwendig um die unter gegenwärtigen Gesichtspunkten möglichen Kampfformen zu schlußfolgern.
Die Wahrnehmung, daß nur die PdL, die MLPD und die Autonomen innerhalb der Linken eine Rolle spielen ist falsch. Es ist eine Wahrnehmung, die auf Äußerlichkeiten beruht. Lautstärke, Militanz und/oder das massive Schwenken von Fahnen in der Öffentlichkeit oder meinetwegen auch Wahlergebnisse, sind zwar öffentlich wirksam,lassen aber nur bedingt Rückschlüsse auf eine mögliche Rolle dieser Kräfte zu.
Der andauernde Versuch eine einheitliche kampfstarke KP zu schaffen ist vielleicht nicht so populär und auch viel anstrengender aber unbedingt notwendig. Von diesem Versuch wird die Zukunft der “Linken” und damit die Möglichkeit grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen abhängen!
Von kucaf am 28. Apr 2011 um 11:00 Uhr
Hallo YL,
einmal über diesen Satz nachgedacht: „Sie (die KI) hat die Widersprüche und den Niedergang im kommunistischen Lager definitiv ausgesprochen und auf die Tagesordnung gesetzt.“ Und einmal davon abgesehen, das Widersprüche nicht auf die Tagesordnung gesetzt werden können, sondern nur die Auseinandersetzung mit diesen, ist es schon bezeichnet, wenn der „Niedergang im kommunistischen Lager … auf die Tagesordnung gesetzt“ wird und nicht die Beschäftigung mit diesem!
Standen wir doch gerade noch am Abgrund, so wurde uns geholfen und nun sind wir einen Schritt weiter!
Immerhin wurde ein „Prozess der Konsolidierung eines Keims für die neue Einheit“ eingeleitet. Ist doch was, ein Keim konsolidiert sich, vielleicht entwickelt er sich zu einer Pflanze, wenn er sich genügend konsolidiert hat, lassen wir uns überraschen, welche Blüten diese Pflanze hervorbringt. Dabei sind 2,5 Jahre wirklich keine lange Zeit, und die Konsolidierung des Keimes hat immerhin schon eine Spaltung hervorgebracht!
Aber um auf die Bewertung der Frage zur Auflösung zukommen, sei darauf verwiesen, dass ich an anderer Stelle geschrieben habe: „Eine kommunistische Splittergruppe hat festgestellt, dass sie ihre Aufgabe erfüllt hat und sich aufgelöst, um in einer andere Splittergruppe aufzugehen.“
Des Weiteren hatte ich in einen obigen Beitrag geschrieben: „Um was geht es hier eigentlich? Um einen Streit, welche von den bedeutungslosen Gruppierungen die bedeutendste in ihrer Bedeutungslosigkeit ist?“ Und ob ein Ereignis bedeutend, oder „kein unbedeutendes“ ist, zeigt sich nicht unbedingt darin, dass es hier diskutiert wird. Wobei die Diskussion weniger um die Auflösung der Partei geht, sondern mehr um die Einheit kommunistischer Bewegtheit im Allgemeinen. In diesem Zusammenhang wird der Vorgang sicher bemerkt, seine Bedeutung sollte aber nicht überschätzt werden, nicht das der Wunsch, zum Vater des Gedanken wird. Die Diskussion hingegen ist durchaus interessant und das nicht nur weil sie notwendig ist, sondern auch verschiedene Standpunkte veranschaulicht. Hat auch etwas mit Aufklärung und Selbstaufklärung kommunistisch Bewegter zu tun.
In diesem Zusammenhang einige Worte zum Revisionismus, oder eher zu verbreiteten Revisionismusvorwürfen. Dabei ist zu beobachten, dass sich häufig weniger mit Revisionismus auseinandergesetzt, sondern dieser regelmäßig als Keule gegen vermeidliche Gegner eingesetzt wird. Das hat zur Folge, dass diese Keule heute nur noch die Schlagkraft einer Daunenfeder hat! Revisionismus als Argument unbrauchbar ist, was die Auseinandersetzung mit diesen letztlich nicht unerheblich erschwert.
