Sternschnuppen…

Ich wollte diese Nacht mal die eine oder andere Sternschnuppe der Lyriden fotografieren. Auf einem Hügel in der Nähe von Freising, ca. 10 km nördlich des Flughafen München, konnte man sogar relativ viele Sterne sehen. Insgesamt habe ich auch 6 Sternschnuppen gezählt. Leider ist keine von denen vor meinem 8mm-Ultraweitwinkel vorbei geflogen. Darum gibt es nur ein paar Bilder vom Sternenhimmel und eine 772 Sekunden lange Aufnahme des Mondaufgang. 🙂

  1. 12 Reaktionen

  2. Von Felix am 23. Apr 2011 um 16:02 Uhr

    Das erste Bild sieht nach längerer Belichtungszeit aus, wäre eine Sternschnuppe da überhaupt zu erkennen oder würde sie vom diffusen licht der Atmosphäre geschluckt?

  3. Von Josef A. Preiselbauer am 23. Apr 2011 um 17:27 Uhr

    Tja Felix, ich konnte es leider nicht ausprobieren.

  4. Von gewe am 23. Apr 2011 um 20:15 Uhr

    Ja, wäre zu sehen gewesen. Allerdings nicht als Kreis wie die anderen Zirkumpolarsterne, sondern als „Strich“ quer übers Bild.

  5. Von Felix am 23. Apr 2011 um 21:03 Uhr

    @ gewe
    Thema verfehlt setzen Sechs.
    Die Frage war nicht wie, sondern ob.

  6. Von Josef A. Preiselbauer am 23. Apr 2011 um 23:08 Uhr

    @Felix: Gewe hat doch geschrieben, ob. Noch mal lesen, drüber nachdenken, selber setzen! :mrgreen:

  7. Von Felix am 24. Apr 2011 um 16:28 Uhr

    Ja hat er. Aber, ist er sich sicher und wenn ja warum?

    Außerdem ist es auch inhaltlich nicht ganz richtig Zirkumpolarsterne beschreiben keine scheinbaren Kreisbahnen. Auch wenn man im Astronomieunterricht lernt das es auf Grund der Erdrotation so ist, ist es falsch. Während die Erde sich einmal um sich selbst dreht, dreht sie sich auch grob gerundet 1° um die Sonne, was zu einer entsprechenden Deformation der Kreisbahn führt. Somit gelangt ein Stern nach einem Tag nicht exakt zu seinem Ausgangspunkt am Himmel zurück. Zirkumpolarsterne beschreiben komplexe Bahn ähnlich dieser:
    http://stusshed.files.wordpress.com/2009/12/spirograph_screenshot3-122183017.jpg
    mit einem Spirograph gezeichneten Kurve.

  8. Von Josef A. Preiselbauer am 24. Apr 2011 um 18:27 Uhr

    Na dann lass ich das nächste Mal meine Kamera drei Tage auf dem Berg stehen, damit wir das nachprüfen können.

    Ansonsten denke ich auch, dass man die Sternschnuppe trotzdem sehen würde.

  9. Von Felix am 24. Apr 2011 um 20:00 Uhr

    Dafür brauchst du eine Polarnacht.

  10. Von gewe am 24. Apr 2011 um 20:51 Uhr

    Oh Mann, @Felix, Du gibst Dir richtig Mühe. Selbstverständlich hast Du recht, dass durch die Erdbewegung es keine exakten Kreisbahnen sind. Ich hatte allerdings nicht die Absicht, eine mehrbändige exakte wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Dazu ist das Blog nicht der passende Ort. Ich wollte es nur kurz und knapp und einfach verständlich (dabei leitet die wissenschaftliche Exaktheit nunmal) darstellen. Aber bleibe gern weiter so kritisch, das ist schon in Ordnung. Nur immer den Sinn genauer durchdenken, sonst stehen Aufwand und Nutzen in keinem guten Verhältnis.

    Ach so, worauf ich meine Annahme stütze? Auch wieder einfacher als exakt wissenschaftlich erforscht, berechnet und formuliert:

    1. Seit vielen Jahren lese ich astronomische (nicht astrologische! 🙂 ) Zeitschriften und kann mich an entsprechende Aufnahmen erinnern. Irrtum dennoch nicht ausgeschlossen.

    2. Das INet hat immer wieder mal interessante Bilder, wie z.B. unter
    http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=11791 . Was da echt ist oder was da anschließend eingearbeitet wurde, kann ich nicht feststellen.

    3. Auf Überlegungen mit der Vorstellung, lasse die Kamera – entsprechend ausgerichtet – über einen längeren Zeitpunkt belichten, dann bekommst Du die „Kreise“ zu sehen, weil die Sterne (also leuchtenden Objekte) die gesamte Belichtungszeit über leuchten und so nach und nach (bedingt durch die Drehbewegung der Erde) ihre Lichtspur auf dem Aufnahmematerial (heute vielfach CCD) hinterlassen.

