17. Juni 2011 in Dresden – Naziaufmarsch verhindern!

Quelle: Libertäres Netzwerk Dresden

17. Juni 2011 – Naziaufmarsch verhindern!

Aufruf des AK Antifa

Letztes Jahr am 17. Juni versuchten etwa 100 Nazis mit einer Demonstration in der Dresdner Altstadt eine neue regelmäßige Veranstaltung zu etablieren. Auch dieses Jahr planen die Nazis erneut einen Aufmarsch.Damit wird versucht, den Tag von massenhaften Streiks und Demonstrationen in der DDR, als einen Gedenktag für einen „Nationalen Volksaufstand“ zu stilisieren.

Der sogenannte „Arbeitskreis 17. Juni 1953“ (unter anderem bestehend aus NPD und Netzwerk Mitte) ruft für diesen Tag zu einer nationalistischen Demonstration mit dem Titel „Damals wie heute: „Nationale Souveränität statt Fremdbestimmung“ auf. Aufgrund mehrerer gescheiterter Veranstaltungen der Nazis in den letzten Jahren, wie z.B. der 17. Oktober 2009 in Leipzig oder der 13. Februar 2010 in Dresden, kann dieses Jahr mit einer höheren Teilnehmer_innenzahl als voriges Jahr gerechnet werden.

Inhaltlich stilisieren die Nazis die Proteste des Jahres 1953, die sich gegen ökonomische und politische Missstände innerhalb der DDR richteten, zum Befreiungskampf eines von „Besatzern geknechteten Volkes“. Mit rechtspopulistischen Parolen versuchen sie eine scheinbare „Knechtschaft“ durch die EU herbei zu halluzinieren.

Wir als AK Antifa im Libertären Netzwerk Dresden beteiligen uns an der Arbeit in einem Vorbereitungskreis, welcher sich aus Parteien, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Antifagruppen zusammensetzt, gegen die Nazidemo am 17 Juni. Ebenso möchten wir einen Beitrag leisten einer geschichtlichen Verklärung der historischen Ereignisse entgegen zu wirken. Wir fordern alle Menschen auf, sich an den geplanten Gegenaktionen zu beteiligen. Dies betrifft dezentrale und kreative Proteste sowie individuelle Aktionsformen. Über die Selbstverständlichkeit von Protest gegen Nazi-Aktivitäten hinaus, ist es uns an diesem Tag wichtig den Nazis keine Möglichkeit für die Etablierung eines neuen, jährlich stattfindenden Aufmarsches zu geben.

Dass sie dies versuchen zeigt sich daran, dass die Mobilisierung in diesem Jahr wesentlich aufwändiger ist, von der NPD Landtagsfraktion unterstützt wird und damit eine landesweite Mobilisierung angestrebt ist.

Im letzten Jahr hatte die Stadt im Vorfeld legalisierte Proteste gegen die nationalistische Demonstration im Vorfeld mit der Verheimlichung der Selben behindert. Am Tag selbst verhinderte die Polizei durch ihr massives Vorgehen jegliche Blockadeversuche, selbst das Recht auf Protest in Sicht- und Hörweite wurde nicht gewährleistet. Dies führte dazu, dass die Nazis nahezu ungestört durch die Dresdner Altstadt laufen konnten. Dies möchten wir in diesem Jahr verhindern und setzen deswegen in diesem Jahr auf eine breite Mobilisierung.

Die Nazis planen ihre Auftaktveranstaltung am Panzerkettendenkmal auf dem Postplatz, deswegen soll mit verschiedenen Kundgebungen rund um den Anmeldepunkt versucht werden Passanten über das Geschehnis aufzuklären und die revisionistische Veranstaltung empfindlich zu stören. Zusätzlich soll der Protest gegen die Zurschaustellung menschenverachtender und nationalistischer Ideologien mit einer Demonstration auf die Straße getragen werden.

Wir fordern ein entschlossenes Handeln und die Verhinderung des Naziaufmarsches.

Am 17. Juni wie auch sonst, Nazis, Nationalisten, Antisemiten und Rassisten aktiv entgegentreten!

Kein Platz für Geschichtsverdrehung und Rechtspopulismus!

AK Antifa im Libertären Netzwerk Dresden

  1. Eine Reaktion

  2. Von uwe am 15. Jun 2011 um 23:05 Uhr

    danke für dein reinstellen von Infos und so. Das muss mal gesagt werden. 🙂

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