Der „besonderen Einheit“ werde ich hier keine Aufmerksamkeit widmen, da nicht klar ist, in wiefern diese besonders sein soll. Interessanter hingegen sind zwei Sätze, welche mit „vor“ beginnen und schützende Elemente enthalten sollen. So soll „vor Reformismus … das Festhalten an der Aktualität der Revolution im Stadium des Imperialismus und die Erkenntnis, das wir in der Epoche des Sozialismus leben“, schützen.
Das Festhalten an bestimmten Vorstellungen sicher eine schützende Funktion hat, ist nicht von der Hand zu weisen, aber nur um diese Vorstellungen zu schützen, egal ob sie richtig oder falsch sind. Dabei verdient es selbst jede Vorstellung hinterfragt und in Frage gestellt zu werden. Und so sei gefragt, liebe/r YL, wie aktuelle ist gegenwärtig eine Revolution in diesem Lande, und was wird im Zusammenhang mit obiger Aussage unter Revolution verstanden? Aber auch die „Epoche des Sozialismus“ sei hier hinterfragt, in welcher wir ihrer Ansicht nach leben und das trotz der Niederlage? Leben wir gar im Sozialismus und ich habe irgendetwas verpasst? Diese Theorie ist mir übrigens nicht fremd, nur von kommunistisch motivierter Seite wurde ich bis jetzt damit noch nicht konfrontiert. Eher handelt es sich um Ansichten aus dem bürgerlichen Spektrum, wobei versucht wird, die eigentlichen gesellschaftlichen Verhältnisse, unter Zuhilfenahme bestimmter sozialer Errungenschaften, zu verschleiern. Nein, wir befinden uns nicht im Sozialismus, aber auch in keiner Epoche des Sozialismus, wir befinden uns, unter zur Hilfenahme der Klassiker, in der Epoche des weltweiten Überganges vom Kapitalismus zum Sozialismus. Daran ändert selbst die Niederlage des Sozialismus in Europa nichts.
Im zweiten mit „vor“ beginnenden Satz, gilt es sich vor Sektierertum zu schützen, und da „kann nur die Nähe zur Arbeiterklasse schützen, die Verbundenheit mit ihrem tagtäglichen Kampf.“ Nur was ist der tagtägliche Kampf der Arbeiterklasse, wie äußert er sich und wie soll die Verbundenheit in Nähe aussehen? Das ist bürgerliches Gewäsch, denn die Nähe zu einer Klasse, brauchen nur jene zu suchen, welche der Klasse eigentlich fern sind. Also der Klasse nicht angehören, oder vermeinen dieser nicht anzugehören, schlussendlich aber einen Vertretungsanspruch für diese Klasse geltend machen wollen. Das in diesem Zusammenhang über Avantgarde nachzudenken ist, sei hier nur angemerkt.
Nun YL, soweit erst einmal. Gruß!
Von YL am 28. Apr 2011 um 13:34 Uhr
kucaf,
deine Beiträge grenzen schon an Sophisterei, nun gut, du möchstest wohl Deine Gelehrsamkeit demonstrieren. Ich meinte, dass die “Epoche des Sozialismus” angebrochen ist, was nach meiner Meinung synonym ist zur Feststellung, dass wir uns im “Übergang” befinden. Aber vielleicht hätte ich mich genauer ausdrücken sollen, verzeih bitte.
Ich finde außerdem, du zeichnest ein absurdes Zerrbild von den “Splittergruppen”. Niemand hält, soweit ich das kennen gelernt habe, einfach so an einer Vorstellung fest, “egal ob sie richtig oder falsch sind.” Es gibt Dokumente, es gibt die Analysen von Genosse Gossweiler etc. Der Vorwurf der “Revisionismuskeule” hat zwar hier und da seine Berechtigung gehabt (siehe ML-Mao-Studententrupps), aber im Zusammenhang mit dem sog. “modernen Revisionismus” und der Niederlage des soz. Blocks, wird dieser Vorwurf zum Totschlagargument. Was revisionistisch ist muss auch so bezeichnet werden dürfen, aber vielleicht siehst Du auch einfach keinen R.ismus.