    Nur in dem Moment auf den Auslöser zu drücken, wenn die Sternschnuppe über den Himmel jagt, dürfte manuell sehr schwierig werden oder überhaupt nur als Folge eines glücklichen Zufalls und sicher sehr vieler Erfahrung mit Deiner Kamera und der Astrofotografie gelingen. Inwieweit es da technische Möglichkeiten gibt, das Verfahren zu automatisieren, kann ich aus Unkenntnis nicht sagen.

    Wenn in diesem Zeitraum eine Sternschnuppe über den Himmel zieht, sind das meist Sekundenbruchteile und in dieser Zeit hinterläßt Sie (im günstigsten Fall) eine Leuchtspur über den ganzen Himmel. Aber halt nur über diesen kurzen Zeitpunkt.

    Warum ich es dennoch vorsichtig formuliert habe, liegt daran, dass ich (auch Mangels exaktem Datenmaterial) keine Annahmen treffen konnte, ob Leuchkraft und Dauer einer möglichen Sternschnuppe mit Sicherheit für eine Abbildung ausreichend sind.

    Mit aufwendigerer Beobachtungstechnik würde man seine Kamera nachführen und die „Kreise“ so gut wie nicht sehen können. Doch die Lichtmenge auf einen Punkt wäre erheblich größer und man würde wohl einen geringere Empfindlichkeit (geringeres Rauschen) einstellen. Dann muss die Sternschnuppe eine größere Leuchtkraft haben, um abgebildet zu werden.

    Auf Möglichkeiten mit Fischaugenobjektiven, CCD-Kühlung (weil bei längerer Betriebszeit diese Teile heiß laufen und das thermische Rauschen erheblich zunimmt) Vorab-Reinigungsarbeiten in Fachwerkstatt, IR-Filtern gehe ich nicht ein bzw. setze ich nicht voraus.

    Was in jedem Fall ein Muss ist, man sollte derartige Aufnahmen weit weg von größeren, lichtverschmutzten Großstädten machen. Afrika soll da einige sehr gut geeignete Gegenden haben. 🙂
    Im Riesengebirge habe ich aber auch recht gute Erfahrungen mit nächtlichen Himmelsaufnahmen gemacht. Aber keine Sternschnuppen fotografiert.

    Ergo, würde ich noch vorsichtiger jetzt formulieren, wenn die Sternschnuppe hell und lang genug leuchtet, wäre eine Ablichtung möglich gewesen. Diese Wahrscheinlichkeit vergrößert sich mit einem besseren Standort, aufwendigerer techn. Ausrüstung und last not least viel eigener Erfahrung.
    Ich freue mich über Korrekturen meiner Überlegungen und betone nochmals, dass es zu diesem Thema noch sehr viel mehr zu schreiben gäbe. Dann aber lieber an passenderer Stelle.

  11. Von Josef A. Preiselbauer am 24. Apr 2011 um 22:03 Uhr

    Es ist doch einfach so, dass eine Sternschnuppe, wenn sie nur hell genug ist (Ich sah eine, da glühte der „Kanal“ noch gut zwei Sekunden sichtbar nach), dann hinterlässt sie eine sichtbare Spur auf dem Foto. Ob da der Himmel durch die Langzeitbelichtung etwas heller wirkt, ist irrelevant. Ich hab doch Erfahrungen mir sowas.

    Schau mal hier: http://www.woschod.de/2010/06/28/nur-der-mond-war-anwesend/ In der zweiten Reihe das dritte Bild, da ist die ISS zu sehen.

  12. Von Felix am 25. Apr 2011 um 04:59 Uhr

    @ gewe ok jetzt gibt es ein Fleißbienchen.
    @ Josef ich habe auch schon die eine oder andere Sternschnuppe gesehen, aber 2 Sekunden Nachglühen hab noch nicht beobachtet, kann mir aber gut vorstellen das so etwas dann auf der Aufnahme ist.

  13. Von gewe am 25. Apr 2011 um 08:55 Uhr

    Mir war am wichtigsten am ganzen Thema, dass vielleicht bei dem einen oder anderen Interesse geweckt wird. Ich wollte nicht gleich mit, da musste aber beachten … 932 Punkte … ins Haus fallen und vorsichtig Interessierte wieder vergraulen.
    Die ISS ist ein recht helles Objekt und bewegt sich viel langsamer als eine Sternschnuppe. Da sollten Aufnahmen einfacher möglich sein. Bei Sternschnuppen, die Nachglühen im Sekundenbereich haben, sind die Chancen auch gut.

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