Verbundenheit mit der Arbeiterklasse bedeutet einfach z.B. auch Mitglied in einer Gewerkschaft sein, die Arbeiter zu politisieren, ihnen als Revolutionär die Organisation in der kommunistischen Partei nahezubringen etc. pipapo. Ihnen z. B. auch die Geschichte der Arbeiterklasse als Klasse näher zu bringen (was die korrekte Verarbeitung der Geschichte voraussetzt). Also bitte keine Spitzfindigkeiten mehr…Soviel jetzt erstmal vom “bürgerlichen Gewäsch”.
Von gewe am 28. Apr 2011 um 16:56 Uhr
Uff, nee also man kann es werter @kucaf mit der Spitzfindigkeit und Haarspalterei aber auch auf die Spitze treiben.
Hast Du mal versucht, vor echten Arbeitern solch derart geschraubte Sätze an den Mann oder die Frau zu bringen? Kann ich mir nicht vorstellen. Dazu fehlt Dir echt die Nähe zu Arbeiterklasse, wenn Du mit derartigen Formulierungen um dich wirfst. Heutige Arbeiter sind durchaus gebildete Menschen, doch die leben wohl meist in der Praxis und praktisch ist dann auch ihre Sprache. Da muss mit wenigen Worten oder Sätzen der Nagel auf den Kopf getroffen werden. Die Argumente der notwendigen Diskussion kann man den Zuhörern doch auch etwas einfacher darlegen.
Zum anderen habe ich mal wieder so ein Gefühl … soviel Spitzfindigkeit und gewolltes Falschverstehen sagt mir, dass da jemand nicht verstehen will, weil es nicht in seinen Plan paßt. Ich will Dir nichts unterstellen, doch vielleicht denkst Du mal drüber nach. Es gibt im Leben viele Situationen, wo ich mit anderen Menschen, die eigentlich letztendlich das gleiche wollen wie ich, klar kommen muss. Funktioniert meist nur, wenn beide Seiten den guten Willen zum gegenseitigen Verständnis und das erforderliche Maß an Toleranz aufbringen. Sonst liegt ihr euch noch bis zum Skt. Nimmerleinstag in den Haaren und die restlliche Welt hat bereits komplett auf Kommunismus umgestellt.
Von Sepp Aigner am 28. Apr 2011 um 17:48 Uhr
YL:
“… Auflösung der KPD(B). Wie bewertet ihr denn diesen Vorgang nun?”
Wie kucaf ihn bewertet, weiss ich nicht. Was mich betrifft: Menschen – ich vermute, ein paar Dutzend -, die wahrscheinlich bisher auch schon in der (Februar-) KI gearbeitet haben, tun das auch weiterhin, firmieren aber nicht noch zusätzlich unter dem Namen KPD(B). Die KPD(B) wollte immerhin mal DIE kommunistische Parti in Deutschland sein oder werden. Auflösung bedeutet Scheitern an diesem Anspruch. Nun ist es ja nicht verboten, durch Erfahrung klüger zu werden. Aber ob das so ist ? Auf andere Weise bleibt der Anspruch ja erhalten: Die KI will DIE Organisation sein, die eine einheitliche KP schafft – unter Ausschluss der bestehenden kommunistischen Organisationen. Dazu vermute ich: das wird ebensowenig klappen, wie die KPD(B) ihren ursprünglichen Anspruch realisieren konnte. Ich halte das Vorhaben der “Geraer” KI, EINEN BEITRAG zur Einheit der Kommunisten zu leisten, für realistischer.
Von kucaf am 28. Apr 2011 um 22:35 Uhr
Nun, und was ist schlimm daran etwas auf die Spitze zu treiben, werter gewe?
Und um einmal dabei zu bleiben, ich bin geneigt dem Niveau zu entsprechen, welches ich vorfinde, sollte ich hiesige Diskutanten etwa falsch eingeschätzt haben? Dass sich im Zusammenhang mit Deiner Frage, zum Reden „vor echten Arbeitern“, die Frage aufdrängt, ob es auch falsche Arbeiter gibt, sei nur am Rande erwähnt, aber vielleicht kannst Du sie ja beantworten. Ansonsten sollte mit Vermutungen sparsam umgegangen werden, am besten es wird ganz auf diese verzichtet. Wobei die bei mir vermutetet Ferne zur Arbeiterklasse auf eine relativ beschränkte Auffassung von Arbeiter bei Dir schließen lässt.
Na ja und einmal davon abgesehen, dass ich selbst „nur“ Prolet bin, habe ich in diese Richtung eigentlich keine Verständigungsschwierigkeiten, die habe ich eher mit so manchem selbsternannten, oder sich berufen fühlenden Vertreter, wenn nicht gar „Führer“* dieser Klasse.
Nun stellst Du fest, „heutige Arbeiter sind durchaus gebildete Menschen, doch die leben wohl meist in der Praxis und praktisch ist dann auch ihre Sprache.“ Aber wo leben die anderen Menschen, welche nicht Arbeiter sind? In der Theorie? Du beschwerst Dich über meine Ausdrucksweise, aber denkst Du über den Sinn Deiner Sätze überhaupt nach? Dabei kann ich nicht sagen, ob Arbeiter ein Problem haben meine oben geschriebenen und an YL gerichteten Sätze zu verstehen, Du hast sie jedenfalls nicht verstanden. Und das ist keine Vermutung, sondern Deinen Sätzen zu entnehmen.
Aber weiter im Text und da stellst Du doch glatt fest, „da muss mit wenigen Worten oder Sätzen der Nagel auf den Kopf getroffen werden.“ Damit auch der letzte Idiot es versteht, kann diese Aussage getrost ergänzt werden. Und sei getröstet, in jedem Fall wird es Dir so gelingen eine Bretterbude zu errichten, für ein sozialistische Gesellschaft hingegen wird es nicht reichen. Da werde ich unter Umständen lieber missverstanden, denn Missverständnisse lassen sich aufklären, Bretter vor dem Kopf hinterlassen hingegen dauerhafte Spuren und bekommen dem Hammerschwinger letztlich auch nicht.
Aber auch diese Aussage, „die Argumente der notwendigen Diskussion kann man den Zuhörern doch auch etwas einfacher darlegen“, bedeutet auch nichts anderes, als die Zuhörer als Einfach einzustufen, mit niedrer Bildung. Dabei ist es wichtig nicht nur den richtigen Ton, sondern auch den richtigen Anspruch zu erkennen, sich also auf sein Gegenüber einzustellen. Schema F hilft in den seltensten Fällen weiter.
Aber auch Deine Erkenntnisfähigkeit kennt keine Grenzen und so hast Du „ein Gefühl“ welches Dir sagt, „dass da jemand nicht verstehen will, weil es nicht in seinen Plan paßt.“ Das ist einfach nur herrlich (lustig, … eigentlich nur traurig), erst würft Du mir vor, dass ich mich nicht verständlich ausdrücke, unterstellst mir einen allgemeinen Adressaten, obwohl meine Aussagen einen konkreten hatten und nun stellst Du fest, das ich, der ich nicht verstanden werde, nicht verstehe, oder zumindest nicht verstehen will! Was den nun? Und woher kennst Du meinen Plan, in den es nicht passt? Kenne ich ja selbst nicht!
Dass Du dann noch bekundest, dass Du mir nichts unterstellen willst, nach diesem Reigen von Unterstellungen, regt sicher nicht nur mich zum Nachdenken an.
Aber schön, dass Du zum Schluss noch persönliche Schlüsse ziehst, ob es ein Zeichen ist, dass Du verstanden hast, möchte ich nicht unterstellen, wobei Du nicht versäumst, vom ich, über wir, zum ihr zu leiten, … oder abzugleiten?
Gruß
P. S. bei aller Toleranz möchte ich darauf verweisen, solltest Du das Geschriene nicht verstehen, so wäre ich geneigt, es in einer einfacheren Form zu wiederholen.
* http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/15/zum-verhaltnis-von-fuhrer-%E2%80%93-partei-%E2%80%93-klasse-%E2%80%93-masse-%E2%80%93-4/
Von gewe am 29. Apr 2011 um 09:14 Uhr
Na @kucaf da hast Du es mir aber gegeben.
Allein zu den neuen Spitzfindigkeiten könnten wir weitere Monate diskutieren, uns mit Vorwürfen attackieren und würden am Ende doch nur feststellen, dass wir nicht einen Millimeter bei der Einigung weiter gekommen wären. Aber bekanntlich halte ich nichts von solchen Nebenkriegsschauplatzdiskussionen. Dennoch einige erklärende Worte zu meiner Betrachtungsweise.
Ich denke, Du verstehst auch, was ich meine und glaubst nicht wirklich, dass ich so blöd bin, wenn ich von Arbeiter spreche, dass ich dann andere Menschen aus dem Blickfeld verliere.
Du wirst auch wissen, dass ich nicht zu doof bin, über einen detailierten Bauplan zu sprechen, es aber nicht tun will, wenn es nicht erforderlich ist.
Ich habe oft genug erlebt, wie versucht wurde, alles vorher bis ins letzte Detail zu beleuchten, zu diskutieren und daraus einen Aktionsplan in “Leder gebunden mit Goldenen Lettern” zu erzeugen. Viel Aufwand, viel Zeit, viele Ressourcen verbraucht und am Ende doch nichts erreicht. Erfolgreich waren eher jene, die mit weniger derartigem Aufwand die Aufgaben in Angriff genommen haben und im laufe der Zeit mit vielen Korrekturen – die sich bei solchen Prozesswn ergeben – auf ihrem Weg ein gut Stück voran gekommen sind.
Diese Leute konnten mehr als nur eine “Bretterbude” zusammennageln. Aber meist haben Sie mit der “Bretterbude” begonnen und im laufe der Zeit ein modernes Gebäude errichtet. Nun gut, zu dieser Herangehensweise gehört eine ordentliche Portion Mut und Risikobereitschaft. Wenn das Projekt in die Hose ging, waren diejenigen sehr schnell zur Stelle, die schon immer alles vorher richtig wussten, aber in tonnenweise Bedenken, Theorien und Erklärungen geflüchtet waren, weil sie sich nicht trauten… das Gebäude zu einem Zeitpunkt zu errichten, wo noch nicht abzusehen war, dass es gelingen könnte.
Ich gehe auch davon aus, das Dir bekannt ist, dass ich sehr wohl zwischen auf die Spitze treiben (ja kann notwendig sein) und Spitzfindigkeit unterscheiden kann.
Mir ging es vor allen darum, anzuregen, diese Diskussion mal auf eine freundlichere Ebene des ganzen zu heben. Eine Ebene, wo jeder davon ausgehen darf, dass im Detail der andere vieles anders versteht, anders sieht, aber man sich doch mit gebotener Toleranz so begegnet, dass man zusammengeht. Über die Definition eines “echten Arbeiters” und anderen Unfug können wir dann später diskutieren.
Es bringt doch nichts, zu versuchen, derart komplexe Themen in alle Richtungen und aller (nicht zu machenden) Vollständigkeit in einem “Aufwasch” abzuarbeiten.
Komplexität kann ich nur beherrschen, wenn ich diese in Teilprobleme zerlege und bearbeite bzw. die Details zum gegebenen Zeitpunkt abstrahiere.
Nun habe ich wieder so ein Gefühl … das mir sagt, dass ich Dir viel “Munition” geliefert habe, auch diesen Beitrag ausgiebigst auseinander zu nehmen und mir meine Unvollkommenheit, Dummheit, beschränkte Denkweise etc. aufzuzeigen. Nun, wenn das so wichtig für Dich ist, dann tue es … ich würde mich dann lieber wieder den Kernthemen zuwenden.
Von Josef A. Preiselbauer am 29. Apr 2011 um 09:50 Uhr
Würde ich auch für sinnvoller halten.
Alternativ kann ich die Kommentarfunktion zu dem Beitrag auch sperren.
Aber keine Sorge, heute gibt es schon neues Futter für die Diskussionen zu dem Thema.
Von Alexandra am 29. Apr 2011 um 15:35 Uhr
Die mir bisher entgangene Diskussion ist wieder mal sehr interessant.
Die Abspaltung der paar Hanseln der KPD(B) von der KPD war wohl nicht aufzuhalten. Dergleichen gibt es immer wieder. Wenn sich die Genossen in der Sammlungsbewegung KI besser aufgehoben fühlen, nur zu! Vielleicht ist dort für sie einiges einfacher und übersichtlicher. Den antichinesischen Part haben sie schon vorher gespielt.
Wir schätzen doch den Imperialismus weder als naiv noch als schwach ein? Wen will er denn so alles weghaben, um die ganze Welt in ein Gefängnis mit Sklavenarbeitern und –aufsehern zu verwandeln? Das wäre die sehr bedenkliche Seite einiger KI-Genossen.
Der Kampf um das geschichtliche Vermächtnis der DDR ist Teil des weltweiten Kampfes gegen die Verfälschung des Marxismus/Leninismus. Insoweit also das Mindeste für eine kommunistische Partei/Gruppierung.
Worin unterscheidet sich eigentlich eine Sammlungsbewegung (mit Beiträgen, war vorgesehen?) von einer Partei? Ist die nicht auch eine Sammlungsbewegung?
In ihren Aussagen sind Vertreter der KI oftmals widersprüchlich und behaupten viel. Der Unterschied zwischen Behauptung und Beweis ist manchem nicht klar. Wiederkehrende Behauptungen werden nicht automatisch zum Beweis. Sie setzten sich maximal nur im Kopf fest (nach Art bürgerl. Medien).
Das mag an der ungenügenden Beherrschung des „Handwerkszeugs“ liegen, manchmal kommt der ML auch etwas dogmatisch daher. Sagen wir mal: Das lernt sich.
Nichts ist gegen eine Sammlungsbewegung gegen den Kapitalismus/Imperialismus zu sagen. Ein Kampf gegen den Revisionismus sollte für eine komm. Partei allerdings selbstverständlich sein wegen der Reinhaltung der Linie. Das ist ein langwieriger und wiederkehrender Prozess. Wenn eine Sammlungsbewegung aber ihren Hauptzweck in Revisionismus-Vorwürfen gegen andere sieht (zur Verdeutlichung und zu Lehrzwecken?), ist das bedenklich. Auch, wenn sie anfängt, ins gleiche Horn zu stoßen wie die imperialistische Regierung. Ich meine bei letzterem die vorgeblichen Fehler in der sozialistischen Wirtschaft auf Basis falscher Politökonomie (u. a. Februarheft Offensiv). Man kann das auch m/l verbrämen. Ein solches Verhalten ist in sich – revisionistisch und schädlich.
@ Michael: Es ist schon verständlich, was du beklagst.
Nur gibt es da eine komische Logik: Die KI gäbe bloßes ML-Handwerkszeug und sie müsse konkrete Fehler bei anderen Parteien aufzeigen. Und den ML in andere Parteien hineintragen.
Ich habe das Begreifen des ML immer als Bildung verstanden zum Nutzen meiner Arbeit als Genosse und, um mich in der Welt zurecht zu finden.
Funktioniert die KI wie eine Versammlung der „Zeugen Jehovas“? Diese verpflichtet ihre niederen Anhänger zu Überzeugungs-Klingeltouren.
Bedenklich ist die Frage, ob man denn die anderen alles falsch machen lassen und sie nicht vor ihren revision. Führern warnen solle. Sind sie es denn alle? Erst einmal kann man jeden erschlagen, dem man mit Leninzitaten kommt. Kluge Genossen argumentieren leise, anhand von Wissen und Fakten im Alltag. Zu kleinen Dingen aus den Lügen-Medien z. B.
Aber das weißt du doch! Wer sich interessiert, kommt von selbst. Bei Interesse wird nachgehakt.
„Denn offenbar muss der grundlegende Fehler bei diesen[den Führern] existieren, sonst gäbe es gar nicht die Situation, in der wir uns alle befinden, und diese Fehler werden außerdem nachgewiesen und nicht nur behauptet.“
Nein, Michael. Da hast du noch nicht ausreichend ML- Handwerkszeug mitbekommen bzw. erworben. Sehen wir uns die materielle Situation an.
Der „grundlegende Fehler“ existiert nicht bei diesen Führern …. Es sind die Auswirkungen des Imperialismus, seiner maßlosen Raubzüge, die ihm die Mittel geben, einen Teil der Arbeiterklasse und andere Schichten zu kaufen und ganze bürgerliche Arbeiterparteien auszuhalten. Das ist sozusagen histor. und dialekt. Materialismus. Lenin (der sich auch auf Engels beruft) weist uns die einzig mögliche Taktik zu: „… tiefer zu den untersten, zu den wirklichen Massen zu gehen: darin liegt die ganze Bedeutung des Kampfes gegen den Opportunismus und der ganze Inhalt des Kampfes….“ Die untersten Massen müssen über die Rolle der opportunistischen bürgerlichen Vertreter innerhalb des Systems aufgeklärt und gleichzeitig für den gemeinsamen Kampf gegen den Imperialismus geworben werden. (Lenin, Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus)
@YL: „Will die DKP-Führung den Marxismus-Leninismus?“ fragt YL. Das ist eine Holzhammerfrage im obigen Stil. Ich würde sie anders stellen, z. B.: Wie setzt die DKP in ihren Reihen die m/l Weltanschauung durch?
Man muss ihn sich erarbeiten und seine Positionen immer wieder anhand der Praxis überprüfen. Wer hier mit dem Holzhammer gegen andere vorgeht, wird zum „glühenden Kämpfer für die Zersplitterung“.
Ich denke, dass so mancher Angriff und Gegenangriff auf zu stürmisches, zu wenig durchdachtes Vorgehen der einzelnen Genossen zurück zu führen ist.
(Und mein „Wenn nicht …“ behalte ich für mich.)
Ein Zerschlagen vorhandener kommunistischer Parteien wäre kontraproduktiv und ein großer taktischer Fehler.
Wir sind in der Epoche vom der Epoche des weltweiten Überganges vom Kapitalismus zum Sozialismus. Über die Dauer wissen wir nichts. Daran ändert kein Hurra-Geschrei etwas! Wer das nicht realistisch sieht, belügt seine Kampfgefährten. Ganz sicher wird sich im gegebenen Moment der Revolution eine führende Kraft an die Spitze setzen müssen, die alle Kräfte bündelt. Wohl dem, der sie vorbereitet hat.
Der moderne Revisionismus als Hauptgrund für die Niederlage des europäischen soz. Systems:
@ Sepp: Das greift so nicht nur zu kurz, Sepp. Es ist als Analyse einfach zu allgemein, als ob man den Holzhammer nimmt. Wäre es „nur“ der Revisionismus gewesen, hätte man, solange die politische Macht aufrecht erhalten worden wäre, eine Kursänderung durchführen können. Da war auch jede Menge Verrat im Spiel. Nicht einverstanden bin ich mit Deiner Aussage, dass die Produktionsschlacht verloren worden wäre (s. Abs. zuvor). Da hängt vieles dialektisch zusammen.
Die von Chruschtschow und seinen Hintermännern gehaltene sogenannte Geheimrede mit der Verleumdung Stalins ist die ideologische Basis für den nach Stalins Tod geführten Kampf gegen den Kommunismus und damit für die Niederlage des europäischen sozialistischen Systems.
Das ist in ihrem Ausmaß von den Kommunisten verkannt worden und wird immer noch verkannt.
Es ist mir unverständlich, dass maßgebliche Leute nicht in der Lage sein wollen, die Arbeit des schwedischen Kommunisten“ Lies concerning the history of the Soviet Union (From Hitler to Hearst, from Conquest to Solzhenitsyn)“ von 1998 mariosousa.se zu lesen (existiert auch auf Französisch). Wenn man schon deutschen Autoren aus dem Weg geht.
So, nun mal die Revisionismusfrage beiseite. Man hat ohnehin den Eindruck, bei der KI drehe sich alles darum.
- Wo bleibt eigentliche Aufgabe der Kommunisten, nämlich der Kampf gegen die bürgerliche kapitalistische und imperialistische Klasse? Im Bündnis mit allen fortschrittlichen, aber auch unterdrückten Schichten?
In diesem gemeinsamen Kampf erfolgt der Einigungsprozess und nicht in „theoretischen Zirkeln“, die sich voneinander abgrenzen wollen aus meistens persönlichen machtpolitischen Gründen.
Der gemeinsame Kampf gegen den Klassenfeind (sollte man öfters deutlich so nennen) wird auch die wirklich daran interessierten kommunistischen Kräfte bündeln – und bündelt sie, siehe Dresden!
Die Arbeiterklasse (der Großteil der 4 Mio Arbeitslosen) und schätzungsweise ein Drittel (korrigiert mich, wenn ihrs genauer wisst, kostet jetzt zu lange nachzusehen, außerdem sind die offiziellen Statistiken bewusst vermischt) der ca. 28,3 einkommensabhängig Beschäftigten weiß, wo sie hingehört und warum sie den politischen Parteien (allen!) nicht traut.
Der Verrat sitzt zu tief.
Der tägliche Überlebenskampf ist hart.
Aber das war er auch Ende der zwanziger Jahre. Trotzdem hatte die KPD großen Zulauf. Oder besser gerade deshalb.
Mir kommt es immer so vor, als ob die Führungen der komm. Parteien und Sammlungsbewegungen die Arbeiterklasse suchen, um Bewusstsein hineinzutragen. Bei allen klugen Reden erscheint das meistens als Selbstdarstellung. Wo aber bleibt der Materialismus, der doch jedem Kommunisten eigen sein sollte?
Der Materialismus der Suppenküchen, der Arbeitslosenvereine ….
Eine politische Partei mit kommunistischem Anspruch möchte sich denen verständlich machen, für die sie vorgibt zu agieren. S. o. zu Michael.
Und ich finde, es gilt ein eindeutiges Ja zum Handeln, egal wo. Gemeinsame Aktionen bündeln die Kräfte. „Und wenn es die KP von Hintertupfingen ist“. Oder der DGB, bei dem Gewe sowieso seinen Mund nicht halten kann und soll. (Kann er gar nicht.) Oder die KI-Gruppe in der Gegend.
Ich wünschte nur, dass die einzelnen Mitglieder genau hinschauen, wem sie vertrauen.
In diesem Sinne ist alles zu befürworten, was den antagonistischen Klassencharakter aufzeigt und Partei ergreift durch Aufklärung über oder Proteste gegen die bestehenden Verhältnisse, egal in welcher Gruppierung.
Denn: „Wozu soll man also dann existieren, wenn man sich nicht rühren darf?“ [Michael]
Von Josef A. Preiselbauer am 29. Apr 2011 um 16:51 Uhr
@Alexandra, kannst Du mal in drei Sätzen á 10 Worten zusammenfassen, was Du eigentlich sagen willst? Sorry, aber ich versteh es nicht.
Von YL am 29. Apr 2011 um 18:18 Uhr
@Josef,
das Problem ist das Alexandra zu viel auf einmal sagen will. Vielleicht hätte sie nicht den ganzen Blog auf einmal verschlingen sollen, das schlägt auf den Magen. Ich kann Dir aber eine ganz knappe Zusammenfassung geben: “Ich bombardiere euch mal mit Allgemeinplätzen um den zentralen Fragen aus dem Weg zu gehen!!!”